Daniel Küblböck in Hof - back to the roots

Im Kulturteil unser Tageszeitung stolperten wir über die Nachricht: Am Samstag gibt es ein Konzert mit Daniel Küblböck im Festsaal der Hofer Freiheitshalle, Küblböck singt Country.
Daniel Küblböck?
Das war doch der schräge Junge von der Sendung „Deutschland sucht den Superstar" und da war doch noch die Geschichte mit dem Unfall mit dem Gurkenlaster, die damals durch die Gazetten geisterte und nun singt er „Country"? Na das sollten und wollten wir uns doch einmal anhören. Also eine Mail an die Pressestelle geschickt und wir wurden eingeladen. Wir waren „gespannt wie Winnetous berühmter Flitzebogen". Was wird uns erwarten? Wer kommt überhaupt und wie viele Fans kann er mobilisieren? Wir fuhren eine Stunde vor Konzertbeginn zur Freiheitshalle nach Hof. Ein fast leerer Parkplatz lies bei uns die Vermutung aufkommen, dass sieht nach einem schlechten Besuch aus und kaum jemand interessiert sich für Daniel Küblböck. Doch was für eine Überraschung: vor dem Eingang drängten sich bereits die Fans und wir reihten und brav in die Warteschlange ein. Im Foyer umlagerten die Menschen den Fanstand und wir wurden von Nicky Gruber, freundlich begrüßt und es wurde uns jedwelche Unterstützung zugesagt. Wir durften sogar, gegen die Regeln, auch mit Blitz fotografieren. Im Eingansbereich trafen wir auf unseren Freund Klaus Beer, dem Filmemacher und Initiator des Hofer Fernwehparks. Der hatte Daniel Küblböck bereit vor einigen Jahren, mit einem Schild, in seinen Fernwehpark aufgenommen. Am Nachmittag traf er sich mit ihm zu einem neuen Fototermin im Schilderwald. Auf seiner Digitalkamera konnten wir die neuesten Fotos gleich bewundern. Der Saal füllte sich fast bis auf den letzten Platz. Der Anteil an weiblichen Besuchern, jeden Alters, dürfte bei neunzig Prozent gelegen sein. Das Outfit der Fans reichte von normaler Straßenkleidung, über tief dekolletierte Mädels, bis zum Countrygirl im Citylook. Viele hatten Blumen für Daniel dabei und die roten Aidsschleifchen angesteckt. Pünktlich um acht Uhr beginnen die Rufe nach Daniel und die Fans singen und klatschen, aber der „Meister" lässt noch einige Minuten auf sich warten. Dann erscheint er und der Saal empfängt ihn. Alle stehen auf und es wird applaudiert und gejubelt. Er genießt es. Dann kommt seine Ansage zu seinem Outfit, hautenge Jeans und eine rote Strickjacke: „Ich hab`heut` extra die engste Jeans aus dem Schrank geholt, damit die Fleischpeitsche richtig sitzt!". Solche Sprüche gefallen seinen Fans, sie geraden völlig aus dem Häuschen. Nun beginnt er zu singen und wir sind angenehm überrascht von seiner Stimme. Kein Vergleich mehr zur DSDS- Sendung. Er hat sich zu einem ernstzunehmenden Sänger entwickelt. „Entflammte Freundschaft", „Show me the fire" oder „You are my Friends" kommen gut rüber und beim unverwüstlichen „Country Roads" kann natürlich der ganze Saal mitsingen. Musikalisch unterstützt wird er von Jürgen an der Gitarre, Dennis am Keyboard, Alex am Bass und Thomas malträtiert das Schlagzeug. Backgroundsängerin Nicky animiert die Fans und singt auch mit Daniel im Duett oder liefert mit ihm sexy Showeinlagen. Er hat seine Fans fest im Griff die, wie seine Musiker, von ihm selbstbewusst dirigiert werden. Sie werden nicht müde zu klatschen und viele schwenken bunte Neonlichter, was ein tolles Gesamtbild ergibt. Mit „Always on my mind" huldigt er Elvis und bei „Cowboy in the City" weißt er darauf hin, dass er nun von Eggenfelden nach Nürnberg umgezogen ist. Zwischendurch geht er mit dem Funkmicro einmal zu den Presseleuten schaut frech in deren Notizen, aber er lacht dabei so herzerfrischend, wer kann ihm da böse sein. Er klaut sich noch einen Hut von einem weiblichen Fan und weiter geht die Show. Er ist gerade mal 22 Jahre, er könnte fast unser Enkel sein, aber hält die Stimmung ohne die geringsten Ermüdungserscheinungen, bis kurz vor Mitternacht am kochen. Sehr gut fanden wir seine Version von „Amazing Grace" und „Stand by me" und „Hey didl,didl.." brachte sogar etwas Cajunfeeling in die Halle. Mit „My Way", als Zugabe verabschiedete er sich endgültig von seinem begeisterten Fans. Die junge Lady bekommt ihren Hut, durchtränkt mit des Meisters Schweiß, zurück und wird diesen Fetisch sicher in Ehren halten.

Daniel Küblböck erblickte in Hutthurm, im Bayerischen Wald das Licht der Welt. Früh trat er bei Schulaufführungen auf. 2003 stellte er sich mit seiner Gitarre der DSDS- Jury und überzeugte sie mit „Proud Mary". Der 17 jährige wurde Dritter der ersten Staffel. Er tourte mit einem Jazzprogramm und geht als Sänger und Songwriter eigene Wege. Nun kombiniert er Popp mit Country- Elementen und bezeichnet Johnny Cash als großes Vorbild. Mit seiner Tour „Back to the Roots" widmet er sich verstärkt der Countrymusic. Der heute 22- jährige Daniel will als Geschäftsmann, mit eigener Firma, als Künstler mit seiner Stimme überzeugen. Wer sich noch näher informieren möchte kann das unter: www.daniel-kueblboeck.de  tun.

Uschi und Peter

Fotos vom Konzert in Hof







 

 
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