Hartmut Radowsky im Interview mit Pat & Bell

Hartmut Radowsky, Herausgeber des Online- Magazins „Mir fällt nix ein“ hat im März das Duo „Pat & Bell“ in Berlin getroffen und für uns einen kleinen Plausch gehalten.

Hartmut: Pat & Bell, zwei junge „New Country“ – Musiker muss ich ja sagen. Man unterscheidet ja doch zwischen New und Old.
Die erste Frage, warum New Country?

Pat: Traditionell ist natürlich etwas wunderschönes. Aber New ist der verstärkte Einfluss von Rock und Pop und ist in Amerika wirklich sehr erfolgreich. Es gibt ja viele erfolgreiche Künstler, die Stadien voll machen. Und in Deutschland nehmen wir das jetzt ein bisschen in die Hände (lacht)

Hartmut: Und Ihr macht dann das Olympiastadion voll.

Pat: Hoffentlich. Termin steht noch nicht, aber wir arbeiten dran.

Bell: (lacht)

Hartmut: Bell, du hast ja vorher schon einige Jahre etwas anderes gemacht und da ist natürlich die Frage, wie kommt man denn plötzlich zum Country?

Bell: Country war eigentlich schon immer da – seit meiner Kindheit. Mit den Eagles und Shania Twain bin ich aufgewachsen und meine Mutter hat das rauf und runter gehört und mich somit infiziert. Ich habe diese Liebe für die Countrymusik somit immer in mir getragen, auch Country- Einflüsse in anderen Songs. Ich habe aber dann lange Zeit Cover- Musik gemacht, bis ich irgendwann festgestellt habe, da muss etwas eigenes her und ich muss wieder „Back to the Roots“ – mich wieder der Countrymusik widmen.

Hartmut: Nun ist ja gerade Shania Twain richtig toll, denn diese Frau hat ja eigentlich die Countryszene für die Rock- und Pop Musik verlassen. Ich habe gehört, sie will jetzt wieder zurück kommen und du bist zur Countrymusik gekommen durch ihre alten Lieder „Any man of mine“ und wie sie alle heißen?

Bell: Ja, richtig. Gerade „Any man of mine“ war eines der ersten Lieder die ich auf der Bühne gesungen habe und das ist schon einige Jahre her. Ich muss sagen ihr neues Album ist ja unter einigen Kritikern gar nicht mehr so Country, wie man es von ihr kennt, sehr modern, was nicht vielen gefällt, aber mir gefällt es. Und mir gefällt es vor allem, dass sie wieder zurück ist.

Hartmut: Pat, du hast vorher auch schon Musik gemacht, auch Country?

Pat: Auf jeden Fall. Country habe ich immer geliebt. Ich merke jetzt vor allem, dass alle Songs, die ich in meinem Leben gut fand irgendetwas von Country haben. Und seit 10 Jahren kann ich es auch definieren, dass ich eben vor allem diese New Country Musik so liebe. Und ich selber hab das auch immer so in der Form gemacht. Mein Solo- Album habe ich aufgenommen vor vier Jahren. Das ist ein Singer- / Songwriter- Album, aber es ist Country- Einfluss pur. Ich sage immer, nur wo Country reinkommt kommt auch Country wieder raus.

Hartmut: Faszinierend bei Euch beiden, denn es gibt ja so einen Spruch „Zufälle gibt es nicht“ – wie soll man das denn nennen, dass Ihr Euch getroffen habt, wenn es kein Zufall war? Vorbestimmung?

Bell: Zufall war es nicht. Ich würde ganz klar sagen Schicksal. Das Schicksal wollte es so und ich glaube auch daran. Es ist das Beste Beispiel dafür, dass es Schicksal gibt, dass wir zur gleichen Zeit aufeinander getroffen sind und für beide einzeln der Wunsch da war ein Country- Duo oder New Country Musik zu machen.
Und dann sind wir uns auf der Schauspielschule begegnet und haben schnell festgestellt, dass die Stimmen gut zusammen passen – was ja auch nicht so selbstverständlich ist, dass die Harmonie wunderbar zusammen klingt – und mussten uns dann zusammen schmeißen und ein Duo gründen. (lacht)

Hartmut: Pat, wie schwer ist es dann, wenn man vom Solisten zum Duo kommt?

Pat: Gar nicht schwer. Es ist eigentlich ein Traum, weil man schwärmt ja nicht von sich selbst, aber wenn man ein Duo hat, kann man ja schon schwärmen. Und ich muss wirklich sagen, dass Isabell mich wirklich 10x besser macht. Es ist wirklich Exponentielles Wachstum und auch das ganze Songschreiben war so bereichernd. Es war keine Arbeit etwas zu verändern. Es ist einfach pure Neuinspiration quasi einen neuen Sound zu erschaffen.

Hartmut: Und damit seid ihr jetzt beide glücklich und arbeitet weiter dran. Single ist da, EP ist da – wie geht es weiter?

Bell: Ja, wir haben schon wieder neue Pläne für eine neue EP, die wir natürlich noch nicht verraten werden, aber es sollte jetzt natürlich kein Stillstand einkehren. Wir haben auch noch vor ein paar tolle Musik- Videos zu drehen. Wir hören nicht auf, es geht immer weiter.

Pat: Was auch noch erwähnenswert ist, wir haben jetzt auch eine Band. Da sind wir auch sehr begeistert davon. Mit der Band wollen wir jetzt verstärkt unterwegs sein, denn das bringt erst komplett unseren Sound auf die Bühne und das macht riesen Spaß mit den Boys.

Hartmut: Damit habt Ihr meine Frage eigentlich schon fast beantwortet, was macht mehr Spaß Duo oder Band?

Bell: Schwierig. Ich kann die Frage eigentlich nicht beantworten, denn beides hat ihre schönen Seiten. Ich liebe es mit Patrick zu zweit zu spielen, weil es pur ist und die Stimmen so toll klingen, aber mit der Band ist es nicht schlechter. Es hat einen ganz tollen eigenen Charakter. Die Jungs sind sehr, sehr tolle Musiker und werten uns noch mal ein Stück auf und zusammen ist es so ein toller Sound den wir da zusammengefunden haben.

Pat: Es ist einfach großartig, dass beides möglich- und da ist. Es ist schon wieder ein Traum.

Bell: Ja.

Hartmut: Dann danke ich Euch, wünsche Euch natürlich für die Zukunft alles, alles Gute und denke, dass wir uns irgendwann wieder über den Weg laufen und dann werden wir sehen wie die Entwicklung weiter gegangen ist. Vielen Dank.

Bell: Vielen Dank.

Pat: Unbedingt. Danke.

 

Wir vom CountryHome bedanken uns bei Hartmut und dem Duo „Pat & Bell“, für das Interview und freuen uns auch in Zukunft etwas von den beiden zu hören.