TOM ASTOR & friends DUETTE
Songs mit ganz besonderen Freunden
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Titel: 01. I Can Help - Billy Swan, 02. I Need Moor Of You - Bellamy
Brothers,
03. Johnny Cash Hit Medley - Johnny Cash: Ring of Fire/I Walk The Line/Folsom
Prison Blues,
04. We Are The Same (Wir sind alle gleich) - Kenny Rogers,
05. I´ve Always Been Crazy (Ich spiel mit dem Teufel) - Waylon Jennings,
06. I´m Getting Good At Missing You - Don Williams, 07. Me And Bobby
McGee - Kris Kristofferson,
08. Trail Of Texas - Billy Ray Cyrus, 09. Perhaps Love - John Denver,
10. Rocky Top - Charlie McCoy,
11. The Last Time - Emmylou Harris, 12. Honky Tonk Song - Mark Chesnutt,
13. Rocky Mountain Man - Lionel Cartwright, 14. Two Stories Wide -
Willie Nelson,
15. Young Eagle (Junger Adler) - Joe Sun, 16. The Cold Hard Truth -
George Jones
17. Old Mountain Dew - Grandpa Jones, 18. One Night - Wanda Jackson &
The Jordanaires
Wenn
mich Jemand fragen würde, welcher Song denn mir am besten gefällt,
müsste ich antworten, No 7! - das wäre aber keine objektive
Beantwortung, sondern liegt an dem Song - den ich vor über dreißig
Jahren in einer ganz anderen Version - von Janis Joplin - zum
ersten mal gehört habe - und mit dem mich immer noch persönliche
Erinnerungen verbinden! Ich könnte aber auch auf die hinreißenden Duette
mit Emmylou Harris und Willie Nelson oder George Jones
hinweisen, die allein nicht nur vom Text her zu einer
melancholischen Stimmung verleiten - aber auch das wären persönliche
Aspekte!
Und auch der letzte Song der CD, das dynamische Duett mit Wanda
Jackson mit dem Titel ‚One Night With You’ ist ein so
starker Song, der einem glatt einen ‚Schauer’ über den Rücken rieseln
lässt und der sicher im Gedächtnis der Hörer bleiben wird!
Ich glaube, daß man sich bei diesem Album ansonsten (von eigenen
Bevorzugungen einmal abgesehen) schwer tun wird, eine Wertung der
einzelnen Songs vornehmen zu können. Denn diese Songs, alles längst
bekannte Standards - hier in neuer und sicher überaus interessanten
Fassung - als Duette, sind - einerseits erfrischend neu, andererseits
aber auch immer wieder vertraut! Dazu die Kombination von Tom Astor
mit den diversen amerikanischen Interpreten! Ein Album, das
eigentlich Jeden rundum zufrieden stellen müsste!
Tom Astor - ein Interpret - der hier in seiner Heimat Deutschland
nicht unumstritten - aber in den USA durchaus als ernst zu nehmender
Interpret seit Jahren anerkannt ist - denn sonst hätte es dieses Album
sicher nicht gegeben! Ein Album, daß innerhalb einiger Jahre
(Aufnahmetechnisch) entstanden ist - einige Songs sind bereits älteren
Datums, immerhin leben Johnny Cash, Waylon Jennings und auch
John Denver nicht mehr, andere Songs sind erst vor relativ kurz
zurückliegender Zeit entstanden - schade, daß das in dem Begleitheft
nicht vermerkt wurde, obwohl dieses relativ viel Informationen zu den
einzelnen Songs beinhaltet.
Schade aber auch, daß immer noch einige ‚selbsternannte Countryexperten’
nach dem Motto, daß : ‚der Prophet im eigenen Lande nichts gilt’
verfahren! Ich finde, daß sich diese ‚Kollegen’ aber selber irgendwie im
Laufe der Zeit mit dieser Einstellung in ein Aus manövriert haben!!!
Das Tom Astor als Einzelinterpret in der deutschen Countryscene
seit Jahren an der Spitze steht, ist kein Wunder - er hat es geschafft,
sich auch außerhalb der - internen (ach so verstrittenen! ) deutschen
Countryscene - nämlich beim allgemeinen Publikum - genau wie Truck
Stop - einen Namen zu machen! Auch, wenn immer wieder einmal von
gewissen Kritikern behauptet wird, er könne ja ohne Technik überhaupt
nicht singen - so ist das eigentlich sogar eine strafwürdige
Verleumdung! Natürlich hört sich jeder Sänger - ohne Anlage- ganz anders
an und auch bei Soundproben gibt es - meistens - Probleme, daher eben
die Soundproben! Ich kenne das Problem - noch aus den 60er Jahren, wo
ich selber als Sänger in einer ‚Danceband’ tätig war - mit einer Anlage,
über die heute jeder Musiker nur noch Lachen würde! Nur soviel - mein
eigener Vater hat meine Stimme selbst über diese (aus heutiger Sicht)
primitive Anlage nicht mehr erkannt - und zu Mutter gesagt: ‚Endlich mal
einer, der Singen kann!’ (Denn der Bandkollege sang zwar gerne, auch
laut, aber nicht immer ganz richtig)! Das aber nur nebenbei!
Ich bin zwar kein Prophet - aber ich bin der Meinung, das Tom Astor
mit diesem Album einen neuen durchbrechenden Erfolg erreichen
kann!!! Vor allem, da er, dadurch auch diejenigen amerikanischen
Interpreten dem deutschen Hörer näher bringt, der diese evtl. bisher
noch nicht kannte und somit u.A. auch einen weiteren Bedarf in Bezug auf
diese Interpreten herbeiführt , was dann der ganzen Szene wiederum einen
Aufschwung verschaffen könnte!
Dieses Album ist auf jedem Fall eine ganz starke Bereicherung der
deutschen Country-Music-Szene! Und ich kann mir kaum vorstellen, daß es
‚Irgend Jemand’ gibt, dem dieses Album nicht gefallen wird!!!
Dieter Mühlena