‚Liberty‘, das neue Album von Lindi Ortega

Mit “Liberty“ hat die in Toronto – Kanada, geborene Country / Americana Sängerin Lindi Ortega vor kurzem ihr 7. Studioalbum veröffentlicht.

In einem Interview mit -The Guardian- erzählte Ortega im letzten Jahr, dass sie etwas frustriert sei, da sie der Meinung ist, eher Fans bei einem Punk Festival zu gewinnen, als bei einem mainstream Country Event.

Vielleicht war es genau diese Frustration, die das aktuelle Album “Liberty“ zu dem gemacht hat was es letztendlich ist! “Liberty“ ist nämlich alles andere als ein “normales“ Country oder Americana Album. Es wirkt wie ein Soundrack für einen guten Italo Western Streifen. Alles zusammen ergibt etwas, was sich Ennio Morricone, Lee Hazlewood und Calexico in einer imaginären Cantina ausgedacht haben könnten.

Ortega hat über die Jahre eine „Country Gothic Noir“ Persona entwickelt, die perfekt zum Italo Western Sound von Ennio Morricone passt, welcher das Album durchdringt.

In der Tat ist es das sich wiederholende Instrumental-Stück “Through The Dust“, das die Veränderung der einzelnen Parts verbindet.

Während in “Through The Dust Part I“, mit den Songs “Afraid of the Dark“, “You Ain’t Foolin’ Me“, “Til My Dyin Day“ und “Nothings Impossible“, der erste Teil des Albums noch sehr Ennio Morricone lastig ist, gerade durch den unverkennbaren guitar twang sound sowie die Töne der Mariachi Trompeten, verblasst dieser Sound zum Ende des ersten Parts und geht mit dem Song “Combat Kid“ szenarisch in “Through The Dust Part II“ über.

Das Tempo im zweiten Teil des Albums verlangsamt sich deutlich mit Songs wie “ Darkness Be Gone“, “Forever Blue“, “In The Clear“, “Pablo“ und “Lovers In Love“.

In “Through The Dust Part III“ ist der vorherige Italo Western Sound nicht mehr vertreten. Hier konzentrierte sich Ortega nur auf die stillen und sanften Töne eines Pianos.

Lindi Ortega on location in Byron Bay

In einem früheren Interview sprach Lindi einst über ihre Liebe zu Quentin Tarantino Filmen und dies merkt man. Die fiktive Handlung in “Liberty“ ist absolut “Tarantinolastig“, jemand mit Dunkelheit im Herzen hat schlechte Freunde, verliert eine geliebte Person, fühlt sich verlassen und schließt sogar einen Deal mit dem Teufel.

Ich würde sagen “Liberty“ ist äußerst gelungenes Album einer sehr talentierten jungen Frau und ich kann es nur empfehlen.

photo credits: Kate Nutt  / Lindi Ortega press kit

Liberty’ tracklist:

  1. Through The Dust Part I1. Afraid of the Dark
    2. You Ain’t Foolin’ Me
    3. Til My Dyin Day
    4. Nothings Impossible
  2. Though The Dust Part II5. The Comeback Kid
    6. Darkness Be Gone
    7. Forever Blue
    8. In The Clear
    9. Pablo
    10. Lovers In Love
  3. Through The Dust Part III11. Liberty
    12. Gracias a la Vida