Pullman City is ‘Back Stronger’ – Einweihung der neuen Mainstreet

Nur ca. 16 Monate nach dem verheerenden Brand im Januar 2024, bei dem in der Westernstadt Pullman City in Eging am See die Hälfte der Gebäude völlig zerstört wurden, lud die Geschäftsleitung zur offiziellen Eröffnung der neuen Mainstreet ein. Einige neue Eye Catcher, wie das Steakhouse, das mexikanische Restaurant und die Pizzeria Il Cavallo waren ja bereits seit Saison-Eröffnung in Betrieb. Aber natürlich fehlte noch das Herzstück der Bereiche Entertainment und Gastronomie – der Komplex aus Black Bison Saloon und Music Hall.

Eigentlich war am Freitag, d. 23. Mai, der Premieren-Auftritt von Karen McDawn & Band aus Österreich für die Music Hall angekündigt, dieser fand jedoch noch einmal im Pullman Barn statt. Der Restaurant-Bereich im Barn war bereits komplett abgebaut, denn man brauchte ja sämtliche Geräte in der Küche für Saloon und Music Hall, aber die Getränke-Versorgung war natürlich gesichert. Und sowohl Tänzer als auch Zuhörer freuten sich, Karen erstmals mit ihrer kompletten Band in Pullman City zu hören, war sie doch hier bisher nur im Duo mit ihrem Gitarristen Steve Criss aus Kalifornien zu Gast. Zeitgleich unterhielten übrigens Two Faces auf der nigel-nagel-neuen Mainstreet-Bühne das Publikum im (an diesem Abend etwas frischen) Open Air Bereich. Und was passierte in der Music Hall? Laut der Beschilderung eine geschlossene Gesellschaft. Geschäftsführer Ernst Grünberger teilte mir hierzu jedoch mit, dass man als “Dankeschön” den gesamten Bautrupp zu einer Feier eingeladen hatte und diesen Abend auch gleichzeitig als Generalprobe für die Eröffnung am nächsten Tag nutzen wollte, um dem Küchenteam sowie der Tontechnik (denn auf der Bühne unterhielten die Lokalmatadoren von Riffmen ‘N’ Groove die Gäste) einen letzten Testlauf zu ermöglichen. Eine tolle Idee – sowohl das Dankeschön für den Bautrupp, als auch die Probe sämtlicher Abläufe.

Am Samstag sah man schon in aller Frühe, dass auch der Wettergott dem bevorstehenden Event mehr als gnädig gegenüber stand, denn der Himmel strahlte in schönstem Blau – doch zu der Unterstützung “von oben” später mehr. Ich nutzte meine frühe Ankunft, um schon einmal einen Blick in die neue Music Hall zu werfen. Die Bühne wurde versetzt und befindet sich jetzt (mit Blick vom Übergang aus dem Black Bison Saloon) nicht mehr auf der rechten Seite der Music Hall, sondern direkt geradeaus. Das Frühstücksbuffet wird ab sofort im oberen Bereich der Music Hall serviert. Hier hat man für den eigentlichen Buffet-Bereich einen separaten Raum gebaut, wo neue Buffet-Vitrinen für die Chafings und Platten sowie die Kaffeemaschinen und Saft-Spender dauerhaft verbleiben und nicht jeden Tag wieder abgebaut werden müssen. Und auch die Küche wurde so angelegt, dass das Servicepersonal sowohl vom Black Bison Saloon, als auch von der Music Hall aus direkten Zugang hat und die Speisen nicht wie früher aus dem Saloon in die Music Hall getragen werden müssen. Die WC’s im EG wurden in einen Durchgangsbereich versetzt und der obere Bereich der Music Hall wurde vergrößert. Von hier aus hat man wie früher beste Sicht auf Bühne und Dancefloor.

Mittlerweile war der Himmel zwar ein wenig wolkenverhangen, aber es blieb freundlich und trocken. Auf der Mainstreet schwirrten die Mitarbeiter des Town Office sowie viel zusätzliches Sicherheitspersonal bereits umher, damit 2 Stunden später alles reibungslos ablaufen sollte. Gegen 13 Uhr war es dann soweit. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder betrat umringt von Security und Presse die Mainstreet. Vor dem neuen Gefängnis begann dann der Festakt mit Ansprachen und nochmaligen Danksagungen von Geschäftsführer Claus Six, Markus Söder (mit Cowboyhut) und dem Pullman-City-Pfarrer Alfred Binder. Und genau in dem Moment, als Pfarrer Binder sein Gebet zur Segnung der neuen Mainstreet begann, bahnte sich ein Sonnenstrahl wie ein Pfeil genau auf Pfarrer Binder – als wenn Pullman-City-Gründer Peter Meier, Gesellschafter und Eventmanager Alois Kronawitter, Sheriff Dieter Stütz und alle anderen bereits von uns gegangenen Pullman-City-Bewohner von oben zeigen wollten, dass auch sie an diesem Tag nicht nur im Herzen mit dabei sein wollten. Ein wahrer Gänsehaut-Moment!

Doch dies sollte nicht der einzige Gänsehaut-Moment bleiben. Eigentlich war nun das Durchschneiden des berühmten roten Bandes an der Reihe. Allerdings hatten die Mitarbeiter von Pullman City noch eine Überraschung für ihre Chefs geplant. Moderator Felix Maria Berger erinnerte alle Gäste zunächst an den großen Adler, der mit weit ausgebreiteten Flügeln vom Dach des alten Black Bison Saloons über Pullman City gewacht hatte. Da dieser natürlich leider auch den Flammen des Großbrandes zum Opfer gefallen war, hatte Verena, die Tochter von Geschäftsführer Claus Six, im Namen der Belegschaft als Überraschung für die Geschäftsleitung einen neuen Adler anfertigen lassen, der nun vor den Augen aller Mitarbeiter, Ehrengäste und Besucher der Westernstadt per Kran mit einer mehr als bewegenden Musikuntermalung auf das Dach des neuen MusicHall-Saloon-Komplexes schwebte und verankert wurde. Diese Überraschung war Verena Six mehr als gelungen, wie man unschwer an den Tränen der Rührung in den Gesichtern der gestandenen Männer sehen konnte. Aber auch im Publikum kullerten etliche Tränen auf die Mainstreet.

Als der neue Pullman City Adler seinen Platz bezogen hatte, wurde schlussendlich von Markus Söder und den beiden Geschäftsführern das rote Band, das bis jetzt den Eingang in den neuen Black Bison Saloon versperrt hatte, durchschnitten. Während Ehrengäste und Presse das neue Entertainment- und Gastronomie-Gebäude als erste erkunden durften, genoss das Publikum eine Wild West Show mit Tänzerinnen sowie Lightning Kid und seinen Kollegen an Lasso, Wurfmesser und Peitsche auf der Mainstreet. Und nur wenige Minuten, nachdem dann auch alle Besucher von Pullman City den Black Bison Saloon, die Music Hall und die dazugehörenden Front Porches stürmen durften, sah Pullman City wieder so aus, als wenn nie irgendetwas schlimmes passiert wäre.

In der Cantina Mexicana hatte ich dann später noch die Möglichkeit, Marketing-Chefin Daniela Riedl ein paar Fragen zu stellen. So erfuhr ich, wie der Name des neuen China-Restaurants Sai Pu zustande kam. Es ist nichts weiter als die chinesische Übersetzung des Namens des Betreibers Josef “Sepp” Kroll. Bei ihm und seinem Team kann man ab sofort über dem Black Bison Saloon nicht nur wieder Billiard spielen, sondern auch chinesische Küche genießen. Auch hinter den Kulissen konnten im Rahmen des Neubaus der Mainstreet-Gebäude einige wichtige Neuerungen umgesetzt werden. Seit kurzem gibt es z.B. eine separate Einfahrt für Anliefer- und Musikerfahrzeuge. Diese führt direkt hinter die Music Hall und den Küchentrakt. Direkt im Eingangsbereich sind die Bauarbeiten noch nicht ganz abgeschlossen. Hier entsteht gegenüber vom Einlass und der Karl-May-Bühne ein Gastro-Komplex mit einem Innenhof, wo es nicht nur Pizza, Crepes und Eis geben, sondern auch die neue Piña Bar ihre Gäste empfangen wird. Auch weitere Gästeparkplätze, eine Indoor-Spielhalle für Kids und Übernachtungsmöglichkeiten – sowohl zusätzliche Blockhütten als auch Chalets mit eigener Sauna und Hot Tub – sind in Planung. Die Spielhalle soll laut Aushang bereits im Herbst 2025 fertig werden, die Wellness Chalets in 2026. Im Hinblick auf das, was das Pullman City Bau-Team in den letzten Monaten geschafft und geschaffen hat, dürften diese gesteckten Ziele locker erreichbar sein.

Geschäftsführer Ernst Grünberger, der mir am frühen Abend zu der Musik des Trios “High, Wide & Handsome” aus Ungarn auf der Mainstreet noch Gesellschaft leistete, sprach dann den wohl passendsten Satz für diesen Tag aus, als er sich die ausgelassenen Gäste auf den Aussenterrassen der Mainstreet ansah. “Pullman City – das ist einfach ein Lebensgefühl”. Dem ist nichts hinzuzufügen…