Drei Jahre Arbeit. Kaum Privatleben. Die Freundin meist nur dann gesehen, wenn sie ihn mit Essen versorgte. Vollzeitjob – und anschließend ab ins Studio im Keller seiner Eltern, um den eigenen Traum zu verwirklichen.
So sahen die vergangenen 36 Monate von Peter Geyer alias pez aus der Oberpfalz aus.
Das Ergebnis: ein 100 Prozent Vollgas-Country-Album, das es nicht nur als Stream, sondern auch ganz klassisch als echten Silberling gibt. Und klar ist: So etwas muss gebührend gefeiert werden.
Gesagt, getan… am Samstag, den 19. September 2026, präsentierte pez sein Debütalbum “Groundtrippin'” in Leonberg, dem Nachbarort seiner Heimatstadt – und brachte diesen ordentlich zum Kochen.
Schon viele Wochen vor der Releaseparty war der Saal des Jugend- und Pfarrheims restlos ausverkauft. Entsprechend stiegen Vorfreude und Nervosität beim Songwriter mit jedem Tag ein kleines Stückchen weiter. Völlig unbegründet, wie sich später herausstellen sollte. Denn die knapp 200 Gäste und Fans feierten ihn von der ersten Sekunde an.
Mit herzlichen und emotionalen Worten begrüßte pez sein Publikum und nutzte die Gelegenheit, sich bei seiner Partnerin, der Familie & Freunden und all den Helfern, u.a. für Bühnenaufbau und perfekten Klang an diesem Abend, zu bedanken, die ihn auf seinem Weg begleitet und unterstützt haben. Schon da hatte er ein umjubeltes Publikum um sich herum.
Und dann durfte seine Freundin und Traumfrau Chrissi, die ebenfalls eine großartige Songwriterin ist, nach den herzlichen Worten erst einmal kurz durchatmen, um anschließend den Abend musikalisch zu eröffnen.
Mit Gitarre, Stomp Pad und Mundharmonika präsentierte Chrissi eine gelungene Mischung aus Coversongs, darunter “Wildflowers and Wild Horses” von Lainey Wilson, und eigenen Kompositionen wie “Plastic Heaven”, “No Sad Song” oder ihrer Debütsingle “L.I.F.E”.
Das Publikum? Das ist wahrlich ausgeflippt! Man hätte meinen können, hier steht ein US-Star auf der Bühne eines Clubs. Grandios!
Besser hätte der Abend kaum starten können.
Bevor es dann zur eigentlichen Albumpräsentation überging, präsentierten Antonia & Luna von den Swinging Hats noch drei Show-Line-Dances und gaben anschließend einen Workshop zu einem pez-Song.
Die beiden hatten eine Choreografie zu “Late Night Talks” entwickelt und diese kam beim Publikum richtig gut an. So gut, dass man sie später bei der Präsentation des Songs noch einmal live erleben konnte. Ein richtig schönes Bild, wenn zu einem Song tatsächlich alle dieselbe Choreografie tanzen.
Und dann war es endlich soweit: pez und seine Band betraten die Bühne und der Kessel kochte förmlich über, als das scharfe Intro zu “Lost me for Country” angespielt wurde. Nach und nach folgten die neuen Songs sowie einige frühere pez-Stücke.
Klar, dass an diesem Abend die Originals gegenüber den Covers deutlich überwogen. Schließlich war man wegen “Groundtrippin'” gekommen. Aber zwei, drei Coversongs hatte pez natürlich trotzdem im Gepäck – darunter “Life is a Highway” und “All Summer Long”. Eigentlich mit dem Gedanken, dass man dabei mal gemeinsam mit dem Publikum ordentlich mitsingen kann.
Eigentlich…. Denn das war überhaupt nicht nötig, denn auch bei seinen eigenen Songs wurden die Refrains lautstark mitgesungen – egal, ob der Song erst am Vortag veröffentlicht worden war, wie “Nine to Five”, oder schon etwas älter ist, wie “Lynchburg TN”. Die Fans hatten sich das Prachtwerk offensichtlich schon ordentlich reingezogen und zeigten eindrucksvoll, dass sie wahre pez-Fans sind.
Natürlich durfte auch Chrissi während des Konzertes nicht fehlen. Egal, ob als Zweitstimme oder als Duettpartnerin bei “Jack & Diet Coke”, einem Cover von Redferrin, das das Paar bereits vor zwei Jahren veröffentlicht hatte – Chrissi als Special Guest auf der Bühne war das i-Tüpfelchen.
Besonders emotional wurde es bei “Without Superman”, einem Song für pez’ verstorbenen Opa, den der Songwriter an diesem Abend ausschließlich mit Chrissi am Gesang und Jakob an der Gitarre präsentierte. Gänsehaut pur.
Der Opa würde diesen Song lieben und hat da oben sicherlich ordentlich mitgefeiert.
Und was wäre der Abend ohne pez’ großartige Band gewesen? Jakob an der Gitarre hatte erst seinen zweiten Live-Auftritt mit der Band und wurde ebenso gefeiert wie Jan am Bass und Freddy an den Drums, die pez bereits seit vielen Jahren begleiten. Die drei rundeten das Gesamtbild ab und sorgten für den perfekten Sound.
Als besonderes Schmankerl kam dann noch Simon, der Gitarrist der ersten Stunde, mit auf die Bühne. Er hatte die Band vor vier Jahren verlassen, ließ es sich aber nicht nehmen, pez an diesem besonderen Abend die Ehre zu erweisen und ihn bei einigen Songs wie “Dreamer” oder “A Ride with You” zu begleiten.
Eine fette, rundum gelungene Releaseparty, die mit zwei Zugaben schließlich ihr musikalisches Ende fand.
Eine davon: “Three Chords and the Truth”, eine wunderschöne Ballade von “Groundtrippin'”, die den Abend noch einmal von seiner gefühlvollen Seite zeigte.
Doch damit war noch lange nicht Schluss. pez nahm sich anschließend ausgiebig Zeit für seine Fans und Gäste, schrieb fleißig Autogramme und stand am Merch-Stand für Fotos und Gespräche bereit. Dort gab es neben den klassischen Artikeln wie Shirts und Caps auch Socken und ein exklusives Songbook zu erwerben.
Am Ende bleibt vor allem eines: Ein Abend, der gezeigt hat, wie viel Herzblut in diesem Album steckt. Drei Jahre Arbeit, unzählige Stunden im Kellerstudio und jede Menge persönlicher Einsatz haben sich für pez an diesem Abend mehr als ausgezahlt.
“Groundtrippin'” ist draußen, Leonberg hat gekocht – und pez darf völlig zu Recht stolz auf das sein, was er da auf die Beine gestellt hat.
➡️ Hinweis: Über die einzelnen Songs möchten wir an dieser Stelle bewusst nicht noch einmal separat berichten. Dafür gibt es schließlich unser Album-Review vom 18. September 2026.



















