Klasse statt Masse - Country Music Meeting im Fontanehaus

THIS PLACE IS HEE HAW!!!  ..lautete die Ankündigung und der „Hee Haw!- Ruf“  zog sich durch das Drei- Tage Spektakel im Fontane- Haus. Veranstalter Frank Lange wollte die Country Music wieder ins Berliner Fontane Haus zurückbringen und seine Vorgabe war „Klasse statt Masse“, weil bei den letzten Veranstaltungen hier kaum mehr Luft zum atmen blieb und man nur noch durch das Haus geschoben wurde. Für uns war der „Neustart“ gelungen. Wir trafen wieder viele alte Bekannte, nette Kollegen, konnten bei allen Konzerten bequem sitzen und die klasse Musik genießen.
Wenn man Bilanz zieht ist es immer schwierig ein positives Urteil abzugeben. Wenn man sein persönliches Highlight favorisiert ohne jemanden zu benachteiligen, denn jeder Künstler gibt sein Bestes und das gestehen wir wirklich jedem gerne zu.
Im großen Saal moderierte DJ Marion Freier, sie war da, wo sie schon immer war. Hier kennt man sie und sie fühlt sich hier wohl, dass ist „ihre“ Bühne. Wenn „ihre“ Cactus Jacks aus GB hier auftreten, dann nimmt sie auch mal die Gitarre in die Hand und singt selbst mit. 
Freitagnachmittag eröffnen DocRock and his Restless Hearts (zweitplazierte der Pullman City Harz Trophy 2010), schwungvoll das Bühnenprogramm. Auf der Roger Boss Bühne beginnt das Duo California Fog auf die wir uns besonders freuten. Wir haben Mutter und Tochter länger nicht mehr gesehen. Nun ist es ihr erster Auftritt als „Mutter und Großmutter“, da ist uns doch tatsächlich was entschlüpft. Herzlichen Glückwunsch zum süßen Nachwuchs! Die Beiden wären schon alleine ein Grund um nach Berlin zu reisen.
So ist es auch mit Scooter Lee. Die Sängerin und „Linedance- Queen“ ist gerne wieder einmal nach Berlin gekommen und hat auch sofort wieder ihre Fans gefunden. Sie war zwischenzeitlich auch schwer krank, wie sie uns berichtete, ist aber wieder voll da und zusammen mit Suzanne haben sie die Dancer „im Griff“. Für uns immer wieder erstaunlich, wie jeder Schritt in einer so großen Gruppe so schell passt.
Lisa Maria Fischer singt, dass sie den Valentinstag nicht mag. Aber das Publikum mag sie und ihre Songs, was der große Applaus beweißt. Die Mountaineers freuen sich auch „wieder hier zu sein“ und das liegt nicht nur am schönen Saal, betonen sie. „White Line Fever“ singer sie für alle Trucker im Saal und viele Songs ihrer CD „Rose of Tijuana” bringen sie Live. Wenn die Lennerockers über die Bühne toben, tobt der Saal gleich mit.
Eine noch verrücktere Truppe sind Bid Dig & the Side Chicks. Die Frontleute in weißen Rippunterhemden machen mit ihrer Show die Damen und Herren verrückt. „So ein Junge wäre nicht von der Bettkante zu stoßen“, stellt eine Lady fest. Die Can Can Girls aus den Niederlanden lassen in ihren selbstgeschneiderten Kostümen wieder die Beine fliegen und bringen mit ihrer Show die Fotografen und Kameramänner in Schwung. Jeder versucht eine schöne Erinnerung mit nach hause zu nehmen. Die Thompson Brothers aus USA sind hier ja auch immer gerne gesehen und angenehm zu hören. Auch die Berlinerin Carola Adams hat hier ein Heimspiel. Ob als CC Adams Band, oder wenn sie zusammen mit Reinhard Arndt, Andreas Genrich, Helge Brink, Michael Schmidt und Stephan Dolgener als Bluegrass Breakdown brilliert, sie begeistert nicht nur uns.
Lara Club aus Frankreich bringen wenig gehörte Töne nach Berlin. Ein bisschen englisch, ein bisschen deutsch und sonst viel französisch „Tulsa Time“ in französisch hört sich ungewöhnlich interessant an.
Paraic „Tiny“ McNeela der große Ire mit der markanten Stimme, bringt J.Cash- Songs und die bekannten deftigen irischen Rauf- und Sauflieder, wo man so schön mitklatschen und mitsingen kann.
Larry Schuba, nun schon 60 Jahre alt, im Moment 40 Kilo leichter (nach eigenen Angaben) und noch immer ein großer Entertainer hat es leicht hier im Fontanehaus zu überzeugen. Hier ist er daheim. Über ihn werden wir gesondert berichten. Modern Earl aus USA eingeflogen ließen die musikalischen Fetzen fliegen. Die Gruppe spielt die alten Ohrwürmer, hart und im eigenen Sound. Hier kann kein Countryfan mehr ruhig sitzen bleiben. Da braucht es keine Aufforderung: „wo sind die Hände“, hier muss man einfach mitklatschen und kann sich ohne Mühe in ein amerikanisches Honky Tonk Lokal an einem Highway in Texas versetzt fühlen. Prime Age konnten nicht auftreten, weil ihr Bassist plötzlich verstarb und Laura Bryna blieb in Amerika im Schneesturm stecken.
Hardcore Trubadours (Calle,Didier,Cheevy,Hacky und Thommy), Tommy Roberts Junior & Senior, …and Friends Berlin (so ein “Ring of Fire” haben wir noch nie erlebt), The Lazy Boys aus Dresden, Turnback, Anika Bruhns mit ihrer „Big Band“, Shadow Creek Ramblers aus den Niederlanden, Dispatsch Skulls, The Krusingers, Honky Tom & the Copycatz (Drittplatzierte der Pullman City Harz Trophy 2010), The Country Cousins (20 years on the Road), Debbie Nunn GB, und die Cripple Creek Band einzige Band aus Franken im Fontanehaus und demnächst mit einer neuen CD auf dem Markt, da werden wir extra berichten, The Lubbocks (Frank, P.T., Chris, Axel und Mike Lubbock brillieren mit mehrstimmigen Harmoniegesang), Country Express bringen auch mal Cajun- Sound und The Cashbacks mit ihren markanten Stimmen bleiben uns in guter Erinnerung.

Der Termin für das nächste  Country Muisc Meeting 2012 im Fontanehaus steht fest. Freitag 3.Februar bis Sonntag 5. Februar 2012. Info: www.country-music-meeting.de

Nun einige Fotos von uns und es kommt noch ein Teil nach, Text und Bild! Versprochen!









 

Peter und Uschi

 

 

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