AnsbachOpen 2026: Ein energiegeladener Konzertabend mit “The BossHoss”

Bereits mehr als eine Stunde vor Konzertbeginn füllte sich die Freifläche auf dem Campus der Hochschule Ansbach langsam mit den ersten Besuchern. Bei sommerlichen Temperaturen blieb genügend Zeit, sich an den verschiedenen Foodtrucks oder Getränkeständen zu versorgen, während die Vorfreude auf den Konzertabend zunahm. Den musikalischen Auftakt übernahmen schließlich The PictureBooks, bevor mit The BossHoss der Höhepunkt des Abends folgen sollte.

Das AnsbachOpen gehört mittlerweile zu den festen OpenAir-Veranstaltungen der Region und findet im Zweijahresrhythmus seit 2024 auf dem Campus der Hochschule Ansbach statt. Das Festival bot den Besuchern aus Ansbach und Umgebung das ganze Wochenende ein abwechslungsreiches Programm an. In diesem Jahr stand am Samstagabend mit The BossHoss einer der bekanntesten Country-Rock-Acts Deutschlands auf der Bühne.

Schon beim Betreten des Geländes fiel die gute Organisation auf. Freundliche Ansprechpartner, ausreichend eingesetztes Sicherheitspersonal sowie eine entspannte Atmosphäre sorgten dafür, dass der Abend ohne Hektik beginnen konnte. Das Publikum verteilte sich nach und nach auf dem Gelände, wodurch es trotz des wachsenden Andrangs nie überfüllt wirkte. Auch das gastronomische Angebot ließ kaum Wünsche oAen. Neben Burgern, Pizza, Pommes, Langos und Kaffeespezialitäten standen ausreichend Getränkestände zur Verfügung. Positiv fiel dabei auch die regionale Bierauswahl auf. Hervorzuheben ist auch die eigens aufgebaute Plattform für Rollstuhlfahrer, um einen guten Blick auf die Bühne zu gewährleisten und eine Teilhabe bestmöglich zu schaffen.

Leicht verspätet eröffneten The PictureBooks gegen 18:30 Uhr den musikalischen Teil des Abends. Bis zu diesem Abend sagte mir die Band ehrlich gesagt nichts, und auch viele Besucher schienen zunächst wenig mit ihr anfangen zu können. Mit Songs wie The Rabbit and the Wolf, Why Mother Why, Rain, Tears of Gold und Your Kisses Burn Like Fire präsentierte die Rockband eine energiegeladene Performance. Musikalisch bewegte sie sich deutlich stärker im Rock als im Country-Rock, weshalb der Funke zum Publikum zunächst nur vereinzelt übersprang. Ob möglicherweise auch nicht jedem Besucher bewusst war, dass es überhaupt eine Vorband geben würde, lässt sich zwar nicht sagen, wäre aber eine denkbare Erklärung. Im Verlauf des Auftritts lockerte sich die Stimmung jedoch zunehmend auf.

Nach einer kurzen Umbaupause war es gegen 19:45 Uhr schließlich soweit. Begleitet von den ersten Klängen von On the Road Again betraten Alec Völkel und Sascha Vollmer gemeinsam mit ihrer Band die Bühne und machten bereits in den ersten Minuten deutlich, warum viele Besucher genau auf diesen Moment gewartet hatten. Die zuvor noch etwas zurückhaltende Atmosphäre wandelte sich schnell zu einer ausgelassenen Stimmung. Hände gingen nach oben, zahlreiche Besucher sangen mit und The BossHoss nahmen das Publikum vom ersten Song an mit.

Dabei überzeugte die Band nicht nur musikalisch, sondern vor allem mit ihrer Bühnenpräsenz. Immer wieder suchten die Musiker den direkten Kontakt zum Publikum und verlagerten einen Teil der Show sogar auf eine eigens vorbereitete Plattform mitten auf dem Campus. Dadurch rückten sie ihren Fans spürbar näher und sorgten immer wieder für neue Dynamik auf dem gesamten Festivalgelände.

Musikalisch bot der Abend eine gelungene Mischung aus bekannten Klassikern und Titeln des aktuellen Albums Back to the Boots. Songs wie Hey Ya!, I´ll Be Back, Win Win, Riding like a Cowboy, Jolene, Ring of Fire, und Don´t Gimme That sorgten immer wieder für Begeisterung vor der Bühne. Dabei zählten Riding Like a Cowboy und Grill em all zu meinen persönlichen Highlights. Spätestens mit Dos Bros als letztem regulären Song hielt es kaum noch jemanden ruhig vor der Bühne. Unterstützt von einer kleinen Feuershow, wie bereits zu Beginn des Konzerts mit Do It, entwickelte sich das Finale zu einem stimmungsvollen Ende eines durchgehend energiegeladenen Konzerts.

Kurz nach 22 Uhr endete der Konzertabend unter großem Applaus. Was zunächst mit einer entspannten Atmosphäre auf dem Campus und einem Publikum begann, das sich erst langsam auf den Abend einstimmte, entwickelte sich Schritt für Schritt zu einer mitreißenden OpenAir-Show. Gerade dieser Verlauf machte den Abend für mich besonders. Abgerundet wurde der Abend durch die hervorragende Ton- und Lichttechnik. Der Sound war den kompletten Abend durchgehend top und die Lichttechnik setzte die Songs passend in Szene.

Die nächste Ausgabe des AnsbachOpen findet turnusgemäß im Jahr 2028 statt. Wer in diesem Jahr dabei war, dürfte sich auf die nächste Ausgabe schon jetzt freuen.