Interview mit Kim McAbee 2007
Christian:
Kim, du hast eine neue CD mit dem Titel „That’s What I’m Talking
About".
Kim:
Ja, genau.
Christian:
Erzähl’s uns! Über was sprichst du da?
Kim:
Oh ja! Sehr gerne. Erstens über meine Liebe zur Country-Musik und zu
ihrem traditionellen und klassischem Klang. Wir haben uns wirklich sehr
bemüht, dass wir mit der Songauswahl auf einem Gebiet bleiben, das mir
vertraut ist und das auch zu meiner Stimme passt. Unterstützt wurde ich
da natürlich von Buck Owens, mit dem ich schon seit zehn Jahren im
Crystal Palace in Bakersfield, Kalifornien arbeite. Es sind tolle Lieder
geworden und eines davon haben wir gerade als Single herausgebracht, es
heißt „Barely" und ist gerade #4 auf der Liste, der meist gewählten
Lieder auf ECMA – hoffentlich sag ich das jetzt richtig – und viele der
Lieder werden gespielt. Also für mich, international gesehen, ist das
schon was Besonderes.
Christian:
Ah, wow! Auf der Rückseite der CD … da siehst du ziemlich sexy aus.
Oh!
Kim:
Uh, ich hoffe im guten Sinne! [lacht] Danke sehr.
Christian:
Ohja, das kannst du mir glauben.
Kim:
Danke schön.
Christian:
Du hast zehn Lieder auf der CD. Erzähl uns bitte, wie du die Lieder
aussuchst.
Kim:
Ja, wie ich schon gesagt habe: wir haben versucht klanglich
traditionell und klassisch zu bleiben, mit einem kleinen Hauch Moderne.
Meine Produzenten haben mir bei jedem Song sehr geholfen und das sind:
Phil O’Donnell, der dieses Lied produziert hat, Greg Morgan und Michael
Johnson … Mike Johnson, der auch Steel-Gitarre spielt und sogar als
„Steel-Gitarrist des Jahres" bei den ACMs ausgezeichnet wurde. Tolle
Musiker sind auf dieser CD: Eddie Bears spielt Schlagzeug und ich hatte
auch tolle Texter. „Barely", was ich eben schon erwähnt hatte, ist auf
#83 in die Charts eingestiegen … ich muss das erzählen, weil es
wahrscheinlich nie wieder passieren wird. „Barely" wurde von Max T.
Barnes und Lesley Satcher geschrieben. Es ist spannend solche
Songschreiber zu haben, die jemandem wie mir, also einer ganz neuen
Person im Geschäft, eine Chance geben, hier nach Nashville zu kommen und
zu versuchen sich einen Namen zu machen.
Christian:
Wir haben jetzt über deine aktuelle CD gesprochen. Was können Fans
erwarten, wenn die eines deiner Konzerte besuchen?
Kim:
Sie werden viel Energie spüren und sie werden mich niemals so langsam
reden hören [lacht].
Ich rede normalerweise sehr schnell. Ich liebe es Leute zu
unterhalten und das ist es, was ich auf der Bühne mache. Ich liebe es
Leute zu treffen und mag es wenn sie mit uns interagieren.
Ich möchte wissen, was sie im Leben bewegt. Wenn sie irgendetwas
feiern wollen, dann möchte ich ihnen helfen, es zu feiern. Ich geh nicht
auf die Bühne um einfach nur zu singen. Es geht nicht immer um mich. Es
geht darum, die Leute glücklich zu machen. Also, wir versuchen alles zu
tun, damit jeder Spaß hat.
Christian:
Wenn ich deinen besten Freund bitten würde, mir die Person „Kim
McAbee" zu beschreiben, was würde er sagen?
Kim:
Unglaublich motiviert, arbeitet sehr hart, manchmal vielleicht ein
bisschen zu viel.
Aber mein bester Freund ist auch mein Ehemann. Er ist derjenige, der
sagt, dass ich mal aufhören soll, dass ich mich mal ausruhen muss. Ich
muss mich dann auf ihn verlassen und er hält mich so ziemlich im Zaum.
Christian:
Also bist du einer „Power-Machine"?
Kim:
Was ist eine „Power-Machine"?
Christian:
Ein Power-Girl?
Kim:
Ja, ich bin eine "Po-Wermition." Ich hab dieses Wort noch nie gehört,
aber wenn es Tonnen von Energie meint, dann trifft das zu. Ich glaube,
Menschen haben jede Art von Süchten und meine sind nicht Drogen oder
Alkohol, sondern Arbeit, Arbeit, Arbeit, Arbeit, Arbeit. Ich mach das
nicht, weil ich es machen muss. Ich liebe es zu arbeiten, ich liebe es
beschäftigt zu sein. Also, ja, ich bin eine „Po-Wermition."
Christian:
Nun, erzähl uns vielleicht … also, was machst du, wenn du Zeit hast
zu entspannen, nach den Shows, nach Studio-Sessions oder allgemein?
Kim:
Wenn ich Freizeit habe?
Christian:
Ja.
Kim:
Ich liebe es zu laufen. Wir haben ein Ferienhaus in Santa Barbara,
welches wir sehr selten besuchen. Aber da gibt es einen Platz auf den
Boot-Docks, ein Pier mit dem Namen „Brofy Brothers" und wir sitzen immer
da draußen bei der kleinen Bar und haben unsere Salate und (?), wir
nehmen uns einfach die Zeit und sitzen einfach da und entspannen,
schauen uns das Meer und den Sonnenuntergang an und gehen zurück und
legen uns an den Pool. Das ist für mich absolute Entspannung, wenn kein
Telefon klingelt und ich mich nicht um meine E-Mails zu kümmern brauch.
Christian:
Klingt so, als wärst du ein sehr romantisches Mädchen….
Kim:
Ich wünschte, ich wäre so romantisch, wie mein Ehemann mich gerne
haben würde.
Ich konzentriere mich sehr auf die Arbeit. Ich muss also die Zonen
umschalten und sagen: „Okay, Zeit die Person zu wechseln! Hol’ Luft und
denk an das was im Leben wirklich wichtig ist."
Christian:
Was denkst du? Wo wirst du in fünf Jahren sein?
Kim:
In fünf Jahren werde ich zehn Nummer 1 Hits haben, alle von meiner
CD…
Eigentlich ist das wichtigste Ziel was wir jetzt haben, seit dem ich
eine neue Künstlerin bin, ist … wir haben im Crystal Palace nun seit elf
Jahren gespielt und ich bin so an die Buckaroos als eine Familie
gewöhnt. Sie sind wie Brüder. Ich musste also eine neue Band für mein
eigenes Projekt gründen und wir gehen auf Tour: wir haben unsere erste
Show am 3. oder 4. Juli. Wir gehen auf Tour als „Kim McAbee and Seven
Standard". Ich werde trotzdem noch mit den Buckaroos spielen, so lange,
wie sie das in Bakersfield machen. Es ist ein toller Platz für Touristen
und es ist wundervoll für mich, weil ich so einer breiten Menge
vorgestellt werde. Also werde ich beides machen und in zehn Jahren werde
ich mehr Gas geben als je zu vor [lacht].
Christian:
Mich würde interessieren, was du vor deiner Musikkarriere gemacht
hast.
Kim:
Musik habe ich schon immer geliebt. Ich habe aber nie dran gedacht,
das professionell zu machen, also habe ich sehr früh geheiratet: ich war
achtzehn, als ich geheiratet habe und Mutter mit neunzehn.
Christian:
Oh, so schnell?
Kim:
Sehr schnell! Ich bin noch zur Schule gegangen und hab in einem
Super-Markt gearbeitet. Wenn du mich also nach meiner Arbeit neben der
Musik fragst: Ich hab immer meine eigene Buchhaltung gemacht. Mein
Ehemann hat vier Firmen, für die ich alle die Buchhaltung mache und auch
für meine eigene Musik-Firma mach ich die Buchhaltung. Also, ich denke,
das würde ich immer noch machen, wenn ich mich nicht in die Musik
reingewagt hätte.
Christian:
Nun, ich weiß, dass du eine tolle Website hast. Kannst du den Fans
erklären, wo sie dort was finden können?
Kim:
Ja, ich hab manche Personen sehr verwirrt, als ich versucht habe,
diese Website zu programmieren. Wir versuchen immer noch mit all den
Myspace-Seiten klarzukommen.
Aber ich habe eine tolle Website, man kann auf
und die Seite ist großartig. Ich hatte jemanden, der mir dabei geholfen
hat. Ich hab versucht alles selber zu machen, aber es ist ein sehr
kompliziertes Ding, was man da fertigbringen muss. Wir hatten also
jemanden, der uns dabei geholfen hat. Es ist eine tolle Website.
Christian:
Ich weiß, dass myspace einen Chatroom hat. Bist da manchmal zum
chatten mit Fans?
Kim:
Ja, man kann dahin kommen oder man kann auch die Blogs lesen oder
sich zu den Freunden eintragen und natürlich auch alle Kommentare
loswerden, die man gerne loswerden will.
Christian:
Gibt es eine Chance, dass dich deine eurpäischen Fans man zum Konzert
in Europa sehen können?
Kim:
Wir hoffen, dass das sehr bald geschehen kann. Eines unserer größten
Ziele für nächstes Jahr ist, so viele Auftritte wie möglich zu bekommen.
Und ein Ziel ist es für ein Konzert nach Europa zu kommen. Das würde wie
Urlaub für uns sein.
Christian:
Hast du schon einmal Urlaub in Europa gemacht?
Kim:
Ich war noch nie in Europa in den Ferien. Ich bin bis jetzt nur nach
Hawaii gekommen. Ich singe jetzt jedes Wochenende der letzten siebzehn
Jahre und ich will endlich mal dort hin und es außerhalb von Kalifornien
machen.
Christian:
Letzte Frage: Welche Nachricht hast du für deine Fans weltweit?
Kim:
Zum Konzert kommen und Spaß haben. Kümmert euch nicht, was richtig
oder falsch ist. Lehnt euch zurück und genießt es einfach und seht, dass
ich auch deswegen da bin. Ich habe nicht die Absicht irgendwen schlecht
zu behandeln. Ich will das jeder eine großartige Zeit hat und das steckt
auch alles in der Musik.
Christian:
Vielen Dank, Kim, für das Interview.
Kim:
Oh danke dir, das weiß ich zu schätzen.
Christian Lamitschka (