Am 19.09.2026 hatten wir mal wieder Besuch aus den USA in Franken. Die Amerikanerin Sheyna Gee stammt aus Kalifornien und lebt in Nashville. Sie war schon 2023 mal auf Deutschland-Tournee und damals u.a. im Genossenschaftssaalbau Bauernfeind in Nürnberg zu erleben, damals mit ihrem Partner Jeff Krantz an der Gitarre. Ihre Solo-Tour führte sie in diesem Jahr u.a. nach Untermeitingen. Von da sind es nur 90 Minuten Fahrt ins fränkische Veitsaurach. Organisiert wurde das Ganze von dem fränkischen Konzertmanager Markus Schmid. Im gemütlichen Saal des Gasthofs Schwarz erlebten wir nun einen Auftritt von Sheyna mit zwei Sets zu je 75 Minuten.
Sheyna macht seit ihrem 5. Lebensjahr Musik und ist in den letzten 10 Jahren überall in den USA aufgetreten, hat dort zahlreiche Shows pro Jahr absolviert. Ihre Fähigkeit, eine Geschichte in einen Song zu verwandeln, kann jedes Publikum fesseln, auch wenn sie ohne ihre Band, nur mit Gitarre auftritt. Vor drei Jahren lag der Schwerpunkt mehr auf bekannten Country-Klassikern, diesmal hingegen mehr auf ihren eigenen Songs. Das sind meist eingängigen Melodien, die von ihrer leicht kratzigen, aber ungeheuer kraftvollen Stimme dargeboten werden. Und sie weiß auch zu jedem Titel eine Geschichte zu erzählen.
Vor allem die eigenen Kompositionen, wie das herrliche „Drinking Days“ kamen sehr gut an. Doch es gab natürlich auch ein paar Coverversionen bekannter Titel. Das begann mit „Nine To Five“ von der kürzlich verstorbenen Dolly Parton, die Sheyna sehr verehrt hat. Auch Tanya Tucker kam da mit dem Klassiker „Delta Dawn“ zu Ehren. Sheyna singt auch gern Songs von Künstlern anderer Genres, die sie in ihrer Jugend verehrt hat. So hört man da auch mal einen aus Irland stammenden Titel der Cranberries. Ein Highlight war zweifellos auch „Tennessee Whiskey“, im Original von George Jones. Und sie erfüllt auch gern mal Wünsche, soweit möglich. Da hörten wir dann, ganz aktuell, „Choosing Texas“ von Ella Langley.
Das offenbar sehr fachkundige Publikum in Veitsaurach war vom ersten bis zum letzten Song begeistert, man hat regelrecht getobt! Und dann setzte sie mit „Me And Bobby McGee“ in der Version von Janis Joplin noch einen drauf, man möchte fast sagen: besser als das Original! Offenbar hat Sheyna der Abend genauso viel Spaß gemacht wie den Gästen. So gab es dann, mit einem Augenzwinkern, noch eine Zugabe der ganz anderen Art: „Country Roads“ von John Denver, auf eine herrlich gefühlvolle Art vorgetragen. Es war wieder mal so ein Abend, den man nicht so schnell vergisst.

