Interview mit Songwriter Levi Hummon

Jess sprach mit dem Songwriter Levi Hummon aus Nashville/ Tennessee.

Er sprach über seine neue EP, dem Songwriting und einigem mehr…

Jess: Hallo Levi,

es freut mich, dass wir Gelegenheit haben kurz miteinander zu sprechen.

Meine beiden Kollegen Ina und Susi haben dich letztes Jahr bei den CMA Songwriter Series kennengelernt, vielleicht erinnerst du dich?

Wie hat dir Deutschland gefallen?

Levi: Na klar, erinnere ich mich. Das war eine meiner Lieblingsshows!

Ich habe es wirklich genossen, in Deutschland zu sein. Ich spielte in Berlin und in der Nähe von München für die US-Truppen.

Ich wusste nicht, wie groß Deutschland war, bis wir dort ankamen. Es hat Stunden gedauert, es kam mir vor wie eine Ewigkeit vom Militärgelände bei München bis nach Berlin zu fahren.

Ich liebe die ganze Landschaft in Deutschland und ihr habt einige der besten Tankstellen an denen ich je war.

Und ich liebe das Wiener Schnitzel!!!

Jess: War es das erste mal dass du bei den Songwriter Series dabei warst?

Levi: Also haben wir die Songwriter-Series in Kanada gemacht, aber es war mein erstes Mal in Deutschland. Im vergangenen Herbst ging es dann nach Großbritannien und Schottland.

Wir sind viel um die Welt gereist für die CMA-Serie gereist und die Series waren ein großartiger Partner für uns Musiker.

Jess:Dein Vater ist der Grammy-prämierte Singer / Songwriter Marcus Hummon. Er schrieb Songs für Künstler wie die Dixie Chicks, Sara Evans oder Tim McGraw.

Schreibst du auch für andere Künstler?

Levi: Ja, ich schreibe schon lange mehr für mich und meine eigenen Projekte. Aber ich habe auch Songs für andere Leute in der Vergangenheit geschrieben.

Ich habe z.B.: einen Song für Steven Tyler von „Aerosmith“ geschrieben, ich habe eine seiner Singles namens „Red White & You“ geschrieben, und ich habe ihn getroffen und einen ganzen Tag bei ihm verbracht, was wirklich cool war.

Jess: Ich liebe dein Lied „Love Heals“ mit Alison Krauss.

Du hast es für deine Mutter geschrieben, oder?

Wie ist das Duett mit Alison Krauss zustande gekommen?

Levi: Ja, meine Mutter hat hier in Nashville eine Organisation namens Thistle Farm gegründet. Die Organisation hilft Frauen mit einem Hintergrund von Drogenabhängigkeit und Prostitution.

Im Grunde genommen beschäftigt sie Frauen, um Kerzen, Bath & Body Seifen, Lotionen und alle möglichen tollen Sachen herzustellen.

Das ganze begann im Grunde genommen hinter einer Kirche und jetzt haben sie dieses riesige Lager hier in Nashville und sie verkaufen an dieses Unternehmen namens Whole Food. Ich denke es wird zu einem der größten Dinge in den Staaten werden um Frauen auf dem unternehmerischen Weg zu helfen .

Ich würde sagen, ich wurde ich von meiner Mutter und der Arbeit und den Frauen von Thistle Farm inspiriert.

Und der einzige Weg, wie ich dem ganzen Tribut zollen kann, war ein Lied zu schreiben. Also habe ich dieses Lied mit meinem Vater und Tom Douglas geschrieben, der auch ein Grammy-prämierter Songwriter ist.

Wir schrieben also das Lied „Love Heals“ und ich schickte es Alison Krauss und fragte, ob sie das so gut fand, um ihre Stimme darauf zu legen.

Am nächsten Tag antwortete sie, dass sie gerne versuchen würde, Zeit dafür zu finden und wir machten es und veröffentlichten es schließlich.

Ich habe dann eine kleine Tour mit Alison Krauss gemacht. Ich habe ungefähr fünf Shows mit ihr gemacht und es hat super Spaß gemacht.

Jess: Du warst bei einem Label unter Vertrag aber bist ausgestiegen um DEIN Ding zu machen. Ein großer mutiger Schritt. Hast du es jemals bereut?

Levi: In der Country-Musik war es lange Zeit so: Du suchst einen Weg Deine Musik rauszubringen. Also gehst du nach Nashville, versuchst einen Deal zu bekommen, ins Radio zu kommen usw. und entweder du wirst es schaffen oder nicht. So war es lange Zeit.

Aber jetzt, mit Dingen wie Spotify, Amazon Musik, Apple Musik und YouTube und all diesen Streaming-Plattformen, ist es nicht mehr nur Radio in den Vereinigten Staaten.

Es geht darüber hinaus, es gibt neue Fanbasen. Die Leute sind hungrig nach Musik und erlauben einem Künstler wie mir, ein unabhängiger Künstler zu sein. Ich brauche kein vollständiges Label

Ich brauche kein großes Label, um meine Musik zu Leuten zu bringen.

Also, Spotify und all diese Streaming-Dienste …. Instagram ist der Grund, dass ich in der Lage war, ins Ausland, nach Orten wie Deutschland und Großbritannien und Kanada zu gehen und dort Fans zu gewinnen.

Ich denke nicht, dass das mit einem Label passiert wäre.

Ich denke, es war besser, ein unabhängiger Künstler mit dieser neuen Plattform für Musik zu sein.

Jess: Heute wird deine zweite EP „Patient“ veröffentlicht.

Wir durften schon hören … großartige Songs!

Bitte erzähl uns etwas über die EP und die Songs.

Levi: Ich war die letzten zwei Jahre unterwegs und habe einen Vertrag bei Sony ATV hier in Nashville unterschrieben.

Ich habe im Grunde ein Projekt gemacht, bei dem ich Songs geschrieben habe.

Ich wollte eine Gruppe von Songs zusammenstellen, die sich gegenseitig ergänzen und ähnlich produziert wurden, aber unverwechselbar genug, um einen eigenen Titel und eine eigene Geschichte zu haben.

Mit jedem neuen Titel traf ich einige meiner Lieblings-Songwriter in Nashville, die versuchten, eine Geschichte darüber zu schreiben, was ich in den letzten zwei Jahren unterwegs gemacht habe und was die Zukunft bringt.

Mein Lieblingslied auf der kommenden EP ist ein Song mit dem Titel „I still do“.

Ich habe vor ungefähr einem Jahr eine Trennung durchgemacht und ich schreibe nun seit ungefähr einem Jahr über diese Trennung.

Jetzt versuche ich herauszufinden, wie ich mein Geld aus der Trennung herausholen kann. (lacht)

Ich liebe alle meine Lieder sie sind für mich wie meine Kinder.

Ich liebe keinen Song mehr als andere, sie haben alle unterschiedliche Gründe, warum ich sie geschrieben und veröffentlicht habe.

Das Lied „Patient“ zum Beispiel, den Titel selbst hatte ich lange in meiner Tasche.

Ich war so geduldig, dass diese neue EP herauskommen wird.

Ich habe versucht herauszufinden, welche Songs ich aufnehmen und was ich tun soll, also dachte ich, „Patient“ wäre der perfekte Titel für die EP.

Damals kam ich ins Studio und fing an darüber zu reden und plötzlich verwandelt sich das Lied in ein Lied über ein Mädchen. Und in Nashville ist das irgendwie hoch, es funktioniert aus irgendeinem Grund, ich liebe diesen Song einfach, es ist wirklich ein lustiger Song und es macht spaß ihn live zu spielen.

Ich wollte, dass die Hälfte der Songs Up-Tempo ist und ein bisschen Herzschmerz hat, weil Leute in meiner Altersgruppe damit etwas anfangen können.

Jess:Levi, wir haben ein Projekt auf unseren Social-Media-Kanälen gestartet, wo deine Fans Fragen stellen können. Auf geht’s:

Brian fragt:

Ich habe gelesen, dass du ein großer Fan der Ramones warst. Welches ist dein Lieblings Song von den Ramones?

Levi: Oh, es ist Blitzkrieg Bob!

Ich bin ein großer Fan der Ramones und von The Clash. Als ich aufwuchs, war „London calling“ von „The Clash“ einer meiner Lieblings-Punkrock-Songs.

Dann gab es „The Dead Kennedys“, die hatten großen Einfluss auf mich.

Ich liebte alles, von der Punk-Szene über „Bob Dylan“ bis hin zu „Outcast“, „Baha Men“ und „Ricky Martin“ und all diese verrückten Sachen.

Mein Musikgeschmack ist wirklich groß, weil ich Melodie und Texte mag und verschiedene Sachen mich inspiriert.

Susann möchte wissen:

Letztes Jahr im Juli gabst du dein Debüt in der legendären Grand Ole Opry – Erinnerst du dich an diesen Moment in der Opry?

Levi: Ich habe gerade am Dienstag wieder in der Opry gespielt und es wr großartig!

Ich habe zwei Shows gemacht und ich habe Tom Hanks und Tim McGraw Backstage kennengelernt, was sehr spaßig war.

Ich habe ein Foto mit ihnen gemacht, das für mich eine Art Lebenswerk war.

Ich erinnere mich an die Opry, bei meinem Debüt, es ist wie ein historischer Spaziergang.

Ich hatte meinen Vater dabei und er kam heraus um einen Song mit mir zu singen, das war war wirklich wunderschön und er hat geweint.

Claire fragt:

Können wir bald auf ein Album hoffen?

Levi: Ja ich arbeite daran. Diese EP ist wie Teil 1 von 2. Ich bin wirklich aufgeregt weiter Musik zu machen. Ich habe in den letzten Jahren mehr als 400 Songs geschrieben, also muss ich definitiv mehr Musik veröffentlichen.

Melanie will wissen:

Mit wem würdest du gerne ein Duett singen?

Levi: Mein Traumduett war Alison Krauss! Ansonsten würde ich liebend gerne mit Miranda Lambert oder Katy Perry zwei meiner Lieblingssänger aller Zeiten singen. Ja, die beiden sind die nächsten auf meiner Liste.

Jess: Also, wir sind jetzt fast fertig. Nur noch eine Frage.

Können wir bald auf einige Shows in Deutschland hoffen?

Levi: Ich arbeite gerade daran einen Weg zu finden um bald wieder nach Deutschland zu kommen. Ich freue mich jetzt so schnell wie möglich wieder zu kommen, ich liebe euer Bier (lacht). Ich weiß auch, dass gerade irgendwo in Deutschland Oktoberfest ist.

 

Danke an Levi für dieses nette Interview. Wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen!

 

Mehr Informationen über Levi Hummon und seine neue EP „Patient“:

http://radi.al/levihummonpatient

http://levihummon.com/