Eisenbahn hat ihre Faszination noch nicht verloren
und Jailbirds sorgen für die passende Musik 

Selb- Das rege Interesse der Bevölkerung beim Herbstfest des Modell- und Eisenbahnclubs Selb-Rehau zeigt, dass die gute alte Eisenbahn noch nichts von ihrer Ursprünglichkeit und Faszination verloren hat.

Im und am vereinseigenen Lokschuppen war wieder viel zu bewundern. Von der detailgetreuen Modellbahn bis zum restaurierten Original konnte man alles bestaunen. Selbst die alte, riesige Dampflok, die am Rand still vor sich hin rostet, versprüht noch einen gewissen Charme. Vor allen für die vielen Fotografen ist das ein lohnendes Motiv. Was die Meisterfotografen vom Fotoclub Arzberg zum Thema Eisenbahn aufgenommen und in Szene gesetzt haben, kann man an den Wänden bestaunen.
Ein Anziehungspunkt für die Kinder ist immer die große Hüpfburg. Hier kann man sich richtig austoben. Interessante technische Details erfuhr man auch bei einer Führung durch das renovierte Stellwerk. Als das 1952 gebaut wurde, gehörte es zu den modernsten im Land. Hier war schon Funk und neueste Elektrik im Einsatz. Auf zwei Schienenfahrrädern, Baujahr 1920, die aus Dänemark kommen, durfte eine Runde gedreht werden. Zwölf Fragen musste man bei der beliebten „Lokschuppenrallye“ richtig beantworten. Die Gewinner werden ausgelost und dann vom Verein verständigt. Auch die selbstgebackenen Kuchen und Torten, sowie die Spezialitäten vom Grill und vom Dampflokkohlengrill trugen zum guten Gelingen des Herbstfestes bei. Zwei freundliche Beamte der Bundespolizei Inspektion Selb gaben gute Ratschläge und klärten über die Gefahren rund um Zugverkehr und Schiene auf. Kleine Geschenke und Anstecker gab es auch und wer wollte konnte die Dienstfahrzeuge in Augenschein nehmen. Eine Modelleisenbahnanlage unter dem Weihnachtsbaum aufgebaut, wie sie in vielen Wohnungen in den 50er und 60er Jahren stand, war ein besonderer „Hingugger“. Da wurden auch manche Erinnerungen wach.
Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt der „Jailbirds“, den meisten besser bekannt als die „Stonewood Stringband“. Aktuell sind das „Stuff“ Stefan Weiss, Fritz Bäumler und Andreas, Mattias und Robert Steidl. Die Band passt bestens in den Selber Lokschuppen. Mit ihrem Programm aus Bluegrass, irisch, schottisch und amerikanischer Folkmusic konnten sie das Publikum begeistern. Sie beherrschen ihre Instrumente perfekt und  spielen in einer angenehmen Lautstärke, dass auch noch eine Unterhaltung möglich ist. Neben Gitarre, Banjo, Fiddle, Mandoline, Tin Whistle kam auch noch ein Dudelsack zum Einsatz. Für Titel wie „Fox on the Run“, „Whisky in the Jar“ oder „Foggy Mountain Breakdown” bekamen sie ihren verdienten Applaus. So ein tolles Fest gelingt natürlich nur, wenn man einen rührigen Vorstand wie Dietmar Föhst und viele engagierte Mitglieder hat.

Peter und Uschi









 
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