60-ies Come Alive bei Frankie Raydell & Dog Gone

Ja, es ist wahr, sie haben sie wiederbelebt, die authentischen Sounds der 60-ies, Frankie Raydell & Dog Gone am Freitag, den 29. August 2008 im Four Corners in Untermeitingen. Was die fünfköpfige Band gespielt hat, klang exakt so, wie man Country Music in den 60-er Jahren gespielt hat, unter kompletter Ausblendung aller Entwicklungen danach und auch unter Ausblendung des sog. „Nashville Sounds". Das urlaubsbedingt nur in kleiner Zahl erschienene Publikum erfreute sich denn auch bis 1.15 Uhr an der grandiosen Musik der Londoner Formation, teilweise belebte es auch die Tanzfläche.

Frankie Raydell und seine Dog Gone Band haben erstmals in der Four Corners Music Hall, zwischen Augsburg und Landsberg gelegen, gespielt. Von Anfang an fühlten sie sich aber wohl beim leckeren Essen, in einer netten Runde an Besuchern und auf der Bühne. Frankie’s ältester Sohn, Frankie Bengel bediente das Schlagzeug, Harley Dave die Lead Gitarre, J.C. Sennerr die Pedal Steel und Nick Player den Kontrabass. Frankie selbst stand mit akustischer Gitarre als Sänger in Front und führte die Band über die „Streets Of Bakersfield" und via „Honky Tonk Song" gekonnt zu David Ball’s „Thinkin‘ Problem". Obgleich einige Lieder aus den 80-er oder 90-er Jahren sich eingeschlichen hatten, war stets ein astreines 60-ies-feeling beibehalten worden, das dann konkret untermauert wurde von Ray Price, Johnny Cash, Elvis Presley, Hank Williams und sogar Bob Wills, also Fünfziger-Ursprung und z.T. noch früher. „Devil In Me" von BR549 belegte, dass Rockabilly aktuell nicht tot ist und der „Cocaine Blues" zeigte, dass auch andere Dinge nicht verschwunden sind.

Dwight Yoakam war nochmals prominent vertreten mit „Guitars Cadillacs" und „Please, Please Baby", ehe mit „The Last Hank" Grüße an Mandy nach Ulm auf die lange Reise geschickt wurden. Die Geschwindigkeit kehrte bei „Exit 109" zurück auf die Bühne und Frankie jr. wechselte für Hank III’s „Pills I Took" ans Mikrophon. Feine Arbeit an der Steel Guitar war immer wieder die reinste Freude, gerade, wenn z.B. Wayne „The Train" Hancock interpretiert wurde. Für Bettina Granegger hatte die Band eigens Rockie Lynne’s „Lipstick" einstudiert, wo sie also die Schminke anlegen kann, während er fährt. Gefahren wurde auch im „Mercury Blues", gerockt beim „Jailhouse Rock" und eng getanzt bei „Anita You’re Dreaming". Waylon Jennings kam gleich nochmals zu Ehren in „Good Hearted Woman" und der „Big River" spülte so langsam die Musik aus dem gemütlichen Honky Tonk hinaus, wären da nicht die Fans gewesen, die Zugabe um Zugabe erklatschten, bis es am Ende „Seven Nights To Rock" waren und Frankie schließlich „I’m So Lonesome I Could Cry" anstimmte. Um viertel zwei wurde die Band in Ehren entlassen.

Es wäre schön, wenn sich ihre Qualität herumsprechen würde und sie in Bälde vor einem vollen Haus in Untermeitingen spielen könnten. Denkbar ist das, denn Frankie hat sich in Bayern ein Objekt gekauft, das er gerade als Wohnhaus umbaut mit angeschlossener Music Hall. Für 2009 ist der Start geplant. Happy Trails. (Friedrich Hog)



 
News: Daily News  Berichte  Informatives:  Musicfocus  Interviews  Record News  Biografien  American Cooking  Australien Country Songstory Übersetzungen  Billboards  Linedance  Kooperationen  Sareiter Reisen  ZYX Records  Übersichten: Country Radio   Saloon  Bands   Clubverzeichnis   Magazine  Links   Events  Termine  Interaktiv:  Gästebuch  Gewinnspiele  Forum  Kleinanzeigen  Suchen im CH  Online Eingaben Internes:  Impressum  Wir über uns