C.L.: Du tanzt? Oh, da must du schon etwas
konkreter werden.
J.: Wo wir gerade vom Tanzen sprechen, wir haben erst kürzlich einen
Schnitt vom "Dancing with the Stars"-Star, Julianne Huff, bekommen -
also sie hat einen unserer Songs geschnitten.
C.L.: Ich habe gehört, dass ihr euch auch an einem Projekt für einen
guten Zweck beteiligt. Könnt ihr uns darüber etwas erzählen?
R.: Das "Hooks for Books" Projekt ist von einem Freund von mir, der
in den 80ern ein erfolgreicher Boxer war, sehr erfolgreich sogar. Und er
hat ein Projekt gestartet, dass sich „Hooks for Books" nennt.
Es geht dabei darum, Kinder fürs Boxen zu begeistern. Jeder, der
boxen will oder zugucken will, kommt. Sie wählen High School Schüler aus
und lassen Schule gegen Schule antreten, was ca. 5-6 Schulen bedeutet.
Jeder kommt um zuzusehen und so kommt Geld für die örtlichen Schulen
zusammen. Wir haben sozusagen den musikalischen Teil übernommen. Wenn
irgendjemand singen will, und High School Kids wollen singen,
unterrichten wir sie sozusagen und machen hinterher eine Show.
C.L.: Das ist cool. Wie ist es so mit Rick auf der Bühne zu stehen?
J.: Es ist großartig. Als Solokünstler dreht sich alles nur um dich,
aber wenn du wie wir im Duett auftrittst, macht es einfach mehr Spaß. DU
kannst mit jemandem zusammen spielen. Mir macht es einfach mehr Spaß.
Wie ist es denn für dich?
R.: Genau so. Du kannst dich aufeinander verlassen. Manchmal guckst
du in die Menge, versuchst alles, um sie zufrieden zu stellen und
manchmal starren sie einfach zurück. Dann sehen wir uns gegenseitig an
und das hilft damit besser umzugehen. Musikalisch gesehen gibt uns das
einen gewissen Sound und somit klingen wir nicht wie alle anderen,
C.L.: Versucht einer von euch Frontmann/-frau zu sein oder übernehmt
ihr beide Verantwortung?
R.: Ich würde sagen es ist 50/50.
C.L.: Ist es wie eine Beziehung?
R.: Es ist in der Tat wie eine Beziehung.
J.: Ja, beide geben und beide nehmen. Er ist definitiv der Schreiber
der Band – da kann ich noch einiges lernen.
R.: Das würde ich wirklich so nicht sagen.
J.: Wir treffen auch beide voneinander getrennte Entscheidungen,
haben beide Stärken und Schwächen. Und glücklicherweise sind wir in
vielen Bereichen gut, abgesehen davon, dass wir weder mechanisch noch
technisch begabt sind, was unsere Tagesplanung manchmal schwierig macht,
aber lassen wir das.
C.L.: Ihr habt viel Zeit mit touren und auf der Bühne gemeinsam
verbracht. Verbringt ihr auch abseits der Bühne Zeit miteinander?
R.: Neulich bin ich Golfen gegangen.
J.: Ja, er ist neulich zum ersten Mal seit langem wieder Golfen
gegangen und ich wollte das nicht machen. An sich gibt es im Moment
wenig Freizeit, weil wir im Moment so beschäftigt sind und sogar, wenn
wir nicht gerade irgendwo spielen, machen wir Promotion für diese
Platte, also gibt es eigentlich keine Zeit, wo wir nicht zusammen sind.
R.: Ja, es sind so 24 Stunden am Tag seit …
J.: Seit einem ganzen Jahr, seit wir bei diesem Label unterschrieben
haben, sind wir zusammen.
C.L.: Welches Label?
J.: Country Thuner Records.
C.L.: Oh, erzählt mir etwas über dieses Plattenlabel.
J.: Es ist eigentlich ein brandneues Label, es ist das neue Label von
Herbert Brand. Es sind schon diverse Künstler unter Vertrag genommen
worden. Es ist ein ziemliches Babylabel, also es ist noch reichlich neu,
aber es macht sich toll. Das sind großartige Menschen und wir sind
unheimlich stolz, dass sie uns unter Vertrag genommen haben.
C.L.: Wie seid ihr zu ihnen gekommen?
R.: Ich kannte ihn schon, ich habe mit dem Label sechs Jahre im
Bereich Veröffentlichung / Songwriting gearbeitet. Als sie vor
anderthalb Jahren das Label gegründet haben, haben wir bereits als
Bluefield im Studio aufgenommen und das war, als sie uns überzeugten zu
ihrem Label zu kommen.
C.L.: Wo denkt ihr, werdet ihr in vier Jahren sein?
R.: Na ja, wir werden dann hoffentlich an unserem vierten Album
arbeiten.
C.L.: Und den nächsten CMA artist award einheimsen?
R.: Na ja, wir hoffen darauf schon für nächstes Jahr (lacht), du
sprichst von den nächsten 4 Jahren…..
J.: (lacht) Ja, darauf hoffen wir, eigentlich wäre das mehr als wir
uns jemals erträumen könnten, aber natürlich träumen wir davon.
C.L.: Was ist das Schwierigste daran auf Tour zu sein und die CD zu
promoten?
J.: Für mich nur der Schlafmangel.
R.: Alles, was sich früh am Morgen abspielt, ist echt hart für mich,
weil ich eine Nachteule bin. Alles, was ich mache, mache ich nach
Sonnenuntergang. Also so ziemlich alles, was man so vor 7 Uhr am Morgen
machen kann, ehe man loslegt.
J.: Na ja, wenn du einen Auftritt bis Mitternacht hattest, danach
Meet & Greets und du bis 3 Uhr am Morgen wach bist, ist es schwierig 6
oder 7 Uhr schon Radio zu machen. Alles andere ist in Ordnung…
R.: Aber im Gegensatz zu Anderem stört mich das nicht.
J.: Wir beschweren uns aber nicht, schließlich haben wir lange darauf
gewartet und werden absolut alles dafür tun.
C.L.: Wo können eure Fans außerhalb der Vereinigten Staaten,
Informationen über euch bekommen?
R.: Im Moment ist Myspace: Bluefield band das Einfachste.
J.: Wir haben viele deutsche Freunde.
C.L.: Wirklich? Erzählt mir mehr darüber…
J.: Na a, du weißt ja, wie Myspace funktioniert. Unsere Adresse ist
myspace.com/Bluefield band und die Menschen stoßen auf die Seite und
unsere Musik und somit gibt es Menschen von der ganzen Welt auf unserer
Seite und das ist natürlich eine tolle Möglichkeit unsere Musik bekannt
zu machen und so hören auch die Leute in Deutschland unsere Musik und
wir können miteinander kommunizieren.
C.L.: Es war toll euch hier zu haben und ich hoffe euch bald mal
wieder zu sehen.