The Road Chicks in der Gartenstadt Nürnberg

Die Tanzveranstaltungen der Blazing Saddles in Nürnberg gehören seit ein paar Jahren zu den beliebtesten der Region. Meist finden sie im Saalbau Bauernfeind statt und sind fest immer ausverkauft.

Am 16.05.2016 verlagerte der Vorsitzende Scott Corless das Ganze mal in die Eventhalle Gartenstadt und das war eine gute Wahl. Der Saal ist schön, hat eine gute Akustik und eine exzellente Tanzfläche. Gute griechische Küche gibt es dort auch, beste Voraussetzungen also. Deshalb wollen wir hier auch mal über diese Line Dance-Veranstaltung berichten, auch wenn es dabei nicht unbedingt eine Live-Band zu sehen gab.

Ab 19 Uhr erfreute uns dort ein Duo aus Österreich, das man in Franken bisher nur selten gesehen hat, mit einem recht anspruchsvollen Musikprogramm. Die Road Chicks wurden bereits 2010 von Sängerin Alina Mahrhofer gegründet. Ihre Partnerin mit den pinken Haaren heißt Michaela Berchtold. Die beiden spielen viel in Österreich, der Schweiz, Deutschland, Italien und den Niederlanden. Zuhause sind sie in Tirol.

Wir hörten vier Sets bester Country Music, abwechslungsreich und sorgfältig ausgewählt. Die Musik kommt überwiegend aus dem Computer, doch der Gesang und auch die beiden Akustikgitarren erklingen live und das sehr gut. Sie spielen vor allem die Country-Hits, zu denen überall Line Dance, aber auch Paartänze praktiziert werden. Dabei trauen sie sich auch an Songs heran, die im Original von männlichen Künstlern stammen, etwa Billy Ray Cyrus, Josh Turner oder Alan Jackson und auch die klingen gut. Besonders gut gefallen haben uns ihre Interpretationen von Maren Morris, Lynn Anderson und Little Big Town. Die Mischung aus alt und neu stimmt, der Schwerpunkt liegt aber klar bei New Country.
Dazu gibt´s ein paar Eigenkompositionen und zwischendurch auch einige Abstecher zu anderen Musikrichtungen, etwa „Dancing Queen“ von ABBA sowie Songs von CCR oder Amy McDonald. Aber auch die sind geschickt auf Country umgearbeitet. Und spätestens bei solch anspruchsvollen Titeln wie „Southbound Train“ von Travis Tritt geht richtig die Post ab.

Ansonsten gab es im Foyer sogar einen Verkaufsstand mit Hüten, Stiefeln und vielen anderen Accessoires, alles sehr geschmackvoll ausgewählt. In den Pausen wurden ein paar Tänze unterrichtet, auch hier war das Interesse der Gäste groß. Gut gefallen hat uns im Übrigen auch die hübsch gemachte Bühnendekoration. Allein die Bühnenbeleuchtung ließe sich noch etwas verbessern. Die ist zwar sehr stimmungsvoll, als Fotograf hat man da aber seine liebe Not, gute Bilder zu schießen.

Fazit: Gut vier Stunden wurden wir hier bestens unterhalten und die Road Chicks kann man anderen Veranstaltern nur empfehlen.