CountryHome im Interview mit „Mrs.Greenbird“

Mrs. Greenbird spielten bei den fünf Konzerten der ersten Deutschland- Tour von Clare Bowen den Support .

Seit 11 Jahren steht das Duo gemeinsam auf der Bühne, gewann 2012 die dritte Staffel der Casting- Show X-Factor und ist seitdem aus dem Musikbereich nicht mehr wegzudenken.

Susi und Ina sind schon längst „greenfiziert“ (Wortfindung von Susi 🙂 ) und freuten sich, das sympathische Duo während der Tour in München zum Gespräch zu treffen.

Sarah und Steffen plauderten über die Tour, neue Songs und was es demnächst so  interessantes geben wird.

Lest hier das Interview:

Susi: Hallo Ihr beiden, wir freuen uns sehr, dass Ihr Euch die Zeit für ein Interview nehmt.

Als bekannt gegeben wurde, dass Ihr für Clare Bowen den Support spielt haben wir uns vom CountryHome riesig gefreut, denn wir hören nicht nur Clare Bowen gern, sondern auch Euch. Und somit haben wir uns doppelt gefreut.

Sarah: (lacht) Das ist ja süß.

Susi: Wie kam es denn dazu, dass Ihr den Support spielen dürft?

Sarah: Wir haben ja unser letztes Album in Nashville aufgenommen und da hat Tim Lauer bei uns auf dem Album Piano gespielt.

Steffen: Tim Lauer ist der Musical Director von der Serie „Nashville“.

Sarah: Und mittlerweile auch Executive Music Producer und als wir da waren haben wir kurz vorher angefangen die Serie als Reisevorbereitung zu schauen.

Dann haben wir mit dem Tim darüber gesprochen und er hat erzählt, dass er der Clare für’s Fernsehen so ein bisschen zeigt, wie sie auf dem Klavier drücken soll. (Schauspielunterricht auf dem Klavier).

Und als wir wussten, dass Clare nach Deutschland kommt habe ich zu Steffen gesagt, dass ich das sooo gerne machen möchte und dann hat Steffen dem Tim eine Nachricht geschrieben und gefragt ob er weiß, ob sie einen Support mitnimmt oder ob sie einen brauchen.

Dann haben wir ganz lang gar nichts mehr gehört, da habe ich schon gesagt, das klappt bestimmt nicht. Dann wollten wir eigentlich nur mal für Köln anfragen, da wir da direkt um die Ecke wohnen – wir können quasi hinlaufen.

Dann kam wirklich 2 1/2 Wochen vor Tourstart eine eMail, so „Wir hätten Euch gern dabei, habt Ihr Zeit?“

Da haben wir gedacht, Boa krass! Wir haben uns riesig gefreut!

Es war aber auch ein riesen Organisationsaufwand, weil du ja in der kurzen Zeit erstmal alles auf die Beine stellen musst. Bekommst du einen Mietwagen? Welcher Tontechniker kommt mit? Bekommst du noch Hotels?

Ina: Ja, das stell ich mir schwierig vor so kurzfristig.

Sarah: Oh ja, in Hamburg, das war so teuer alles, wegen dem Marathon der da gerade war.

Ina: Stimmt, das hab ich in Eurem Video gesehen.

Sarah: (lacht)

Steffen: Wir haben zum Glück viele Freunde und Verwandte in den Städten und haben uns dann privat untergebracht zum großen Teil, was echt toll war. Denn so kurzfristig günstige Hotels in den großen Städten zu bekommen ist echt ein Drama. (lacht)

Susi: Ja das ist ja dann toll, dass alles trotzdem so gut geklappt hat.

Sarah: Ja, total toll.

Susi: Wie habt ihr die Tour denn bisher erlebt? Drei Konzerte waren es ja schon.

Sarah: Sehr schön und sehr aufregend. Ich merke schon, dass ich sehr aufgeregt bin. Ich ärgere mich dann so, weil ich merke, dass ich sehr angespannt bin bevor es los geht.

Man weiß ja nie, wie es wird. Freuen sich die Leute, dass man da ist oder nicht? Oder sind sie genervt, weil alle Clare hören wollen? Bei Support ist das ja immer so ein Ding.

Aber insgesamt ist es total toll. Wir sind mega dankbar und freuen uns total dabei zu sein. Wir fühlen uns total geehrt.

Susi: Wir freuen uns auch total und es haben bei uns auch einige kommentiert, die sich auch gefreut haben, als es hieß Ihr seid dabei.

Sarah: Oh das ist schön.

Susi: Wir durften ja bei den aktuellen Konzerten schon Euren neuen Song „One Day in June“ hören. Erzählt doch mal bitte für die, die ihn noch nicht kennen, worum es in dem Song geht.

Sarah: In dem Song geht es um einen wunderschönen Tag im Juni und eigentlich geht es darum, dass egal wo man ist, oder wie schlecht es einem gerade geht, oder egal was um einen herum passieren kann, man sich gedanklich immer in einer Art Traumreise an einen schönen Ort beamen kann. Das man also versucht alles schlechte um einen herum oder in einem drin auszublenden und sich irgendwo hin zu beamen.

Da gibt es so Stellen wie „we buried memories like treasure“, also das wir schöne Erinnerungen im Sand verbuddelt haben, die man jederzeit wieder ausbuddeln kann und dass man seine Sorgen ins Meer schmeißt und für immer vergisst.

Also eigentlich geht es darum, dass Leben zu genießen, die Sorgen auszuschalten, sich an schöne Dinge zu erinnern…

Steffen: Eigentlich ist der Song ein Versprechen – ein gegenseitiges Versprechen oder ein Versprechen an sich selbst sich in schlechten Zeiten an die guten Zeiten zu erinnern und sich daran zu erinnern, dass nach jeder schlechten Zeit auch wieder eine gute Zeit kommt, und sich nicht von den schlechten Zeiten runter ziehen zu lassen.

Es ist ein sehr ermutigender Song. Der knüpft nahtlos an unser letztes Album an.

Sarah: (lacht)

Susi: Apropos Album: Der Song erscheint ja – passenderweise – am 1. Juni. Gibt es denn auch schon Pläne für ein neues Album?

Steffen: Ja, die gibt es in der Tat.

Wir sind mit dem Schreiben des Albums fertig, die Songs sind alle da. Wir spielen ja auch auf der Tour mit Clare vier neue Songs.

Die haben wir auch auf einer kleinen Tour letztes Jahr schon getestet und die kamen auch gut an.

Wir produzieren gerade und haben uns dazu entschlossen ein eigenes Label zu gründen, alles selber zu machen, weil wir gemerkt haben, dass wir mehr entscheidungs- und künstlerische Freiheit  haben, wenn wir das selbst machen und mittlerweile – durch die ganze digitale Veröffentlichung und digitale Nutzung – ist das sehr viel einfacher geworden das selbst zu machen, als beispielsweise vor 10 oder 20 Jahren.

Man hat heutzutage viele Möglichkeiten und wir haben ein tolles Team. Wir haben im Laufe der Jahre viele tolle Bekanntschaften geknüpft und haben ein tolles Team aus Promotern und Leuten die uns helfen dabei und wir wollten es einfach mal wissen (lacht).

Sarah: Es ist nicht einfach und man hat natürlich nicht die finanziellen Möglichkeiten, als wenn man ein riesen Label im Hintergrund hat.

Wir könnten uns nie so riesige Plakatwände leisten, wie sie Clare Bowen hat (lacht), die ja bei BMG ist. Das müssen wir natürlich alles etwas kleiner stricken und genau schauen, wo man wieviel Geld investiert.

Aber wir haben gesagt, dass wir das machen und und künstlerisch so ausdrücken, wie es uns gefällt und wie wir meinen, dass der Song klingen muss. Wir hatten mit einigen Labels Kontakt und im Moment ist ja deutschsprachig sehr gefragt und Country ist immer noch ein rotes Tuch in Deutschland.

Ina: Das wird sich wahrscheinlich auch nicht ändern.

Sarah: Nein, vielleicht ein ganz kleines bisschen, aber wir hätten uns einfach zu stark verbiegen müssen. Da so ein Album ja aber für immer ist und dahinter stehen muss, haben wir gesagt wir gehen das Risiko jetzt ein. Es ist ein großes Risiko, aber wir versuchen es jetzt einfach und machen es.

Susi und Ina: Das finden wir sehr gut, vor allem die Einstellung, dass Ihr Euch nicht verbiegen wollt.

Steffen: Das war von vornherein auch sehr wichtig für uns. Wir haben immer gesagt, wir machen nichts, wo wir nicht dahinter stehen.

Man muss immer Kompromisse machen, wenn man nicht alles ganz allein machen will. Da lohnt es sich auch auf andere Leute zu hören, da gibt es ja wirklich Leute die viel Plan haben. Aber gerade für die künstlerischen Fragen haben wir gesagt, dass wir uns zu liebe so unabhängig wie möglich bleiben wollen – wir wollen uns ja im Spiegel dann auch noch anschauen wenn alles fertig ist und sagen „Ja, es war geil, wir haben es so gemacht wie wir wollten“. Und natürlich auch für unsere Fans.

Ina: Ich glaube, das ist es auch was Euch ausmacht. Ich kann mich an die „X-Factor“- Zeit erinnern. Ich habe nie „X-Factor“ geschaut.

Sarah: Hihi. (lacht)

Ina: Da bin ich beim durchzappen hängengeblieben, hab Euch gesehen und dachte ‚Boa, sind die geil. Das muss ich nächste Woche wieder schauen.‘

Sarah: Oh wie schön.

Ina: Das lag aber, glaube ich, auch daran, dass es nicht so verbogen war, das es nicht das war was jeder macht, weil es gemacht werden soll, sondern man hatte das Gefühl, das seid Ihr.

Steffen: Ja, genau.

Susi: Wir waren letztes Jahr übrigens bei Eurer „Careless Heart Duo- Tour“ in Köln. Das war toll. Für mich war es glaub ich das dritte Mrs.Greenbird- Konzert.

Ina: Oh ich glaube, ich bin mittlerweile zweistellig. (lacht)

Sarah: Wow echt? Das ist ja cool.

Steffen: Klar, die sieht man doch überall. (lacht)

Sarah: Na klar, ich kenne Euch, aber ich hab natürlich nicht mitgezählt. (lacht)

Ina: Ich auch nicht (lacht)

Steffen: (lacht) Man kennt natürlich die Gesichter irgendwann. Das ist tatsächlich interessant, dass man sich Leute, die mehr als zweimal da waren und sich auch zu erkennen gegeben haben, merkt.

Ina: Meine Mama war auch schon dreimal dabei.

Sarah: Oh, das ist ja süß.

Susi: Kann man Euch denn dieses Jahr auch wieder auf einer Tour Live erleben? Bisher haben wir leider nur vereinzelte Termine auf Eurer Seite entdeckt.

Sarah: Also es kommen noch welche dazu, da sind wir gerade an der Planung.

Aber nächstes Jahr wollen wir auf jeden Fall touren und hoffentlich auch mal wieder mit Band – spätestens dann, wenn das neue Album dann erschienen ist.

Susi: Da gibt es ja echt einiges, worauf wir und Eure Fans sich freuen können.

Sarah: Ja, ich hoffe. (lacht)

Susi: Dann danken wir Euch für das Gespräch und hoffen, dass wir Euch nach der Clare- Tour bald wieder sehen.

Sarah: Danke. Das hoffen wir natürlich auch.

 

Susi & Ina sagen DANKE für das schöne und lustige Gespräch mit Sarah & Steffen!