CountryHome im Gespräch mit Frank Lange, dem Initiator des Country Music Meeting´s

In genau zwei Wochen (8.-10. Februar 2019) findet in Berlin das 9. Country Music Meeting statt. Grund für uns mit Frank „Franky“ Lange, dem Initiator des Country Music Meeting´s, ein wenig über die Veranstaltung zu plaudern.
Doch Frank Lange ist nicht nur das Country Music Meeting … er ist noch viel mehr und auch darüber hat er uns ein bisschen erzählt.

Susi: Hey Franky,
es freut uns, dass wir vom CountryHome, dieses Jahr beim Country Music Meeting, zum ersten Mal mit einem Infostand, vertreten sein werden.

Noch zwei Wochen sind es bis zum großen Treffen der Country Music in Berlin. Yeah!

Was wird den Besucher an diesen drei Tagen erwarten?

Franky: Hi Susy,
erstmal ein großes Dankeschön, dass du so engagiert bist und das Country Music Meeting schon so lange Zeit unterstützt.
Zur Frage: Was hat der Besucher zu erwarten?
Auf jeden Fall, viel, viel Live Music mit insgesamt 88 Gruppen, Duos und Solo-Acts aus 14 Nationen, die auf 4 Bühnen mit einem jeweils 45 minütigen Show Case zu sehen und zu hören sein werden. Das sind 39,6 Stunden Live Music in drei Tagen. Dazu kommen ja noch das „Kick Off“, am Donnerstagabend und die geliebten Aftershow- Party‘s, am Freitag und Samstag, im American Western Saloon. Da liegen wir dann bei 96 Live Acts mit fast 52 Stunden Live Music.
Klingt doch irgendwie Rekordverdächtig?!
Was auch zum wichtigen Rahmenprogramm gehört, sind die vielen Aussteller, die Outfitwünsche erfüllen können. Viele Infostände, von den teilnehmenden Musikern und Veranstaltern. Dann die auftretenden Tanzgruppen, die das Publikum immer wieder begeistern und dann noch die angebotenen Line Dance Workshops, mit namhaften Tanzlehrern.
Hunger und Durst braucht auch keiner zu leiden, weil vor dem Fontane Haus, Stände aufgebaut werden und im Fontane Haus selbst, kann man sich auch mit Nahrung versorgen. Ich denke mal, dass damit alles beschrieben wurde.

Susi: WOW! Das ist wirklich rekordverdächtig! Soviel Musik an einem Wochenende! Das wird super werden!

Franky, 3 kurze Worte, die das Country Music Meeting beschreiben:

Franky: Die Erfahrung aus den vergangenen 8 Jahren Meeting hat mir gezeigt, dass sich das Event im Fontane Haus, zur Pilgerstätte der Country Music in Europa, entwickelt hat. Was man ja unschwer, an den vielen Internationalen Musikern und Besuchern erkennen kann.

Susi: Ok, es war etwas mehr als drei Worte :))

Die Termine des Country Music Meetings bis 2024 sind veröffentlicht, das ist echt super, dass du schon so weit planen kannst und es ist bei uns selbstverständlich schon im Terminplan drin! Wir hoffen, dass das Country Music Meeting weiterhin so erfolgreich ist und stetig wächst!

Im nächsten Jahr gibt es das 10 jährige… wow! Hast du da schon besondere Ideen/ Gedankengänge?

Franky: Ja, die Planung für 2020 ist schon am köcheln. Kann/möchte aber dazu noch gar nicht ins Detail gehen.
Ich bin aber bei einigen bekannten und beliebten Musikern dran, die in den vergangenen acht Jahren schon mal dabei waren. Gut Ding will Weile haben.

Susi: Das macht uns neugierig! Wir sind gespannt und freuen uns drauf!

Wir finden es super, dass sich das Country Music Meeting so etabliert hat und so viele Künstler/ Aussteller/ Veranstalter weit über die deutschen Grenzen hinaus an zieht. Der Erfolg ist dir von Herzen gegönnt, denn ich kenne dich nun auch schon ein paar Jahre, war bei den Anfängen dabei und trotz des Erfolges bist du bodenständig und vor allem ehrlich geblieben – das schafft nicht jeder 🙂 Respekt!

Franky: Ha Ha Susy, danke aber das ist für mich ein brisantes Thema „Erfolg und Misserfolg – machen und nicht machen“ und bewirkt bei mir einen bitteren Beigeschmack. Ich bin auf meinen Werdegang sehr stolz und denke dazu: „Wir scheißen alle nur im Sitzen und spülen mit Wasser nach“ und es gibt immer zwei Seiten der Geschichte. Erfolg bringt eben auch Neider und Ignoranten, die dir das nicht gönnen, weil sie selber Erfolgsfrei sind oder verkackt haben. Ich kann aber damit wunderbar umgehen und habe das mit dem Neid und Missgunst, immer alles ausgesessen.

Susi: Deine Einstellung ist genau richtig! Behalte sie dir bei und bleib genau so wie du bist!

Franky: Für mich ist das Ganze, Saloon und Meeting, ein riesen Spaß, aber auch teilweise ein „Expencive Hobby“.
Wichtig ist für mich, dass ich seit Jahren Weltklasse Leute an meiner Seite habe, die das Meeting zu dem gemacht haben, wo wir heute stehen! Ich bin da sehr dankbar, dass so viele Leute, zum Erfolg beitragen.
Ob die vielen Musiker, Aussteller, Besucher und meine „Ledernacken und Sherpas“. Es sind mal locker 150 Mitarbeiter, die an dem Wochenende, das Meeting am Laufen halten.
Im vergangenen Jahr, hat es ja einige von meinen „Stützpfeilern“ arg umgehauen. Bodo mit einem Herzinfarkt, Peter mit 260 Atü Blutdruck in den Adern, Daniel mit einer Lungenembolie und meinem Sicherheitschef Danny, mit inoperablen Kehlkopfkrebs. Kann aber mitteilen, dass alle wieder fit und soweit genesen sind, dass sie im kommenden Februar ihren Posten besetzen werden. Wie sagt man doch so schön:
„Na, alles Gesund im Krankenhaus?“ Kann also losgehen!

Susi: Das freut uns sehr, dass alle wieder soweit fit sind! Die Gesundheit ist und bleibt das Wichtigste! Ich/ Wir freue/n uns, Euch alle gesund und munter in zwei Wochen zu sehen!

Du hast ihn ja schon angesprochen, den Saloon. Dein American Western Saloon sollte unbedingt erwähnt werden. Du führst ihn ja mittlerweile nun schon seit 18 Jahren erfolgreich an diesem Standort, er liegt ja direkt am Fontane Haus, in dem auch das Country Music Meeting stattfindet. Schweifen wir mal zurück zu den Anfängen des Saloons… hast du mit diesem Erfolg gerechnet?

Franky: Nein, ich hätte niemals gedacht, dass aus meinem Hobby „Saloon“ eine solche Story erwächst. Dank meiner Frau, die damals meinte: Mach das mal ruhig, das wird schon; habe ich meinen damaligen Job als LKW Fahrer aufgegeben und mich in die Country Music Welt begeben. Vor schlapp 25 Jahren hatte ich fast gar keinen Plan, was Country Music ist. Ich kannte nur Don Williams und Dolly Parton. Damit hat das dann alles angefangen. Na und heute sehen wir ja, dass meine Frau Heike Recht hatte.

Susi: Das war ein guter Rat deiner Frau! Alles richtig gemacht!
Der American Western Saloon ist mittlerweile legendär, ebenso wie deine Burger und die Currywurst 🙂
Was hat dich dazu bewegt, einen Saloon zu eröffnen und Live-Musik mit amerikanischen Essen zu verbinden?

Franky: Ich hatte ja damals auch eine Band, mit der ich Musik gemacht habe. War aber die Richtung Creedence Clearwater Revival und noch rockiger. Mit meiner Band sind wir ab und zu, im alten Western Saloon, aufgetreten. Vor gut 24 Jahren, habe ich mich dann mit der Besitzerin vom alten Western Saloon geeinigt, dass ich den managen darf. Im alten Western Saloon, war ja nichts mit Essen, sondern nur flüssige Nahrung. Vor etwas über 18 Jahren wurde der Saloon, wegen Abriss des Gebäudes, geschlossen und ich bin dann rüber ins Fontane Haus. Da waren die Voraussetzungen eine ganz andere. Aus dem Western Saloon wurde dann der American Western Saloon und da ja eine Küche vorhanden war, musste ich mir ja Gedanken machen, was bieten wir als passende Speisen an. Burger, Chicken Wings und Spare Ribs war ja klar und die Currywurst als „Little Big Horn“, sollte in Berlin dann auch auf der Speisekarte stehen. Ja, Essen passt, dank meiner tollen Küchenmädels, die das richtig gut machen.

Susi: Versucht haben es viele…. geschafft über Jahre hinweg (leider) nur wenige. Dein Konzept scheint aufzugehen. Sicherlich liegt das nicht nur am guten Essen und der Musik, sondern auch am supersympathischen Personal, u.a. deiner „Jackson“. Sie unterstützt dich von Anfang an, oder?

Franky: Jaaa, meine „Jackson“! Sie ist einfach mal ein ganz tolles Mädchen, die wirklich seit 18 Jahren an meiner Seite steht. Wenn ich bedenke, dass sie damals grad mal 18 Jahre jung war und frisch ausgelernt. Es hat mit uns beiden immer funktioniert und wir akzeptieren uns gegenseitig. Egal in welchen Zeiten, ob in ihren beiden Schwangerschaften (Sie hat zwei tolle Kinder mit 11 und 4 Jahren) – Sie war, solange wie möglich, da! Sie war da, wo ich vor vier Jahren einen Spinalen Infarkt hatte und im Rollstuhl saß. Sie war da, wo mir im Januar 2018, der Tumor am Kopf entnommen wurde! Jackson schmeißt den Laden, auch wenn „Herrchen“ mal „Out of Order“ ist! 🙂 Ich bin aber auch immer für sie da und meine anderen Mädels, die lieben mich auch, ansonsten wäre meine „Schnabeltiere“ nicht so lange bei mir. Ich liebe meine ganzen Mädchen, weil sie einfach dazu beitragen, dass der Saloon das ist, was er ist!
Marina, auch schon zehn Jahre dabei, auch Janine, Jenny, Adriana, Becky, alle schon „Bärte“ dabei.
Nicht zu vergessen, Marion Freier, sie war schon im alten Saloon dabei und meine Tanzlehrer Mädels Yvonne und Natalie, auch 16 Jahre dabei! (Komme gerade ins Schwärmen).
Ja nur so funktioniert das im Saloon, weil wir ein tolles Team sind!

Susi: Es ist toll so ein tolles Team um sich zu haben! Das merke ich ja auch hier beim CountryHome…ohne ein funktionierendes und harmonierendes Team klappt alles nur halb so gut!

Naja, und vielleicht liegt der Erfolg auch mit an deiner – ich würde mal sagen – einzigartigen Jack Daniels- Ausstellung hierzulande.

Franky: Naja, es gibt schlimmere Jack Daniels Freaks, nur dass ich meine Leidenschaft öffentlich zur Schau stelle. Die Sammelleidenschaft hat irgendwann mal angefangen und irgendwo musste ich das ja hinstellen. Zu Hause war einfach kein Platz mehr. Also haben wir ein paar Vitrinen zusammen gezimmert und alles reingestellt. Im Saloon wird es einem nicht langweilig, man hat viel zu gucken.

Susi: Ja, wer sich noch nicht umgeschaut hat sollte es wirklich einmal nachholen!

Ich weiß, dass du sozial engagiert bist und jedes Jahr ein Benefiz veranstaltest. Gibt es schon Daten für ein neues Konzert im American Western Saloon?

Franky: Selbstverständlich steht der nächste Termin: Freitag, der 29. November 2019.

Susi: Super! Benefiz… , noch dazu für die jüngsten hier im Land, finden wir Klasse und wir hoffen, dass du auch in diesem Jahr damit viel Erfolg haben wirst und ein schönes Sümmchen nach dem Benefiz überreichen kannst.

Franky: Die Idee dazu, kam ja ursprünglich von Mike Strauss. Wir haben damals, vor 23 Jahren, drüber gesprochen und ich vertrat die Meinung, wenn etwas Gutes tun, dann hier im Bezirk Reinickendorf. Darum ja der Spruch „Hilfe fängt vor der Haustür an“! Das Ganze ist zwar nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber wir alleine können nicht die Welt retten, haben aber das gute Gefühl, ein wenig mit beizutragen. Gerade die Kiddies, müssen bespasst werden und das kostet eben Geld. Danke auch an dich, dass du dich in diesem Jahr mit einklinkst. Mit deiner Unterstützung, werden wir ja zum kommenden Country Music Meeting eine Gitarre versteigern, die vorher von den Teilnehmenden Musikern paraphiert wird. Auf das unterschriebene Einzelstück, sollte dann auch hochpreisig geboten werden, damit sich diese Aktion auch rechnet.
Warten wir es ab, was dann bei der Auktion, kurz vor der Abschlusssession mit Mike Strauss, passiert.

Susi: Ja, wir vom CountryHome finden, gutes muss unterstützt werden … und auch ein „kleiner Tropfen“ ist so wichtig… und wir hoffen natürlich, dass wir mit der Gitarre eine gute Summe für die Kiddies zusammen bekommen. Ich denke und hoffe, dass die Country Music Fans ein großes Herz haben … aber wie wir das bei deinen Benefiz- Veranstaltungen gemerkt haben, scheinen sie das ja wirklich zu haben! Ich bin da ganz optimistisch 🙂

Oh Mann, bei so viel reden wird einem ganz trocken im Mund 🙂

Kommen wir da doch noch mal zu den Köstlichkeiten des American Western Saloons… Jack Daniels ist die eine Leckerschmecker Flüssignahrung, aber jetzt hörte ich etwas von Bier? Was hat es damit auf sich?

Franky: Ach das mit meinem Bier, war eigentlich eine „Schnapsidee“.

Susi: Naja, man merkt ja, dass deine „Schnapsideen“ immer volle Kanne nach oben schießen 🙂

Franky: Es hat sich so ergeben, dass bei Jackson um die Ecke, eine kleine Mikro Brauerei eröffnet hat. Habe dann mit dem Brauer gesprochen, was für Biere er uns brauen kann und nun kommt „Franky’s Wet Bread“ in Flaschen und vom Hahn. Das Flaschenbier heißt zwar auch „Wet Bread“, hat aber den Titel „Jackson’s Fruit“ und „Jackson‘s Springbreak“ und ist kein Pilsener, wie das Fassbier, sondern die eine Sorte als Weizenbier mit leichtem Erdbeer-Melone Geschmack und die andere Flaschenbiersorte ist ein Pale Ale, mit Zitrusaroma.
Zum Country Music Meeting werden diese Biere an allen Tresen und auch im AWS zum Verkauf angeboten.

Susi: mmmmhhh!!! Diese „Schnapsidee“ klingt sehr sehr lecker und wird getestet! 

Und nun haben wir uns lang Kulinarischen Köstlichkeiten und gute Musik unterhalten, jetzt sollten wir beide mal wieder etwas arbeiten 😉

Ich freue mich, mit meinem Team, in zwei Wochen beim 9. Country Music Meeting dabei zu sein und ich hoffe, dass wir auch vor Ort die Zeit finden etwas zu plaudern…

Franky: Das werden wir schon irgendwie hinbekommen, dass wir uns persönlich austauschen werden.
Ich danke dir, für das nette Gespräch, bleib Gesund und habt eine stressfreie Anfahrt, nach Berlin.

Susi: Danke! Bis dahin… Alles Gute und Danke für deine Zeit!

 

Und für alle, die noch mehr über das Country Music Meeting und den American Western Saloon wissen wollen, gibt es hier noch die Links zu den Webseiten:

www.western-saloon.de
www.countrymusicmeeting.de