Waren es die letzten CMA Awards in Nashville?
Die Aussage von Ed Benson, CMA Chief Strategic Officer, schwebt wie ein Damoklesschwert über den CMA Awards. Sagte er doch in einem Interview, angesprochen auf die zukünftigen CMA Awards: "Nashville ist definitiv die Heimat von der CMA und der Country Musik und der Austragungsort der Verleihung. Aber ich glaube, in Zukunft stehen die Chancen nicht schlecht, dass die Show übergangsweise in New York City oder in einer anderen Stadt stattfindet, damit wir mehr Erfahrungen sammeln können, die den Kunden und dem Geschäft zu Gute kommen." Was für die amerikanischen Country Fans wie ein Schlag ins Herz ist, könnte für die europäischen Anhänger der Country Musik zum Volltreffer werden. Doch hier bezog Ed Benson ganz klar Stellung: "Nein, bislang haben wir noch nicht konkret daran gedacht, die Verleihung nach Europa zu bringen."
Rund um die CMA Awards entstehen immer wieder Geschichten, die einem zum Schmunzeln veranlassen können. Um es mit den Worten von Ed Benson zu sagen: "Ich glaube, das Witzigste geschieht in unseren Treffen. Auf diesen Treffen sind in der Regel die Bosse der Platten-Firmen und einige andere Vertreter der Industrie anwesend. Sie treffen sich und entscheiden gemeinsam, wer zur Show eingeladen wird. Die dabei entstehenden Auseinandersetzungen und die dabei aufkommende Leidenschaft können manchmal zu ziemlich witzigen Situationen führen." Welche Plattenbosse sich da genau in die Wolle bekommen haben, ist leider nicht bekannt.
Zur aktuellen Award Show, es war die 40ste CMA Award Show, ist folgendes zu berichten: Zum Jubileum übertraf sich die CMA selbst. Professionell wurde das Programm, wie in den Jahren zuvor, von Brooks & Dunn moderiert. Es folgten unvergleichliche Auftritte von Alan Jackson, Rascal Flatts, Brooks & Dunn , Carrie Underwood, Dierks Bentley, Kenny Chesney, Gretchen Wilson, George Strait, Martina McBride und vielen weiteren. In die Country Music Hall of Fame wurde dieses Jahr Harold Bradley, Sonny James und George Strait aufgenommen. Viele Country Fans freuten sich, dass sie an den CMA Awards teilnehmen durften. Denn die Show war nicht nur für Mitglieder der CMA, sondern auch für das breite Publikum geöffnet. Fast hätte der Verdacht aufkommen können, es handle sich um ein Event des CMA Music Festival, welches immer im Juni stattfindet und Hunderttausende Country Fans von nah und fern anzieht. Denn diesmal ging es ins Gay-Lord-Center, im Gegensatz zu den bisherigen CMA Awards, die immer in der Opry stattfanden, ausgenommen die Award Verleihung in New York im Jahre 2005.
Das Gay-Lord-Center ist eine Multiplex-Halle auf dem Brodway im Herzen von Nashville. Im Center selber befindet sich das Touristen Office, verschiedene Fast-Foot Läden, die Heimat der Eiskockyspieler und vieles mehr. Dort werden jährlich verschiedene Events geboten wie "Lord of the Dance", Konzerte und vieles mehr. Des weiteren ist es einmal im Jahr während dem CMA Music Festival Anlaufstelle für alle Country Fans, da dort die Tickets für das Event abzuholen sind.
Gewonnen haben übrigens dieses Jahr folgende Künstler:
Entertainer of the Year
Kenny Chesney
Female Vocalist of the Year
Carrie Underwood
Male Vocalist of the Year
Keith Urban
Horizon Award
Carrie Underwood
Vocal Group of the Year
Rascal Flatts
Vocal Duo of the Year
Brooks & Dunn
Single of the Year
"Believe" by Brooks & Dunn; Produced by Tony Brown/Kix Brooks/ Ronnie Dunn;
Arista Nashville
Musician of the Year
Randy Scruggs – Guitar
Album of the Year
Time Well Wasted by Brad Paisley; Produced by Chris DuBois/Frank Rogers; Arista Nashville
Music Video of the Year
"Believe" by Brooks & Dunn; Directed by Robert Deaton/George J. Flanigen IV
Musical Event of the Year
Brad Paisley (Featuring Dolly Parton) for "When I Get Where I’m Going"; Arista
Nashville
Song of the Year
"Believe" by Craig Wiseman/Ronnie Dunn; Sony/ATV Tree/Showbilly Music/Big Loud
Shirt
Christian Lamitschka (
Ch.Lamitschka@t-online.de )