CD NEWS Juni 2008 akt am 17.6.2008

 

Jim Stringer

Triskaidekaphilia

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

Als Jim Stringer 1960 zum ersten Mal auftrat, hat er Duane Eddy’s ‚Rebel Rouser’ gespielt. Mit den Jahren konnte er seinen Gitarrenstil und sein musikalisches Vokabular verbessern, doch die Wurzeln sind noch immer präsent und äusserst wirksam. So macht denn eben jenes ‚Rebel Rouser’ die Eröffnungsnummer vorliegender CD.

 

60 Jahre hat Jim Stringer auf unserem Planeten verbracht. Mit seiner neuen Arbeit feiert er die Musik, die Menschen, das Leben und die Liebe, die ihn in dieser Zeit begleiteten.

 

Ein Traditionalist und ein guter dazu. Und auf dem Cover sieht er aus, wie Big Mon, nicht wahr?

 

 

Pete Yorko

The Bigger Picture

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

Pete Yorko begann ausserhalb von Cleveland, Ohio, Musik zu machen. Breit machte er sich in der Musikszene ab 2003. Über den wilden, Schlagzeugspielenden Sänger von Cleveland's Lords of the Highway, wird viel gesprochen.

2004 begann er, als Ein-Mann-Band aufzutreten und hat gegenwärtig in Baltimore, Maryland, seine Zelte aufgeschlagen. Hier trat Pete mit den Hackensaw Boys, Scott H. Biram, Slim Cessna's Auto Club, Joe Buck u.v.m. aufgetreten. Pete graste die musikalischen Weiden von New England bis in den Südwesten hin ab. Zur Zeit arbeitet Pete für NYC's Psycho Charger als Schlagzeuger. Pete Yorko’s Musik setzt sich aus Punk, Country, Blues und anderen Old Time Musikstilen zusammen.  

 

Das Album „The Bigger Picture“ macht Pete Yorko’s Debüt-Album. Es besteht zur Hälfte aus Studio-, zur anderen Hälfte aus Home Aufzeichnungen.

 

Pete Yorko ist ein grossartiger Künstler. Keiner, der eine grosse Sache aus sich macht und ganz offensichtlich den grössten Spass daran hat, als Einmann-Orchester aufzutreten. Mehr ist gar nicht nötig, wenn man solche Qualitäten aufzuweisen hat.

 

 

 

J.D. King

Here’s J.D. King

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

J.D. King ist ein definitives Testament für eine Macht, deren Wille es ist, die einstige Musik auf die gute alte Weise zu rekapitulieren. Mit seinem durchdachten, unglaublich direkten Material kann J.D. die Vergangenheit genaso wie die Gegenwart präsentieren. J.D. macht Gebrauch von seiner Gitarre und der Mundharmonika, um sich auszudrücken.

 

Eine unglaublich starke CD. Er sieht nicht so aus, dieser J.D. doch er hat’s echt drauf. Wunderschön, entspannt und und eindringlich kommt J.D.’s Musik daher. Ein grosses Glück, dass es noch Künstler wie diesen hier gibt.

 

 

 

The Black Eyed Susies

Jugs Of Gin

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

Die Black Eyed Susies kommen aus Trumansburg, NY. Sie swingen wie die Andrew Sisters, sind dabei aber so träge, dass sie äusserst laziv wirken. Appalachen-Musik vom Feinsten.

 

 

Jerry Reed

Finger Dancing

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

In Europa ist Jerry Reed wohl eher durch die Spielfilme „Bandit“ mit Burt Reynolds und Sally Fields bekannt geworden. Unter ging leider, welch exzellenter Fingerpicker Jerry ist.

Hier hat er sich von der Riverdance-Show inspirieren lassen – nur lässt Jerry, der Humorvolle, nicht die Beine, sondern die Finger tanzen. 

 

 

 

DONAL HINELY: Blue State Boyf

Donal Hinely

Blue State Boy

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

Donal Hinely beweist mit seiner CD, dass er ein grossartiger Komponist ist. Egal, ob er sich nur auf seiner Klampfe begleitet, ein leises Cello im Hintergrund wirkt oder ein Schlagzeug: Er scheint immer völlig entspannt und selbstsicher zu sein und immer - nun ja - bedeutend. Am Schönsten finde ich den letzte Song: "Wind Of Change". Simplizität macht das halbe Leben eines grossartigen Songwriters aus - zumindest wenn es sich um ein Genie wie Donal Hinely handelt.

 

 

JONATHAN BYRD: The Law and the Lonesome

Jonathan Byrd

The Law and the Lonesome

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

Während sich die Kinder von Country-Stars und Songwriters momentan grossartig feiern lassen, zelebrieren sich die wahren Könner selber auf CD. Wie Jonathan Byrd, zum Beispiel.

Jonathan wirkt immer ein wenig einsam, ein wenig verlassen, ein bisschen düster. Andauernd scheint aber sein Talent zu sein.

Auch hier einer, der durch Einfachheit glänzt. Manchmal nur von der Gitarre begleitet, setzt Jonathan sein Können auf betörende, sanfte Art um.

Anspieltipp: "Fifth Wheel". (Doch nur für Leute, die sich ihrer Tränen nicht schämen).

 

 

 

 

Justin Trevino

Before You Say Amen

Erhältlich bei: www.amazon.de (Sampler)

 

Schon lange wollte Justin Trevino  ein Gospel Album mit Steel Gitarre, Fiddle und grossartigen Songs machen. Jetzt ist es erhältlich. Justin's Werk (anders kann man es nicht bezeichnen) besteht aus alten Standards und neuen Songs, die unter seinen Fans sicherlich schnell zu Favoriten werden.

 

Dieser junge Mann erstaunt mich immer wieder. Erstens, weil er so wenig (äusserlich betrachtet) einem 'typischen Country Star' entspricht. Zweitens, weil er so viel Genie intus hat. Sämtliche Stars der 50er Jahre vereinen sich in Justin Trevino. Da klingen Wynn Stewart, Webb Pierce, Don Gibson, Carl Smith, George Jones etc. nach.  Sam Bush hat meine Meinung weitaus treffender ausgedrückt: "Er war mein grösster Fan - bis ich ihn singen hörte. Dann wurde ich zu seinem Grössten."

 

 

 

 

 

 

Justin Trevino

The Scene of the Crying

Erhältlich bei: www.amazon.de (Sampler)

 

Nochmals eine Arbeit von Justin - weil er einfach gut ist.

 

 

 

Texas Steve & The Git Gone Trio

At Your Door!

Erhältlich bei: www.wildpresents.com

Web-Site: www.myspace.com/texassteveandthegitgonetrio (Sampler)

 

Eine der besten Bands, die in letzter Zeit hörte - wenigstens auf CD - sind Texas Steve & The Git Gone Trio aus Alameda, Kalifornien.

Texas Steve kann es problemlos mit Sängern wie Sanford Clark aufnehmen - und das will 'was heissen!

Wobei wieder einmal gesagt werden muss, dass der Tonträger auch einmalig gut abgemischt ist. Man hört jedes Instrument dadurch kommt der Gesang umso mehr zur Geltung.

 

 

 

John Hartford

The Walls We Bounce Off Of

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

John Hartford ist und war eines meiner grossen Idole. Nicht nur, weil wir dieselbe Leidenschaft für Raddampfer und Mark Twain teilten. John Hartford war mutig, ohne sich je dem Mainstream zu ver­schreiben. Er experimentierte mit der Fiddle und dem Banjo, wobei er mehr oder weniger im Old-Time Stil musizierte. Zugegeben, er war kein grosser Sänger. Aber er besass Humor, Ironie, Talent, Fantasie und die Liebe zur Musik wie auch die Liebe zum Leben. So wirft denn diese CD einmal mehr den Scheinwerfer gekonnt auf John Hartford's Genie. Auf den Star John Hartford, den Künstler und den Humoristen - mal am Clawhammer Banjo, mal an der Fiddle.

 

 

 

John Hartford

No End Of Love

Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)

 

Hier ist u.a. John Hartford's grosser Hit, "Gentle On My Mind" mit von der Partie.

 

 

 

The Buckshots

3 Jacks High

Erhältlich bei: www.thebuckshots.net (Sampler)

 

Die Buckshots starten ihre neue Arbeit mit einem Rockabilly, den ich als "nervös" bezeichne. Er ist so schnell, dass mir persönlich die Lust daran genauso schnell vergeht. Man weiss nie, wollen die Jungs sich einfach möglichst schnell fehlerlos durch die Nummer bringen oder möchten sie einfach prinzipiell so voranwuseln ....Partymusik für Nervöse, würde ich sagen.

Songs wie "Bad Bad Boy" sind dagegen absolut gelungen und hörenswert. "Duanes Blues" zum Beispiel ist sogar originell. Der Swing wirkt hier dank einer Trompete richtiggehend anrüchig. "Honey Bee" dürfte die Chicks bei Live-Konzerten zum mitsingen animieren. Ein Heuler, sozusagen. "The Joint Is Jumping Wide" bewegt sich auf dem schmalen Grat zwischen dem nervösen und dem absolut fantastischen Rockabilly. Ich entscheide mich hier für die zweite Möglichkeit. Ich mag den Chor, die Jungs, die offensichtlich alles geben und voll hinter dem stehen, was sie da tun. Selbst das Sax passt rein. "The Devils Plan" orientiert sich am unverkennbaren englischen Sound, den ich so mag und an dem sich meine Teenager-Zeit orientierte. Long Live Cavan & Co.!

"Down To Hell" - was soll das, zur Hölle, bitte sehr sein? Da orientiert sich eine schwedische Band an einer deutschen, denke ich. Muss das sein? "Sweet Misery" ist erneut eine typische, starke Rockabilly-Nummer . Eine gelungene Mischung aus 50's und Americana, wenn man denn so will. "I Can Touch The Moon" - ein Piano-Rocker mit Cajun-Feeling. Dieses Stück ist einzigartig und wird sofort zu meinem Favoriten erklärt. Bei "True Love" mag ich nur den Takt. "Do The Boogie" ist wieder ein Party-Rocker zum Mitsingen. "I Hope I'll Meet You Soon" ist ein Ausrutscher der Sonderklasse. Schade. Die CD hätte  nicht auf diese Weise ausklingen müssen. Eine Schnulze, die zu Tode langweilt..... Tipp: Man hört sich den Tonträger wieder von vorne an - und lässt das letzte Stück einfach weg.

 

 

The Reno Brothers

90 Miles To Reno

Erhältlich bei: www.rockabilly.nl

Sampler auf: www.renobros.nl

 

Die Reno Brothers machen seit 1998 Rockabilly Musik. Rechtzeitig zum 10-jährigen Jubiläum haben sie eine neue CD auf den Markt gebracht. Die Stimme von Rogier Hermans weist den jungen Mann eindeutig als Elvis-Fan aus. Widmen tut sich die Band zum Glück höchstens dem anfänglichen Rockabilly-Stil des Kings. The Reno Brothers sind eine typisch holländische Rockabilly-Combo. Denn dieses Land zeichnet sich durch eine hohe Qualität i.S. Rockabilly-Musik aus. Die Reno Brothers jedenfalls beweisen diese Aussage ohne sich besonders anstrengen zu müssen.

 

 

Bill Fadden & The Mostly Losers

Looking For Some Happiness

Erhältlich bei: www.rockabilly.nl

 

Nun ja. Bill Fadden ist seinen Fans bekannt als Chef der Silvertone Flyers. Hier aber tritt er mit einem anderen Ensemble auf. Entstanden ist die CD auf lustige Art und Weise. Alan Wilson, Besitzer des Western Star Studios, lud Bill über Ostern zu sich nach Hause ein. Bill traf auch ein - mit 2 Sombreros und einer Flasche Tequila bewaffnet. Die Ausstattung hatte, so sei hier erwähnt, auch einen Grund: Alan Wilson kam gerade von einem Urlaub aus Mexiko zurück. 2 Freunde wurden hinzugezogen, die den Jungen bei seinen musikalischen Ausflügen zu Gunsten von Alan's Studio begleiten sollten. Doch zuerst mussten die Songs stehen.....Eines Morgens, nach etwas zu viel Tequila, hatte Bill den Anfang eines Titels über ein mexikanisches Gefängnis geschrieben. Doch der Name für das Gebäude musste her. Im Internet wollte man fündig werden. Was man fand, war ein Chatroom. Thema: Mexiko. Bill und Alan eröffneten das Gespräch, indem sie fragten, wer gerade präsent sei. 'Mostly Losers' war die über­­raschende Antwort.

 

Eine wunderschöne, tolle CD...mit Hillbilly/Rockabilly vom Feinsten. Ganz, ganz toll.....ich wünschte, auf andere Stars hätte Tequila dieselbe Wirkung wie auf Bill Fadden. Übrigens wurde aus dem vorgenannten Stück der "Le Mesa Prison Blues".

 

 

 

Johnny Bush

Kashmere Gardens Med

Erhältlich bei: www.johnnybush.com/merchandise (Sampler)

 

Kaum hat sich Johnny Bush's Stimme erholt, präsentiert er eine CD mit Titeln, die einem Country-Musik-Gourmet auf der Zunge vergehen. Darunter sind: "I'll Sail My Ship Alone", "Born To Lose", "Pancho And Lefty" und "Jole Blon". Alleine die Titel-Auswahl macht Lust auf mehr. Und dann noch von Johnny Bush!! Plötzlich ist der Honky Tonk Himmel ganz nah....

 

 

 

Red Jenkins

Neon Bible

Erhältlich bei: www.redjenkins.com (Sampler)

 

Red Jenkins hat sich ganz der Tradition verschrieben. So bereist der Schwede denn regelmässig in die Staaten, um dort z.B. in Dallas aufzutreten und Freunde zu treffen. Kein Wunder, hält er sich  musikalisch an den Stil, dem er ansonsten frönt: Honky Tonk.

Diese CD wurde in San Antonio, Texas, produziert. Und genau so klingt sie auch. Gute, texanische Musik halt. Ohne Schnörkel und grundehrlich.

 

 

 

Jeff Griffith

If It Ain't One Thing It's Another

Erhältlich bei: honkytonkin.com

Web-Site: www.jeffgriffith.net (Sampler)

 

Jeff Griffith trifft's auf den Punkt. Mit seiner Debüt-CD dürfte er sich bei Country Fans einen Platz in der ersten Reihe sichern. Ganz einfach deshalb, weil er sich an das übliche Muster hält. Ganz anders bei den ersten 3 Samplern. Die stimmen rundum. D.h. der Gesang, die Musik, der Sound. DAS ist Country Musik. Wie sie immer sein sollte - und müsste.

 

Doch dann schlägt das Wetter um - leider. "Tonight Was Made For The Two Of Us" gehört auf keine CD, die für Honky Tonk steht. Was soll das? Will sich Jeff Griffith hohe Verkaufszahlen sichern? Der letzte Sampler, das Titelstück, ist zwar ein hübscher Rock'n'Roll - doch auch hier habe ich das Gefühl, dass sich dieser Musiker eher die Sympathie von Line-Dancers sichern will, als diejenige der Honky Tonker. Sei's drum.

 

 

 

 

 

 


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