CD News Juli 2008
Mitte Juli

Rebecca Henricks
Sunday Morning
Erhältlich bei:
www.cdbaby.com (Sampler)
Was mich vom ersten Ton an beeindruckte, war die Musik. Und dass hier eine
Interpretin ist, die ihre CD zwar mit einem Song von Patsy Cline eröffnet,
dieser aber nicht nacheifert.
Und während „Just A Closer Walk With Me“ wie eine texanische
Hillbilly-Version der heutigen Zeit klingt, hält sich „In The Sweet By And
By“ an Bluegrass. Dass sich Texaner ganz wesentlich von Nashville abheben,
wird immer deutlicher klar. Auch Rebecca Henricks macht da keine Ausnahme. Das
Resultat ist eine moderne Bluegrass-CD. Trotzdem wage ich zu behaupten, dass
ich James Kings’ „In The Garden“ bedeutend besser mag, als Rebecca
Henrick’s Kopie.

Eve Selis
Angels And Eagles
Erhältlich bei:
www.cdbaby.com (Sampler)
Eve Selis’ „Angels And Eagles“ besitzt Potential. Die Stimme erinnert mich an
Melissa Etheridge, die Rock-Lady. Eve Selis ist aber da sanft und leise, wo
Melissa rockt. Sie klingt entspannt, legt Gewicht auf die Lyriken und lässt
diese beinahe folkmässig, ab und an bluesig, wirken. Zwischendurch hat Eve
Stücke eingewoben, die für mich etwas zu kommerziell klingen, doch ich denke
gerne nach, wenn ich Musik höre. Eve Selis erfüllt mir diesen Wunsch.

Clear Creek Stringband
Erhältlich bei:
www.cdbaby.com (Sampler)
Vorab: Der Tonträger ist schlecht produziert. Das hoffe ich wenigstens für die
Band, denn der Gesang, so gut die Stücke sind, kommt nicht durch. Die Sänger
halten sich allesamt zurück und lassen sich von der Instrumentierung übertönen.
Wobei die Mandoline die Führung übernimmt. Schade, denn die Songs regen alle
zum Mitsingen an.

Bert David Newton
Bert David Newton "live"
Erhältlich bei:
www.cdbaby.com (Sampler)
Wer sich hier an einen der grössten Country-Stars seiner Zeit erinnert, darf
sich nicht wundern. Denn die Begleitband ist in der Tat Waylon’s. Grossartig
ist hier vor allem die Mundharmonika. Dem Gesang kann ich weniger abgewinnen.
Der junge Mann hat zwar eine tiefe, angenehme Stimme – aber leider auch eine
eintönige. Dies zeigt sich denn vor allem bei Waylon’s Stücken, etwa „Lonesome,
Onry And Mean“. Tja. Nett, dass ihn jemand zu kopieren versucht, den
Outlaw. Nur: Es bleibt beim Versuch.

The Gibson Brothers
Long Forgotten Dream
Erhältlich bei:
www.cdbaby.com (Sampler)
Die Gibson Brothers, von vielen geschätzt und bejubelt, probieren sich hier an
den Louvin Brothers. Wenn sie ihre Harmonien vortragen, mögen sie einigermassen
erfolgreich sein. Trotzdem können sie nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie
als Leadsänger einiges zu wünschen übrig lassen. Die Stimmen sind – einzeln,
wohlverstanden – schlichtweg nicht stark genug, um zu überzeugen. Was bei
vorstehender CD gilt, gilt demnach auch hier: Netter Versuch.

The Gibson Brothers
Spread Your Wings
Erhältlich bei:
www.cdbaby.com (Sampler)
Wer sich von vorstehendem Tonträger überzeugen liess, wird auch an diesem hier
Spass haben. Was ich an den Gibson Brothers am Meisten mag, ist das Dobro und
ihre Harmonien.

Finders & Youngberg
Keep Your Suitcase Packed
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www.cdbaby.com (Sampler)
Die Finders kommen aus Galena, Illinois und liessen sich in Iowa City nieder,
wo sie jahrelang die Americana-Szene anführten.
Vor Kurzem bereisten sie den Westen, um Amy (Gesang, Mandoline) und Mike
(Gesang, Gitarre und Mundharmonika) musikalisch zu unterstützen.
Eine einzigartige Arbeit – egal, ob es um Bluegrass, Blues oder Folk geht. Die
Jungs und das Mädels haben’s voll drauf.

Tom E. Doyle
Homecoming
Erhältlich bei:
www.cdbaby.com (Sampler)
Tom E. Doyle klingt ein bisschen wie Sleepy LaBeef. Doch während sich jener an
traurige Liebeslieder, Rockabilly und Blues hält, gibt sich Tom E. Doyle mit
Gospel ab. Leider fehlen die Harmonien, der Gesang lässt Schwächen zu, doch die
Musik ist traditionell, wie sie traditionell nur sein kann und das Dobro ist
klasse. Schön.

The Waller Brothers
The Old Photograph
Erhältlich bei:
www.cdbaby.com (Sampler)
Was bei den Gibson Brothers gilt, gilt leider auch bei den Waller Brothers: In
den Harmonien sind sie grossartig, als Leadsänger nicht überzeugend. Zwar
besitzen diese 2 Jungs hier mehr Überzeugungskraft und bei den Refrains sitzen
die Töne, doch tadellos sind sie nicht. Dafür ist die Songauswahl gelungen und
sie scheinen Spass an dem zu haben, was sie tun.
Anspieltipp: „That Lonesome Book Of Time“.

Steve Hilton
Rider On The Rim
Erhältlich bei:
www.cdbaby.com (Sampler)
Diese Leidenschaft, mit der Steve Hilton singt, vermisse ich bei Sängern aus
Texas, die tagtäglich auftreten und dasselbe Stimmvolumen wie Steve Hilton
besitzen. Kann sein, dass es an der Liebeserklärung an Texas liegt, am Thema
also. Manchmal klingt Steve Hilton wie die Handsome Family. Nur dort kann ich
dieselbe Leidenschaft, einen Hauch von Esoterik, erleben. Grandios.
Und da haben wir auch schon die Erklärung: Steve Hilton ist über 100 Mal als
Tänzer, Quartett-Miglied und Musikdirektor/Arrangeur aufgetreten. Das wird’s
sein. Die CD klingt wie ein Musical.

The Legend Lives On
Erhältlich bei:
www.cdbaby.com (Sampler)
5 Songs vom ‚weltbesten’ Johnny Cash-Interpreten.

Bluegrass Brethren
In His Name
Erhältlich bei:
www.cdbaby.com (Sampler)
„Half A Heart“ – Hut ab, vor Jungs, die so sanft klingen, wenn sie
überzeugen möchten. Mag sein, dass Leidenschaft unnötig ist, wenn man vom
Glauben singt. Für mich heisst das aber nicht, dass Temperament unnötig wird.
Vielleicht bin ich deshalb auch kein überzeugter Bluegrass-Gospel-Fan.

Allen’s Landing
Dimming Of The Day
Erhältlich bei:
www.cdbaby.com (Sampler)
„House Of Gold“ ist eines der imponierendsten Stücke der
Bluegrass-Musik. Wenigstens für mich. Die Nummer sollte ins Repertoire einer
jeden Bluegrass-Band aufgenommen werden, die etwas auf sich hält und ihre
Qualitäten herausheben möchten. So wie hier Allen’s Landing. Gelungen, könnte
man sagen, ist nicht nur die Titelzusammenstellung, gelungen ist hier einfach
alles: Die Harmonien, die Musik, die einzelnen Stimmen.
Anspieltipp: „Shennandoah Valley Waltz“.

Ninth Street Bridge
Goin’ Home
Erhältlich bei:
www.cdbaby.com (Sampler)
Lasziv räkelt sich die Eröffnungsnummer von Ninth Street Bridge, „Fish Are
Bitin’“ durch’s Gehör. Keine Ahnung, ob man sich beim Fischen so fühlt,
wenn doch, kann ich dem Sport plötzlich ‚was abgewinnen. Trotzdem steht mir „Old
Man“ näher. Dieser Südstaaten-Rock präsentiert das Alter nicht etwa auf
einem Silbertablett, er hält ihm einen Spiegel hin und setzt sich knallhart mit
ihm auseinander. „Goin’ Home“, die Titelmelodie, beginnt wieder spannend
und artet in ein Outlaw-Stück mit viel Schlagzeug, einem sympathischen Dobro
und einem rebellischen Chor aus. Ein Tonträger für Kämpfer, Rebellen, Aufrührer
und solche, die sich keine Ruhe gönnen. Sehr tiefgründig, sehr eingehend, sehr
schön.

The Drews
Strategically Interrupted Silence
Erhältlich bei:
www.cdbaby.com (Sampler)
Treffen Intelligenz und Rebellion aufeinander – was kommt dabei ‚raus? Eine
Band wie die Drews. Anspruchsvolle, von vielen Stilen beeinflusste Musik.
Manchmal hört man John Campbell’s Blues, manchmal ein paar Bluegrass-Noten der
grossen Traditionalisten. Doch immer ist es etwas Spezielles, etwas
Aussergewöhnliches, an dem sich die Drews die Zähne ausbeissen. Nette
Beisserchen, nette Happen, die sie da präsentieren.

Mayne Smith
Places I’ve Been
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www.cdbaby.com (Sampler)
Mayne Smith beginnt seinen Tonträger mit einem Liebeslied an sämtliche
texanische Bars. Gekonnt beschreibt es, was es heisst, einzutreten, sich niederzulassen
und der Musik zu lauschen. Ein Gefühl, dass jeder kennt, der schon in Texas war
– nicht wahr?
Auch hier haben wir’s sicher nicht mit dem grössten Sänger seiner Zeit zu tun,
doch ich mag den Mann dafür, dass er sich an Traditionen hält und sich daran
versucht. Die Musik ist schön, sie ist besser als ihr Interpret. Ein paar
Stücke möchte ich von Sängern wie Chuck Mead hören – nur um ‚rauszufinden, ob
sie wirklich so gut sind…..

Jim Bowman
Return Of The Singing Cowboy
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Wer immer Jim Bowman kennt, mag ihn. Kein Wunder. Songs, die nach Lagerfreuer
klingen, mit Worten, denen man nur zu gerne lauscht.

Pickerson Grinners
Seoul Mates 2007 Rated PG-1
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Die Harmonien sitzen, die Songs sind klever gewählt und zählen sicherlich zu
den Highlights der Bluegrass Musik. Oder ist „Are You Tired Of Me My
Darling“ etwa kein grandioser Vertreter der langsamen, sentimentalen
Bluegrass-Stücke?

Alan Moberg
Remember Me
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16 Alben……… soviel hat Alan Moberg, der auf Salt Spring Island lebt,
aufgenommen. Er ist im selben Album wie Dylan und macht wie dieser seit vielen
Dekaden Musik.
„Blue Bayou“ müsste nicht sein, aber sonst handelt es sich um ein
abwechslungsreiches, sympathisches Album, das Alan Moberg hier vorlegt.
Traditionelle Country Musik.

Cybrus Clarke
Upcountry Skies
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Neuerdings lebt Cyrus Clarke auf Maui. Und bereits wirkt sich Hawaii auf den
wahnwitzigen Gitarristen aus. Und nicht gerade zum Nachteil. „Jessica“,
die Eröffnungsnummer, ist ein wenig jazzig und riecht geradezu nach Ferien,
Palmen, Entspannung und Faulenzen. Auch wenn man diesen Musiker keinesfalls
‚faul’ schimpfen kann. Schön, mal ‚was anderes. Immer akustisch, mal
instrumental, mal gesungen. Und immer für den Sommer.

Tim Nielsen
Ghosts
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Tim Nielsen eröffnet seine CD mit „Baton Rouge“. Nein, nicht dem
bekannten Guy Clark-Stück. Er hat einen völlig neuen Song geschaffen, dieser Mann.
Der nicht im entferntesten an Guy den Grossen erinnert. Dennoch ist der Titel stark.
Auch hier ein Künstler, dem man gerne zuhört – weil er einiges mitzuteilen hat.

Johnny Dango &
The Stillwater Pionieers
Let’s Go Pionieering!
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Als die Country Musik noch nach Country Musik klang….da gab’s viele Stillwater
Pioniere. Heute gibt’s neben dieser einzigartigen, aussergewöhnlichen Band
glücklicherweise noch viele – allerdings nent man sie Roots Musiker,
Hillbillies oder Puristen.

Sara Petite
Lead The Parade
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Sara Petite hat Dolly Parton intus. Inklusive Temperament, wohlverstanden. Nur:
Sara lässt auch mal Rock’n’Roll einfliessen – und der ist auch nicht ohne. So
verbreitet dieser Tonträger nicht nur gute Laune, sondern flösst gleichermassen
Respekt ein. Respekt vor dem, was da noch kommen mag – und wird.

Tad Marks
Callin’ In The Dogs
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Über 30 Jahre lang zupft Tad Marks die Fiddle. Und zwar u.a.für die Del McCoury
Band, Lynn Morris Band, James King’s Band, diverse Grand Ole Opry Stars und
unzählige Songwriter. Gegenwärtig arbeitete er mit Folksänger Charlie Zahm im
keltischen, schottischen und Maritimen Kreis.
Dass dieser Mann
schon lange Musik macht, hört man bei den ersten Tönen. Welch ein Fiddler!!
Klasse.
„The Cajun Hop“ gehört in der Hitparade ganz nach vorne. Der macht
vielleicht Spass!!! Einen Moment lang gehen dabei die Sorgen, welche die
heutige Zeit mit sich bringt, flöten. Nur kurz, aber es lohnt sich…….

Water Tower String Band
The Squid And The Fiddle
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Stringbands halten’s wie die Cajun Bands: Sie snd da, um gute Stimmung zu
verbreiten. Und für den Sound, den diese Jungs hier hinbringen, würden viele
Künstler wer weiss was, tun. Das Wiedersehen – oder Wiederhören – mit dem „Worried
Man Blues“ war, dank der Version der Water Tower Stringband äusserst
erfreulich. Schade, sind Stringbands relativ rar und vielen nicht vertraut.
Clack Mountain String Band and Friends
Sorrow's End
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Und weil die Fiddles der Stringbands so einladend klingen, gleich noch eine
Band derselben Sorte wie vorstehende. Nur dass diese nicht den vollen Klang der
Water Tower Stringband aufweist. Dafür besitzt sie andere Qualitäten. Diese
Stringband hier ist zarter, die Fiddle kriegt mehr Beachtung und die Harmonien
sind wichtiger.
Eine ruhige, wie gesagt, zarte Scheibe – aber dafür sehr romantisch, gelassen
und ausgeglichen.

Pushin Rope
Murderous Songs Of
Despair
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Eine Fiddle kann auch unheimlich klingen. Bei Pushin Rope, einer
Psychobilly-Hillbilly-Bluegrass-Gruppe, z.B. Die Jungs kommen aus San Diego,
Kalifornien. Dort regnet’s durchschnittlich 2 Tage pro Jahr. Vielleicht wird
man dabei etwas verdriesslich, etwas düster – wer weiss. Und die Stimme scheint
auch etwas heiser zu werden, dort unten, an der Grenze zu Mexiko.
Nichtsdestotrotz: Der Sound ist gefällig, ungewöhnlich, treibend, ein Rhythmus
treibt den anderen an, der Gesang passt und die Fiddle hält sich zurück, setzt
aber gelegentlich kluge Akzente.

Jesse James The Country Outlaws
The Nashville Sound
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CD Baby wirbt für die CD mit „Nashville Sound“. Wer erst jetzt in die Country
Musik Szene ‚reingeschnuppert hat, lasse diesen Tonträger bitte ausser Acht.
Wer sich jedoch an die Zeiten von Conway Twitty, Porter Wagoner, etc. erinnern
kann, der weiss, was man den Nashville Sound nennt. Als Instrumente sind
unverzichtbar: Bass, Schlagzeug Lead Gitarre, Steel Gitarre, Rhythmums Gitarre
und Fiddle. Hinzu kommt ein Chor, der Sänger wird nur im Refrain von diesem
begleitet. Dominieren tut die Steel-Gitarre, gelegentlich unterbrochen von
kurzen Gitarren-Solis.

Sundown Pete & Margie Lane
In El Paso
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Dieses Paar offierert Mariachi Musik von ihrer besten Seite – verbunden mit der
traditionellen Country-Musik, gelungenen Harmonien und gutem Gesang. Eine
Hommage an Marty Robbins – eine grossartige, würde ich sagen.
Mike Cowan
Easy Chair
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Und auch hier versucht sich einer an Tradition. Allerdings einer, der sich
weder für die eine, noch für die andere Seite entscheiden kann und besser auf
der einen (ich will jetzt nicht schreiben, welcher) bleiben sollte.
Dem Gesang mangelt es an Qualtität und die Songs klingen, als hätte man sie
alle schon einmal gehört.
Anfang Juli

Rebecca Henricks
Sunday Morning
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)
Was mich vom ersten Ton an beeindruckte, war die Musik. Und dass hier eine
Interpretin ist, die ihre CD zwar mit einem Song von Patsy Cline eröffnet,
dieser aber nicht nacheifert.
Und während „Just A Closer Walk With Me“ wie eine texanische
Hillbilly-Version der heutigen Zeit klingt, hält sich „In The Sweet By And
By“ an Bluegrass. Dass sich Texaner ganz wesentlich von Nashville abheben,
wird mir immer wieder klar. Auch Rebecca Henricks macht da keine Ausnahme. Das
Resultat ist eine moderne Bluegrass-CD. Trotzdem wage ich zu behaupten, dass
ich James Kings’ „In The Garden“ bedeutend besser mag, als Rebecca
Henrick’s Kopie.

Eve Selis
Angels And Eagles
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)
Eve Selis’ „Angels And Eagles“ besitzt unbedingt Potential. Die Stimme erinnert
mich an Melissa Etheridge, die Rock-Lady. Eve Selis ist aber da sanft und
leise, wo Melissa rockt. Sie klingt entspannt, legt Gewicht auf die Lyriken und
lässt diese beinahe folkmässig, ab und an bluesig, wirken. Zwischendurch hat
Eve Stücke eingewoben, die für mich etwas zu kommerziell klingen, doch ich
denke gerne nach, wenn ich Musik höre und Eve kommt diesem Wunsch sehr nahe.

Clear Creek Stringband
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)
Vorab: Der Tonträger ist schlecht produziert. Das hoffe ich wenigstens, für die
Band, denn der Gesang, so gut die Stücke sind, kommt nicht durch. Die Sänger
halten sich allesamt zurück und lassen sich von der Musik übertönen. Vor allem
die Mandoline, übernimmt die Führung. Schade, denn die Songs sind alle zum
Mitsingen.

Bert David Newton
Bert David Newton "live"
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)
Wer sich hier an einen der grössten Country-Stars seiner Zeit erinnert, darf
sich nicht wundern. Denn die Begleitband ist in der Tat Waylon’s. Grossartig
ist hier vor allem die Mundharmonika. Dem Gesang kann ich weniger abgewinnen.
Der junge Mann hat zwar eine tiefe, angenehme Stimme – aber leider auch eine
eintönige. Dies zeigt sich denn vor allem bei Waylon’s Stücken, etwa „Lonesome,
Onry And Mean“. Tja. Nett, dass ihn jemand zu kopieren versucht, den
Outlaw. Nur: Es bleibt beim Versuch.

The Gibson Brothers
Long Forgotten Dream
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)
Die Gibson Brothers, von vielen geschätzt und bejubelt, probieren sich hier an
den Louvin Brothers. Wenn sie ihre Harmonien vortragen, mögen sie einigermassen
erfolgreich sein. Trotzdem können sie nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie
als Leadsänger doch einiges zu wünschen übrig lassen. Die Stimmen sind –
einzeln, wohlverstanden – schlichtweg nicht stark genug, um zu überzeugen. Was
bei vorstehender CD gilt, gilt aber auch hier: Netter Versuch.

The Gibson Brothers
Spread Your Wings
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)
Wer sich von vorstehendem Tonträger überzeugen liess, wird auch an diesem hier
Spass haben. Was ich an den Gibson Brothers am Meisten mag, ist das Dobro und
wenn sie zweistimmig singen.

Finders & Youngberg
Keep Your Suitcase Packed
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)
Die Finders kommen aus Galena, Illinois und liessen sich in Iowa City ieder, wo
sie jahrelang die Americana-Szene anführten.
Vor Kurzem bereisten sie den Westen, um Amy (Gesang, Mandoline) und Mike
(Gesang, Gitarre und Mundharmonika) musikalisch zu unterstützen.
Eine einzigartige Arbeit – egal, ob es um Bluegrass, Blues oder Folk geht. Die
Jungs und das Mädels haben’s voll drauf.

Tom E. Doyle
Homecoming
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)
Tom E. Doyle klingt ein bisschen wie Sleepy LaBeef. Doch während sich jener an
traurige Liebeslieder, Rockabilly und Blues hält, gibt sich Tom E. Doyle mit
Gospel ab. Leider fehlen die Harmonien, der Gesang lässt Schwächen zu, doch die
Musik ist traditionell, wie sie traditionell nur sein kann und das Dobro ist
klasse. Schön.

The Waller Brothers
The Old Photograph
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)
Was bei den Gibson Brothers gilt, gilt leider auch bei den Waller Brothers: In
den Harmonien sind sie grossartig, als Leadsänger nicht überzeugend. Zwar
besitzen diese 2 Jungs hier mehr Überzeugungskraft und bei den Refrains sitzen
die Töne, doch tadellos sind sie nicht. Dafür ist die Songauswahl gelungen und
sie scheinen Spass an dem zu haben, was sie tun.
Anspieltipp: „That Lonesome Book Of Time“.

Steve Hilton
Rider On The Rim
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)
Diese Leidenschaft, mit der Steve Hilton singt, vermisse ich bei Sängern aus
Texas, die tagtäglich auftreten und dasselbe Stimmvolumen wie Steve Hilton
besitzen. Kann sein, dass es an der Liebeserklärung an Texas liegt, am Thema
also. Manchmal klingt Steve Hilton wie die Handsome Family. Nur dort kann ich
dieselbe Leidenschaft, einen Hauch von Esoterik erleben. Grandios.
Und da haben wir auch schon die Erklärung: Steve Hilton ist über 100 Mal als
Tänzer, Quartett-Miglied und Musikdirektor/Arrangeur aufgetreten. Das wird’s
sein. Die CD klingt wie ein Musical.

The Legend Lives On
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)
5 Songs vom ‚weltbesten’ Johnny Cash-Interpreten.

Bluegrass Brethren
In His Name
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)
„Half A Heart“ – Hut ab, vor Jungs, die so sanft klingen, wenn sie
überzeugen möchten. Mag sein, dass Leidenschaft unnötig ist, wenn man vom
Glauben singt. Für mich heisst das aber nicht, dass Temperament unnötig wird.
Vielleicht bin ich deshalb auch kein überzeugter Bluegrass-Gospel-Fan.

Allen’s Landing
Dimming Of The Day
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)
„House Of Gold“ ist eines der imponierendsten Stücke der
Bluegrass-Musik. Wenigstens für mich. Die Nummer sollte zum Repertoire einer
jeden Bluegrass-Band zu gehören, die etwas auf sich hält und ihre Qualitäten
herausheben möchten. So wie hier Allen’s Landing. Gelungen, könnte man sagen,
ist nicht nur die Titelzusammenstellung, gelungen ist hier einfach alles: Die
Harmonien, die Musik, die einzelnen Stimmen.
Anspieltipp: „Shennandoah Valley Waltz“.

Ninth Street Bridge
Goin’ Home
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)
Lasziv räkelt sich die Eröffnungsnummer von Ninth Street Bridge, „Fish Are
Bitin’“ durch’s Gehör. Keine Ahnung, ob man sich beim Fischen so fühlt,
wenn doch, kann ich dem Sport plötzlich ‚was abgewinnen. Trotzdem kann ich „Old
Man“ besser nachempfinden. Dieser Südstaaten-Rock präsentiert das Alter
nicht etwa auf einem Silbertablett, er hält ihm einen Spiegel hin und setzt
sich knallhart mit ihm auseinander. „Goin’ Home“, die Titelmelodie,
beginnt wieder spannend und artet in ein Outlaw-Stück mit viel Schlagzeug,
einem sympathischen Dobro und einem rebellischen Chor aus. Ein Tonträger für
Kämpfer, Rebellen, Aufrührer und solche, die sich keine Ruhe gönnen. Sehr
tiefgründig, sehr eingehend, sehr schön.

The Drews
Strategically Interrupted Silence
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)
Treffen Intelligenz und Rebellion aufeinander – was kommt dabei ‚raus? Ne Band
wie die Drews. Anspruchsvolle, von vielen Stilen beeinflusste Musik. Manchmal
hört man John Campbell’s Blues, manchmal ein paar Bluegrass-Noten der grossen
Traditionalisten. Doch immer ist es etwas Spezielles, etwas Aussergewöhnliches,
an dem sich die Drews die Zähne ausbeissen. Nette Beisserchen, nette Happen,
die sie da präsentieren.

Mayne Smith
Places I’ve Been
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)
Mayne Smith beginnt seinen Tonträger mit einem Liebeslied an sämtliche
texanische Bars. Gekonnt beschreibt es, was es heisst, einzutreten, sich
niederzulassen und der Musik zu lauschen. Ein Gefühl, dass jeder kennt, der
schon in Texas war – nicht wahr?
Auch hier haben wir’s sicher nicht mit dem grössten Sänger seiner Zeit zu tun,
doch ich mag den Mann dafür, dass er sich an Traditionen hält und sich daran
versucht. Die Musik ist schön, sie ist besser als ihr Interpret. Ein paar
Stücke möchte ich von Sängern wie Chuck Mead hören – nur um ‚rauszufinden, ob
sie wirklich so gut sind…..

Hearts of Oak
Hearts of Oak
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)
Die Wüsten-Country Folk Klänge von Hearts of Oak wecken Erinnerungen an Neil
Young's Harvest und John Stewart's California Bloodlines.
Beim ersten Hearts of Oak
Album liess sich die Band von diversen Portland Musikern unterstützen. U.a. fungiert Andy Sheie von The Mighty
Ghosts of Heaven am Banjo und der Gitarre, Joel Meredith von The Meredith
Brothers Band an der Pedal Steel und der B3 Orgel. Marilee Hoard macht sich an der Fiddle breit, Travis
"Tater" Harrison von Whiskey Puppy am Kontrabass und den Harmonien,
Aaron "Rantz" Pomerantz von Weinland an der Mandoline und Keith
Richard McCarthy von Drunken Prayer am Bass.
Produziert und aufgenommen hat die Scheibe Ezra Meredith im Deer Lodge, einem
einzigartigen Studio in SE Portland.
Ein entspanntes Album.

The Deja Blue Grass Band
Bucket Full of Rain
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)
Mit der Eröffnungsnummer „Morning Sky“ setzen Deja Blue gleich sämtliche
heutige Boygroups in den Schatten. Sie zeigen, wie Stimmen wirken, die wirklich
aufeinander abgestimmt sind. Kein Moment kommt der Gedanke auf, dass sich diese
Jungs zu irgendwas gewungen hätten. Die Energie geht auf den Zuhörer über, man
singt (oder summt zumindest) aus vollem Herzen mit. Die Schranken fallen ….oder
waren sie nie da?
Eine ausgezeichnete, 5-köpfige Bluegrass-Band.

After All These Years
Kickin' Up Dirt
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)
Und hier wieder eine typische Americana-Band. Voll von Skiffle, Spass, mit
viel, viel Unsinn im Kopf. Kein Wunder, mauserte sich diese Band zu einer der
beliebtesten kanadischen Gruppen in den vergangenen Jahren. Der Gesang ist
zwar nicht optimal, dafür aber die Musik.

The Whistlestop
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)
Einen ganz eigenen, von Gospel sicherlich stark beeinflussten Stil bieten Whistlestop.
Die zwei Leute, von denen diese Musik ausgeht, heissen Mike Roy bzw. Peewee
Watson. Blues, Gospel und Folk vereinen sich hier zu einer eher stillen, doch
nicht minder beeindruckenden Arbeit.

The Big Jugs
Ridin’ Dirty
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)
Diese Jungs klingen, als hätten sie alte Western-Melodien mit der heutigen
Americana-Musik verbunden. Sicherlich nicht die grössten Sänger, eher die
grössten Party-Löwen, macht es Spass, ihnen zuzuhören. Musik für gute Zeiten.

The Tumbling Tumbleweeds
The Tumbling Tumbleweeds
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)
Wo vorstehenden Bands die Gesangsqualität entweder nicht wichtig genug ist oder
schlichtweg fehlt, machen die Tumbling Tumbleweeds alles wieder gut. In guter
alter Western Swing Manier geben sie ihre Songs zum Besten. Ob man diesen Stil
– so gut er ist – aber eine ganze CD lang hören möchte, sei dahingestellt.

The Wrights
In The Summertime
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)
Wie kann man bloss entspannt von einem Mord singen? Und dann zu einem Stück
überwechseln, das von demselben Mörder stammen könnte? Wollen die Wrights damit
sagen, was in einem solchen vorgeht? Wie kann man die Zuhörerschaft
schockieren und dann mit dem nächsten Stück gleich wieder beruhigen, ja
verzücken? Als ob nichts gewesen wäre? Mal abgesehen von der tollen Musik und
dem völlig überzeugenden Gesang, der ganzen Atmosphäre, die der Tonträger
ausstrahlt, dürfen sich sowas wohl nur Könner leisten. Und die haben wir hier
vor uns. Klasse.

J.B. Begley
God, Family And Country
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)
Woher J.B’s Musik kommt, macht CD Baby gleich klar: J.B. ist ein ehemaliger
Vietnam-Veteran, der als Alkoholiker und schwer deprimiert aus dem Krieg nach
Hause zurückkehrte. Nun singt er über das, was ihm am meisten bedeutet: Gott,
die Liebe und die Familie. Die CD ist sicherlich nicht perfekt, doch gut genug,
um gehört zu werden. Vor allem der Tex-Mex-Einschlag oder die langsamen
Two-Steps sprechen für sich.

Mary Resek
Two In The Saddle
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)
„A Bottle Of Wine & Patsy Cline“ ist der erste Sampler bei CD Baby.
Raffiniert gemacht, klngt Mary tatsächlich wie eine Sängerin aus Patsy’s Zeit.
Okay, Mary wäre für Patsy nie eine ernst zu nehmende Konkurrentin gewesen.
Dafür lässt sie sich zu sehr von der heutigen Country-Musik beeinflussen („Venus
And Mars“), doch sie ist nicht schlecht, die Lady aus Kanada.

Le Roy Mack & Friends
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)
Le Roy Mack hält sich, genau wie seine Freunde, an die gute alte, traditionelle
Bluegrass-Musik. Sicher nicht der grösste Bluegrass-Sänger aller Zeiten, weiss
Le Roy, wie man seine Stimme einsetzt, ohne sie zu strapazieren. So lässt er
denn seine Freunde bei den Harmonien wirken. Und wie! Le Roy’s Stärke scheint
eh das Dobro-Spiel zu sein. Und das beherrscht er. Eine sehr schöne, gelungene
CD.

J.R. Shore
An Impeccable Shine
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)
Wer Nick Cave mag, dürfte sich bei J.R. Shore’s Eröffnungsnummer gleich
heimisch fühlen. Gesang ist das nicht, was der Zuhörer hier zu hören kriegt.
Viel mehr eine durch Whiskey oder was auch immer verunstaltete, mehr als rauhe
Stimme. Kratzig, ohne sich auch nur ein bisschen anzustrengen, die richtigen
Töne zu treffen. Ganz, als würde sich Lemmy von Motörhead an Country, Jazz und Blues versuchen. Nicht
jedermann’s Sache. Sprich: Nur für Leute mit Humor.

Darrell McCall
Lily Dale
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)
Ich bin froh, hat Darrell McCall eine neue CD auf dem Markt. Unglaublich, wie
perfekt seine Stimme zu den Honky Tonk Nummern bzw. Two-Steps passt. Selbst
Willie erreicht bei Darrell McCall auf ein Level, das er nur selten erreicht
bzw. erreichen will, singt er doch bei 2 Nummern (u.a. dem Eröffnungsstück) mit.
Dass Darrell McCall aber auch den Stil von Waylon drauf hat, beweist er mit „I
Come Home To Face The Music“.
Dieser Sänger
gehört in die Honky Tonk-Sammlung eines jeden Liebhabers guter, echter, der
wahren und einzigen Country Musik.
Ein Teil der Honky-Tonk Krone gehört heute zweifellos einem anderen Texaner, Justin
Trevino. Doch den anderen Teil gönne ich Darrell McCall.

Miss Leslie
Beween The Whiskey The Wine
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)
Und weil wir gerade bei den guten Texanern sind, kommen wir zum weiblichen
Pendant von Darrell & Justin: Miss Leslie und ihre Juke Jointers. Wobei
Miss Leslie noch keine Marty Brom ist, wohlverstanden. Doch eine kleine Patsy
Cline.
Eine tolle, ganz, ganz starke Honky Tonk CD hat die Miss hier geschaffen.

The Alkali Flats
On The Road With….
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)
Die Jungs werden dahingehend beschreiben, dass es sich hier um Kerle handeln,
die weder für CMT, Travis Tritt, noch Garth Brooks Zeit haben. Kein Wunder. Wer
so klingt, braucht die nicht.
Doch ich glaube nicht, dass die Jünglinge aus jedem Honky Tonk der Stadt
flogen. Nicht mit „Barred From Every Honkytonk in Town“. Keinesfalls!!!!
Ganz im Gegenteil. Die darf man gar nicht mehr gehen lassen!!
Honky Tonk im Stil der 50er Jahre – mit viel Fiddle, Harmonien und Steel
Gitarre. Ein Hoch auf – Kalifornien!!

Bottom Dwellers
Think I Need A Drink
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)
Auch diese Jungs machen Honky Tonk. Doch sie halten sich eher an die modernere
Version. Trotzdem kommt wahrscheinlich keiner, der sich die Eröffnungsnummer „Goodbye“
anhört, dieser Aufforderung nach. Im Gegenteil. Man bleibt „am Ball“, hört zu
und will gar nicht mehr aufhören. Nicht tadellos, aber schön.

Becky Schlegel
Heartaches
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)
Becky Schlegel klingt wie eine Mischung aller Country Königinnen. Etwas Dolly,
etwas Loretta. Viel zu süss, viel zu – entschuldigt – schleimig. Also wünschte
ich, sie hätte nicht ausgerechnet mit „Heartaches By The Number“, der
grossen Don-Gibson-Nummer ihr Werk eröffnet.
Und weiter geht’s im traditionellen Stil. Man versucht es ja, doch der Sound
täuscht nicht darüber hinweg, dass es sich um eine neuzeitliche Arbeit handelt.
Die Lady meint es gut. Man kann ihr nicht böse sein. Doch gut ist was anderes –
das haben Miss Leslie und Marty Brom genauso wie Mandy Barnett zur Genüge
bewiesen.

David Mercer
Boggo Road
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)
David C. Mercer kam interessanterweise in Waco, Texas, zur Welt. Im zarten
Alter von 5 Jahren hörte David eine Ernest Tubbs Scheibe: I,ll Get Along
Some How.Von diesem Moment an wollte der junge Mann Sänger werden.
Nach der Highschool ging David 4 Jahre lang zur Air Force, hernach auf’s
College. Nebenbei trat er in Klubs auf.
Dann rief Nashville nach ihm. Hier arbeitete er mit Stars wie Floyd
Tillman,David Frizzell und dem grossen Leon Rausch zusammen. U.a. arbeitete er
auch für Johnny Paycheck. Dann kamen die harten Zeiten zurück. David Mercer
musste seinen ganzen Besitz verkaufen und kehrte nach Texas zurück.
Doch noch immer wollte er eine Band gründen. So stellte er The Chalk Bluff zusammen.
Auf diese folgten The Vetrans, dann die Shriners. Und wieder schlug das
Schicksal zu. Ein Bandmitglied verstarb. David konzentrierte sich auf’s
Komponieren. Die Komposition von Werbemelodien, um genau zu sein. Nach einem
Treffen mit Boxcar Aillie stand David C. Mercer aber wieder vor dem Mikrophon.
Auf der Suche nach einem neuen Label kam David zu Traveler Records in Wichita
Falls, Texas.
David Mercer erinnert mich ein wenig an Townes Van Zandt. Keine Ahnung,
weshalb. Es ist weder der Gesang, noch der Gitarrenstil. Vielleicht klingt er
einfach nur genauso verloren und einsam wie Townes.

The Brainstromers
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)
15 tolle Bluegrass-Nummern mit Mundharmonika. Trotz der unkonventionellen
Begleitung traditionelle, feine Bluegrass-Musik.

Grass Roots
Erhältlich bei: www.cdbaby.com (Sampler)
Die bekanntesten Bluegrass Songs in traditioneller Manier vorgetragen. Darunter: „Roll In My Sweet Baby’s Arms“,
„Man Of Constant Sorrow“ oder „Blue Moon Of Kentucky“. Die Band setzt sich aus Charlie Chadwick, David
Spicher, Billy Hullett, Andrea Zonn, Tommy White, Fred Newell, Vic Jordan,
zusammen. Am Gesang wirken Andrea Zonn & Darrin Vincent. Vor allem „Blue
Moon“ wirkt wie in alten Zeiten….