CD NEWS September 2009

Uncle Sinner
Ballads
and Mental Breakdowns
Erhältlich
bei:
www.cdbaby.com
(Sampler)
In der Tat klingt Uncle Sinner wie einer jener dubiosen Südstaaten-Priester,
die alles verdammen, schlussendlich jedoch mehr Sünden auf sich geladen haben, die
ihnen anvertrauten Schäfchen. So bewegen sich denn seine einfachen, von Dobro,
Mandoline und Clawhammer-Banjo begleiteten Songs zwischen Gospel und düsteren
Balladen zu Themen wie Alkohol, Herzschmerz und einer Hoffnung, die er selber
zu bezweifeln bzw. zu verwerfen scheint. Die Musik liegt irgendwo zwischen
Old-Time, Hillbilly und Folk. Mit von der Partie sind Bluegrass-Klassiker wie „Shady
Grove“ oder „The Chuckoo“. Eine anspruchsvolle, dunkle Arbeit,
kompromisslos. Mit Ecken und Kanten versehen. Dafür zuständig: Die heisere
Stimme und die verminderten Akkorde.

The America's Bluegrass Gospel Show
---Live---Volume One
Erhältlich bei:
www.cdbaby.com
(Sampler)
Dieses Album dürfte nicht nur Bluegrass-Liebhaber interessieren. Von Larry
Cordle hat man, seit er seine Lonesome Standard Time neu formiert hat, nicht
mehr viel gehört. Erschwerend kam seine Krankheit hinzu. Aber jetzt meldet er
sich zurück und wird dabei gleich von ein paar Bluegrass-Grössen unterstützt.
Don Rigsby, Bobby Osborne, Ronnie Bowman und J.D. Crowe geben ihr Bestes,
einen Juwel aus dieser Arbeit zu machen. Problemlos schaffen sie es, den
Zuhörer in den Bann zu schlagen und sich von ihrer Besten – eben der
Gospel-Seite – zu zeigen. Was deutlich durchkommt, ist der tiefe Glaube. Auch
jener an sich selbst.

Saggy Bottom Boys
Wanted N Wyoming
Erhältlich bei:
www.cdbaby.com
(Sampler)
Bluegrass-Harmonien vereinen sich mit Hillbilly-Sound. Nicht tadellos, aber
gut.

The Bottle Rockets
Lean Forward
Erhältlich bei:
www.cdbaby.com
(Sampler)
The Bottle Rockets muss man live gesehen haben, um ihre Qualität entsprechend
zu würdigen. Einer der Sampler hier, „Get On The Bus“ lässt zumindest
ahnen, mit welcher Energie, aber auch Lautstärke und Temperament die Gruppe
live aufzuwarten bereit ist. Südstaatenrock, aber auch ungeschliffener Honky
Tonk Richtung Gourds, allerdings um einiges stärker, winkt demjenigen, der der
Gruppe eine Chance gibt.

Webb Wilder
More Like Me
Erhältlich bei:
http://www.blindpigrecords.com/
(Sampler)
Dieser Mann hat Rock’n’Roll intus. Puren Rock’n’Roll. Ein wenig
Mississippi-Stimmung inklusive. Ohne Rockabilly, allerdings. Aber nicht
schlecht. Mal eine Abwechslung.

Woody Guthrie:
My Dusty Road
Erhältlich bei:
www.rounder.com
Für jeden, den die amerikanische Folk-Musik interessiert, ist diese 4-teilige
CD-Box ein Muss. Das Set eröffnet Woody’s Reigen denn auch mit dessen
bekanntestem Stück: „This Land Is Your Land“. Das Werk entstand in
Zusammenarbeit mit dem Woody Guthrie Archives. Es handelt es sich um eine
Zusammenstellung der 40er Jahre Aufnahmen Woody’s. Die Klangqualität ist
superb, denn diese stammen von kürzlich aufgefundenen Original-Bändern. Wie
gesagt: Angeboten wird hier Woody’s bekanntestes Material. Bei vielen wirken
seine Kumpels, der Gitarrist Cisco Houston und der Harmonika-Spieler Sonny
Terry, mit. Attraktiv ist auch die Verpackung: Die ist einer 40er Jahre Box
nachempfunden. Das 68-seitige Booklet erzählt alles über Woody. Mit dabei
unveröffentlichte Fotos. Ein ganz spezieller Schatz, also.

The New Lost City Ramblers
Songs From The Depression
Erhältlich bei: www.http://www.folkways.si.edu/albumdetails.aspx?item
Wer dem kürzlich verstorbenen Mike Seeger Respekt zollen möchte, den dürfte
diese CD interessieren. Mit Banjo, Fiddle und Gitarre begleiten sich Mike
Seeger, John Cohen und Tom Paley auf diesem Tonträger, der einst im Jahr 1959
veröffentlicht wurde. Thema macht die grosse Depression. Ergo geht es in den
Stücken um Arbeitslosigkeit, harte Zeiten, um Kinder, die frieren und hungrig
sind. Aktuelle Themen, also. Die Musik ist weniger Bluegrass, eher Folk. Oder
doch eine Art Bluegrass ohne Harmonien? Urteilt selbst.

Mack Allen Smith
The Early Years
Erhältlich bei:
http://www.biglegalmessrecords.com/mack.htm
(Sampler)
In der
Eröffnungsszene von Mack Allen Smith’s 1993 Novelle Honky Tonk Addict, erwacht
der 54-jährige, alte Rockabilly-Veterane Mike Sanders im Zimmer 136 des
Clarksdale’s Vacation Inn. Er findet bald heraus, dass er nicht alleine ist. So
war es oft, wie sich Sanders erinnern kann. Ergo hat er gemischte Gefühle,
teilweise bedauert er sein Verhalten, teilweise ist er stolz darauf. In der
Folge besinnt er sich auf die Höhen und Tiefen seiner Karriere und ergeht sich
im grafischen Details hinsichtlich seiner Person.“ „Die Bibliothek vis-a-vis
dem Haus, wo ich aufwuchs, verbannte das Band aus ihrem Angebot“, blickt Smith
zurück. „Und meine Ehefrau hat das Buch nie gelesen.“ Auch Smith musste mit
eigenen Problemen fertig werden, die zum Teil auf Liquör und Pillen
zurückzuführen waren. Trotzdem war er nie das „Arschloch“, das Mike Sanders da
im Spiegel seines Hotelzimmers erblickt. Aber nachdem er Jahrzehnte in diversen
Mississippi Honky Tonks auftrat und seinen eigenen Town & Country Club in
Greenwood leitete, ist ihm jener Charakter nur allzu vertraut geworden. „Ich
arbeitete viel, ging auf Tour“, so Smith über die Inspiration zu seinem Buch.
„Mein Cousin Durwood Herbert starb in einem Autowrack. 1963, nach einem
Auftritt. Darüber machte ich mir viele Gedanken. So kam mir dieser raue Typ in
den Sinn.“ Smith wuchs im Norden von Carrollton, Mississippi, auf. Im Osten des
Deltas. Und hier war es üblich, ein Rockabilly-Sänger sein zu wollen. „1954
hörte ich Elvis in Dewey Phillips‘ Red Hot & Blue Programm (Memphis‘ WHBQ).
Bei den Songs handelte es sich um „That’s Allright Mama» und „Blue
Moon of Kentucky“. Dadurch änderte sich alles. Ich war entzückt. Diese
Musik übertraf alles, was ich bisher gehört hatte.“ Elvis trat damals in einem
kleinen Gemeindezentrum von Grenada auf. Ich sah ihn zwar nicht, aber am
nächsten Tag rannten die Mädchen mit Bildern von ihm rum. Das beeindruckte mich
noch mehr. Vorher schwärmte ich für Hank Williams, doch er starb, als ich 13
war. Am Neujahrstag 1953. Noch auf der Highschool begann ich, aufzutreten. 1954
beteiligte ich mich am FFA [Future Farmers of America] Hillbilly Band Wettbewerb.
Es war uns verboten, Rockabilly zu spielen. Also brachten wir Ray Price, Hank
Williams‘ Material.” Mack Allen Smith and the Flames fanden bald neue
Auftrittsorte und sie durften mit den Stars der Saison die Bühne teilen. 1956 traten
wir in Greenwood mit Warren Smith aus. Er hatte gerade „Rock and Roll Ruby“
am Start. Hinzu kamen Sonny Burgess mit „Red Headed Woman“ und Charlie
Feathers mit „Tounge Tied Jill“. Warren Smith tauchte im Park in einem
schwarz/weissen Cadillac auf. Nach einem 2-jährigen Aufenthalt im Militär
brachte er seine Gruppe in die Sun Studios von Memphis. Doch die Songs, die an
dieser Session 1959 zustande kamen, wurden nie veröffentlicht. 7 Jahre später
fand sich Smith in Memphis zurück. Hier nahm er die ersten 4 Songs für das
legendäre Hi Recording Studio auf. Die Songs dieser Sammlung entstanden alle
entweder bei Hi oder in Rick Hall’s Fame Aufnahmestudio in Muscle Shoals,
Alabama. Die Tracks zeigen oft die Vielseitigkeit von Smith’s Band auf.
Manchmal handelt es sich um Blues, manchmal um Rockabilly. Der einzige abrufbare
Sampler, „Mean Ole Frisco“ ist aber eine typische 50er Jahr-Nummer von
ganz spezieller Güte…..unglaublich stark ist hier nicht nur der Sänger, sondern
auch die musikalische Begleitung (die Gitarre erinnert an Chuck Berry), ja
sogar der Chor. Klasse.

Kellie Allen and Pete Peterson
I'll Never Forsake You
Erhältlich bei:
www.cdbaby.com (Sampler)
Die alten, traditionellen Country-Duette werden hier von einem weiblichen und
einem männlichen Part wiedergegeben. Nicht tadellos, aber charmant. Die Liebe
zu jener Musik beweist alleine die Auswahl der Songs.

Corin Raymond
Record Lonesome Night
Erhältlich bei:
www.cdbaby.com (Sampler)
Web-Seite:
http://www.corinraymond.com/
bzw.
http://www.myspace.com/corinraymond
Eine Mischung aus Bluegrass, Folk und Hillbilly Sound, der jedoch modern
klingt, offeriert Corin Raymond. Irgendwie klingt der Junge selbst bei den
traurigen Songs, z.B. dem gefühlvollen „Give it April“, als wär‘
Corin ständig am Schmunzeln. Das macht ihn sympathisch, abgesehen davon, dass
seine Tonlage ziemlich ungewöhnlich ist, hat er doch keine Probleme, hohe Töne
anzustimmen. Die beinahe unauffällige Prise Tex-Mex macht das Album reizvoll.
Ungewöhnlich ist auch, dass die Titelmelodie der CD den Tonträger ausklingen
lässt – und dies bedächtig, nachdenklich und melancholisch.
Corin ist übrigens aus Kanada …man sollte ihn nicht aus den Augen verlieren.

Allgheny Blue
Greenbrier River
Erhältlich bei:
www.cdbaby.com (Sampler)
Diese Bluegrassband zeichnet sich durch den klassischen, traditionellen
Bluegrass-Sound aus, durch enge Harmonien und gute Instrumentierung.
Für ihre CD haben sie sich ein paar Klassiker ausgesucht, z.B.: „How Mt
Girls Can Love“ oder „Nine Pound Hammer“. Allgheny Blue mögen zwar
einen unaussprechlichen Namen haben, dafür auch einen aussergewöhnlich guten
Sound.

Uncle Sinner
Ballads and Mental Breakdowns
Erhältlich bei: www.cdbaby.com
(Sampler)
In der Tat klingt Uncle Sinner wie einer jener dubiosen Südstaaten-Priester,
die alles verdammen, schlussendlich jedoch mehr Sünden auf sich geladen haben
als ihre Schäfchen. So bewegen sich denn seine einfachen, von Dobro, Mandoline
und Clawhammer-Banjo begleiteten Songs zwischen Gospel und düsteren Balladen
über Alkohol, Herzschmerz und einer Hoffnung, die er selber zu bezweifeln bzw.
zu verwerfen scheint. Die Musik ist irgendwas zwischen Old-Time, Hillbilly und
Folk. Mit von der Partie sind Bluegrass-Klassiker wie „Shady Grove“ oder
„The Chuckoo“. Eine anspruchsvolle, dunkle Arbeit, kompromisslos. Mit
Ecken und Kanten versehen. Dafür zuständig: Die raue Stimme und die
verminderten Akkorde.

The America's Bluegrass Gospel Show
---Live---Volume One
Erhältlich bei: www.cdbaby.com
(Sampler)
Dieses Album dürfte nicht nur für Bluegrass-Liebhaber interessant sein. Von
Larry Cordle hat man, seit er seine Lonesome Standard Time neu formiert hat,
nicht mehr viel gehört. Erschwerend kam seine Krankheit hinzu. Aber jetzt
meldet er sich zurück und wird dabei gleich von ein paar Bluegrass-Grössen
unterstützt. Don Rigsby, Bobby Osborne, Ronnie Bowman und J.D. Crowe geben ihr
Bestes, einen Juwel aus dieser Arbeit zu machen. Problemlos schaffen sie es,
den Zuhörer in den Bann zu schlagen und sich von ihrer Besten – eben der
Gospel-Seite – zu zeigen. Was deutlich durchkommt, ist der tiefe Glaube. Auch
jener an sich selbst.
Interessant sind auch die Erklärungen zwischendurch, die sich über den Religion
auslassen.

Saggy Bottom Boys
Wanted N Wyoming
Erhältlich bei: www.cdbaby.com
(Sampler)
Bluegrass-Harmonien vereinen sich mit Hillbilly-Sound. Nicht tadellos, aber
gut.

The Bottle Rockets
Lean Forward
Erhältlich bei: www.cdbaby.com
(Sampler)
The Bottle Rockets muss man live gesehen haben, um ihre Qualität entsprechend
zu würdigen. Einer der Sampler hier, „Get On The Bus“ lässt zumindest
ahnen, mit welcher Energie, aber auch Lautstärke und Temperament die Gruppe
live aufzuwarten bereit ist. Südstaatenrock, aber auch rauer Honky Tonk
Richtung Gourds, nur um einiges stärker, winkt demjenigen, der der Gruppe eine
Chance gibt.

Webb Wilder
More Like Me
Erhältlich bei: http://www.blindpigrecords.com/ (Sampler)
Dieser Mann hat Rock’n’Roll intus. Puren Rock’n’Roll. Ein wenig
Mississippi-Stimmung inklusive. Ohne Rockabilly, allerdings. Aber nicht
schlecht. Mal eine Abwechslung.

Woody Guthrie:
My Dusty Road
Erhältlich bei: www.rounder.com
Für jeden, den die amerikanische Folk-Musik interessiert, ist diese 4-teilige
CD-Box ein Muss. Das Set eröffnet Woody’s Reigen denn auch mit dessen
bekanntestem Stück: „This Land Is Your Land“. Das Werk entstand in
Zusammenarbeit mit dem Woody Guthrie Archives. Es handelt es sich um eine
Zusammenstellung der 40er Jahre Aufnahmen Woody’s. Die Klangqualität ist
superb, denn diese stammen von kürzlich aufgefundenen Original-Bändern. Wie
gesagt: Angeboten wird hier Woody’s bekanntestes Material, vieles davon mit
seinen Kumpels, dem Gitarristen Cisco Houston und dem Harmonika-Spieler Sonny
Terry. Attraktiv ist auch die Verpackung: Die ist einer 40er Jahre Box
nachempfunden. Das 68-seitige Booklet erzählt alles über Woody. Mit dabei
unveröffentlichte Fotos. Ein ganz spezieller Schatz, also.

The New Lost City Ramblers
Songs From The Depression
Erhältlich bei: www. http://www.folkways.si.edu/albumdetails.aspx?item
Wer dem kürzlich verstorbenen Mike Seeger Respekt zollen möchte, den dürfte
diese CD interessieren. Mit Banjo, Fiddle und Gitarre begleiten sich Mike
Seeger, John Cohen und Tom Paley auf diesem Tonträger, der einst im Jahr 1959
veröffentlicht wurde. Thema macht die grosse Depression. Ergo geht es in den
Stücken um Arbeitslosigkeit, harte Zeiten, um die Kinder, die frieren und
hungrig sind. Aktuelle Themen, also. Die Musik ist weniger Bluegrass, eher
Folk. Oder doch eine Art Bluegrass ohne Harmonien? Urteilt selbst.

Mack Allen Smith
The Early Years
Erhältlich bei: http://www.biglegalmessrecords.com/mack.htm (Sampler)
In der Eröffnungsszene von Mack Allen Smith’s 1993 Novelle
Honky Tonk Addict, erwacht der 54-jährige, alte Rockabilly-Veterane Mike
Sanders in Zimmer 136 des Clarksdale’s Vacation Inn. Er findet bald heraus,
dass er nicht alleine ist. So war es oft, wie sich Sanders erinnert. Ergo hat
er gemischte Gefühle, teilweise bedauert er sein verhalten, teilweise ist er
stolz darauf. In der Folge besinnt er sich auf die Höhen und Tiefen seiner
Karrier und ergeht sich im grafischen Details hinsichtlich seiner Person.“ „Die
Bibliothek vis-a-vis dem Haus, wo ich aufwuchs, verbannte den Schunken“, so
erzählht Smith. „Und meine Ehefrau hat das Buch nie gelesen.“ Auch Smith musste
mit eigenen Problemen fertig werden, die zum Teil auf Liquör und Pillen
zurückzuführen waren. Trotzdem war er nie das „Arschloch“, das Mike Sanders da
im Spiegel seines Hotelzimmers erblickt. Aber nachdem er Jahrzehnte in diversen
Mississippi Honky Tonks auftrat und seinen eigenen Town & Country Club in
Greenwood leitete, war ihm jener Charakter nur allzu vertraut geworden. „Ich
arbeitete viel, ging auf Tour“, so Smith über die Inspiration zu seinem Buch.
„Mein Cousin Durwood Herbert starb in einem Autowrack. 1963, nachdem einem
Auftritt. Also musste ich darüber nachdenken. Ich denke, da kam mir dieser raue
Typ in den Sinn.“ Smith wuchs im Norden von Carrollton, Mississippi, auf. Im
Osten des Deltas. Und hier war es üblich, ein Rockabilly-Sänger sein zu wollen.
„1954 hörte ich Elvis in Dewey Phillips‘ Red Hot & Blue Programm (Memphis‘
WHBQ). Die Songs waren „That’s Allright Mama» und „Blue Moon of Kentucky“. Dadurch
änderte sich alles. Ich war entzückt. Diese Musik übertraf alles, was ich bis
dato gehört hatte.“ Elvis trat gerade damals in einem kleinen Gemeindezentrum
von Grenada auf. Ich sah ihn zwar nicht, aber am nächsten Tag rannten die
Mädchen mit Bildern von ihm rum. Das beeindruckte mich noch mehr. Vorher
schwärmte ich für Hank Williams, doch er starb, als ich 13 war. Am Neujahrstag
1953. Noch auf der Highschool begann ich, aufzutreten. 1954 beteiligte ich mich
am FFA [Future Farmers of America] Hillbilly Band Wettbewerb. Es war uns verboten,
Rockabilly zu spielen. Also brachten wir Ray Price, Hank Williams‘ Material.”
Mack Allen Smith and the Flames fanden bald neue Auftrittsorte und sie durften
mit den Stars der Saison die Bühne teilen. 1956 traten wir in Greenwood mit Warren
Smith aus. Er hatte gerade „Rock and Roll Ruby“ am Start. Hinzu kamen Sonny
Burgess mit „Red Headed Woman“ und Charlie Feathers mit „Tounge Tied
Jill“. Warren Smith tauchte im Park in einem schwarz/weissen Cadillac auf.
Nach einem 2-jährigen Aufenthalt im Militär brachte er seine Gruppe in die Sun
Studios von Memphis. Doch die Songs, die an dieser Session 1959 zustande kamen,
wurden nie veröffentlicht. 7 Jahre später fand sich Smith in Memphis zurück.
Hier nahm er die ersten 4 Songs für das legendäre Hi Recording Studio auf. Die
Songs dieser Sammlung entstanden alle entweder bei Hi oder in Rick Hall’s Fame Aufnahmestudio
in Muscle Shoals, Alabama. Die Tracks zeigen oft die Vielseitigkeit von Smith’s
Band auf. Manchmal handelt es sich um Blues, manchmal um Rockabilly. Der
einzige abrufbare Sampler, „Mean Ole Frisco“ ist aber eine typische 50er
Jahr-Nummer von ganz spezieller Güte…..unglaublich stark ist hier nicht nur der
Sänger, sondern auch die musikalische Begleitung (die Gitarre erinnert an Chuck
Berry), ja sogar der Chor. Klasse.