Zumindest einmal im Monat verfärbt sich das Gras blau in Vöhringen, 30 km südlich von Ulm gelegen. Im alten Sportlerheim laden Herbert Schildhammer und die Illertal Cowboys zu stimmungsvollen Bluegrass-Abenden in familiärer Atmosphäre ein. Der Eintritt dort ist nach wie vor frei, doch die Gäste zeigen sich bei der Hutsammlung in der Regel großzügig.
Für das Konzert am Mittwoch, 12. August hatte man die Band „Young Sparks“ aus Tschechien eingeladen. Drei der vier Bandmitglieder sind noch jung und haben sicher noch eine große Laufbahn vor sich. Die Band besteht aus Matyáš Frýdl an der Gitarre, Honza Handlík am Banjo, Johanka Štanglová an der Mandoline und Tomáš Alexa am Bass. „Meine drei jungen Kollegen sind in Summe so alt wie ich“, erklärte uns Tomáš Alexa grinsend. Ursprünglich war die Band zu fünft, aber Jitka Vejsadová an der Geige ist leider nicht mehr dabei. Sollte mir bei den Namen hier ein Tippfehler unterlaufen sein, so bitte ich um Nachsicht. Auf dem Weg zu einem Festival in Schweden haben die Young Sparks in Vöhringen einen Stopp eingelegt.
Die Band gibt es seit zwei Jahren und der Schwerpunkt ihrer Musik liegt auf traditionellem Bluegrass mit vielen bekannten Titeln, jedoch ist alles mit viel dynamischer Spielweise aufgefrischt, so wie man es auch von den aktuellen amerikanischen Interpreten kennt. Auch ein paar eigene Songs hat man im Programm. Dass da auch mal auf tschechisch gesungen wird, liegt nahe. Man verwendet üblicherweise ein Zentral-Mikrofon und arbeitet dabei geschickt mit der Dynamik. Die Instrumental-Soli machen viel Freude und der Chorgesang ist brillant.
Wir hörten eine Reihe von Bluegrass-Klassikern, wie den „Foggy Mountain Special“, zwischendurch mal etwas Jazz von Django Reinhardt, aber mit „Better Man“ von Clint Black war auch ein schöner Countrysong im Programm. Für viel Abwechslung ist also gesorgt bei den Young Sparks. Schön, dass auch Songwriter wie Gordon Lightfoot zu Ehren kommen. Dann war da noch das Instrumental-Stück „Whiskey Before Breakfast“, das die langjährigen Fans noch von der Cripple Creek Band im Ohr haben.
Zum Abschluss gab es natürlich noch die ganz bekannten Songs, wie „Nine Pound Hammer“, „In The Pines“ und „Free Born Man“. Die Zeit verging wie im Flug. Man kann dieses sympathische Quartett nur weiterempfehlen.







