Musikalische Mundart - Akrobaten begeistern

Die Vorgeschichte:

Es war 2001, da rief mein Freund Bruno Wilfahrt bei uns an. „Ich habe am Samstag Live- Gäste bei mir“, sagte er. Bei mir, dass ist die Country-Sendung von Radio Ramasuri in Weiden, die Bruno moderiert. Es ist zwar nicht direkt Country, aber für Amerikafans sicher interessant. Es sind zwei Oberpfälzer, die haben auf Songs von Bruce „The Boss“ Springsteen, eigene Texte in Mundart gemacht. Gefällt mir gut, dass müsst Ihr Euch einmal anhören. Das ließen wir und nicht zweimal sagen und so kamen wir in Bruno’s Sendung und waren positiv überrascht von Hubert Treml und Franz Schuirer. Jetzt trafen wir sie wieder einmal und sie sind Ausnahmemusiker, die eigentlich in keine Schublade passen. Aber wir hatten wieder einen herrlichen Abend mit Ihnen.

Selb- Mit einem Unterhaltungsfeuerwerk auf höchsten Niveau begeisternden Hubert Treml und Franz Schuier das Publikum im Kleinen Saal des Rosenthal- Theaters. Kulturamtsleiter Hans Peter Goritzka begrüßte die Gäste höchstpersönlich, freute sich über das volle Haus und stellte das Kleinkunst-Duo kurz vor. Zum erstemal waren sie 2003 in Selb. Sie nannten sich b.o.s.s., im Programm hatten sie Songs vom amerikanischen Sänger und Songwriter Bruce Springsteen. Der ist in der Musikwelt als der „Boss“ bekannt. Treml und Schuier gaben seinen Welthits selbstgemachte Texte im oberpfälzer Dialekt und ihr Name b.o.s.s. bedeutete „brucig Ogrichte singa Songs“. Die beiden Mundartakrobaten nahmen sich dann auch Elvis vor. Unter dem Titel „Elvis lebt in Untergammelsdorf“ vertonten sie auch die Songs vom „King of Rock“ in den oberpfälzer Slang. Auch mit der Tour machten sie Station im Rosenthal- Theater und hinterließen nur den allerbesten Eindruck. Mit ihren neuen Programm „Draah di und schrei“ gaben sie den Welthits der  Beatles ihre neuen Texte. So wird aus „Yesterday“, dass „Spiegelei“ und „Yellow Submarine“ wird zum „pieselgelben Unterseeboot“. Die beiden Vollblut- Musiker und Entertainer begeistern mit Wortwitz, perfekt gespielter Musik und treffen Herz, Seele und Zwerchfell des Publikums gleichermaßen. Sie spielen mit ihrem Publikum und das klatscht und singt, willig und freudig, mit.„Da Mike“, das ist der „Bienermichl“, „A hoarter Dooch“, „Wöi a Madonna“ oder einfach „Höi“ heißen die Lieder an diesem kurzweiligen Abend. Mit „Rock’n Roll Music“ fetzen sie einmal richtig los und bei „Tanzn an sieben Dooch“ ist das Publikum wieder mit eingebunden. Bei soviel Begeisterung dürfen die Beiden natürlich nicht ohne Zugaben von den Bühne. So legten sie noch einmal  los. „Ei in de Tschechei“ (das passt in diese Gegend) und mit dem deftigen „Er bringt den Arsch nimmer houch“ verabschieden sie sich endgültig aus Selb, aber kommen sicher einmal wieder.

Unter www.treml-schuier.de gibt es alle Infos über die Beiden


Peter und Uschi

 
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