Boots n Pickups im Four Corners Saloon

Diese Band aus dem Raum Regensburg besteht seit 2017 und hat sich in den vergangenen Jahren schon weit über ihre Heimat hinaus einen Namen gemacht. Inzwischen gab es Höhen und Tiefen, einen personellen Wechsel und dann auch noch Verletzungen durch einen Autounfall. Doch jetzt hat sich die neue Besetzung gefestigt und man hat die lange Winterpause offensichtlich intensiv zum Proben genutzt, denn vom ersten Song an wird klar: diese Boots n Pickups sind die besten, die es je gab.

Stellen wir siemal kurz vor:
Ray Langmantl (Gesang, Gitarre, Bass), Alex Blabl (Backgroundgesang, Drums), Patricia Hahn (Backgroundgesang, Bass, Piano), diese drei kannten wir von der früheren Besetzung noch gut. Inzwischen sind dazugestoßen: Sabine Kellermann (Gesang, Gitarre), Janina Dobler (Gesang, Ukulele, Gitarre) und der Amerikaner Scott Strain (Leadgitarre, Gesang).
Sabine Kelermann kennt man seit langem aus ihrer Zeit bei Rock n Rodeo und den Unicorns. Scott hingegen stammt aus Arkansas, lebt erst seit einem Jahr in Deutschland und hat vorher noch nie in einer Band gespielt. Dennoch erweist er sich als hervorragender Gitarrist und Sänger. Er steuert sogar eigene Songs bei.

Die Begeisterung dieser sechs exzellenten Musiker merkt man sofort, auch bei der Auswahl der Songs.
Die reichen von Hank Williams bis zu heute aktuellen Künstlern und bilden einen höchst unterhaltsamen Streifzug durch alle Schattierungen der Country Music. Wir hörten bekannte Hits, wie „It Happens“ von Sugarland oder „Corn“ von Blake Shelton, aber auch weniger populäre Songs, wie „Every Little Honkytonk
Bar“ von George Strait. Seltene Songperlen, wie „Brothers Of The Highway“ von Tony Justice sorgen für viel Abwechslung. Ein paar Klassiker, wie sie die Tänzer so gerne mögen, fehlen natürlich auch nicht, ebensowenig wie Ohrwürmer, z.B. „Ridin´ My Thumb To Mexico“, „Every Little Thing“ oder „Sea Of Heartbrakes“. Das sind nur ein paar Beispiele aus dem reichhaltigen Programm der Band.
Es ist erfreulich, dass Boots n Pickups sich auch an etliche Hits ganz aktueller Interpreten heranwagen.
Da erklingen Titel von Drake Milligan, Ella Langley oder Lainey Wilson und die kommen dem Original sehr nahe. Sogar der Texaner Cody Jinks kommt mit „Must Be The Whiskey“ zu Ehren.

Hervorzuheben ist auch der exzellente Gesang, den alle sechs Musiker beherrschen. Den männlichen Gesangspart übernimmt zumeist Ray mit seiner tiefen, kraftvollen Stimme, während Scott gern mal einen Johnny Cash-Song sehr authentisch vorträgt. Besonders schön ist der dreistimmige Gesang der drei Damen in der Band, der immer wieder begeistert. Und der Sound? Perfekt abgestimmt! Man investiert viel Zeit in die Feinarbeit beim Soundcheck, das merkt man. Das gilt auch für das Schlagzeug: kraftvoll und exakt gespielt, aber nie zu laut. Ein Lob an die Tontechniker, die ihr Handwerk verstehen.

Rund vier Stunden beste Country Music und wenig Pausen, was will man mehr? Da freuen wir uns doch schon auf die nächsten Auftritte der Band. Einer wird im Juli im mittelfränkischen Merkendorf nahe Ansbach sein. Da verwandelt sich die Altstadt in eine Westernstadt mit zwei Open Air-Bühnen.

Und auch der Four Corners Saloon in Untermeitigen wird uns in den kommenden Monaten noch mit vielen interessanten Shows erfreuen. Danke an dieser Stelle an Wirtin Marianne Theil und ihr fleißiges Team.