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CELTIC STORM Katharina Gielen & David Lee Howard
String Surfer Music BMI
1. Shenandoah, 2. Messenger, 3. Dirty Old Town, 4. The Rover, 5. Whiskey
In The Jar, 6. Crazy Dixie, 7. Seminole Wind,
8. Celtic Storm, 9. Amazing Grace, 10. Scotland The Brave, 11. Waltzing
Mathilda, 12. Ruby Tuesday, 13. Albatros,
14. Scarborough Fair
‘Ruby Tuesday’
(Jagger/Richards), ‘Dirty Old Town’ (Ewan McColl),
‘Seminole Wind’ (John Anderson).
Traditional: ‘Shenendoah’, ‘Crazy Dixie’,‘Amazing Grace’,
‘Waltzing Mathilda’.
Die
anderen Songs geschrieben von David Lee Howard & Katharina Gielen.
Ein neues Album, vorgestellt bei der 16. Country Messe Berlin 2011,
vereinigt den US Sänger/Songwriter David Lee Howard und die
deutsche Sängerin/Musikerin Katharina Gielen mit, wie es der
Titel schon verrät Keltischer Musik.
Nur Gesang und 12 String-Guitar – David und Gesang, Dudelsack und
diverse Flöten – Katharina. Ein Album, das den Zuhörer von Anfang an in
den Bann zieht - was ja auch die Reaktionen des Publikums in Berlin
erwiesen! Faszinierend der Auftakt des ersten Songs, das Abwechseln von
Stimme- Davids leicht rauchiger Bariton und die von Katharina gespielte
Schäferpfeife! Beschwingt geht es in den nächsten Song, der gleich zu
Anfang die wunderbar miteinander harmonierenden Stimmen von Katharina &
David ertönen läßt und mit dem Spiel der Querflöte sehr schön
abwechselt. ‘Dirty Old Town‘ – ein Song, den ich zum
ersten Mal in den 60er Jahren von Abi und Ester Ofarim hörte und der
mich damals bereits faszinierte! Hier kommt zum ersten Mal der
glockenhelle, leicht timbrierende Sopran von Katharina in Solopartien
zum Tragen. Wechselgesang, der in gemeinsamen Chorus übergeht und die
Harmonie der beiden Stimmen noch unterstreicht. Dazwischen wieder das
Querflötenspiel, das die Melodie im Wechsel zwischen Stimmen und
Instrument prägt. Auch der folgende Song brilliert durch den Wechsel von
Solo und Chorusgesang und wird hier zum ersten Mal nur von dem
exzellenten Gitarrespiel Davids untermalt.
Eingeleitet von der Gaita und der Gitarre ein druckvoller Song, bei dem
man sich, wenn man die Augen schließt, sehr leicht in die verräucherte
Atmosphäre einer irischen oder schottischen Kellerkneipe hineinversetzen
kann.
Der nächste Song entführt uns, begleitet vom Klang einer Querflöte in
den Süden der USA. Der altbekannte Song vom Dixieland, gesungen von
David, hier in einer differenten Variante, die den Zuhörer in den Bann
zieht.
Ein weiterer bekannter Song ist das von John Anderson geschriebene
‘Seminole Wind‘, der uns musikalisch in die Zeit und den
Lebensraum der Nordamerikanischen Indianer hineinführt. Ein Duett der
beiden Stimmen, das von der Melodie spielenden Gitarre und der
Querflöte* ausdrucksvoll unterstützt wird.
* inzwischen spielt Katharina bei diesem Song zwei verschiedene Indian
Cedar Flutes.
Zurück in den keltischen Kulturkreis bringt uns das dem Album
Titelgebende ‘Celtic Storm‘ ein Instrumental beherrscht
von Gitarre und Great Highland Backpipe, das durch den Rhythmus das
Aufkommen und Abflauen eines Sturmes durchaus realistisch näher bringen
kann.
Einer der wohl schönsten Songs, das religiöse Epos ‚Amazing
Grace‘, das von Katharina mit Gesang und Tinwhistle
eindrucksvoll dargeboten wird. Ein Song, bei dem man einfach die Augen
schließen muß, um ihn voll und ganz genießen zu können. Das Timbre in
Katharinas Stimme, wechselnd mit der klaren Linie der Flöte – einfach
umwerfend!
Schon der Titel sagt es, wo man sich befindet und das beschwingte
Dudelsackspiel (Great Highland Backpipe) von der akustischen Gitarre
schön untermalt, läßt einen an die grünen Hügel Schottlands denken.
Die musikalische Reise macht jetzt einen großen Sprung – ‘Waltzing
Matilda‘ – ein Song aus dem fernen Australien, der beinahe die
Hymne dieses Kontinents geworden wäre, kennt man in vielen, vielen
Variationen. Hier die reinen Töne der Querflöte zu Davids rauchiger
Stimme und der variable gespielten Gitarre, ein weiterer Genuß.
Eine vollkommen ungewohnte Version des Jagger/Richards Songs ‘Ruby
Tuesday‘, der sich wunderbar in die anderen Songs eingliedert
und bei dem wieder die beiden vereinigten Stimmen den Zuhörer
faszinieren.
Ganz langsam fängt dieser von David gesungene Titel an –
‚Albatross‘ - und im Klang der Querflöte meint man diesen
majestätischen Seevogel im Wind dahingleiten zu sehen. Zum Ende des
Songs stimmt dann Katharina in den Gesang ein, bevor Flöte und Gitarre
den Song in einem kleinen ‘Wirbel‘ enden lassen.
Katharinas klare Stimme – am Anfang ganz ohne instrumentale Untermalung
leitet den letzten Song des Albums ein, wird abgelöst von der Tinwhistle
und diese dann wieder von der Stimme, die mit diesem ganz kurzen Titel
das Album beendet.
Mein Fazit: ein wundervolles Album, schöne Stimmen, faszinierend
gespielte Instrumente – ein Album, das vielleicht etwas ungewohnte Musik
zu Gehör bringt, das diese Musik aber zu einem unvergleichlichem
Erlebnis werden läßt! Ein Album zum Zuhören und Träumen, ein Album
Erinnerungen und Träume weckt – faszinierende Klänge, die ich jedem
Freund guter Musik nur wärmstens empfehlen kann!
Dieter Mühlena
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