CD News Juni 2010



Walkers Cross
Seven Wishes
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Der Sound erinnert an Lynyrd Skynyrd, die Instrumente halten sich ebenfalls ans Vorbild: Elektrische Gitarre, Klavier (Orgel) und Schlagzeug unterstützen die rauen Stücke. Die Stimme des Sängers ist eckig genug, entspricht dem gewählten Südstaaten-Rock. Eine gute CD, auch wenn ihr Originalität abgeht. Die behält sich das Cover vor.

Fazit: Eine Alternative für Leute, die sämtliche CD’s von Lynyrd schon in ihrer Sammlung haben.



South Of Dixie
Tattoo Billy
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Der CD Name besagt’s: Songs für Tätowierte – aussen, wie innen. Temperamentvoller Südstaaten-Rock mit übertriebenem Schlagzeug und wahnsinniger elektrischer Gitarre.

Sieht man von Country-Stücken wie „Waylon’s Blood“‘ mal ab, tritt Country Musik selten auf. Blues scheint den Musikern näher zu sein.
Auch hier hält sich die Band an das typische Südstaaten-Rock Muster: Chor, Rebellismus und Lautstärke sind selbstverständlich.



Stephanie Bettman Luke Halpin
It All Comes Back To Love
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Den Mittelpunkt macht der starke Gesang von Stephanie Bettman. Luke Harpin, im Duett, hält sich gekonnt zurück, d.h. man kann ihn noch hören, er übertönt die Sängerin aber nicht. Luke dient mehr der Ergänzung. Die CD beginnt mit einem Cajun-Stück. Und die Reise beginnt – eine Reise, die viele Musikgenres anfährt. Durch Folk, Balladen, Keltik, Mariachi Musik, einer zarten Prise Klassik (mit Cello), Fingerpicking im Bluegrass-Stil und ein wenig Old-Time führt die Reise.

Eine schöne CD. Gekonnt in Szene gesetzt werden hier nicht nur der Gesang, sondern auch die Instrumente.


Buddy Melton, Milan Miller & Mark W. Winchester
Songs From Jackson County
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Americana inklusive Bluegrass.
Hier locken gute Sänger, Harmonien und klever ausgesuchten Songs. Mit Banjo, akustischer Gitarre, aber auch mal mit Schlagzeug tritt die Band in Erscheinung. Am Ende lassen denn die Sänger die Frage zurück, für welche Musikrichtung sie stehen – zumal auch New Country Songs zum Angebot gehören ….



Tony Booth
The Key’s In The Mailbox
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So hat Country Musik vor langer, langer Zeit geklungen. Nach Wehmut, Fernweh, verlorener Liebe, doch auch nach einer guten Fiddle, einem Barrelhouse-Piano und einer Steel-Gitarre.
Honky Tonk für Sentimentale.



Jalan Crossland

Driftwood Souls
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Weder sein Äusseres, noch sein Name oder gar seine Musik entsprechen irgend einem Cliché. Jalan Crossland scheint ein sehr eigenständiger Mensch zu sein, voller Überraschungen und Kreativität. Mit einer Stimme, die eigentlich keine ist (heiser und nur wenige Tonlagen beherrschend) ist er auf jeden Fall ein Rebell. Aber einer, der ‘was vorzuzeigen hat. Nahtlos führt Jalan durch Balladen, Songwriter-Stücke und ein bisschen Rock’n’Roll. Dabei ist das hier schon sein fünftes Album. Es entstand im Herbst 2009 im Laramie (Wyoming). Für sein Werk hat sich Jalan mit 2 anderen zusammengeschlossen:
Shaun Kelley (Bässe, Cello, Gesang) und Andy Phreaner (Schlagzeug, Tambourine, Shaker, Kette, Anvil, Gesang).


Derek Hoke
Goodbye Rock’n’Roll
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Zugegeben, wie ein Traummann sieht Derek Hoke nicht aus. Aber ein Traummusiker ist er. Traditionell, mit einer guten Stimme ausgestattet und einem ebenso guten Geschmack (für die richtige Art von Musik) schickt er allfällige Bedenken der Zuhörer ab der ersten Note in die Wüste. Dabei hat Derek den Mut, sich an normalerweise öden Songs der 50er Jahre, den sogenannten ‚Tearjerkers‘ zu versuchen.
Ein gutes Beispiel macht Hot On The Heels Of Love“. An einem Traumstrand, unter Palmen eignet sich der Song sicherlich.

Für mich sind Titel wie „I Think I Really Love You“ interessanter. Hier kann Derek Hoke nur gewinnen. Und wie – haushoch!



Spike Flynn
It's Alright
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Manchmal mag ich Sänger, die eher sprechen, denn singen. Und ich rede hier nicht von Johnny Cash.
Es gibt den Musikern etwas lasches, träges, das ausgezeichnet zu ihren Stücken passt. Und man mag eher zuhören (kein Wunder, stellt man fest, dass diese Interpreten normalerweise auch viel zu sagen haben).
Spike Flynn macht hier keine Ausnahme. Er lässt tiefe Einblicke in die Abgründe der menschlichen Seele zu. Und ist klever (auch mutig) genug, durch musikalische Arrangements nicht alles zu zerstören. So bleibt die Musik einfach, akustisch, mit zurückhaltendem Snare-Drum, feiner Fingerpicking-Gitarre und auch mal einem Klavier (Orgel?).
„Alles, was Du brauchst, bin ich. Dreh‘ Dich nicht um. Verlass‘ Dich auf Dich selber und lern, dabei zu bleiben‘“ singt Spike wunderschön im letzten Stück, „Hold On“. Und noch einmal macht Spike Flynn klar, dass er nicht nur ein exzellenter Musiker, sondern auch ein gleichwertiger Songwriter ist.


Evan ap Roberts

Under the Ghost
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Wie grossartig einfache Musik sein kann, beweist auch diese Band. Dabei klingt ihr Sound mehr oder weniger nach Strassenmusik. Inklusive Mundharmonika und gelungenen Harmonien, wohlverstanden.
Eine tolle Folk-Scheibe, die das Recht hat, dass man noch lange von ihr spricht.
Sie klingt nach Flowerpower und ruft jene Zeit in Erinnerung zurück. Nicht zuletzt deshalb, weil sie perfekt dorthin gepasst hätte.


Gene Casey & the Lone Sharks
Lone Sharks
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Diese New Yorker Truppe rockt, was das Zeug hält. Wenigstens beim zweiten Stück im Jerry Lee Lewis Stil. Doch sie können auch anders. „Boogie Woogie Country Girl“ kenne ich von Crazy Cavan. Hier hält sich die Band an eine 50er-Jahre Fassung mit viel Saxophon. Sie scheint Cavan’s kraftvolle Version nicht zu kennen. Dafür ist sie mir umso besser im Gedächtnis geblieben. So verwirrt mich denn dieses Stück gewaltig, obwohl ich nicht sagen kann, dass es mir nicht gefällt. Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier. Doch auch Bo Diddley’s „Pretty Thing“ kenne ich völlig anders. Dabei bewundere ich den Mut, den Musiker immer wieder aufbringen, wenn sie Stücke völlig abändern. Wie hier. Da wurde ‚ne Link Wray-Nummer draus. Nicht mein Ding – aber anders. Bei
Sally Sue Brown“ ist mir die Orgel zu augenfällig. Da hört die Begeisterung auf. Abgesehen von diesem Instrument, finde ich die CD durchaus gelungen.


Javi Garcia
A Southern Horror
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Web-Seite: www.myspace.com/javigarciamusic

Tatsächlich könnte Javi Garcia mit seiner wispernden Stimme in einem Horrorfilm mitwirken. Aber der Gesang passt ausgezeichnet zu den düsteren Balladen, die er vorträgt. „Du kannst immer mich blamieren“, meint er z.B. in „Blame Me“. „Ich habe Rechnungen auf dem Tisch, mein Revolver liegt auf dem Regal – wir müssen sprechen. Hab‘ keine Angst. Wir werden uns nicht streiten“ singt er woanders. Echt beruhigend, die Gedanken dieses Künstlers, nicht wahr? Dem Songwriter Javi Garcia gelingt es ständig, seine spöttischen, zynischen und wohl auch ehrlichen Lyriken in entweder todtraurige Balladen oder rockige Country Musik zu verpacken.
Wieder ein Texaner, der’s voll drauf hat.

Solche Nummern wie „Last Waltz“ müssten eigentlich unvergesslich sein. So kann ich nur hoffen, dass sie die heutige schnelllebige Zeit unbeschadet überstehen.

Joe Meadows : Cotton Eyed Joe
Joe Meadows
Cotton Eyed Joe
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Mit dem Titel seiner CD eröffnet der Bluegrasser Joe Meadows aus Maryland den Reigen. Und setzt von Anfang an einen hohen Standard i.S. Old-Time Fiddlin‘ bzw. Bluegrass Fiddlin‘. Unglaublich schnell und präszise bewegt er die Füsse, ob man will oder nicht. Instrumental gehalten, lässt der Tonträger keine Langeweile aufkommen.



The Screamin Yeehaws
The Bottle & The Band
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Jason & The Scorchers oder The Pogues scheinen hier die Vorreiter gewesen zu sein. Für den Sound der Screamin‘ Yeehaws benötigt man sicherlich eine gewisse Vorliebe bezüglich Lautstärke, Pogo oder Punk. Nick Bone, Schlagzeuger von
Red Eye Gravy, führt die irre Truppe an. Für mich besitzt lediglich der Song „Hurtin Game“ einen gewissen Reiz. Für die restlichen Nummern scheint mir der Humor oder die notwendige Zerstörungswut zu fehlen.



Pat Cummins

Classics with a Twist
Erhältlich:
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Mit der spanischen Gitarre gross geworden, ging mir bereits der erste Song von Pat Cummins so richtig ins Ohr.
Awakening”, das zweite Stück, hat einen keltischen Einschlag.

Dauphin”, der nachfolgende Song, klingt griechisch. Es folgen noch Ausflüge in den Rock, ein rassiger Weihnachtstitel und Zigeunermusik. Den Abschluss macht erneut ein Rock Stück. Trotz den vielen Wechseln finde ich die CD nicht etwa unausgegoren, sondern spannend. Und Pat Cummings besitzt eine wiedererkennbare, einzigartige Stimme.



The Electric Trains
Put the Track Back
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The Electric Trains sind eine vielversprechende, von Blues beeinflusste Gruppe. Sie sind eher auf der Folkseite anzusiedeln. Hier winken Harmonien, satte Gitarrenriffs, Erzählungen, die’s in sich haben und ein Leadsänger mit angenehmer Stimme.

Instrumental sind mal akustische, mal verstärkte Gitarre, aber auch Kontrabass zu hören.



Trent Wagler & Jay Lapp
Uncloudy Day
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Zuerst fällt mir auf, wie gekonnt und bewusst Trent Wagler & Jay Lapp ihre Instrumente einsetzen. Für mich gehören diese beiden Jungs bereits zur Elite der Country Musiker. Dabei sind die Songs, die die Musiker auswählen, nicht unbekannt. So eröffnet “Swing Low, Sweet Chariot” den Reigen. Dem folgt “John Hardy”, abgelöst von
The Cuckoo”. Eigenständige, ungewöhnliche Versionen entstehen dank dem grossen Talent dieser zwei Musiker, Rohdiamanten gleich.



Meghan Dudle
You Are Always In My Dreams
Erhältlich: www.cdbaby.com (Sampler)

Meghan Dudle offeriert Old Time Fiddlin’ vom Feinsten.
Dies mag zwar auf die Dauer langweilen, doch nur jene, die nicht begreifen, wieviel Können und Liebe es dazu braucht.



Grubbs & Imes
Song Evangel
Erhältlich: www.cdbaby.com (Sampler)

Auch Grubbs & Imes lassen sich mit der Skala normaler Massstäbe messen. Viel Hall, viele Harmonien und akustische Gitarren neben zarten Mandolinen, beinahe sphärenhafter Sound also, ist ihnen eigen. Der sentimentale Touch mag zwar nicht jedermanns Sache sein, doch mir gefällt er.



Toe Sucking Cowgirls
Thirteen Thongs
Erhältlich: www.cdbaby.com (Sampler)

Da hat wohl Angel Dean als Patin fungiert. Nicht nur das Snare Drum, der Hang zum Western Swing oder die starke, tiefe Stimme der Sängerin sprechen dafür. Unglaublich aber wahr: Die Band kommt aus dem Land der Wallabies. Sieht aus, als hätte man Downunder eine Ahnung von Hillbilly Musik. Und offeriert diese artgerecht.


Judy Woodall & Muletrain
i Hear Music in the Air

Erhältlich: www.cdbaby.com (Sampler)

Unglaublich spielfreudig sind hier Judy Woodall & Muletrain. Schade, bietet die Band hier nur 4 Stücke an….aber die versprechen einiges. Oder alles. Mit dabei
The Bluebirds Are Singing For Me” von einer Rockabilly Gitarre begleitet. Würde “Country Politickin'”, der letzte Song, heutige Country Musik verkörpern, wäre sie ein Gewinner und würde nie und nimmer auf der Verliererliste stehen.


Jim Lauderdale
Patchwork River
Erhältlich bei:
www.jimlauderdale.com oder www.amazon.de

Schlecht ist die CD nicht. Nur eben: Kein Bluegrass, sondern Nashville Sound. Jim Lauderdale hat unbestritten viele Talente. Und eine Vorliebe für verschiedene Musikarten. Meiner Meinung nach muss er hier einfach ein bisschen Geld verdienen. Damit ist er nicht der einzige Nashville Musiker, der imstande ist, für x-ig Mäuse sich selber zu verraten. Bei mir lässt diese CD einen schalen Geschmack im Mund zurück. Hier wandert Jim auf Marty’s (Stuart’s) Pfaden. Und das hat er meiner Meinung nach genauso wenig nötig, wie jener. Aber da ja weitgehend bekannt ist, dass man von Bluegrass alleine nicht leben kann (ausser, man bewegt sich im progressive Bereich und auch dort werden nicht alle Fans glücklich mit der Wende sein), sehe ich das hier als etwas, das ich möglichst schnell vergesse. Und verzeihe.

Es gibt übrigens kein einziges Stück auf der CD, das ich ehrlichen Gewissens empfehlen könnte. Ganz im Gegenteil: Auf der amerikanischen Amazon Seite (
www.amazon.com) gab’s Sampler und die konnte ich teilweise nicht schnell genug wieder ausblenden.



Les Sampou
Lonesomeville
Erhältlich bei: www.lessampou.com (Sampler)

Sehr sinnlich, mit Orgel, starkem Schlagzeug und elektronischer Gitarre zeigt sich hier die Dame Les Sampou. Vergleichbar etwa mit dem Sound von Joan Jett oder einer Alannah Myles rockt sie, was das Zeug halt. Doch auch hier werde ich den Eindruck des Kommerzes nicht los. Finde aber durchwegs interessante instrumentale Ausflüge ins Niemandsland bei Stücken wie “Long Hard Train”, einem ziemlich unberechenbaren Stück. Kanada’s Rockröhre Melissa Etheridge lässt grüssen…..



The Sadies
Darker Circles
Erhältlich bei:
www.maplemusic.com (keine Sampler, dafür mit Autogramm)

Ich mag die Sadies. Nicht zuletzt, weil sie eine Vorliebe für Hot Rods und Big Daddy Roth haben. Ihr Sound ist eingängig, rassig und einfach nur gut. Selbst wenn sie sich ab und an eher auf der Rock, ja gar auf der Beat Seite bewegen, halte ich mich eben an die guten Songs wie ”Another Day Again”. Höhepunkte auf dieser CD machen hier zwei Songs, die mich an die Nitty Gritty Band erinnern: “Postcards” und “Choosing To Fly”.


Ethyl and the Regulars
Killer
Erhältlich bei:
www.ethylandtheregulars.com/
Sampler:
www.myspace.com/ethylandtheregulars

Die Sampler auf der My Space Seite überzeugen. Hoffen wir, dass die Band aus Denver, Colorado, ihr Versprechen mit obiger CD halten kann. Honky Tonk ohne Laut zu sein, voller Spass, mit Steel Gitarre, Schlagzeug und viel Rasse. Der Gesang ist nicht immer Klasse, der Sänger erinnert ein wenig an Jason Ringenberg. Doch der musikalische Stil ist Spitze.



Jayc Harold
where do I go from her
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Tja. Nashville entdeckt Bakersfield. Etwas spät dafür. Jayc’s Stimme kann nicht immer mit den gewählten Songs und der Begleitmusik mithalten, doch schlecht ist der Stil von Buck Owens nie gewesen. Und Jays’s CD ist auch nicht übel.



The Butler Brothers
Psychedelic Cowboys
Erhältlich bei:
www.cdbaby.com (Sampler)

Eine originelle Band aus Kanada. Mittels Bluegrass, Blues und Honky Tonk sowie einer feinen Prise Rock’n’Roll brauen die Jungs ihr ganz eigenes Stew. Eine tolle Nummer ist
Country Boy”, ein rassiger Rock’n’Roll mit Piano und Stratocaster. Dem gegenüber steht die wunderschöne Ballade “Wildwood Chinese Café” – leider mit Orgel. “Holy Lightning” ist erneut im Rock’n’Roll Stil gehalten – laut und unglaublich temperamentvoll.


The Vinegar Creek Constituency
Angel of the Last Waltz
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

Wer sich auf keine Sentimentalitäten einlassen will, dem sagt die CD von Vinegar Creek sicherlich nichts. Unglaublich tiefsinnig, beinahe esoterisch, zeigt sich der Sänger. Die Musik ist eher Folk, denn Country Musik. Stark ist die Band in den eigensinnigen Harmonien, dem Mundharmonikaspiel und dem ebenfalls einzigartigen Banjospiel. Dazu kommt die düstere, lasche und raue Stimme des Sängers. In einem Garten wäre diese CD eine Rose. Eine der Schönsten, die dort blüht. 6 Sterne Deluxe, sozusagen.




Red Eye Junction
Better Days
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Die Stimme des Sängers ist wiedererkennbar, bzw. äusserst ungewöhnlich. Aber mit der Zeit findet man, wie am ganzen Sound der CD übrigens, Gefallen daran. Die CD ist ausge-zeichnet produziert, der Klang könnte nicht besser sein. Dazu passt die eher traditionelle Begleitung, bestehend aus Steel-Gitarre, Schlagzeug, elektrischer Gitarre und elektrischem Bass.



Gal Holiday & The Honky Tonk Revue
Set Two
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Und hier wieder eine Frauenstimme, die viele in den Schatten stellt. Sie ist traditionell, dem Honky Tonk gewidmet. Das Mädchen Gal Holiday weiss damit umzugehen. Grossartige Musik – für einmal nicht aus Texas, sondern aus New Orleans. Absolut empfehlenswert – nicht nur für Honky Tonk Fans, auch für Liebhaber von Sängerinnen wie Patsy Cline.


John Johns
Where Eagles Fly
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John Denver lässt grüssen. Dieselbe Sensibilität, dieselbe Zartheit geht von John Johns aus. Die Mehrheit der Stücke sind akustisch gehalten, einige jedoch elektrisch. Musik für ruhige, besinnliche Stunden.



The Coleman Brothers & the Lone Star Boys
Second Time Around
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Eine schöne, traditionelle Bluesgrass-CD, vorwiegend rassig gehalten. Ich bin froh über Stücke wie
Old, Old House” oder “Loving You Too Well” bzw. “My Deceitful Heart” – getragene, traurige, leidenschaftliche Lieder eben. Sie kommen meinem Geschmack entgegen. Die hier vorliegende CD ist eine gute Arbeit zweier exzellenter Bluegrass-Bands. Eine ausgezeichnete Idee – mögen ihr viele andere Bands nacheifern.



Muddy River String Band
Down By The River
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Hier ist nicht nur das Cover gelungen – auch die Musik geht ins Ohr. Die einzelnen Band-mitglieder wechseln sich am Gesang ab – immer zu Old-Time Sound, wohlverstanden. Und die Nummern drehen sich allesamt um das Leben am Fluss. So stellt man sich denn, egal wie die Titel auch immer ausfallen, den Fluss dazu lebhaft vor.



Rudy Chalard
Staying Gone
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Über den Gesang Rudy Chalard’s habe ich nicht viel zu berichten. Ich wünschte, er würde beim Gitarrenspiel bleiben und nicht noch mitkrächzen. Der Stil des offensichtlichen Greasers hat leidlich wenig mit Rockabilly zu tun. Viel mehr hält er sich an Tex Mex. Bei
Little People” z.B. auch an Mundharmonika. Für mich hat die CD nichts mit Rock’n’Roll zu tun. Zwar sind vereinzelt Ansätze zu erkennen, aber nur schwach. Und so ist denn auch, abgesehen mal vom Gitarrenspiel, Rudy Chalard’s Tonträger für mich nicht ein Stück, das ich unbedingt zur Ergänzung meiner CD Sammlung benötige.