Texas Heat – One-Trick Pony - TLS-C-200901
Aller guten Dinge sind drei, drei Mann in einem Boot, die drei von der Tankstelle und drei Auflagen von Texas Heat. Die aktuelle Bandbesetzung ist nämlich der dritte Start für Bernd Wolf (Marty Wolfe) und seine Formation Texas Heat in rund zwei Dekaden. Pit Lenz sitzt an der Pedal Steel und spielt Dobro, Thomas Naatz ist der Bassist und Ralf Müller sitzt am Schlagzeug. Alles alte Bekannte, die aber in dieser Formation erst seit einigen Monaten zusammenspielen und hierfür schon beachtliches erreicht haben, einschließlich der Einspielung der CD "One-Trick Pony". Bernd Wolf hat die 14 Lieder selbst geschrieben und wer ihn kennt, weiß, dass die Fender Telecaster seinen Sound und damit den Sound auf dieser CD prägt. Auf den Country Music Messen in Nürnberg und Berlin hat sich das Quartett schon vorgestellt, außerdem bei den Country & Western Friends Kötz und im Four Corners in Untermeitingen. Mit der CD zeigen sie, dass sie nicht nur auf der Bühne jede Menge Musikalität entfalten können, sondern dass sie darüber hinaus auch etwas für die Ewigkeit geschaffen haben. Und das ist ihnen in besonders guter Weise gelungen, glasklar und astrein ist der Sound, eine starke und in jeder Hinsicht absolut professionelle Produktion. "Drawn To That Woman" ist natürlich eine Nummer, in der Bernd zugibt, von einer bestimmten Frau besonders stark angezogen zu werden. Ob sie ihn auch ausziehen mag, erfährt man vielleicht beim Hören. Der Herzschlag der Country Music der 60-er Jahre ist dabei klar zu spüren, allerdings weit abseits von Nashville, seinen Strings und Chorgesängen. Da sprechen schon eher Johnny Cash oder Buck Owens aus der Musik, die geradlinig und ehrlich klangen. "House That’s Built On Lies" reflektiert in diesem Sinne auch eine Begebenheit, in der Lust ein ehrliches Gefühl enttäuscht hat. Ein besonders autobiographisches Lied ist "Piece Of Wood", eine Fender Telecaster hat Bernd besonders nett angestrahlt und wird jetzt jeden Abend vor dem Schlafengehen geküsst. Klar, dass man gemeinsam schon so manchen Hit, aber auch den einen oder anderen Flop gelandet hat, wie es halt ist im wirklichen Leben. Sehr gut geht die Single "Long Gone Tomorrow" ab und "Drivin’ Down The Road" hat für Bernd schon wieder etwas besonders autobiographisches an sich, ebenso wie "Let ‘er Roll", schließlich ist er doch viel unterwegs. "Old Black Record" hatte er schon solo eingespielt, schön, dass die Band die Hommage an Sun Records in Memphis, Tennessee auf ihre CD genommen hat. Natürlich ist insbesondere die Single mit der Nummer 221 angesprochen, markant und treffend abzielend auf die erste Single von Johnny Cash, "Cry Cry Cry" mit "Hey Porter" auf der Rückseite. Cash-Gitarrist Luther Perkins wurde mit seinem Boom-Chicka-Boom Sound Vorbild für Marty und mit Luthers Nachfolger Bob Wooten ist Bernd sogar persönlich befreundet. Mit "One-Trick Pony" ist der Hörer an der Quelle angelangt, besser geht nicht. Texas Heat spielen am Samstag, den 21. März 2009 um 20 Uhr beim Reutlinger Country Club in der Stadthalle Rommelsbach, Gelegenheit zum Erwerb der CD wird ausdrücklich eingeräumt. (Friedrich Hog) |
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