| Mit dem Bus durch die USA- „Achtung!" Sollten Sie eine Busreise durch die USA planen, dann sollten Sie sich den Veranstalter genau ansehen. Wir haben im letzten Jahr eine sehr schlechte Erfahrung mit „Neckermann Reisen" gemacht und darum können wir nur davon abraten bei dieser Firma eine solche Reise zu buchen. Wir haben eine „Luxus- Busreise" gebucht und eine „Chaosreise" erhalten! Wir wollten nicht selber fahren, wir wollten uns einmal fahren lassen und buchten die „kleine Ostküste und Big Apple". Im Prospekt war alles so wie wir uns das gewünscht hatten. Aber wir hätte vielleicht auf das berühmte „Kleingedruckte" mehr achten sollen. Hauptärgernis war der „Reisebus" und dann noch eine arrogante, unfähige und teilweise freche Reiseleiterin. Nach dem einchecken in unserem Hotel in New York suchten wir zwei Tage vergeblich nach dem „Willkommensstand von Neckermann", der angeblich jeden Tag hier sein sollte. Dann endlich sahen wir einen einzelnen Mann an einem Tisch sitzen, ohne irgendein Hinweisschild oder Firmenlogo oder etwas ähnliches, an dem man ihn hätte erkennen können. Wir fragte freundlich und seine „Begrüßung" beschränkte sich, in sehr schlechtem deutsch, auf die Frage: „Name?". Er fand unsere Namen in seiner Liste und wir bekamen einen Umschlag ausgehändigt „hier Essenbons!", dann zeigte er uns vor dem Hotel ein anderes Restaurant in dem wir unsere „Frühstückgutscheine" einlösen konnten. Angeblich habe das Lokal früh ab 6 Uhr geöffnet, denn wir sollten um 7,30Uhr dann mit dem Koffer in der Lobby stehen, wo wir mir dem Bus abgeholt würden. Also früh um 6 standen wir vor dem Lokal, durften aber nicht hinein. Es wird erst um 7 Uhr geöffnet, erklärte uns ein Herr, der mit putzen beschäftigt war. Kaum saßen wir beim Frühstück „fand" uns die bereits gestresste Reiseleiterin und drängelte zum Aufbruch. Sie war auf der Suche nach ihrer Gruppe? Dümmliche Bemerkungen haben uns im ersten Moment nicht gestört, aber es ging dann die ganze Reise so weiter und irgendwann wird auch der geduldigste Reisegast böse. Vor dem Hotel standen die Luxusreisebusse und warteten aus ihre Gäste. Unsere Reisleiterin „Sigrit" führte uns daran vorbei und zeigte auf einen „Shuttlebus", ein Kleinbus, der uns durch den Osten der USA schippern sollte. Zynische Bemerkung unserer Sigrid: "Was habt Ihr für ein Glück! Ihr bekommt eine Exklusivreise!". Sie fand noch zwei Reisende und sagte, dass das alles sei was finden konnte und wir würden nun losfahren. Der Kleinbus hatte nur vorne Kopfstützen, also für den Fahrer und die Reiseleitung, nicht für die zahlenden Gäste. Sicherheitsgurte, die ihren Namen nicht verdienten. Bei einem Probeanschnallen ging uns der Gurt über den hals, heißt bei einem Aufprall werden wir stranguliert! Bemerkung der Reiseleiterin" „Es reicht wenn sie sich anschnallt!" ??? Nun mit vier Reisenden hätten wir zumindest einen menschenwürdigen Platz gehabt. Aber dann tauchten doch noch die „verlorengegangenen" Reisenden auf und plötzlich mussten sich acht Erwachsene Personen, nebst Fahrer und Reiseleiterin, in den Kleinbus drängen. Und Gepäck für zehn Tage hat man ja auch noch dabei! Die als letzte kamen waren sofort verärgert, da sie sich kaum mehr reinzwängen konnten und als Paar auch noch auseinander sitzen mussten. Sigrid verwies aber darauf, immer einen dummen Spruch auf den Lippen, dass man ja auf der Reise „rotieren" müsste und so jeder einmal einen schlechten gegen einen noch schlechteren Platz tauschen müsste! Zum einsteigen in das Gefährt, muss noch festgestellt werden, dass der Einstieg so hoch war, dass man Hilfe von anderen Fahrgästen in Anspruch nehmen musste um überhaupt hinein zu kommen! ???? Beim aussteigen waren Sprünge nötig! Nun kaum waren wir gestartet, stellten sich die ersten gravierenden Mängel an unserem Gefährt ein. Nachdem wir im ersten Moment glaubten, dass unser Fahrer betrunken ist, merkten wir aber, dass er aus irgendwelchen Gründen die Spur nicht einhalten konnte. Lenkprobleme? Defekt in der Servo- Lenkung? Beim ersten Stopp, wir konnten eine Glasfabrik besichtigen, sahen wir wie der Fahrer die Motorhaube öffnete. Als wir zur vereinbarten Zeit zurückkamen bastelte er noch immer herum. Übrigens, alle acht Reisende war pünktlich da, nur die Reiseleiterin irrte noch durch die Glasfabrik (angeblich um ihre Gäste zu suchen???). Ohne Erklärung wurden wir aufgefordert einzusteigen. Wir waren einige Meter in einen größeren Highway eingefahren, als das Gefährt bei einem leichten Bremsvorgang aus der Spur geriet, dass wir die Fahrbahn wechselten. Es ging auch noch etwas bergauf und plötzlich blieben wir auf der mittleren Fahrspur stehen. Als Hindernis für alle anderen Verkehrsteilnehmer. Unser Fahrer sah es „locker". Ohne Motor, ohne die Warnblickanlage einzuschalten rollten wir rückwärts bis zu einer Tankstelle mit Werkstatt. Wir waren eigentlich heilfroh, dass wir diese Kamikazetour überstanden hatten. Von unserer Reiseleiterin wurden wir „im Stich gelassen". Sie telefonierte, wie übrigens die gesamte Reise, mit ihrem Handy mit ihrer „Company"! Für das vertelefonierte Geld, hätten wir locker den zugesagten Reisebus chartern können! Wir organisierten, mit Hilfe der freundlichen Tankstellenangestellten, eine Sitzgelegenheit und Getränke. Es war circa 30 Grad Celsius. Nach über drei Stunden kam ein „Ersatzbus". Gleiche Größe, gleicher Typ. Aber Fahrer und Gefährt schienen frisch von der Weide zu kommen. Was man unschwer am Geruch und aussehen erkennen konnte. Auf die Proteste der zahlenden Gäste reagierte die Sigrid wieder nur ungehalten. Versprach uns aber für den nächsten Tag einen neuen Bus. Durch die Verzögerung kamen wir natürlich viel zu spät in Niagara an. So scheuchte uns unsere Sigrid wieder, da sie uns die amerikanischen Fälle bei Nacht zeigen wollte. Wir kannte die Fälle von einer früheren Reise und hatten noch gut in Erinnerung, dass man auf der amerikanischen Seite fast nichts sehen konnte. Gingen aber doch mit. Was waren wir erstaunt, als wir sahen, das die Amerikaner eine tolle Plattform gebaut hatten. Die Reiseführerin schleppte die Gruppe aber an die alte Stelle. Auf unsere Frage warum wir nicht auf den neugebauten Turm gingen, bekamen wir zur Antwort, der ist gebührenpflichtig. Wir gingen dann auf eigene Faust zur neuen Plattform, wir wollten ja schließlich gute Fotos machen. So hatten wir eine tolle Sicht auf die Fälle bei Nacht, der Rest der Gruppe nicht, was die allgemeine Stimmung und Urlaubslaune auch nicht gerade förderte. Übrigens mussten wir nichts bezahlen! Toll! Schade, dass das die kompetente Sigrid nicht wusste!?! Am nächsten Morgen, wir wurden nicht wie versprochen geweckt, aber da war unsere Reiseleiterin natürlich auch wieder „unschuldig". Dafür stand wieder ein neuer Kleinbus vor dem Hotel. Der Fahrer war über Nacht von New York damit hierher gefahren. Also hatte nicht geschlafen und sollte uns nun die ganze Tagestour nach Kanada fahren!??? Vor dem Hotel standen wieder zwei tolle Luxusreisebusse, mit denen eine italienische und eine spanische Reisegruppe die gleiche Tour wie wir machten. Beide Busse waren nur halb belegt. Sie fuhren auch für AlliedTpro, wie wir. Wir fragten ob wir nicht mit so einem Bus mitfahren könnten, da wurde Sigrid richtig frech. Aber trotzdem wieder endlose Handygespräche mit dem Ergebnis: „Geht nicht!". Nun weigerten sich die ersten unserer Gruppe in dieses Gefährt, dass keinen Deut besser oder bequemer war als seine Vorgänger, einzusteigen. Auch wir waren inzwischen nicht mehr dazu bereit. Wir hatten immerhin eine Tagestour von 691 KM vor uns. Bei den warmen Temperaturen hatte man in unseren Kunstledersitzen nach wenigen Kilometern einen nassen Rücken und auch der Nacken wurde steif, durch die fehlenden Kopfstützen. Auch einen CD- Player z.B., der sonst zum Standart gehört, gab es nicht! Die Reiseleiterin weigerte sich auch permanent uns die Mängel zu bescheinigen! Dann überraschte sie uns mit der Nachricht, dass der Bus mit der spanischen Gruppe auf uns wartet und wir dort zusteigen könnten. Also ließen wir uns noch einmal auf eine Stunde „Chaosreise" ein. Aber es dauerte nicht eine sondern drei Stunden bis wir zu der spanischen Gruppe stießen. Die empfingen uns mehr als unfreundlich, aus deren Sicht verständlich, denn sie mussten auf uns warten. Aber nun hatte wir endlich einen Luxusbus, mit stoffbezogenen Einzelsitze, intakter Video- und Klimaanlage, Sicherheitsgurten usw. Aber Zwei aus unserer Gruppe wurden von den spanischen Reisenden dermaßen vergrault, dass sie lieber wieder in den Kleinbus stiegen. Sie fuhren mit dem Gepäck und Sigrid parallel mit uns und wir versuchten den spanischen Erläuterungen zu folgen. Am nächsten Morgen mussten wir dann wieder in den Kleinbus einsteigen. Aber der Fahrer hatte eine zusätzliche Sitzbang montiert, denn für die Stadtrundfahr in Washington hatten wir kein Gepäck dabei. Auch hatte er, auf eigene Faust, einen kleinen Schemel besorgt, dass man einigermaßen vernünftig einsteigen konnte. Die freundliche Stadtführerin saß wieder vorne, nachdem wir sie baten einmal zu versuchen hinten einzusteigen. Sie schaffte es nicht!!! So durfte unsere Sigrid selbst einmal zu uns mit einsteigen und ihre Kollegin auf dem Vordersitz beneiden. So hat sie zumindest für einige Stunden gemerkt was sie uns zugemutet hat. Die Reihe der Pleiten und Pannen ließe sich lange fortsetzen. Wir waren heilfroh, als wir die Reiseleiterin und den Kleinbus endlich loswaren und machten uns noch zwei schöne Tage auf eigene Faust in New York. Als wir unsere negativen Erfahrungen, gleich nach der Rückkehr der Firma Neckermann- Reisen mitteilten wurde wir mit Standartschreiben „abgewimmelt". Alle Versuche einer gütlichen Einigung, etwa einen Preisnachlass, denn wir hatten den vollen Preis für eine schlechte Leistung bezahlt, schlugen bis jetzt fehl. Zwei Mitreisende haben nun einen Anwalt eingeschalten. Wir werden aufmerksam beobachten wie die deutschen Gerichte entscheiden. Wir haben uns inzwischen wieder zu einen Busreise in die USA angemeldet und diesmal genau auf das „Kleingedruckte" geachtet. Bei anderen Veranstaltern ist bei Luxusbusreisen auch ein Luxusbus garantiert. Also: Wenn sie auch eine solche Reise planen, dann achten sie genau darauf, mit wem sie fahren! Eine Rechtschutzversicherung sollte man auch abschließen! Peter und Uschi |
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