Interview
mit Heartland beim 39. CRS, 2008
Ch.
L: Heartland, willkommen zum CountryHome Magazine.
H: Hallo.
Ch. L.: Hier haben wir eine Sechsmannband, oh je, da
gibt es so viel Spaß auf der Bühne, kann ich mir vorstellen.
H: Absolut wir versuchen es immer und haben eine gute
Zeit. Wir gestalten unsere Show nach einigen der 80’er Heavy Metal Bands
und versuchen immer eine gute Zeit zu haben, wenn wir spielen.
Ch. L.: Wie ist es mit sechs Kerlen unterwegs zu
sein?
H: Manchmal stinkt es einem ganz schön (lacht), denn
es gibt zwar sechs Männer in der Band, aber im Bus sind eigentlich zehn
von uns unterwegs. Also, ja, es ist ziemlich schlimm.
Ch. L.: Wie du weißt, starte ich im Moment eine großes
Wohltätigkeitsprojekt, genannt „Help", um behinderte Kinder zu
unterstützen. Hast du irgendwelche persönlichen Erfahrungen in deiner
Familie, oder unterstützt ihr spezielle Organisationen?
H: In unserer Heimatstadt in Huntsville, Alabama, sind
da die Shriners in unserer Gemeinde, wenn wir die Gelegenheit bekommen,
mal zu Hause zu sein. Sie machen immer eine große Weihnachtsfeier und
haben einen Santa Claus für die behinderten Kinder in der Gemeinde. Wir
bemühen uns, dabei zu sein und zu spielen, um sie aufzumuntern. Unsere
Freunde tanzen, singen und haben eine wunderschöne Zeit. Wir versuchen
unserer Gemeinde zu helfen, wo wir nur können.
Ch. L.: Siehst du irgendeinen Unterschied zwischen
deinen behinderten und deinen sonstigen Fans?
H: Es gibt eine junge Frau im Norden Carolinas,
Angela. Sie ist schon seit langer Zeit ein Fan von uns. Angela ist an
den Rollstuhl gebunden. Sie kommt bei jeder Gelegenheit, die sie
bekommt, um uns zu sehen. Wir versuchen für sie spezielle Vorbereitungen
zu organisieren, damit sie die Show sehen kann. Es gibt nirgendwo einen
Fan, der sich mehr unserer Musik widmet als Angela.
Ch. L.: Was können die Fans erwarten, wenn sie einem
Heartland Konzert beiwohnen?
H: Wir pflegen zu sagen, dass es eine Mischung von
Charlie Daniels und Motley Crue ist. Es ist überwiegend eine Rock’n’Roll
Show zusammen durchsetzt mit Country Music. Das beschreibt so ungefähr,
was sie erleben werden.
Ch. L.: Und was ist im Moment mit der Band los?
H: Wir arbeiten gerade mit James Stroud zusammen an
dem neuen Album. Wir sind gerade dabei, mit dem Schneiden und Mischen
der Songs fertig zu werden. Die neue Single kommt später im Frühling
dieses Jahres raus. Wir werden also weiter am Album arbeiten und es dann
veröffentlichen. Die Tour wird auch weiter gehen. Wir waren ziemlich
viel ohne Pause auf Tour, zwei Jahre mittlerweile, und so geht es
weiter. Wir sind auf den Sendern präsent und machen unsere Tour, um vor
den Fans zu spielen.
Ch. L.: Was für Erfahrungen habt ihr so unterwegs
gesammelt?
H: Wir fahren von einer Küste zur anderen und sind
schon so weit nördlich wie Bow, Washington und fast in Kanada gewesen.
Wir waren auch schon fast in Mexiko, haben in Texas gespielt und waren
im Nordosten, unten im Süden und auf den Bahamas. Wir sind schon durch
das ganze Land getourt und haben uns verschiedene Sehenswürdigkeiten
angesehen, verschiedene Leute und verschiedene Dialekte kennen gelernt.
H: Wir werden nach Alaska fahren…
H: Ja, wir werden auch nach Alaska fahren und singen
und reisen. Es ist wirklich interessant.
Ch. L.: Es sieht ganz so aus, als würden die zwei
Jungs nicht gerne zu den Fans im Radio reden…
H: (lacht)
Ch. L.: Hey Jungs, seid nicht so schüchtern, was ist
los mit euch?
H: Wir beteiligen uns in Schichten, weil so viele von
uns hier sind, dass wir übereinander fallen würden, wenn wir alle
gleichzeitig reden würden. Deswegen wurden diese Jungs auf den heißen
Stuhl gesetzt, das nächste Mal werden wir dran sein.
H: Gut gekontert!
Ch. L.: Ich glaube, ihr empfangt viel Fanpost. Was war
das Beste, das euch ein Fan je gegeben hat?
H: Ich würde sagen, dass die Geschichten über den Song
’I Loved Her
First’ sehr gut sind. Wir bekommen viele Geschichten
über Familien, die zusammen geführt wurden, Geschichten von Vätern, von
Töchtern und von Müttern über diesen Song. Ich denke, dass die
Geschichten über ihre Familien das Beste sind, was wir je bekommen
haben.
H: Wir bekommen eine Menge Essen und Präsentkörbe,
welche die Leute uns bringen. Uns hat allen Ernstes jemand Cookies
gebacken und sie zu uns gebracht… Wir lieben es und nehmen alles an.
H: Nicht zu vergessen, dass sie Heartland sogar mit
Cookies buchstabieren.
Ch. L.: Verrückt und ihr esst das alles?
H (lacht) ich kann jetzt nicht reden, ich habe den
Mund voll und mit vollem Mund spricht man nicht
Ch.L.: Hast du eine gute Geschichte von unterwegs?
H: (lacht)
Ch. L.: Eine, die dir selbstverständlich keinen Ärger
bringt.
H: Na ja, da war das erste Mal, dass wir zusammen
unterwegs waren bei so einer richtigen Mucke. Diese erste Tournee
dauerte drei Wochen und war das erste Mal, dass wir wirklich durch das
Land gefahren sind. Wir starteten in Jackson, Florida, spielten eine
Nacht in Jackson und flogen mit dem Flugzeug am nächsten Morgen nach
Nevada, um uns mit Brad Paisley zu treffen. Da hieß es Westküste, dann
zum ersten Male New York, nach Beverley Hills, das war unsere erste
Tour. Wir hatten eine gute Zeit, sagen wir es mal so.
Ch. L.: Die Fans würden gerne wissen, ob ihr
verheiratet, allein stehend oder irgendwas seid.
H: (lacht) Es gibt fünf Single und einer ist verlobt,
drei verheiratete, einen halben Single, vermute ich, könnte man sagen.
Wir haben fünf Kinder unter uns und fast sechs.
Ch. L.: Also arbeitet ihr an Heartland 2?
H: (lacht) Es wird eine Mädchenband werden. Ich bin
der einzige, der einen Jungen hat. Ich denke es gibt vier Mädchen.
Ch. L.: Vielleicht könnt ihr das noch verändern…
H: (lacht) Dave arbeitet daran… Ja, ich bekomme noch
eins, das wurde unterschlagen.
Ch. L.: Also wird es am Ende eine Band mit sechs
Mädchen sein?
H: Ja, total, das wird unsere Altersversicherung, wenn
wir dann in Rente gehen. Wir werden sie übernehmen lassen. Hoffentlich
werden sie besser sein, als wir es sind, denn wir wollen Geld.
Ch. L.: Ok Jungs, danke für das Interview. Es war toll
euch zu treffen. So viel Spaß! Ich hoffe, dass wir uns nächstes Jahr bei
„Fanfare", oder „CRS" wieder sehen.
H: Danke, es war auch schön, dich zu treffen.
Christian Lamitschka ( Ch.Lamitschka@t-online.de )
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