Jimmy Dean  … er ist sehr deprimiert …

hat auch bisher jegliche Kommentare abgelehnt – lediglich seine Frau, bzw. Freunde haben sich – wenn auch nur spärlich zu Fragen von Journalisten geäußert!!!
Wie wir berichtet haben, ist am Montag, den 20-04-09 ein Feuer in dem Haus von Jimmy ausgebrochen – dessen Ursache immer noch nicht ganz geklärt ist – es sieht aber, wie die bisherigen Ermittlungen ergeben haben, nach einem Unglück – einem Fehler in der elektrischen Anlage des Hauses – aus!
Jimmy´s Frau Donna Meade Dean hat angegeben, daß das Feuer vermutlich im Erdgeschoß eines alten Anbaus des historischen Hauses ausbrach.
Wie sie sagte, sei das Haus zwar mit ca. $ 1.3 Millionen versichert, so daß sie den größten Teil des Schadens wohl von der Versicherung ersetzt bekommen würden – aber in der Versicherungssumme seien natürlich nicht all die Wertgegenstände und Erinnerungsstücke – die ja sowieso nicht ersetzbar sind – versichert.
Zum Glück konnten diverse Erinnerungsstücke noch gerettet werden – und zwar durch Nachbarn, die zu Hilfe geeilt waren.
Wer was gerettet hat, lässt sich natürlich nachträglich nicht mehr feststellen – es sind aber vermutlich nur Gegenstände aus dem Erdgeschoß gewesen – da das Feuer anscheinend von dem Anbau auf das Dach des Haupthauses übergegriffen hat und sich dann von dort aus in die unteren Stockwerke ausgebreitet hat! (Vermutung, die noch nicht bestätigt werden konnte).
Einige der unersetzlichen Erinnerungsstücke aber konnten gerettet werden, darunter der GRAMMY, den Jimmy Dean im Jahre 1962 für seinen Song ‚Big Bad John’ bekommen hatte!
Auch diverse Fotos mit Signaturen von amerikanischen Präsidenten (u.a. von John F. Kennedy und beiden Bushes, sowie von anderen Prominenten!
Einer der bedeutendsten Helfer der Dean´s war ein 31jähriger Nachbar mit Namen Stefan Gunn – der sich ungeachtet der Gefahr für sein Leben, immer wieder in das bereits vollständig brennende Haus begab, und so viel wie möglich (Bilder, den Grammy und noch vieles mehr hat retten können, wobei er selber an beiden Armen und Händen Brandwunden davontrug.
Wie er selber sagte, mussten ihn letztendlich die Feuerwehrleute mit Gewalt davon abhalten, noch mal in das in lodernden Flammen stehende Haus einzudringen!

Trotzdem gingen unersetzliche Erinnerungsstücke, wie u.A. seine Sammlungen von mit Autogramm versehenen Cowboyboots und Stetsons in dem Feuer verloren!

Noch am Donnerstag war Jimmy so depressiv, daß er Interviews kategorisch ablehnte – seine Frau hatte Mühe, der Presse dieses erklärlich zu machen!

Auf die Frage, wo sie denn jetzt unterkommen könnten – meinte Donna Meade Dean – dass sie die Frage so nicht beantworten könnte!
Wir gehen schon seit einiger Zeit nicht mehr auf Tournee – vermutlich werden wir jetzt zunächst in ein Hotel ziehen. Das Haus ist total kaputt! Es ist zwar ein wunderschönes Grundstück dort über dem James River etwas südlich von Richmond im ländlichen Varina, aber ob wir dort ein neues Haus bauen werden? Zu viele Erinnerungen an das alte Haus, an all die Sachen, die dort verbrannt sind!

Während Donna Meade Dean ihn als absoluten Helden bezeichnet, versucht Stefan Gunn seine ‘Nachbarschaftshilfe’ herab zu spielen. ’Das Haus war quasi ein Museum, ein ganzes Leben voller Erinnerungen war in diesem Haus versammelt!’, sagte Gunn und fuhr fort ’Ich hätte so gern noch viel mehr gerettet, aber das war leider nicht möglich!’

Gerettet werden konnte auch Jim Henson's Muppet Rowlf, die extra für Dean´s ‚Sechziger-Jahre Show’ angefertigt wurde, sowie ererbte Erinnerungsstücke aus dem Bürgerkrieg . Mit verbrannt sind aber ein Flügel und (vermutlich) auch das einst seiner Mutter Ruth gehörende Akkordeon, an dem er sehr hing!
Donna Meade hatte den Rauch, der durch das Haus zog, bemerkt, als sie das Geschirr vom Abendessen abwaschen wollte.
Sie rief sofort bei der Feuerwehr an, ergriff ihren Ehering, den sie abgelegt hatte, ein Laptop und ihre beiden Zwergpudel Tara und Pepper und holte ihren Mann aus dem Wohnzimmer, der noch nichts bemerkt hatte. Beide – er auf einen Rollator gestützt, den er seit einiger Zeit als Gehhilfe benötigt – konnten zusammen mit den beiden Hunden das Haus unverletzt verlassen! Das Feuer muß gegen 20:00 Uhr ausgebrochen sein, der Alarm bei der Feuerwehr ging um 20:05 Ortszeit ein. Inzwischen hatte der Nachbar Stefan Gunn auch den Brand bemerkt und war zu dem Nachbarhaus gelaufen, wo er sich sofort daran machte, die Erinnerungsstücke aus dem Haus zu holen, während Jimmie Dean und seine Frau hilflos zusehen mussten, wie ihr Heim ein Raub der Flammen wurde! Obwohl die Feuerwehr recht bald an der Brandstelle angelangte, gelang es ihr nicht mehr, das Haus zu retten!
Das Anwesen der Deans in der River Bend Road, Block 1160 in Varina liegt nämlich so abgelegen, dass es dort fast keine Hydranten gibt. So war die Feuerwehr darauf angewiesen, das Löschwasser mit Tankfahrzeugen herbei zu bringen. Es dauerte Stunden, bis das Feuer gelöscht werden konnte. Insgesamt waren über 17 Feuerwehrfahrzeuge sowie Rettungswagen im Einsatz.
Drei Feuerwehrleute zogen sich bei den Löscharbeiten Verletzungen zu, wobei zwei von ihnen an Ort und Stelle versorgt werden konnten, lediglich ein Feuerwehrmann musste in´s Krankenhaus gebracht werden.
Gene Cox - ein Reporter und Freund der Deans kam am nächsten Morgen, als er von dem Feuer erfahren hatte, vorbei und war entsetzt!
’Mir verschlug es die Sprache, als ich die Ruine des Hauses sah, die Rauchgeschwärzten Mauern, sofern sie denn noch standen und ich musste an all die Dinge denken, die dort gehangen oder auf Regalen gelegen hatten! All die Bilder von Präsidenten der USA, von Schauspielern oder Country-Stars mit den Autogrammen, an den Grammy, den er 1961 für seinen größten Hit ’Big Bad John’ bekommen hatte – und dann sah ich plötzlich diesen Haufen – ein Haufen, als wäre es Gerümpel – dabei waren es diese Erinnerungsstücke und Bilder, die hastig von den Wänden und aus den Regalen gerissen worden waren und jetzt ungeschützt, verschmutzt und teilweise beschädigt dort lagen! Ich blickte auf diese Erinnerungsstücke, die dort auf einem Haufen lagen und musste einen Moment lang daran denken, was das für ein Bild für eine Story gewesen wäre – aber ich hatte keine Kamera dabei – ich war bewusst ohne sie gegangen – denn ich wollte daraus keine Story machen!!!

Dieter Mühlena

 
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