Interview mit Mario von Chilli & Mario

Auf der Suche nach neuer guter Musik, bin ich vor einiger Zeit auf die Band Chilli & Mario feat. Roadkillblues gestoßen.

Der Song „Fingerprints“, aus dem gleichnamigen Debütalbum, hat mich schwer beeindruckt und meine Neugierde, mehr über diese Band zu erfahren war geweckt.
Als ich dann bei meinen Recherchen mehr über die Geschichte bzw. das entstehen von Chilli & Mario feat. Roadkillblues, erfahren habe, dachte ich mir:“ so fangen gute Musikfilme an !“

Lest hier, was uns Mario in einem kleinen Interview erzählt hat.

Jessica: Hallo Mario, erstmal vielen Dank dass Du dir Zeit nimmst uns einige Fragen zu beantworten.
Als ich euer Album – Fingerprints- zum ersten Mal sah dachte ich mir: Ok, du kennst beide Gesichter, aber aus verschiedenen Bands.
Du bist seit Jahren erfolgreich mit den Foggy Mountain Rockers und anderen grossartigen Projekten unterwegs, während Chilli ebenfalls schon seit Jahren mit Ihrer Band – Chilli & the Baracudas-, für gute Musik sorgt.
Wie kam es schließlich dazu dass ihr euch neben euren eigenen Projekten dazu entschlossen habt, „gemeinsame Sache“ zu machen?

Mario: Ich habe Chilli vor ca. 4 Jahren bei einem Gig in Bremen kennengelernt.
Ich war mit den Foggy Mountain Rockers unterwegs und es war einer dieser magischen Abende! Super Bands tolles Publikum und Freibier… An dem Abend ist eine tolle Freundschaft entstanden die schlussendlich zum Chilli / Mario Projekt geführt hat.
Auf diesem besagten Konzert hat mir Chilli ihre erste LP geschenkt die ich voller Erwartung daheim abspielte. Ich wurde nicht enttäuscht. Nicht nur das diese kleine Frau, live, eine riesige Stimme hat, nein auch auf Vinyl hauten mich Chilli & the Barracudas um. Außerdem gefielen mir auch ihre Texte sehr gut und ich erkannte mich nicht nur in ihnen wieder, ich hatte das Gefühl, das wir auch auf einer Ebene solchige verfassen.

Jessica: Dein Interesse an einer Zusammenarbeit war also geweckt. Wie ging es dann weiter? Ich meine Du wohnst in Deutschland, Chilli in Österreich. Da kann man ja nicht mal eben kurz rüber gehen und ein Album zusammen aufnehmen?

Mario: Ich wollte unbedingt mit Ihr ein Lied zusammen aufnehmen. Also schrieb ich desperate souls und schickte ihr die Idee. Sie war so angetan das sie ihrerseits die 2te Hälfte an Lyrics dazu steuerte.
So fing alles an. Ein Lied das jeder in seiner Band interpretieren wollte.
Da wir allerdings so enthusiastisch waren und so viele Ideen hatten, war uns schnell klar, dass man mehr daraus machen müsste, als nur einen Song zu teilen.

Jessica: Ok, und dann habt ihr euch immer wieder Songs hin und hergeschickt?

Mario: Nein, nachdem wir genügend eigene Songs zusammen hatten bin ich dann nach Wien geflogen um zu schauen ob der Spirit auch von Angesicht zu Angesicht stimmt.
Es war der Hammer. An diesem Wochenende haben wir 12 eigene Songs ausgearbeitet.
Nun fehlten noch Musiker die auch so überzeugt von den Liedern waren wie wir.

Als erstes viel mir Richard “ Rich“ Schuurs ein. Der mit mir in den Bands Backdraft und Blackmagic spielt.
Rich ist nicht nur ein guter Schlagzeuger, sondern auch ein fantastischer Sänger, der immer begeistert bei der Sache ist.

Am Bass wollte ich jemanden der frischen Wind mitbringt.
Durch eine Aufnahmesession mit Richs alter Band 57 Fairlain kannte ich Harold van Lierop.
Er ist ein Urgestein der Niederländischen R’n’R Scene und hat unter anderem bei Pipline 61 gespielt. Das muss so in den 80gern gewesen sein.

Last but not least kam Chilli mit Sören Heinze um die Ecke, Sänger und Piano Player von seiner Band Big Bad Shakin‘. Den hatte Chilli auf einem Konzert in Wien kennen gelernt und hat ihm von dem Projekt erzählt. Sören war mir kein unbekannter, hatten wir doch ein „lustiges“ Wochenende mit unseren Bands in Finnland gehabt, Jahre her…

So ist es dazu gekommen das sich Musiker aus verschiedenen Städten und Ländern übers Wochenende in Holland getroffen haben um ein Album auf zu nehmen.

Jessica: Wow, ich bin echt beeindruckt! Man merkt dass ihr alle Musiker mit Leib und Seele seid. Wieviele Songs sind denn letztendlich zustande gekommen und bist Du mit dem Ergebnis zufrieden?

Mario: Das Ergebnis ist meiner Meinung nach hervorragend! 17 Songs davon 15 eigene Nummern.
Von Rockabilly über Counrty bis hin zu souligen Nummern.
Als ich Andy Widder, von PART Records, von dem Projekt erzählte war er direkt begeistert. Ohne auch nur einen Song gehört zu haben wollte er gerne die CD herausbringen.

Jessica: Liest man sich die Rezessionen zu eurer CD durch, findet man nur positive Kommentare. Ihr kommt also sehr gut an.
Wie wird es in der Zukunft mit euch weitergehen? Können wir uns auf weitere Auftritte wie z.B. wieder auf dem Rock N Roll Weekender in Walldorf hoffen?

Mario: Ja Walldorf war klasse und sich mit dieser Band und Musikern eine Bühne zu teilen war grossartig. Gerade Sören ist eine Rampensau bei der man auf alles gefasst sein sollte.
Leider ist das aber nur ein Projekt gewesen. Und vielleicht gehen wir alle nochmal ins Studio für eine zweite Scheibe. you will never know!

Zur Zeit war ich busy mit meiner Haupt Band den Foggy Mountain Rockers und meiner zweit Band Backdraft.
Jetzt heisst es erst mal wieder neue Ideen sammeln und Gelegenheiten erkennen.

Jessica: Hey Mario, wir bedanken uns bei Dir für dieses tolle Interview und wünschen euch beiden weiterhin viel Erfolg mit all euren Projekten. Wir sind echt gespannt, was noch so kommt!