Interview mit Ashley Campbell

Jess sprach mit Ashley Campbell, der Tochter des legendären Glen Campbell, während ihrer Tournee im September.

Jess: Ashley, du spielst diesen Monat zwei Shows in Deutschland.

Ashley: Ja, ich spiele morgen in Berlin und am nächsten Abend in Köln.

Jess: Und im Oktober bist du Teil der CMA Songwriters Series in Hamburg. Ist es das erste Mal, dass du Teil den Songwriter-Series dabei bist?

Ashley: Ja, das stimmt!
Und ja, es ist mein erstes Mal und ich bin sehr aufgeregt. Ich kenne die meisten Songwriter mit denen ich zusammenarbeite, also wird es wirklich cool sein, mit ihnen auf der Bühne zu stehen.

Jess: Klingt, als werdet ihr viel Spaß haben.

Ashley: Oh ja, definitiv!

Jess: Bist du das erste Mal in Deutschland? Und hast du Zeit für ein wenig sightseeing?

Ashley: Ja, es ist mein erstes Mal, und ich wünschte, ich könnte etwas von dem Land sehen, aber morgen kommt meine Band und wir haben leider keine Zeit. Ich denke, wir gehen nur ein bisschen durch das Hotel und machen uns für unsere Shows bereit.

Jess: Lass uns ein bisschen über dein Album sprechen, “The Lonely One“, welches Anfang dieses Jahres veröffentlicht wurde.
Wie würdest du dein Album beschreiben?

Ashley: Oh, lass uns sehen … Der Sound ist eine Mischung aus all der Musik, die ich mag, also ist es eine Art Country, Pop, Americana Album. Der Titel des Albums, “The Lonely One“, ist zum einen Teil der Titel weil es einen Song namens „The Lonely One“ gibt. Wenn Du das Album anhörst wirst du außerdem immer wieder Aspekte der Einsamkeit bemerken.

Jess: Wie lange hat es gedauert, das Album fertigzustellen?

Ashley: Ich habe die Songs im Laufe von ungefähr 4 Jahren geschrieben.
Es sind alles Songs die ich schrieb als ich nach Nashville gezogen bin. Sie sind ein Teil meiner Nashville Reise.

Jess: Kannst du uns etwas über die Arbeit im Studio erzählen?

Ashley: Ich habe das Album gemeinsam mit meinem Bruder Kyle Campbell produziert, als er ein Studio in seinem Haus in der Nähe von Los Angeles hatte. Ich verbrachte zwei Monate damit, an dem Album zu arbeiten und Musiker einzubringen. Mein Bruder geht leider nicht mit mir auf Tour, er bleibt in Los Angeles.

Jess: Welche Songs aus dem Album bedeuten dir am meisten?

Ashley: „Nothing days“ ist ein Lieblingslied auf dem Album, weil es glücklich und hilfreich ist und es ist wie eine perfekte Zeit und eine gute Erinnerung für mich.

Jess: Deine Debütsingle – Remebering -, ist ein Song, geschrieben für deinen an Alzheimer erkrankten Vater Glen. Ich denke, mit diesem Lied sprichst du direkt zu den Herzen vieler Menschen. Denn Alzheimer ist eine sehr häufige traurige Krankheit. Wie ist es für dich, den Song vor Publikum zu spielen? Ich kann mir einfach vorstellen, dass das sehr emotional ist.

Warum ist „Remembering“ nicht auf dem Album?

Ashley: – Remembering – ist der ehrlichste und verletzlichste Song für mich.
Was mir Trost spendet, ist zu hören, dass die Leute sagen, wie viel ihnen das Lied bedeutet.
Ich habe den Song nicht auf das Album genommen, weil er schon seit 2 Jahren draußen war.
Ich denke ich werde ihn jedoch eines Tages vielleicht noch einmal veröffentlichen.

Jess: Du hast deinen Vater auf seiner Abschiedstour begleitet. Würdest du uns etwas über das Gefühl erzählen wie es war, mit ihm auf der Bühne zu stehen?

Ashley: Ich begann mit meinem Vater direkt nach dem College zu touren und fing gerade an Banjo zu spielen.
Ich hatte Angst, zu einer professionellen Show zu gehen, nachdem ich kaum Musik gespielt hatte, aber es war nicht so gruselig, weil ich fühlte, dass mein Vater meinen Rücken stärkte.
Ich hatte das Gefühl, wenn ich versagte, würde mein Vater mich fangen, also arbeitete ich wirklich sehr hart, um es zu verdienen, mit ihm auf der Bühne zu stehen.
Ich habe in dieser Zeit viel gelernt und es war unglaublich, ihn zu sehen, weil es wie ein Meisterkurs in Showmanship war. Ich habe gesehen, wie er seine Energie von der Menge bekommen hat und wenn etwas durcheinandergeraten ist, dass er nicht Panik hat, hat er es einfach abgeschüttelt.

Jess: Du arbeitest mit deinem Patenonkel Carl Jackson zusammen. Wie ist es mit ihm zu arbeiten?

Ashley: Carl Jackson ist einer ihrer größten Banjo Einflüsse für mich!
Er brachte mir fast alles was ich weiß bei und ich liebe es, mit ihm zu arbeiten. Er ist wie ein zweiter Vater für mich und ich bin sehr glücklich, dass wir dieses Banjo- Instrumental auf die Platte bringen konnten.

Jess: Ashley, vielen Dank für deine Zeit, wir wünschen dir eine schöne Zeit in Deutschland und wir hoffen du kommst bald wieder zurück.

Ashley: Ich danke Dir und freue mich schon auf euch in Köln.

P.S. Den Bericht über das Konzert in Köl. Lest ihr hier.

 

Photo: Sean M. Flynn