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Country
Messe Berlin 2011
3. Tag
Ja, die
Messe ist vorbei und auch, wenn die Veranstalter noch nicht mit Zahlen
aufwarten konnten, kann man ruhigen Gewissens sagen, daß an den drei
Tagen mindestens eben so viel Publikum vorhanden war, wie im Jahr zuvor
– da ich 2010 ja auch auf der Messe war, glaube ich, daß dieser von mir
gewonnene Eindruck den Tatsachen entsprechen dürfte! Ja – ich bin
inzwischen auch wieder im mehrere 100 Km entfernten Heimatort angekommen
und sitze vor meinem gewohnten PC, wo mir Alles flüssiger von der Hand
geht, als mit dem doch wenig genutzten Notebook.
Aber jetzt zu den Ereignissen des dritten und letzten Tages der Messe:
Der Höhepunkt des dritten Tages war zweifelsohne die Award-Verleihung,
die von Moderatoren und Laudatoren kurzweilig und teilweise recht
spannend gestaltet wurde.
Es hatte ja schon einmal in Deutschland eine Award-Veranstaltung
gegeben, die dann aber wieder eingestellt wurde. Die Gründe dafür
brauche ich hier wohl nicht zu erläutern – das ist Vergangenheit.
Genau wie bei den Award-Verleihungen in den USA traten auch hier in
Berlin einige der nominierten Künstler zwischen den einzelnen Award –
Vergaben auf. Der Erste der die Ehre hatte, war Henry Eye mit
seinem von Mark Merritt geschriebenen Song ‘Times Do Change‘.
Barry P. Foley und Marty Wolfe kamen dann als
nächste Interpreten auf die Bühne und sangen den von Barry geschriebenen
Song: The Girl Who Sang Johnny Cash.
Der Song ist auch auf Barry´s neuem Album ‘The Crooked
Road‘ ( ) enthalten.
Als 3. Interpretin erschien Jolina Carl mit dem Titel ‘Same
Old Moon‘ aus ihrem im vergangenen Jahr erschienenen (und jetzt
mit dem Award ausgezeichneten) Album ‘Lieber Jetzt als irgendwann‘
geschrieben hat Jolina den Song gemeinsam mit Katy Ipu.
Ihr folgte in der Reihe der Interpreten Micky Romero und als
letzte Interpretin der Award – Verleihung noch das Duo Mountarillo.
Alle diese fünf Interpreten waren auch (in verschiedenen Kategorien)
nominiert.
Die Gewinner habe ich ja schon in den News veröffentlicht, aber der
Vollständigkeit halber seien sie hier noch einmal erwähnt.
Sängerin d. Jahres:
Gitty,
Duo/Gruppe d. J.:
Texas Heat,
Album d. J.:
Jolina Carl – Lieber jetzt als irgendwann,
Song d. J.:
Barry P. Foley & Marty Wolf – The Girl Who Sang Johnny Cash,
Newcomer d. J.:
Jolina Carl,
Liebling der Fans Award:
Dagmar Lay-D.
Leider verpaßte ich durch die Award – Show den Auftritt von Ulli
Möhring, Solo und im Duett mit Katie Grant, da sich das
überschnitt. Von Katie bekam ich gerade noch die letzten beiden Songs
ihres Solo-Auftritts zu hören.
Zwar hatte ich am Samstag den Auftritt von Zydeco Annie & The Swamp
Cats verpaßt, aber sie trat zum Glück ja am Sonntag auch noch einmal
auf. Rechtzeitig genug machte ich mich auf den Weg zur ‘Country Music
24‘ Bühne. So temperamentvoll, wie ich es erwartet hatte, begannen Annie
und ihre Boys den Auftritt mit fünfstimmigem Gesang.
Die nächsten beiden Songs waren: ‘Mama Got To Know How‘
und ‘Nothing But Fine, Fine, Fine‘ (Letzteres von der
neuen CD). Zu dem Song ‘Madame Cocobeau‘ erzählte Annie
dann eine Geschichte, die ich den Lesern nicht vorenthalten möchte:
Vor vielen Jahren war Annie mit ihrer Mutter auf einem Cajun-Festival in
Südfrankreich – damals hatte sie noch keine eigene Band, doch sie wollte
so gerne mitspielen, traute sich aber nicht zu fragen. Doch sie ging
anscheinend ihrer Mutter mit dem ‚ich möchte doch so gerne‘ solange auf
die Nerven, bis Diese einfach eine Band anquatschte, ob ihre Tochter
nicht mitspielen dürfte. Es war eine holländische Band – und sie
durfte!!! Das war ihr erster öffentlicher Auftritt mit Cajun-Music.
Und damals hat sie sich gesagt, dieser Song, den sie dort spielte würde
sie erst wieder spielen, wenn sie ihre eigene Band hätte!
Das hat eine Zeit gedauert, aber jetzt hat sie ihre Band zusammen,
bei der Alles stimmt!
Die Band spielt mit (ersichtlich) großer Freude, musikalisch einwandfrei
und faszinierend. Leider ging der 30 minütige Auftritt viel zu schnell
zu Ende!
In der Umbaupause gab es eine Verlosung mit Birgit (D.J. Wölkchen von
Radio 24 Country) und Henry Eye. Danach stand eine Band aus den USA auf
dem Programm: Modern Earl. War mir zwar unbekannt, aber ich
wollte mich mal überraschen lassen – Besetzung: Akk.- Guitar (verstärkt)
und Vocals, Steel, Banjo, e-guitar und Vocals, e-bass und Vocals und
Drums.
Auftakt sehr modern – und so waren auch die beiden nächsten
Songs. Obwohl die Band musikalisch einwandfrei spielte – war das nicht
so mein Fall und da ich noch den Auftritt von David Lee Howard
mit Band erleben wollte, begab ich mich wieder in den oberen Saal. Und
diesen Auftritt habe ich dann auch genossen! David Lee zusammen mit
einer jungen Dame, die nicht nur Flöte spielte, sondern auch Dudelsack!
Und das fantastisch gut!!! Und singen konnte sie auch noch – ein
astreiner (ausgebildeter) Sopran!
Zwei weitere Musiker mit Kontrabass und Schlagzeug begleiteten die Zwei.
Katharina Gielen, so der Name der jungen Dame wechselte sich mit
Dudelsack, Piccolo Flöte und Querflöte ab. Das von ihr dann gesungene
Amazing Grace ließ das Publikum zunächst verstummen, um dann,
nachdem sie geendet hatte, in frenetischen Beifall auszubrechen!!! Das
war ganz große Klasse!!!
Leider war auch dieser Auftritt viel zu schnell vorbei – Katharina mußte
vorzeitig die Bühne verlassen, sie mußte noch ihren Zug in Richtung
Heimat erreichen. David Lee und die beiden Musiker spielten dann noch
einen Song – und dann war leider Schluß!
Übrigens, Katharina Gielen und David Lee Howard haben
gemeinsam das Album ‘Celtic Storm‘ eingespielt, das ich
Jedem Freund etwas ausgefallener Musik nur empfehlen kann!!!
Damit war dann auch der dritte Tag der Country Messe für mich zu Ende.
Es sollte zwar noch eine Band spielen, aber ich mußte noch Koffer
packen.
Dieter Mühlena
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