| Heinrich „Doc" Wolf Livegast bei
Country Time
Heinrich,
dass ist der Mann aus dem hohen Norden, der singt wie Johnny Cash, heult
wie ein Wolf, pfeift wie eine Dampflok und er zählt zu den
sympathischsten Künstlern , den die deutsche Szene zu bieten hat. Er kam
wieder einmal nach Hof zu „Doc" Schulzes Country Time.
Hier ist er kein Unbekannter. Er war schon immer da, wenn es was neues
aus seinem Leben zu berichten gab und auch einer der Überraschungsgäste
auf dem „Doc" seinem 60. Geburtstag. Er hat auch seine Visitenkarte,
vielmehr sein „Starschild" und das Ortschild seiner Heimatstadt Gifhorn
im Hofer „Fernwehpark" angebracht. Das war ein Aufsehen, als er damals
mit seinem roten Cadillac hier aufkreuzte. Denn dadurch wurde weltweit
bekannt. Er war es, der im Internet das „Cadi"- Cabrio von Johnny Cash
ersteigerte. Den Oldtimer persönlich aus der Scheune der Familie Cash
holte, nach Deutschland schaffte und hier so toll renovierte, dass man
glaubte er käme frisch aus der amerikanischen Nobel- Autoschmiede.
Dadurch war auch der persönliche Kontakt zu seinem Idol Jonny Cash
hergestellt. Klar, dass der Songwriter Heinrich über diese Geschichte
auch den passenden Song schrieb und mit dem „Cash- Cadi Song" stellte
ihn Moderator „Doc" Schulze auch den Hörern von Radio Euroherz vor. Der
hatte inzwischen seine schwarze, zwölfsaitige Gitarre, natürlich
versehen mit den Autogramm von J. R. Cash, ausgepackt und sich
eingestimmt. „Ich weiche nicht zurück", ist der erste Live- Song, den er
halb englisch und halb deutsch hier bringt. Im Interview erzählt er,
dass er den Cadillac von J.R. Cash für 3061 Dollar ersteigert hat. Er
arbeitet im Moment an einer neuen Produktion, dass wird eine CD ganz in
deutsch. Zusammen mit Dirk Schlag, dem Gitarristen von Truck Stop
arbeitet er alte, nichtgespielte Songs auf. Aus der Mülltonne, wie er
scherzhaft bemerkt. Im letzten Jahr hat eine Tour durch Gefängnisse in
der Schweiz und Österreich gemacht, ganz wie sein Idol. Passend zu der
Aussage bringt er den „Folsom Prison Blues", den J. Cash in den 50er
geschrieben hat, als er seinen Militärdienst in Landsberg am Lech
ableistete. „Solitary Man", „Ghostriders in the Skay", „Heart of Gold"
oder „Now That you`re Gone" sind einige der vielen Titel die er in zwei
Stunden Sendezeit singt und spielt. Auch seine Version von „Ring of Fire"
bringt er. Damit war er 28 Wochen in den Country- Super 10 vertreten.
Und auch seinen Hit „Gimme Five, Johnny Cash", den er natürlich auch im
Hofer Studio singt, kam er auf vordere Plätze in den "Country- Airplay-
Charts". Es reißt dabei eine Gitarrensaite und die gehört nun zu unserer
Kuriositäten- Sammlung und Heinrich kann auch noch mit 11 Saiten bestens
musizieren. Sehr schnell vergehen die zwei Stunden Sendezeit und danach
sitzen wir noch lange in unserer „Stammpizzeria". Mit dem Heinrich am
Tisch wurde es nicht langweilig. Er kann ja so viel erzählen. Als wir
uns endlich auf den Heimweg machen, da kommt er noch auf die Idee, einen
nächtlichen Abstecher zum Hofer „Fernwehpark" zu machen. Er sieht sich
im Schilderwald um und staunt wie der inzwischen wieder gewachsen ist.
Vor den Starschild von Johnny Cash machen wir dann noch
Erinnerungsfotos. Dann verabschieden wir und endgültig. Aber wir sind
uns sicher, dass wir uns bald wieder über den Weg laufen werden.
Heinrich Doc Wolf, Jahrgang 1950, hatte mit sechs Jahren seinen
ersten Gitarrenunterricht und lernte später auch noch Saxophon spielen.
Im Alter von 13 bis 18 war er Mitglied der Band „All Fair" und hatte
erste regionale Erfolge als Sänger und Saxophonist. Er machte eine
Ausbildung zum Dipl. Kaufmann, leitete Restaurants in der Schweiz und
arbeitete in Hotels in London und Luxemburg und als Reiseleiter in
Spanien und Kroatien. 1976 machte er sich, zusammen mit seinem Vater
selbstständig als Torfbauer für den med. Bereich. Sein Hobby waren
Oldtimer und so verkaufte er auch Doppeldeckerbusse aus England, die er
herrichtete und als Werbeträger verkaufte (
www.der-blickfang.de ) . Der seiner
Doppeldecker verkaufte er an die Kelly Familie. Nebenbei trat er, meist
bei privaten Anlässen als Sänger auf. 1980 hatte er geschäftlich in
Texas zu tun und dabei wurde sein Interesse an der Country Music,
speziell an Johnny Cash, geweckt. Er schrieb Songs für die „Westbrook
Band" und andere. Veröffentlicht dann seinen Song „Heidecowboy" in der
„Aktuellen Schaubude". Von den Fans wurde auf die stimmliche Ähnlichkeit
mit Johnny Cash angesprochen und aus tiefsten Herzen entstand der Wunsch
solche Music zu machen. Heinrich singt nun „Cash", ohne seine eigenen
Wurzeln zu verleugnen. Im Frühjahr 2003 veröffentlicht er sein Album
„Cash Cadi" und im Oktober 2004 das Album „Tribute to J.R. Cash" mit
Erzengel Musik aus Kassel www.erzengelmusik.de
Mal sehen, was dem umtriebigen Menschen noch alles einfällt!
Peter und Uschi
Fotos von der Stippvisite 2008 in Hof
 
|