CD News Mai 2008

 

I See Hawks In L.A.

Hallowed Ground

Web-Site: www.myspace.com/iseehawksinla

Erhältlich bei: www.iseehawks.com

 

I See Hawks In L.A. machen eine Band, auf deren Vortrags-Qualität man sich 100% verlassen kann.

1999 gründeten Rob Waller und Antony Laques die Truppe, die sich inzwischen zum kalifornischen Geheimtipp entwickelt hat.

Eine äusserst gute Beschreibung (auf deutsch) der CD bietet die Web-Site: www.home-of-rock.de. Wie schon hier beschrieben, mischt die Band alle möglichen Country-Stile. Was dabei herauskommt, ist erstaunlich.

 

 

James King

Gardens In The Sky

Erhältlich bei: www.rounderrecords.com

 

Auch in James King's CD lässt sich nicht 'reinhören. Doch was für die Hawks gilt, gilt für James King sowieso: Hier ist ein Bluegrass-Musiker, auf den man sich absolut verlassen kann. James klingt übrigens auch live fantastisch, nicht nur auf CD. Doch das nur nebenbei.

Viele grosse Musiker haben uns inzwischen verlassen. Dieser Verlust scheint auch James King zum Nachdenken veranlasst zu haben. In der Folge befasste er sich mit dem Thema Tod. Und hat eine Gospel-CD geschaffen. Die soll am 20. Mai 2008 auf dem Markt erscheinen. Einmal mehr beweist James King damit, dass er zu den besten Bluegrass-Interpreten zählt. Problemlos.

 

 

The Mother Truckers

Let's Go All To Bed

Erhältlich bei: www.themothertruckers.com

 

Nun ja. Der Sampler "Dynamite Snippet" ist sicher nicht für zarte Ohren bestimmt. Die Gitarre ist zwar fantastisch, der sparsame Chor gelungen und die weibliche Stimme echt stark. Doch alles ist mir ein bisschen zu schwer, zu kommerziell. Der Spass, der hier mittels Gitarrensoli herangepeitscht wird, kommt bei mir nicht an. Auch "Street Of Atlant Snippet", ein typischer Südstaatenrock im Travis Tritt Stil, kann's mir nicht so recht antun. Zu oft habe ich ähnliche Stücke gehört - und besser interpretiert oder gleich schlecht. "When I Got My Wings Snippet" gefällt mir am Besten. Ein Gospel, der aber immer noch gewaltig Staub aufwirbelt. Fazit: Die Mother Truckers dürften live nur mit Ohrstöpseln zu geniessen sein. Für alle, die auf laute Klänge stehen.

 

 

 

 

 

The Brass Kings

Washboard Rope Guitar

Erhältlich bei: www.brasskings.com

 

Wer wissen möchte, wie ursprünglich ein Dobro klingen kann, der höre hier 'rein. Unglaublich, was eine Gitarre, ein Waschbrett und ein Bass aus der Steinzeit zustande bringen. Dafür zeichnen sich alleine Steve Kaul (Resophonic & Acoustic Gitarre, Gesang), Brad Ptacek (Waschzuber Bass) und Mikkel Beckmen (Washboard, Fridge Door, Handschlagzeug, Tamburin) verantwortlich.

Ein wenig Blues, ein wenig Hillbilly und eine Prise Folk.

Das Dobro gehört für mich zu jenen Instrumenten, bei dessen Klang Bilder im Kopf entstehen. Hier entsteht - den Brass Kings sei gedankt - eine ganze Galerie.

 

 

Carolina Chocolate Drops

Erhältlich bei: www.carolinachocolatedrops.com (Sampler)

 

No Depression widmete der 3-köpfigen Band aus North Carolina, bestehend aus Dom Flemons, Rhiannon Giddens und Justin Robinson, einen grossen Artikel in ihrer letzten Ausgabe. Die 3 dunkelhäutigen Interpreten machen Old-Time Musik vom Feinsten. Mit Fiddle, Banjo und Gitarre. "Unsere Musik ist so alt, dass sie in der heutigen Zeit schon wieder neu ist", meint Justin Robinson.

"Short Life of Trouble", den 14. Song der CD, kenne ich in der Version von Rose Maddox. Also lustig, rassig und aufregend. Daran halten sich die Caroline Chocolate Drops nicht. Ihre Version ist getragen, traurig, eindrücklich. Ein 5-Sterne-Trio.

 

 

 

Hope Nunnery

Wilderness Lounge

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

Hope Nunnery klingt auf dieser CD, als wäre sie aus dem Jahrhundert, aus dem das alte Haus von Rocky Docky auf dem Cover stammt. Country Blues, Appalachen Songs & Gospel der Superlative. Einfach, beinahe primitiv und gerade deshalb so hervorragend.

 

 

The Dixie Be-Liners

Ripe

Erhältlich bei: www.dixiebeeliners.com

 

Was die Dixie Be-Liners auszeichnet, ist der einzigartige Bass. Oder die Produktion? Die Songs sind tadellos gemacht - jedes Instrument kommt zum Tragen, höchstens die Stimme der Sängerin geht ab und an unter. Denn: Das Mädchen singt wie viele ihresgleichen. Ihre Stimme erinnert an Alisson. Besser wird der Gesang, wenn die restlichen Musiker einstimmen. Vergleichbar ist die Band mit den Wilders.

 

 

 

Old Man Luedecke

Hinterland

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

Old Man Luedecke begleitet sich selbst. Auf dem Clawhammer Banjo. Im Old Time-Stil. Dabei denkt er über aktuelle Themen nach, wie etwa, dass er seinen Job kündigt oder er stellt sich vor, er sei am Flughafen. Die Musik ist gut. Trotzdem: Ich wünschte mir, der Mann würde mit einer Band auftreten. Mit der Zeit wirkt die CD langweilig. Schade, denn die Stücke sind wirklich unterschiedlicher Natur.

 

 

 

Stewart Mann & The Statesboro Revue

Erhältlich bei: www.lonestarmusic.com

 

Jemand hat Stewart's Song "Lady" einen der besten Songs genannt, den er je gehört hat. (Auf der My Space Seite). Stewart Mann hat aber noch andere Pferdchen am Rennen, etwa "Drink Of Heartache". Vom Sound her würde keiner vermuten, dass dieser Mann und seine Band aus Austin, TX. kommen. Gewöhnungsbedürftig für Freunde von Texas. Und solche von Nashville.

 

 

 

Big Daddy Love

Circle Around The Sun

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

Aus den Hügeln von North Carolina kommen Big Daddy Love. Stolz geben sie die Veröffentlichung ihrer Debüt-CD bekannt , der vorliegenden.

Bei Big Daddy Love handelt es sich um eine akustische, der Tradition verpflichteten Truppe. Trotzdem: Sie weiss Rock'n'Roll und Bluegrass Musik gekonnt miteinander zu verbinden.

Bei ein paar Nummern wirkt übrigens David McCracken (Donna the Buffalo) an der Hammond B3 Orgel mit.

DieBand hält mir einen Spiegel hin und zeigt mir, wie traditionell und altbacken ich bin. Doch: Es macht mir nichts aus. Ich mag die komisch anmutende Verbindung aus Rock'n'Roll und Bluegrass trotz allem nicht. Die Leadstimme gehört in die Rock-Sparte, Keyboard kann ich eh' nichts ab und die Harmonien vermisse ich . Da hält mich auch das rassige Clawhammer-Banjo von "Lightning Strikes" nicht von einer schlechten Beurteilung ab. Ach ja: Hier gibt es so was wie Harmonien. Allerdings solche, bei denen selbst Gänseblümchen um Hilfe schreien dürften.

 

 

The Tex Mex Experience

TMX The Tex Mex Experience

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

Der Sohn von Doug Sam (Texas Tornados), Shawn Sam, hat i.S. Musik viel von seinem Vater übernommen. Er tendiert zwar eher zur Pop-Musik, doch der Tex Mex Rhythmus bleibt der CD erhalten. Was hinzukommt, ist Orgel ("Hippie Girl"), ein Gesang, der eher an die Beatles als die Texas Tornados erinnert und ein wenig Rock'n'Roll ("Mama's Out Rockin'"). Mir gefällt Shawn am Besten, wo er den Einfluss seines Vaters wirken lässt. Aber das ist wohl Geschmacksache.

Keine leise Musik. Auch keine Zarte - aber eine, die Spass macht.

 

 

Girls Guns and Glory

Inverted Valentine

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

Auch hier scheidet sich mein Geist. Irgendwas an Girls Guns And Glory ist sicherlich faszinierend (dann, wenn sie wie BR549 klingen, auch wenn der Sänger nicht Chuck Mead's Stimme hat und sie etwas zu oft fallen lässt). Dann gibt es wieder dieses zu laute Schlagzeug diesen erzwungenen Spass-Faktor, den ich so gar nicht mag. Jener, mit dem sie wahrscheinlich ihre zahlreichen Preise gewonnen haben - zumindest in Boston, ihrer Heimat.

Und, CD Baby, wie 'ne Mischung aus Lyle Lovett und Chris Isaac klingen sie wahrlich nicht. Selbst wenn die Eintrittspreise des Letzteren so hoch sind, dass ich sie nie und nimmer bezahlen werde, ist er immer noch viel, viel besser, als Girls Guns And Glory.

 

 

 

Billy Don Burns

The Berlin Tapes

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

Billy Don Burns ist ein Songwriter der Extra-Klasse. Das wird schon bei den ersten Klängen klar. Und einer, dem man zuhören muss - ob man will, oder nicht, ob man versteht, oder nicht. Egal.

 

So hat denn Willie Nelson sein "California" übernommen. Kein Wunder. Etwas ruhiger wie seine Zeitgenossen, dürfte es dem Zuhörer genügen, wenn sich Billy Don Burns akustisch auf der Gitarre begleitet. In der Einfachheit liegt eben das Können.

 

 

 

Spring Creek

Lonesome Way To Go

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

Den Moment, wo die Osborne Brothers auf Wunsch das Stück "A Pathway Of Teardrops" anlässlich  Ernest Tubb's Midnight Jamboree anstimmten, werde ich nie vergessen. Der Mann, der sich den Song wünschte, sass vor mir. Tränen kugelten ihm die Wangen herunter, als die Osborne Brothers (erstaunt: 'Dieses Stück hat noch keiner gewünscht') während des Songs einmal mehr brillierten. Was machte es schon, wenn ich Bobby zum ersten Mal bei einem falschen Ton "erwischte"?

Dieser verminderte, todtraurige Song geht zu Herzen - gewollt oder nicht. Gut, dass die CD von Spring Creek mit einer schnelleren Nummer eröffnet, bei der die Lady am Gesang glänzt. Denn "A Pathway" folgt und ich war enttäuscht von der Version, ehrlich gesagt. Die Instrumente - abgesehen von der Mandoline, die dem Original unheimlich nah kommt, spielen oft ein, zwei Noten zu lange. Stücke wie "I Don't Like This Missin' You" sind eher progressiv. Dennoch eine tadellose Arbeit.

 

 

 

The Humbuckers

Take A Ride

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

Die Humbuckers sind eine 4-köpfige Band. Mit erstaunlichem Sound. Die vier Jungs haben aber auch vielseitige musikalische Interessen - auf die sie allesamt eingehen. So erweist sich denn Leadsänger Robin Butterfield als Dean Martin / Frank Sinatra der Country Musik, denn seine Bühnenpräsenz ist einzigartig. Gitarrist Scott Manery steht auf Bluegrass. Bassist Dean Hibma bringt Funk und Blues in die Band ein und Schlagzeuger Todd Chipman swingt durch die Songs in einem Tempo, dem man sich kaum entziehen kann.

Stark, diese Mischung aus Rockabilly, Blues und Honky Tonk. Eine interessante Band aus Ontario, Kanada. Eine, die man im Auge behalten sollte.

Atemberaubend ist die Nummer "Dreams" - eine Hommage an alle Schnulzensänger der 50er Jahre.

 

Fazit: Da haben alle Möchtegerne-Honky-Tonk-Bands die ihre Stile wie die Fans wechseln aber mächtig Konkurrenz bekommen.....

 

 

 

Wolf Ruffin

The Greatest Hits

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

Nur wenige können sich an die ersten Aufnahmen und Auftritte von Wolf Ruffin erinnern. Dies entweder, weil sie zu betrunken waren oder weil es lange her ist. Wolf's Outlaw-Wesen und sein Saloon Stil sorgten in Nashville bzw. der Musikindustrie keineswegs für grosses Aufsehen. Jetzt, nachdem er für nahezu einer Dekade unsichtbar blieb, ist er ins Studio zurückgekehrt. Hier nahm er ein paar neue Stücke sowie seine alten Titel neu auf.

 

Für diese Rückkehr hat sich Wolf Ruffin mit Jimbo Mathus zusammengeschlossen. Jener Jimbo, der bereits für Musiker wie Elvis Costello, Buddy Guy, North MS Allstars, Squirrel Nut Zippers etc…arbeitete. Das Resultat kann sich sehen lassen. Es besteht aus grossartigen Honky Tonk Hymnen wie "Whiskey Lady'" oder "Crazy MFer’s".

 

Vom Stil her erinnert Wolf Ruffin ein bisschen an Gary Stewart. Zugegeben, der war besser. Wenigstens was den Sound anbelangt. Ich hätte lieber die Originale als alte Stücke, die mit moderner Musik unterlegt wurden.

 

 

 

Heather Berry & Tony

Before Bluegrass

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

Heather Berry und ihr Ehemann Tony Mabe konzentrieren sich auf die Musik der 20er Jahre. Wie's der Titel schon sagt: Den Stil, bevor die Bluegrass-Musik die Bühne betrat. Hiezu benutzen eine akustische Gitarre sowie das Clawhammer-Banjo, oder eine Autoharp. Mit ihrer klaren Stimme macht Heather Berry hoffentlich auch in Zukunft von sich reden. Und auch Tony's Gesang ist nicht ohne.

Fast zu schön, um wahr zu sein.

 

 

 

Billy McNeal
One Track Mind

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

Ich geb's ja zu: Seit ich zum ersten Mal texanische Country-Musik hörte, bin ich ihr verfallen. Weshalb, zeigt dieser Mann, Billy McNeal, nur zu deutlich. Ganz, ganz toll ist die Bluegrass-Besetzung, der Hillbilly Klang und seine tiefe Stimme - zusammen mit den gefälligen Harmonien und der meisterhaft gespielten Mandoline ein Highlight der Extra-Klasse. Billy McNeal, bei Tag Anwalt, arbeitet nebenbei an seiner ersten Novelle. Wenn er im Schreiben so gut ist, wie im Singen.....

Ein Hoch auf Texas!

 

 

 

Whiskey Folk Ramblers

Midnight Drifter

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Web-Seite: http://www.myspace.com/whiskeyfolkramblers

 

Ich wette, keiner kann "Ramblin' Man" so lasch, anzüglich und entspannt vortragen wie diese Band hier. Zuerst glaubt man, seinen Ohren nicht zu trauen. Man möchte den Kerl aufrütteln, der da so träge vor sich hinbrabbelt. Doch dann hält er einen gefangen, dieser Junge. Auch beim nächsten Stück, dem "River Song". Und so wahr ich hier schreibe: Der Junge kann sogar Rockabilly bringen. Was er mittels "Graveyard Line" beweist. Und immer noch möchte man ihn wach rütteln, diesen Johnny. Irre Musik. Solche, die man nicht wieder so schnell vergisst.

 

 

 

Kristy Larson

Honky Tonk Trio

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

Wow! Da hat wer sämtliche weiblichen Country-Sängerinnen studiert. Sagte ich mir. Und mehr noch: Kristy Larson hat sie alle intus. Es braucht nicht nur Mut, um eine CD mit dem Stück "My Sweet Love Ain't Around" zu beginnen. Es braucht mehr als das. Es braucht Können. Und dass Kristy Larson Talent hat, macht sie nirgendwo klarer, wie bei dieser schwierigen und anspruchsvollen Nummer. So hält man denn den Atem an, während Kristy derselbe nicht annähernd ausgeht. Ohne grosse Hoffnung wartet man auf irgendeine Schwäche - die sich nirgendwo zeigt. Das Mädchen hat ihre Stimme völlig unter Kontrolle und weiss ihre Stärke auszunützen. "Jackson" macht das zweite Stück. Und: Es ist nicht das "Jackson", das alle kennen. Soviel sei gesagt. Erst die dritte Nummer, "Big River" wird rassig. "Barroom Girls" ist allen Bargängerinnen gewidmet. "Pony" beginnt mit einem jazzigen Bass-Intro. Das Stück erinnert an "Fever" und lässt mich denn genauso ratlos zurück wie jener Titel. "Seven Lonely Days" - wen wundert's? Macht den nächsten Song. Und zeigt mir, dass die Frau es echt mit sämtlichen Patsy-Cline-Verschnitten aufnehmen kann. "Tomorrow Night" ist erneut getragen. "Let The Teardrops Fall" wird zur zweiten Patsy-Cline Nummer. Unglaublich, diese Frau, echt!!!!

 

 

 

 

Foghorn Duo

Lonesome Song

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Caleb Klauder und Stephen "Sammy" Lind machen seit 2000 in Portland, Oregon, zusammen Musik. Mit der Foghorn Stringband sowie dem Banjo/Sänger Riley Baugus und Multi-Instrumentalist/Komponist Dirk Powell bestreiten sie zudem Auftritte.

Ein starkes Old-Time Duo.

 

 

 

Lonesome Stars

Motorbikes, Radios & Dancehalls

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

Bluegrass, Blues und Country Musik treffen bei den Lonesome Stars aufeinander. Und immer wieder vermeint man, zumindest bei der Eröffnungsnummer "Shut It Down" einzelne Songfetzen zu erkennen. Ist da nicht etwa ein Teil des Duelin' Banjos vertreten? Und dort klingt irgendwas nach Shuffle.....

 

Beim Titel "Motorbike" erwarten sicher viele Zuhörer Südstaaten-Rock. Na ja - irgend eine komische Art von Südstaaten-Rock ist es in der Tat, was da auf die Interessierten wartet....ein Rock mit Dobro. "Walk The Mile" ist eine solch liebevoll arrangierte Bluegrass-Nummer, dass man ungewollt in den Refrain einstimmt. "Billie Holiday Is On The Radio" ist ein jazziger Song, ganz der Queen Of Blues gewidmet. Genial gesungen. "Gun Metal Blue" bewegt sich Richtung modernem Folk. "John Hardy" hält sich ganz an das Original. Moderne Americana auf ihrem Höhepunkt.

 

 

Herald Nix
Soul Of A Kiss

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

Die Musik von Herald Nix wirkt auf mich wie ein Spinnennetz, in welchem man hängen bleibt. "The Bright Side Of Nothing" könnte passender als Eröffnungsnummer nicht sein. Nie hätte ich gedacht, dass ein Dobro durch seine pure Identität gefährlich werden kann. Oder ist es diese kräftige Stimme, die sich dem Musikbild so nahtlos anpasst? Dass Herald Nix sich noch steigern kann, beweist er mit der Folgenummer "I Think Of You". Und schon wieder frage ich mich: 'Kann Blues zärtlich sein'?. "Patti's Work Song" lässt das Muster, das ich von Herald Nix gewebt habe, gleich wieder in sich zusammenfallen. Was ist das? Ein Wiegenlied? Ein Arbeiterlied? Ein Hohelied auf eine 'Krampferin' (Arbeits-Ameise),wie wir bei uns sagen? Die Eintönigkeit des Alltags macht Herald Nix hier nur allzu deutlich. Vielleicht deutlicher, als man's gerne hätte. "Hurry On" ist eine düstere Country-Blues Nummer geworden. "Small Blessings" erinnert mich an die Slide-Gitarre von J.B. Hutto. Ein bisschen, wenigstens. Was für ein Gesangs-Volumen dieser Mann hat! Und dabei kommt er ohne Schnörkel aus. "Love Looks Good On You" ist ein zartes Liebeslied. "Tomorrow Is Another Day" ist ein Dylan-ähnlicher Song. Und plötzlich klingt Herald's Stimme gar nicht mehr so gut. "I've Got Your Photograph" wirkt wieder durch einzelne Slide-Noten. Wie kann man so einfach und gleichzeitig so voll klingen? "Soul Of A Kiss" fegt in bester Slide-Gitarren-Manier alles vom Tisch, was da liegen mag. Stark. "The Leland Hotel Fire" ist eine Ballade. Mit "King Of Guys" klingt die CD aus. Die CD eines ganz speziellen Kings. Mit eigenem Land, eigenem Staat: Herald Nix. Das macht er alleine mit dem wunderschönen Cover deutlich.

 

 

 

 

 

 

Craig Moreau

Every Now and Then

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

Ob es nun um einen grafischen Blick auf das harte Leben als nordamerikanischer Farmer oder um die Opfer, die man dem Musikbusiness bringen muss und den Verführungen, die mit ihm verbunden sind, handelt: Craig Moreau hat das, was er komponiert, gelebt. Craig kam in Ontario zur Welt, wuchs in Alberta auf und bereiste hernach diverse amerikanische Staaten. 20 Jahre hat Craig benötigt, durch die Welt zu ziehen und seine neue CD  "Every Now And Then" fertig zu stellen. Seine Songs werden mittlerweile mit denjenigen von John Prine, Townes Van Zandt und Richard Thompson verglichen.

 

"Sie sind nicht oberflächlich - sie sind massive Geschichten, die man nur versteht, wenn man durch die Welt gereist ist." - Reverend Ron, The Blues Witness, CJSW FM, Calgary AB.

 

Eine perfekte Verbindung von Folk/Roots und unverstärkter Country Musik: Entspannt, einfach und schön.

 

 

 

The Gunhands

Country Strange

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Web-Site: www.thegunhands.com

 

In erster Linie handelt sich bei den Gunhands um Hippies. 60er-Jahre Überbleibsel, also, die im Sinne ihrer gefallenen Helden die Wahrheit über das Musikgeschäft von heute singen. Manche Leute möchten heute, so die Gunhands, am Liebsten nach dem nächst besten, spitzen Gegenstand greifen und ihr Trommelfell zertrümmern, wenn sie dem zuhören, was ihnen die Country Radiostationen so anbieten. Und weshalb tun sie das? Nun - weil die heutige Musik, so die Gunhands, falsch, minderwertig, roboterhaft und unauthentisch ist.

 

Mit Ausnahme von ein paar echten Künstlern und Musikern ist das, was den Radiowellen entspringt, überproduziert, übervoll und auf die Masse ausgerichtet, um dieser eine Gehirnwäsche zu verpassen, die's in sich hat. Gunhands wollen zwar nicht behaupten, dass George Jones je einen Schönheitswettbewerb für sich entscheiden könnte, doch niemand wird abstreiten, dass das Old Possum singen kann. Heutzutage kommen Ton-taube, hübsch anzusehende Künstler dank Computer Modulation oder dem Mixer eines Laptops ziemlich nahe an den wahren Ton heran. Amerikaner machen sich selber lächerlich, wird im Ende gar ihre Musik zu einer McDonald Ausgabe des guten Geschmacks. Die Leute müssen wieder zum guten Geschmack zurück finden. Sie müssen sich auf eine Gesundheitsdiät, bestehend aus authentischer, selbst gemachter Musik, einlassen. Sie müssen sich ein verlängertes Programm gönnen, um ihre Ohrmuskeln wieder hinzukriegen und die bereits entstandenen Schäden an ihrem Gehör wieder auszubügeln.

 

Die Gunhands haben gut reden. Denn was sie hier offerieren, ist in der Tat authentische Musik. Ihr Sound besteht aus alter, neuer, geschmackvoller, von Rock'n'Roll und Bluegrass beeinflusster Outlaw-Musik.

"Die perfekte Musik für eine Umkehr".

Ich bin froh, nie diese unnütze, von so vielen Fusstapfen gegangene Strasse eingeschlagen zu haben. Doch hätte ich das je getan - für die Gunhands wurde ich sofort umkehren. Und selbst den düstersten, unheimlichsten, gefährlichsten Pfad in Kauf nehmen.

 

Eine geniale Arbeit. Und hoffentlich ein Warnzeichen, dass den Zeiten der kommerzialisierten, unsensiblen, eintönigen Real Country Musik ein Ende verspricht.

Und wenn nicht - dann kann ich mit der Musik der Gunhands leben. Selbst dann, wenn es in Europa keine kleveren Promotoren gibt (Ausnahme: Frankreich & England), die die Jungs für Live-Auftritte holen. Tja - Hauptsache, Austin, Texas, weiss um die Jungs - für mich 1 Jahr Wartezeit...

 

 

Angel Band

with Roots & Wings

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

Auch Nancy Josephson, Jen Schonwald und Kathleen Weber, die 3 Mädels, legen ganz schön was vor, wenn es um den Gesang geht. Die Eröffnungsnummer hätte ich zwar gerne irgendwo zwischendrin gehört, da sie in meinen Augen zu anspruchsvoll ist, um den Zuhörer von Anfang an gefangen zu nehmen, aber irren ist menschlich....wer weiss also. Die zweite Nummer, "I'll Sing This Song For You" ist eine rassige Cajun Nummer. Dem folgt erneut ein ganz anders gearteter Song. Es dauert lange, bis man dem Takt folgen kann und auch dann wird man mit dem Titel nicht recht 'warm'. Vorderhand geht es um die Frage, wo das Stück "Grace of My Heart" beheimatet ist. Ich sage mal: Auf der Opry Bühne. Und das ist durchwegs bösartig gemeint. "Drown In The Fountain Of Good" ist ein Blues. Zwar ein sehr ausdrucksstarker dank seiner Interpretin, doch auch ein schwerer, träger. "Cold Lonesome Down in Blackbird Creek" ist eine Bluegrass-Nummer, wie ich sie mag. Damit wird aber die Frage aufgeworfen, wieso so widersprüchliche Stücke wie "Grace of My Heart" oder "Moon Over Montgomery" nicht einfach weggelassen wurden. Sie machen die CD unglaubwürdig. "Hold Me Angel" passt ausgezeichnet zum Vorgänger. Nur wird's jetzt rassig. "Moon Over Montgomery" ist langweilig. Ein Stück zum Zuhören und gleich wieder vergessen, mehr nicht. "I'm Coming Home To You" ist schon wieder im Nashville-Sound gehalten. Aber das Mädchen möchte darin ja auch nach Tennessee zurück - was soll's also.

"Do Not Stand at My Grave and Weep" ist ein schöner, eher progressiver Bluegrass-Song geworden. "Patron Saint of Opportunity" ist fürchterlich. Am Anfang, wenigstens. Und es wird nicht mehr viel besser, ehrlich gesagt. "We Are Sheperds" klingt wie "Wayfaring Stranger". Die Nummer ist gelungen. "Angel of The Morning" gehört in den Ordner Nashville Sound. Mit "Jump Back In The Ditch", einer tollen Gospel-Nummer, geben sich die Mädels noch einmal alle Mühe, ihre CD in guter Erinnerung zu behalten. Die Stimmen erreichen hier eine Qualität, von der selbst so genannte Superstars nur träumen können. Aber eben. Zu viel ist hier in Frage gestellt. Doch ich habe mich entschieden. Dafür, dass 2 verschiedene Tonträger geschaffen werden sollten. Die Stücke sollen unterteilt werden. Einen Teil verdient Nashville, der andere ist für den Rest der Welt.

 

 

Black Jake and the Carnies

Where the Heather Don't Grow

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

Black Jake & the Carnies Sets bestehen üblicherweise aus Mörder-Balladen und Märchen zum Takt einer Old-Time String Band. Die Mischung aus Americana, Bluegrass und Punk ("Crabgrass" genannt) des Septetts eignet sich sehr gut, um die originalen Songs und das Banjo-Picking umzusetzen. "Where the Heather Don't Grow" wurde von Jim Roll in seinem Ann Arbor, MI, Studio aufgenommen.

 

Da sind wieder einmal ein paar irre Könner am Werk. Solche, die sich auf Polka verstehen. Um sie allerdings zu mögen, braucht man schon eine gute Portion Humor und ein gutes Ohr, um die genialen "Ausfälle" des Snare-Drummers z.B. erkennen zu können.

 

 

James "JAG" Jagneaux

A Child's Prayer

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James "JAG" wurde als James Autry Jagneaux am 4. Juli 1938 ungefähr 1 Meile von der kleinen Cajun Stadt Lawtell, Louisiana in St. Landry Parish (in er Nähe von Opelousas und Lafayette, Louisiana), geboren. Als Ältestes von 5 Geschwistern. Jag's Vater und Mutter waren arme Süsskartoffel-Farmer und pflückten Baumwolle für ihren Lebensunterhalt. Klar, dass jeder auf der Farm von morgens früh bis abends spät hinein arbeitete. Die Schule kam zwischen den regelmässigen Aufgaben, dem Kühe melken, Eier einsammeln, anpflanzen und der Ernte einbringen. Später verliess Jag die Farm und arbeitete als Zimmermann. Als Konstrukteur konnte er den Lebensunterhalt für seine Frau und die 3 Töchter verdienen. So baute er Spitäler, Schulen, Wasserreservoirs und Häuser, bis Jag selbständig wurde. 1993 verletzte sich "JAG" den Rücken und konnte nicht länger auf dem gewählten Beruf arbeiten. Doch bereits als junger Mann hatte er gerne Geschichten erzählt und Country Songs gesungen. Sein Vater und die Onkel spielten alle Instrumente, so traf sich die Familie jeweils, um miteinander zu musizieren. Nach seiner Rückenverletzung kaufte Jag's Frau eine Gitarre und schlug ihm vor, die Songs einem breiten Publikum vorzutragen. Sie war der Ansicht, ihr Angetrauter solle jene Leute unterhalten, die ein Lachen dringend nötig haben. Und so kam's.

 

Jag ist kein Jüngling mehr. Das wird bei jeder Note deutlich. Auch ist die CD leider nicht sehr gut produziert. Oftmals unterliegt die Stimme schlichtweg der Instrumentierung. Vor allem bei Stücken wie "I'm So Lonesome, I Could Cry" darf dies auf keinen Fall sein. Dennoch führe ich die CD hier auf. Einmal, weil es sich um ein 'Urgestein' der Country Musik handelt, des Weiteren, weil erneut einer traditionelle Country Musik zum Besten gibt. Und dazu einer, der auch hinter dieser steht - er hat sein Leben lang nichts anderes getan, dieser Jag.

J.C. Bullock

Consequences

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

J.C. Bullock residiert in Branson, Missouri. Und dies seit 1990. Der Mann hat für Vassar Clements, Willie Nelson, Mel Tillis, Johnny Lee und viele mehr schon Shows eröffnet.

Auch J. Bullock zählt zur alten Garde. Zu jener, die sich an die Tradition hält, nicht nur, weil sie nichts anderes kennt, sondern, weil sie sich mit ihr identifiziert. Seine CD eröffnet J.C. mit dem smarten Song "Consequences". Auch das Folgestück, "Country Livin'" erinnert mich an Don Williams himself. "One More Repossesion and I'll Be Out of Debt" erinnert an dieses 'Zwischending', das Bands wie Confederate Railroad einst vom Stapel liessen. Weder Fisch, noch Vogel. Nicht, dass ich Confederate Railroad nicht mochte, wohlgemerkt. Am Besten gefällt mir "Lousiana Love Bug" ein starkes Cajun-Stück.

J.C. Bullock besitzt eine ausgezeichnete Stimme, der man gerne zuhört.

 

 

 

Ron Hillier

Leavin' Lonesome

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

Ron Hillier dient in der Armee und ist erst kürzlich unverletzt von einem 14-monatigen Einsatz aus dem Irak zurückgekehrt.

Des Weiteren lebt er in Idaho, ist stolzer Vater von 2 Söhnen, mit Kerry verheiratet und besitzt einen alten Labrador namens Barney, dem er auf der CD ein Lied widmete.

 

Vom Musikstil her würde ich Ron irgendwo zwischen progressiver und traditioneller Bluegrass Musik einordnen. Sein Gesang ist durchschnittlich, die Musik gut.

 

 

Joe Portman and the Sundowners

Fiddlin in Midland

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Seit den 70er Jahren tritt Joe Portman mit seinen Sundowners in und um San Antonio, TX., auf. Und gibt Old-Time Musik und Hillbilly zum Besten. "Ever Had A Love" ist zwar mit Orgel, doch diese wird so eindeutig geklimpert, dass sie einfach nur amüsiert. "Aunt Minnie Waltz" klingt nach Cajun aus den 30er Jahren. Viel authentischer als mit Joe Portman & the Sundowners kann man's kaum haben. Die Typen sind originell. Die Aufnahmen klingen, als wären sie mit einer uralten Anlage aufgenommen und in einem düsteren, schimmligen Studio abgemischt worden. Aber auch in der Band sind Genies am Werk. Wer 'reinhört, wird's merken.

 

 

Hartwood

Enumclaw

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

Bei Hartwood geht's um's Mitsingen, Mitgröhlen, Mitmachen, den Spass.

Fazit: Für jede Party geeignet.

 

 

 

 

Steve And Paul Muise

Across The Bay Of Fundy

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

Patsy Cline's "Faded Love" fasziniert mich immer wieder. Wenigstens von ihr. Diese Version hier, diejenige von Steve & Paul Muise, ist mindestens gleichwertig zu nennen. Denn wo Patsy's Stimme ganz wie 'verflogene' Liebe klingt, übernimmt hier die Fiddle den schwierigen Part. Und meistert ihn königlich. Bei solchen Stücken kann meines Erachtens nur eine Fiddle mehr als eine Stimme glänzen. Denn nur dieses Instrument klingt noch trauriger als unser Jammern.

Bei den restlichen Stücken lassen Steve und Paul Muise meist Jazz-Elemente einfliessen - mal abgesehen von Titeln wie der anscheinend ständig präsente "Orange Blossom Special". Nun ist Jazz nicht so mein Ding. Trotzdem komme ich nicht umhin, das grosse Talent dieser beiden Meister uneingeschränkt zu bewundern. Und den Hut zu ziehen. Alle Achtung!

 

 

Waylon Thibodeaux

Who's Yo' Cher Be' Be'

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

Waylon Thibodeaux wurde in Louisiana's "Bayou Country", ein paar Meilen südwestlich von New Orleans, geboren. Das kleine Heimatstädtchen Houma brachte den "Louisiana's Rockin' Fiddler" hervor. Heute darf sich dieser talentierte Cajun Musiker im Selbst-Studium 'bekanntester Aufnahme-Künstler Louisiana's' nennen.

 

Gut, lässt man sich im hohen Alter nicht mehr so schnell von Playboy-Bildern beeinflussen. Da ich eine grosse Vorliebe für Cajun-Musik habe (und auch eine solche für "Waylon"), beschloss ich, die Vorurteile für eine Weile zu vergessen und in Waylon Thibodeaux's CD 'reinzuhören. Zum Glück. Schon lange wünsche ich mir eine Cajun-CD in Händen zu halten, die mich von vorne bis hinten begeistert. Um's vorweg zu nehmen: Auch dieser Mann schafft's nicht. Trotzdem: Vom König aller Cajun-Künstler aus New Orleans mal abgesehen, ist dieser Mann jeden Euro wert, den man in seine CD investiert. Kann ja sein, dass er tatsächlich eine breite Masse anzieht, der Mann aus Houma. Sicher ist seine Musik kommerzieller als diejenige vieler ähnlicher Künstler.

Dessen ungeachtet bietet Waylon Thibodeaux eine Reise durch alle Stile von New Orleans. Und lässt die Stadt wieder aufleben - und sei es nur in den Ohren von Fans guter Musik.

 

 

Myra Pearce

The Ghosts Of Yellowstone

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

Diese CD ist nicht Myra Pearce's erste Herausforderung.

Myra ist ein echtes Cowgirl, auf einer Ranch in Idaho aufgewachsen, wo sie lernte, mit Colts umzugehen. Später wurde sie sogar zur Miss Rodeo Washington gekörnt. Myra ist somit praktisch im Sattel geboren worden - bevor sie je eine Note hörte. Inzwischen wurde die Rodeo Queen bereits "Western Connie Smith" genannt. Kein Wunder, denn keine geringere als jene hat sich mit "The Ghosts Of Yellowstone" befasst.

 

Myra lebt in Montana, wo man einfach zu Songs über den Cowboy Western Way of Life kommt. Vielleicht geht sie deshalb so unerschrocken an alles heran, was sie macht, sei es betreffend Musik oder dem eigenen Leben. Entscheidet sie sich, blickt sie nie zurück.

 

Uff - wieder eine, die mit Patsy Cline verglichen wird, dachte ich. Und davon gibt es ja unzählige. Ich war denn auch nicht weiter erstaunt, keine Spur der Queen of Country Musik zu finden. Nummern wie "I Love You Because" erinnert vom Stil her allerdings schon an die Jahre, in denen noch echte Country Musik gemacht wurde. Der Titelsong, der hierauf folgt, macht jedoch alles zunichte. Ich mag ihn zwar, doch verwirrt er mehr, als er bezaubert. "Just For The Fun" beruhigt wieder, gehört er doch ins alte Schema.

Alles in allem eine gute CD mit einer guten Sängerin, der man gerne zuhört. Manche Stücke wie etwa die Eröffnungsnummer "The Journey" sind vom Stil her zwar absolut gewöhnungsbedürftig, zeigen aber auch eine sensible Seite des Mädchens, die bezaubernd wirkt. Ein tolles Highlight macht sicher das Schlusslicht "Take The High Road Home".

 

 

Snakebeard Jackson

The Burl

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

Snakebeard Jackson bilden eine Union. Eine Union aus Rock, Bluegrass, Country und Blues. 6 Mitglieder mit unterschiedlichem musikalischem Geschmack tragen ihren Teil zur Musik von Snakebeard Jackson bei.

 

The Burl kam im Oktober 2007 auf den Markt. Aufgezeichnet wurde die CD zuvor in Minnesota's Pachyderm Studios. Noch im Dezember wurde die CD zum Besten Sioux Falls Album des Jahres von Sioux Falls Argus Leader erkoren.

Snakebeard hat für Shooter Jennings, Joan Jett and the Blackhearts, Tesla, Cowboy Crush, Kansas und viele mehr Schaus eröffnet.

 

CD Baby vergleicht S.J. mit Hank William III. Wer jenen mag, dem sei der Vergleich gegönnt. In meinem Falle stelle ich Snakebeard Jackson weit vor Hank William III.

Die Band profitiert unbestritten vom breiten Spektrum ihrer Mitglieder wie auch von der rauhen, rockigen Stimme des Sängers. Meines Erachtens aber noch viel mehr (und dem soll ja auch mal Aufmerksamkeit gezollt werden) vom grossartigen (Snare-) Drummer.

Schräg.

 

 

 

Getocowboys

Hard Luck Symphony

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

Was an den Getocowboys sofort auffällt, ist die Mandoline. Ähnlich derjenigen der Nitty Gritty Dirt Band. Zumindest wenn man hört, wie sie eingesetzt wird. Auch die Fiddle, die bei "Hello My Friends" wenig später einfällt, bringt Nostalgie-Gefühle auf. Welch ein warmes Hallo! Da setzt man sich nur zu gerne hin und hört dem Rest der CD zu - auch wenn der Bass im Hintergrund leicht störend wirkt. (Ja, ich weiss, er muss sein).

Auch die Folgenummer, "Ride Home" bewegt. Und erinnert erneut an die Nitty Grittys. Wehmut kommt auf (Ratschlag: Wenn Ihr mal die Gelegenheit habt, seht sie Euch live an - die sind grosse Klasse!).

"Harvest Field" zeigt wieder deutlich auf, welches Potential in einer Mandoline (und im Banjo) steckt. Dann noch die kurze Fiddle-Einlage und beginnt da nicht jeder zu schunkeln?

 

Wie eine grosse Reise ins Innerste. Eine grosse, weite Reise zu Dir selbst.

 

 

 

Preston Camp, Jr.

Timetraveler

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

" Timetraveler " ist die zweite CD von Sänger/Songwriter Preston Camp,Jr's. auf Red Note Records.Preston's Debüt-Album "Anywhere, Texas " wurde bei Texas Radio in Holland zum Album der Woche gewählt und kam auf die weltweite DJ Playlist von Australien, Deutschland, Schottland, Belgien, Italien, Frankreich und Österreich. Nun - Preston Camp ist kein ausgezeichneter Sänger. Eher mittelmässig. Was diese CD aber auszeichnet, sind die Worte der Songs, die Harmonien und die Instrumentierung.

 

 

 

Shad Cobb

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

Shad kam in Hazel Dell, Wash., vis-a-vis dem Fluss von Portland, Oregon, zur Welt. Als er 9 war, zog seine Familie nach Wisconsin. Hier begann er mit 13 Jahren, Fiddle zu spielen. Kurze Zeit später trat er seinen 4 Brüdern in der Familienband bei. Die Band, die ihre eigenen Stücke komponierte, bereiste Wisconsin, Minnesota, Michigan, Iowa und Ohio. The Cobb Brothers spielten zwar auf traditionellen Bluegrass-Instrumenten, sie klangen aber eher nach New Grass. Nach ein paar Jahren in der Gruppe wurde Shad ein Job in einer Country Band angeboten. So kam er nach Nashville. Hier arbeitete er 3 Jahre lang für Mark Willis. Anschliessend kam er kurz bei den Osborne Brothers unter, hernach jobbte er für Mike Snider, einen Banjo Spieler/Komödianten, der regelmässig an der  Grand Ole Opry auftrat. So konnte Shad die Aufmerksamkeit John Cowan’s auf sich ziehen, hörte er ihn doch an der Opry und bot ihm eine Arbeit an. “Die Musik ist erstaunlich,” meint Shad. “Alle Jungs sind virtuose Musiker. Jedesmal ist es anders. Man ist völlig frei. Dadurch wird man gefordert, kann aber auch 'mal was ausprobieren. So hat man Spass an der Sache. Jedes Mal, wenn wir die Bühne betreten, versuchen wir etwas anderes."

Wer Shad Cobb schon live erlebte weiss, dass das Grinsen auf dem CD Cover nicht von ungefähr kommt. Shad hat es immer drauf. Genauso wie er das Talent stets mitbringt, wohin er auch geht. Ein unglaublicher Fiddler - mit einer ausgezeichneten Bluegrass-CD.

 

 

 

Ronn Crowder

Harp Country

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

Das Talent von Ronn Crowder zeigt sich beim ersten Stück, "Down So Long" vor allem betreffend Mundharmonika. Da ist Ronn ein Könner, eindeutig. Und auch wenn dies sofort auffallen dürfte, seine CD packt einen nicht von Anbeginn. Zu ungewöhnlich ist die Mundharmonika, der eher jazzige Gesang, der Memphis- aber auch der seltene Hillbilly-Sound. So klingt denn das zweite Stück, "The Key" wie eine Mischung aus Kenny Rodgers und den Smokies. "Jacob's Love" ist Popmusik. Leider. Wären da die Harmonien nicht und der Gesang Ronn's, das Stück wäre recht seicht. "Hot Line" zeigt noch einmal deutlich den grossartigen Mundharmonika-Spieler Ronn Crowder. Das Stück klingt simpel, besteht jedoch aus verminderten Akkorden und tadellosen Bendings des Instrumentes. Interessant ist die Nummer sicherlich. "Buy And Sell" erinnert an Leo Sayer. Komisch, der Song. "Mississippi" bewegt sich an der Grenze zu Südstaaten-Rock. Rebellisch kommt die Nummer daher. Mit "Song For The Unknown Poet" steigert sich die Sache denn und wird tatsächlich zu typischem Südstaaten-Rock. Die Worte mag ich sehr. Der Takt bei "South Central Belle", ein erneuter Blues-Rocker, nimmt mich von Anfang an gefangen. "Honey Bee Blues" greift Blues-Harp-mässig auf den Chicago-Blues, die Harp eines Sonny Boy Williamson II, zurück. Genial. Dieses Stück ist echt stark, das beste der CD. Mit "Reflex Action" stellt Ronn Crowder seine ganze Arbeit noch einmal in Frage.

Für alle, die mit Südstaaten-Rock etwas anfangen können, zwar nicht das Beste, aber ein sehr gutes Werk.

The Schmidts & First Love

A Message Of Love

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

Einen ausgezeichneten Titel haben sich die Schmidts für ihre CD ausgesucht. Denn wieviel Liebe, Emotion und Überzeugung muss man für die traditionelle Bluegrass-Musik übrig haben, um so klingen zu können!

Wunderschön - nicht nur die Harmonien,  auch die Songauswahl, die einzelnen Stimmen und die sparsame Begleitung.

 

 

 

The Broken Prayers

Crow

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

The Broken Prayers formierten sich 2005. Damals bat Pete Marshall Fred Stucky von Gas Money, mit ihm zusammen eine neue Band zu gründen. Nun - was Pete kriegte, war nicht nur Fred. Er kriege die komplette Gas Money Gang. Mit der Zeit hat das Line-Up der Broken Prayers ein wenig gelitten. Denn Justin Kolb wie auch Nathan Flemming zogen beide nach Austin, Tx. Hier traten sie Jesse Dayton bei. Fred verliess die Band ebenfalls, wurde mehrfacher Vater und wird nach ca. 6 Jahren von der Gruppe zurück erwartet. Dafür tauchen grossartige Musiker wie Dave Doggett und Jim Callen ab und zu auf und machen bei den Broken Prayers mit. Gegenwärtig besteht die Zusammensetzung aus Tony Bello, Brian Murray, Robbert Bell und Isaac Stanford. Allesamt sind grossartige Musiker. Pete hofft, sie bleiben ihm eine Weile erhalten. Die Broken Prayers kommen aus Philadelphia, Pa. 'Als ob amerikanische Gothik auf den High Lonesome Sound treffen würde' - so werden sie beschreiben, die Jungs.

 

Die Eröffnungsnummer "Little Black Heart" hat für mich das Zeug zur Americana-Hymne. Unglaublich, wie die Stimme hier wirkt - und wie lange, ganz ohne Begleitung. Und als diese dann einfällt, wird das Stück  noch schöner. Atemberaubend, würde ich sagen. Auch die Folgenummer, "Act Naturally" legt ihr ganzes Gewicht auf diese eindringliche Stimme, die etwas zu sagen hat. Dennoch darf die Begleitmusik, die ganze ungewöhnliche Geräuschkulisse nicht unterbewertet werden. "Long Life Stomp" klingt nach einem Einmann-Orchester. Irre. "Drunk In A Dry Town" ist eine Ballade. Vorgetragen nur von diesem faszinierenden Sänger und der Klampfe - am Anfang, wenigstens. Dann wird das Ganze zu einem sympathischen Two-Step. Mitsingen erlaubt. "Adrift On The Sea" klingt nach einem feucht-fröhlichen Abend in der Bar - einem Abend, wo man alles mit Hilfe der Flasche vergessen möchte. Hier glänzt die Steel-Gitarre. "Convalescent Men" - schon mal ein spannendes Banjo gehört? Und dann dieser Aufbau der Spannung - bis alles explodiert. "Laurel Canyon" ist ein beruhigendes Stück. Eines, das an die alten Western-Streifen erinnert. Oder an Lucky Luke, der in den Sonnenuntergang reitet. "Wrecking Ball" ist eine äusserst rebellische Rock'n'Roll-Nummer. "Sleeping Hollow" dagegen kommt düster und getragen einher. "1'000 Angels" macht den Abschluss. Einen gelungenen. Ein weiteres Highlight dieser CD. Einer der wenigen Tonträger, bei dem jedes Stück klasse ist. Doch kann man mit Worten dieses Werk überhaupt beschreiben? Ich versuch's: Eine überragende, unglaublich starke, unter die Haut gehende Arbeit.

 

 

Angry Johnny & The Killbillies

Killville Auto Salvage Volume One

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Angry Johnny trägt seine Songs über verlorene Liebe, die Flasche oder Waffen mehr als überzeugend vor. Halt "zornig", ganz seinem Namen angepasst, also. Dreckig, rockig, balladenmässig - alles hat der Typ drauf. Und wenn er Stücke wie "I Bought You Roses" vorträgt, tut er einem echt leid. Einer, der den traditionellen Sound nicht einfach nur kopiert. Angry Johnny versieht ihn mit einem ganz eigenen Touch. Für seinen Drink mixt er ungeniert Rock'n'Roll mit Bluegrass und Honky Tonk. Mutig lässt er eine Ukulele neben einem grölenden Chor erklingen - und komischerweise klingt das Ganze gekonnt, gewollt und richtig toll. Die Party geht ab! Und wie!!!

Beinahe möchte man den Frauen, die diesem Mann das Herz einst brachen, die Hände schütteln - als Dank für die Stücke, die er während seines Liebeskummers schrieb.

 

 

 

Los Gigantes

Highway Patrol

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2 Stimmen, 1 Akkordeon, 1 Trompete und ein Schlagzeug - so kommt der Sound der Los Gigantes, eine Mischung aus Tex und Mex, zustande.

 

Mir ist das ganze etwas zu kommerziell. Das Schlagzeug ist etwas zu laut, zumindest beim ersten Sampler "For Sin Retoro". Die Titel-Nummer "Highway Patrol" ist ziemlich gut, eine Art Cajun auf mexikanisch. Trotzdem - ganz überzeugen kann mich die CD nicht. Doch vielleicht Euch - vorausgesetzt, Ihr hört 'rein.

 

 

 

Casey Dilworth

Vagabond Dreamer

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CD Baby: 'Für alle, die Country-Musik so mögen, wie sie einst war und nicht, wie sie heute ist.'

Okay. Die hohen Töne meistert Casey nicht so gut, wie die tiefen. Dafür hat er Waylon's Sound drauf. So kopiert er denn hier auch ein Stück des Outlaws. Noch viel interessanter aber ist seine Version von "She's In Love With A Rodeo Man" (Don Williams). Einfach schön, dieser Sound. Zwar kein Waylon, zwar kein Don, doch immerhin ein Casey Dilworth.

 

Und Musiker, die durch ihre Schwächen die Stärke ihrer Helden hervorheben, sind doch auch nicht ohne, oder?

 

 

Phil Friendly

Every Single Day

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Phil Friendyl ist in Rockabilly-Kreisen wohl bekannt. Eigentlich gilt er als guter Interpret. Umso enttäuschender kommt diese CD einher. Am Schlimmsten ist die Eröffnungsnummer "Every Single Day". Wen will er denn DA kopieren? Pat Boone? Nur konnte der singen. Phil scheint auf der ganzen CD irgendwie knapp an den richtigen Tönen vorbeizukommen. Überhaupt stimmt mit der ganzen Produktion etwas nicht. Der Hall ist zu gross, die Stimme scheint aus einer ganz anderen Ecke, als die Instrumente zu kommen...das ganze passt nicht zusammen. Schade.

 

 

 

J.D. Smith

Gypsy Moon

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JD Smith ist ein Produkt New Mexiko's. 1960 wurde er in Ruidoso geboren. Aufgewachsen und zur Schule gegangen ist er in Alamogordo. Zusammen mit seinen Freunden aus der High-School  – Damon Gray, Tracy Turbeville und Mark Gray – gründete er die Travelin Countrymen. Aufsicht über die Truppe hatte Calvin Turbeville, ein Ausnahme Steel Gitarrist, der in jungen Jahren mit Faron Young auftrat und nun mit seiner Familie in Alamogordo lebte. The Travlin Countrymen arbeiteten zuerst bei Rodeos, in Saloons, etc. bis sie zu einer Anstellung im Golden Spur von Tularosa kamen. Schliesslich nahmen sie ein Album auf, das 8 Stücke fasste. Es verkaufte sich in der Gegend um Alamogordo recht gut. Während seines Abschlussjahres lebte JD zusammen mit seiner Tante Kathy und seinem Onkel Charley Sage in Socorro. JD wurde im Anschluss Elektriker. Doch Charley schlug ihm vor, es als Musiker zu versuchen. Und so tourte der 19-jährige bereits durch die USA und Kanada.

1988 zog JD nach Reno, Nevada. Hier kriegte er eine Anstellung bei Baldini's. Inzwischen durfte JD für viele traditionelle Musiker Shows eröffnen - darunter Merle Haggard.

 

Wer wissen möchte, wie traurig, doch auch wie fröhlich und umwerfend eine Fiddle klingen kann, der höre hier 'rein. Den Abschluss macht übrigens Don Gibson's "Sea Of Heartbreak".

 

 

Jerry Reed

Live Still

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Jerry Reed wurde meines Erachtens von jeher nie die Ehre gezollt, die ihm gebührt. Klar, er kriegte 3 Grammies, 2 CMA Awards, etc. Von ihm selber kann man nicht behaupten, er hätte seinem 'Helden' keine Aufmerksamkeit geschenkt. Jerry Reed hat seine Bewunderung für Chet Atkins immer offen kundgetan - nicht zuletzt durch seinen exzellenten Finger-Picking Stil, der stark an den Alt-Meister erinnert.

Doch für viele war Jerry Reed eben 'nur der Trucker-Fahrer', der neben Burt Reynolds in den dämlichen "Bandit"-Serien mitwirkte.

 

Hier zeigt der Mann noch einmal alles, was er als Musiker drauf hat - und zwar live.

 

 

 

Rob Robinson And The Dixie Underrunners

When Pigs Fly

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Eine ziemlich komplizierte Eröffnungsnummer hat sich Rob Robinson da ausgedacht. "Cane Pole Fishing" wechselt ständig den Takt und wirkt dadurch unruhig. Dafür ist die Titel-Nummer "When Pigs Fly" ein Chart-Stürmer. Wenigstens in meiner persönlichen Americana-Hitparade. Dieses Stück macht glücklich, so gut ist es. "That's Just Like You" ist eine etwas komplizierte, fremd anmutende Liebeserklärung. Dafür ist "Delta Dog Radio" wieder stark. "Haints On The Hill" ist klasse. Das Dobro wird meisterhaft eingesetzt, die Stimme ist passend dazu rauh und aggressiv. "Delovely Delores" wandert auf der Strasse des Blues, des Blues-Rock. "Dancing To The Radio" fällt für einmal beinahe sanft aus. "Mean Old Dynosaur" ist originell, träge, entspannt. Urmel-mässig, halt. "Branded" ist ganz und gar nicht mein Fall. Was soll das sein? Soul. Ja. Soul. "Good Things Really Happen, Don't They?" klingt nicht ganz so optimistisch, wie's der Titel verspricht. Ist da etwa wer ironisch? "Head To Hold" zeigt den Künstler noch einmal von seiner aufmüpfigen, rockigen, eckigen Seite.

Keine schlechte CD, aber eine unberechenbare.

Und der Junge stammt tatsächlich ausTennessee? Wär' sicher lustig, zu beobachten, wie die Music City mit sowas fertig wird.....

 

 

Hank Thompson

Treasures-unreleased Songs Of The 1950's

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Hank Thompson verstarb letztes Jahr. Hinterlassen hat er nicht nur Rockabilly-Fans, die viele seiner letzten Live-Auftritte genossen, sondern auch gleichermassen viele Western-Swing Fans.

Vorliegende CD besteht aus bisher unveröffentlichten Versionen seiner Songs aus den 50er Jahren, darunter "Harbour Of Love". Ein Leckerbissen für Western-Swing Fans. Und auch von der Produktion her lässt sich die CD nicht lumpen.

 

 

 

J.D. Higgins

Mr. Country Gold Sings Pure Country

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Und hier wieder ein typischer Traditionalist. Nicht exzellent oder überragend, aber gut. Eine Hommage an die Tage, als Country Musik noch nach Country Musik klang.

 

 

 

Special Ed & The Shortbus

Rats In The Kitchen

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UB 40 hatten einst ein ähnlich skurriles Stück. Nur, dass Special Ed & The Shortbus eine Jug Band sind. Und Ed etwa so nahe an den richtigen Ton gelangt, wie eine Kuh an Atlantis. Dafür lässt es der Junge musikalisch krachen. Mal glaubt man, eine Zigeunerband vor sich zu haben, mal ertrinkt Ed in Nostalgie. Amüsant. Für Menschen mit Humor. Speziell, eben.

 

 

 

Crowboy

Making Up for Lost Time

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Der Gesang ruft Steve Earle auf den Plan, der Sound ist laut und voll. Manchmal gitarrenlastig. Für Leute, die vor Volumen nicht zurückschrecken.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


T. J. Stuart

Rosin On The Bow

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T. J. eröffnet seine CD mit dem Titelsong. Und keinem schlechten, wohlgemerkt. Die Füsse klopfen gleich den Takt, man kann sich eines Lächelns nicht verwehren. Ein bisschen mehr Temperament und eine tiefere Stimme würde ich mir wünschen. Dafür kann man an T.J.'s traditionellem Stil nichts 'rummeckern. Man bezweifelt nicht, dass da einer völlig überzeugt ist, von dem was er tut. Und mehr noch: Er gibt alles. Die Songs sind sehr gut, die Abwechslung ist gegeben. Nur an T's Stimme gibt's was auszusetzen. Schwer zu beschreiben. Sie ist eintönig.

 

 

 

Keith Ward

100 Years Too Late

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

Ganz klar, was Keith Ward mit dem Titel seiner CD sagen möchte: Er ist 100 Jahre zu spät geboren. Die Musik, die er macht, entspricht derjenigen der Western Helden aus den 30er, 40er Jahren. Und er bemüht sich, dieser Junge. Er bemüht sich sehr darum, authentisch zu klingen. Und er schafft's beinahe. Nicht so gut, wie Edwards, doch ich denke, er hat sein Ziel erreicht.

 

 

 

Kimberly Murray

Once Upon A Time In A Honky Tonk

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

Kimberly Dawn Murray wurde in Dublin, Texas geboren und wuchs in der Nachbargemeinde De Leon auf. Das Mädchen hat diverse Schönheitswettbewerbe und eine schief gegangene Ehe hinter sich. Schliesslich beschloss sie sich in den 90er Jahren wieder auf ihre Wurzeln und begann erneut zu singen.

 

Die Stimme von Kimberly ist tadellos. Vom Temperament her kann sie es aber weder mit Patsy Cline, noch mit Rose Maddox aufnehmen. Dafür wandelt sie musikalisch in den Fusstampfen der beiden Queens of Country Musik. Oder in denjenigen ihres Idols, Buck Owens?

Musik für Freunde der Honky Tonk Musik. Einen Höhepunkt macht das Duett mit Justin Trevino: "Don't Believe Me, I'm Lying". Wunderschön. Auch dank Justin.