Van Preston

Southern Rock peppered with an alternative country song here and there...rocking, rocking, rocking!!!

Diskografie: Schizophrenic Heart ***

Web-Site: www.vanpreston.com

Van Preston wurde in einer Kleinstadt im Staate Arkansas geboren und begann im zarten Alter von 9 Jahren bereits Songs zu schreiben. Als ältestes von 3 Kindern wurde das Mädchen von den Eltern, die sich für die Musik begeisterten, dazu ermutigt, ihr Talent ganz auf’s Schreiben und Performance zu konzentrieren.

Trotz vieler Schwierigkeiten im menschlichen Bereich gelang es Van in der Folge stets, immer zu erreichen, was sie sich vorgenommen hat. So gewann sie bereits in der Schule durch ihre Gesangs- und Komponierfähigkeiten viele Wettbewerbe. Während der Junior bzw. der Senior High School spielte sie u.a. auch Trompete. Nach Abgang von der Valedictorian High School nahm sie das Shimer College von Chicago auf. Hier setzte sie sich vorderhand für die Veröffentlichung ihrer Lyriken ein. Später, 1998, graduierte sie erfolgreich vom College St. Paul in Minnesota mit einer Auszeichnung in Business Administration.

Nach dem College arbeitete Van ein paar Jahre lang als Grundstück- und Häusermaklerin, privat liess sie sich scheiden. 2003 brach sie auf eine musikalische Reise auf, die sie schlussendlich nach Nashville/TN führte sollte.

Dort angekommen, versuchte sich Van daran, die Schwierigkeiten, welche die Liebe für ein modernes Mädchen mit sich bringt, immer wieder in verschiedenen Facetten aufzuzeichnen und in ihren Liedern festzuhalten. Zudem sinnierte sie über das Leben im Generellen nach mit einer Gewissenhaftigkeit, die sich in ihren Songs wiederfindet. Jedem Zuhörer wird deshalb sofort klar, dass es sich hier um ehrliche, tiefempfundene Gefühle handelt. Van setzt auf frische, ehrliche Eigenkompositionen, ergänzt durch ihre einnehmende „The Girl Next Door" Personalität. Auf diese Weise gelingt es ihr, wunderschönen, einzigartigen Gesang mit ernsthafter, starker Musik zu verbinden. Ihre Stimme wurde bereits mit derjenigen Loretta Lynn’s, Emmylou Harris’, oder Lucinda Williams’ gleichgesetzt, wobei Van sehr stolz auf die Vergleiche ist.

Gegenwärtig verbringt Van viel Zeit mit Komponieren, dem Singen von Demos und Bandproben. Noch immer setzt sie ihre Fähigkeiten voller Überzeugung ein – wie damals, als sie auf’s College ging und beschloss, ihre Talente der Musikwelt zur Verfügung zu stellen.

 

Im August 2005 war Van’s Stück Toy einer der 5 Songs, die für Handyklingeltöne in den wichtigsten Grosstädten der USA, Irlands und Englands ausgesucht wurden. Auch die Absolute Indie Video Show (von Access Central Media produziert), mit Ausstrahlung in Deutschland, Australien und den USA, hat das gleichnamige Video regelmässig im Programm. Van konnte sich nebenbei an England’s 2005 Songwriter Wettbewerb beteiligen, gleichfalls am Colgate Country Showdown (als Finalistin) und selbst das Online Indie Music Magazine unsignedmusicmag.com führt sie auf.

Schliesslich erschien Van Preston’s erste CD, Schizophrenic Heart.

Schizophrenic Heart / VAN PRESTON ***

11 Songs

Vorderhand kann ich die CD jedem New Country/Real Country Fan empfehlen. Auch Line-dancers und Travis-Tritt-Fans, die von weiblichen Stimmen nicht zurückschrecken, sei der Tonträger ans Herz gelegt. Die Lyriken sind in der Tat ehrlich, einfach gehalten; sie sagen viel aus.....zumal über die Interpretin.

Van’s Erstling startet mit einem Hit, live aus dem Sutler. Ein rassiges Stück, Heartbroke, ganz im Tritt-Stil, gefolgt vom Titelsong, Schizophrenic Heart. Ich finde, sucht man eine Nummer aus, die hohe Töne verlangt, sollte die Stimme dementsprechend stark sein, denn jede Note muss sitzen. „Schwachstellen" sind unerwünscht, ansonsten man besser die Finger von einem derartigen Titel lässt. Insgesamt handelt es sich um eine langsame Steel-Guitar-Nummern, die ziemlich schnell öde wird. Toy, das nachfolgende Stück, ist gut, auch wieder flott gehalten, ganz im Stil Shania Twains. Why ist ein langsames, sentimentales Stück. Wunderschön, eine Ballade. What Comes Around Goes Around ist – wie kann’s auch anders sein - ein Waltz. Gefällig. Forvever Ago, auch ein nettes Stück. So war’s mal, ein sentimentaler Rückblick. Pieces Of You. Travis Tritt lässt grüssen. Mit How I Feel habe ich Mühe. Was soll das denn sein? Ein „Live from the Bluebird Café-Titel"? Ist zwar akkustisch, aber enttäuschend. Abolutely Broken ist wieder ein Line-Dance-Stück. Gut, flott, mit netter Lyrik. Bei Thoughter Than That mache ich – wie bei How I Feel – ebenfalls ein Fragezeichen. Ich wünschte, diese Nummer würde von Heart vorgetragen. Wieder akkkustisch. Solche Titel sind schade auf einer guten CD, denn entweder sie werfen Zweifel an der Qualität des Interpreten auf, oder aber an dessen Geschmack. Etwa gar ein „Lückenfüller"?

Everything I’ve Been hat zwar nichts mit Country Musik (oder Südstaaten-Rock) zu tun, aber mit „the road". Ich stelle mir vor, wie ich auf dem Highway Richtung Nashville fahre. Der Song macht eine sehr gute Schlussnummer und verweist den Zuhörer auf die Vielfältigkeit Van Preston’s. Raffinierter und gelungener Schluss.

Alles in allem ist die CD, wie eingangs erwähnt, empfehlenswert für alle Line-Dancers/Real Country Fans. Ein Plus ist sicherlich die Vielfältigkeit. Was auf der Web-Site fehlt, sind allfällige Bandinformationen. Kann nur hoffen, auf der CD sind sie vorhanden.