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A Singer Named Mandy: Songbooks standen am Anfang
Nachdem er seine zweite und dritte CD mit Produzent Brent Moyer, den er bei einer Veranstaltung der Country & Western Friends Kötz im Pfleghofsaal Langenau im Jahr 2002 kennengelernt hat, jeweils mit diversen Studiomusikern gemeinsam in Nashville eingespielt hat, und CD Nummer vier großteils nur zur eigenen Gitarrenbegleitung im legendären Sun Studio in Memphis, Tennessee entstanden ist, geht er mit seinem jüngsten CD-Projekt gänzlich neue Wege. Das Projekt „From Then Till Now" umfasst fünf CD’s, von denen die erste am 18. September 2010 im Rahmen des Johnny Cash Memorial Days im Schützenhaus Leipheim (Autobahn A-8 zwischen Ulm und Augsburg) CD-Taufe feiert. Wenige Tage danach reist Mandy Strobel zu Brent Moyer nach Nashville, um in gleicher Weise wie die nun erscheinende CD an den vier Folgealben zu arbeiten. Die Musik entnimmt Mandy dem traditionellen Country, eingespielt von Brent Moyer und Mandy selbst, hinzu kommen für einige Lieder wechselnde Gesangspartner, Joe Sun ist insoweit schon mehrfach im Duett mit Mandy zu hören. Angefangen hat die Arbeit zu diesem Projekt mit einigen Songbooks von Ron Davis, einem Amerikaner, der im Zuge des zweiten Weltkriegs als Soldat nach Deutschland gekommen war, sich hier in seine Emma verliebt hat, und bis heute geblieben ist. Ron und Mandy haben sich vor etlichen Jahren auf der Country Music Messe in Berlin getroffen, als sie noch im Fontanehaus stattgefunden hat. Dort im Fontanehaus begann die Zusammenarbeit von Mandy mit Ron, den Mandy gerne als väterlichen Freund bezeichnet. Mandy erkannte rasch, dass Ron mit verständlichen Worten Lebensgeschichten lebendig werden lassen kann. Diese Texte wachsen seither regelmäßig aus dem Frankenland, wo Ron „stationiert" ist, herüber ins Schwabenland, zu Mandy, der den Texten jeweils eine Melodie beigibt, z.T. selbst dort, wo schon eine andere vorhanden war. Hierdurch werden die Geschichten echte Mandy-Lieder. Auffallend ist dabei, dass es Texte gibt, die Ron schreibt, Mandy liest und sich fragt, wie dieser sich so gut in ihn hineinversetzen konnte, dass jedes Wort inhaltlich zutreffend ist. In Wahrheit sind die Texte aber nicht für oder um Mandy herum entstanden, sondern beschreiben die eigene Geschichte von Ron. Das nennt man Parallelen, Seelenverwandtschaft oder einfach Ron Davis & Mandy Strobel, das Markenzeichen, insbesondere beim Lied „From Then Till Now", das Ron für Emma schrieb und Mandy aus vollem Herzen für Elsy singen kann. „So ein Lied läuft dann vor meinem geistigen Auge ab, bis es fertig ist" meint Mandy, der dann die Zufriedenheit des angekommenen Künstlers ausstrahlt. „Befassen mit dem eigenen ich" nennt er dies. „Ich bin froh, dass ich hierauf gekommen bin, denn es befriedigt mich viel mehr, als das Singen von Coversongs", erläutert Mandy. Die Songbooks liegen greifbar bereit, als Mandy sich an seinen diagonal im Wohnzimmer platzierten Tisch setzt und stöbert. Wenn ein Text durch Mandy seine Melodie gefunden hat, wird er zur eigenen Gitarre ausgetestet, bis ein fertiges Lied unverrückbar das Licht der Welt erblickt hat und reif für Brent Moyer ist. „Diesem gelingt die musikalische Umsetzung auf erstaunliche Weise", berichtet Mandy, „Brent weiß immer, welche Instrumente wo eingesetzt werden müssen und was wo nicht hingehört". So entstehen aus Texten, Liedern und zum Teil unfertigen Textideen von Ron Davis, versehen mit den Melodien von Mandy Strobel, nun endlich die Lieder, die Mandy Strobel wirklich repräsentieren. Dass Ron und Mandy viele Erlebnisse und Gefühle teilen, ist eine wertvolle Koinzidenz, die nun im Rahmen der geplanten fünf CD’s reichlich und hörenswert Früchte trägt. Ron Davis hat die nun erscheinende CD im Auto erstmals gehört, auf dem Weg zum 27. Kötzer Country Music Festival im Juni 2010, Emma und Ron haben dort übereinstimmend berichtet, dass die CD mehrfach lief und höchste Zustimmung bei ihnen fand, einschließlich der kleinen textlichen Änderungen, die Mandy von Zeit zu Zeit vorgenommen hat. Dabei ist die Sprache von Ron zum Teil sehr reichhaltig und inspirierend für Mandy, „Where Did All The Whittlers Go" zum Beispiel stellt auf alte Holzschnitzer ab, die man früher in den Gemeinden beim entsprechenden Zeitvertreib beobachten konnte. Mit ihnen ist auch der Begriff des „Whittlers" fast gänzlich aus dem Sprachgebrauch verschwunden.
Zusätzlich zur Musik arbeitet Mandy Strobel an einem Buch, das seine Lebensgeschichte enthalten wird. Dazu nimmt er bevorzugt auf seinem Balkon Platz, lässt die Blicke über die grünen Hügel streichen und beginnt zu schreiben. Selbst die „schlechte Zeit", die heute kaum noch thematisiert wird, hatte ihre schönen Augenblicke und glücklichen Momente, all das wird man in Buchform nachlesen können. Übrigens, wenn am 20. September der Flieger gen Westen abhebt, sind Mandy, Elsy, Ron und Emma an Bord und falls in naher Zukunft ein Lied auftauchen sollte, das Bezug zu Colorado hat, war man wieder gemeinsam fündig und kreativ geworden. Dort tankt das Team erst mal auf, ehe die Studioarbeit in Nashville ihre Fortsetzung nimmt. Die CD’s von Mandy Strobel sind am Samstag, den 18. September im Schützenhaus Leipheim im Rahmen des Johnny Cash Memorial Days erhältlich, aber auch über das Internet bei www.mandystrobel.com oder per E-mail an info@mandystrobel.com . Auf seiner Website hat Mandy auch seine ausführliche Biographie veröffentlicht. (Friedrich Hog) |
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