Christine Albert – Paris, Texafrance – MH 2906

Die Musik von Christine Albert lässt sich nur erklären, wenn man ihre Geschichte kennt. Ihr Großvater mit dem schönen schweizer Nachnamen Sutter und ihre Mutter kamen aus Basel in der Schweiz, ihre Großmutter aus Paris in Frankreich. Geboren wurde Christine Albert in Upstate, New York, ihr Vater ist Amerikaner. Aufgewachsen ist sie auf einer Farm, mit 15 folgte sie ihrem Bruder nach Santa Fe, New Mexico und beendete dort die High School. Nach 12 Jahren Santa Fe zog sie nach Austin in Texas, um Anschluss an die dortige Singer-Songschreiber-Szene zu erhalten. Das ist ihr seither mehr als gelungen, obendrein ist sie mit dem Multiinstrumentalisten, Sänger und ProduzentenChris Gage verheiratet. Das Duo Albert & Gage gehört seit Jahren zum besten, was die lebendigste Live-Musikstadt der Welt, Austin, zu bieten hat.

Die neue CD von Christine Albert setzt mit Ausgabe Nummer drei ihre Texafrance-Serie fort. Christine greift auf französische und amerikanische Autoren zurück, übertrug selbst französische Texte in die englische Sprache. Herausgekommen ist ein Album mit Niveau und Klasse, das überwiegend englischsprachig ist, aber auch etliche französische Verse enthält. Die Musik ist sehr angenehm, akustischer Country mit ganz leichten Hauch von Jazz und Chanson, Chris Gage steuert natürlich Gitarren, Piano und Akkordeon beim, Paul Pearcy und Eddie Cantu sind sagenhaft einfühlsam am Schlagzeug und den Percussions. Die Mandoline kommt von Paul Glasse, der 1995 bereits mit Christine Albert’s Band beim Kötzer Country Festival mit dabei war.

Herrlich, wie sicher und mit welcher positiven Überzeugung die Künstlerin die zum Teil doch älteren Lieder der unterschiedlichen Autoren in neue Perlen verwandelt, sie fühlt sich offensichtlich pudelwohl mit dem Material und den Arrangements, schließlich hat Chris Gage das Album im eigenen MoonHouse Studio in Austin aufgenommen und gemischt. „The French Song" wurde schon 1963 von der Kanadierin Lucille Starr zum Hit gemacht, „Don’t Cry" lässt Erinnerungen an das Jahr 1950 aufkommen, als Edith Piaf in New York den englischen Vers eingesungen hat und die Musiker von ihrer Ausstrahlung und Stimme zu tiefst beeindruckt waren. „Y’a de la Joie" bringt richtigen Schwung rein, wer aber Chansons mag, wird sich besonders über diese eher ruhig gehaltene CD freuen. Eine Perle mit Klasse und Ausstrahlung, die nicht die Radiotauglichkeit im Auge hat, sondern ausschließlich die Qualität der Musik. Prädikat: äußerst wertvoll! (Friedrich Hog)

  Titel Länge Komponist
1 Swing Troubadour 3:39 Charles Trenet, Leon Chauliac
2 I Shouldn’t Care 2:38 Michel Emer
3 When You’re Away 3:33 Michael Austin, Roy Eisenstein
4 The French Song 3:27 Harry Pease, Larry Vincent
5 Chante-Moi 3:50 Edith Piaf
6 L’air de la Louisiane 3:18 Jesse Winchester,
7 Don’t Cry 3:16 Edith Piaf, R. Chauvigny
8 French Waltz 3:24 Adam Mitchell
9 Un Prince en Avignon 3:00 Jean Michel Rivat, Frank Thomas, Jean-Pierre Bourtayre
10 Y’a de la Joie 2:50 Charles Trenet
11 Hymne To Love 4:31 Edith Piaf, Marguerite Monnot
 
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