Old Dominion in der Kölner Live Music Hall

In der Konzertserie“ Sounds Of Nashville“ gastierten am 07.10.2019 die Country band Old Dominion und der für das Rahmenprogramm zuständige Jordan Davis in Köln.

Zu meinem Geschmack war die Live Music Hall etwas zu groß für dieses Konzert aber am Ende war es mit circa 350-400 Zuschauern doch einigermaßen gefüllt.

Der Sänger und Songwriter aus Louisiana Jordan Davis begann seine Show um punkt 19:30 Uhr. Mit seinem schwarzen Rauschebart und seinem blau-grün kariertem Hemd sah er eher aus wie ein Holzfäller aus Ontario denn als ein Sänger, aber der erste Eindruck sollte wie so oft täuschen.

Seine Songs sind eher getragene Balladen die er mit seiner Akustischen Gitarre ohne viel schnick schnack und überflüssiger Show zum Besten gibt.

Zwischen den Songs erzählte er auch noch den Werdegang der Lieder. So handelt zum Beispiel der Song „Take it from me“ von einen T-Shirt welches seine Ex Freundin nach einer gemeinsamen Nacht morgens zum Frühstück angezogen hat. Er meint er würde das T-Shirt heute noch vermissen. Es wurde aber nicht deutlich gesagt ob er nur das T-Shirt oder auch die Frau vermisst.

Andere Titel waren noch zum Beispiel „Tough To Tie Down“ oder „Slow Dance In A Parking Lot“. Alles in allem war es ein sehr ruhiger und routinierter Auftritt von Davis. Nur an dieses Südstaaten Englisch werde ich mich nie so richtig gewöhnen können. Nach circa 30 Minuten machte er auch dann unter wohlwollenden Applaus Platz für den Haupt Act des Abends.

Die Band Old Dominion die drei Sänger und Songwriter Matthew Ramsey, Trevor Rosen und Brad Toursi waren ja dort schon mit einem ganz anderen Gaspedal unterwegs. Das ging auch eher schon in die Richtung Country-Pop bzw. fast schon Rock. Hier kamen dann auch die verstärkt jüngeren Konzertbesucher auf ihre Kosten.

Da ich das Glück hatte und die Songliste des Abends ergattern konnte, erspare ich mir hier mal die Aufzählung der einzelnen Songs. Ich kann nur sagen dass die Jungs mit reichlich Feuer, Spaß und Enthusiasmus auf der Bühne standen und wirklich knapp hundert Minuten Vollgas gaben.

Besonders hervorheben möchte ich einen kleinen Block den sie eingeschoben haben, indem sie eine Art Medley spielten, aber mit Nummer Eins Hits, die sie für andere Sänger geschrieben haben. So zum Beispiel hat Trevor Rosen für Country Superstar und „US-The Voice“ Juror Blake Shelton den Hit „Sangria“ geschrieben.

Was das angeht wundere ich mich sowieso immer wieder, wer für wen die Songs schreibt.

Alles in Allem war es ein gelungenes Konzert mit viel Spaß bei der Band und noch mehr Spaß bei den anwesenden Fans. Ich glaube, dass wir Old Dominion nicht zum letzten Mal in Deutschland gesehen haben…..