| Scott Shipley – vom Sideman zum
Showman
Hinzu kommt seine Fähigkeit, einen von Herzen kommenden Tenor zu singen, was das Publikum fesselt. Mit dem Gene Watson Klassiker „Fourteen Carat Mind" begann sein Auftritt, nachdem er sich instrumental warmgespielt hatte. Da er die wahre Country Music mag und sich vom kommerziellen Nashville-Crap der leider derzeit mehrheitlich schief gewickelten Music-Row-Bosse dieser Tage deutlich distanziert, gab es praktisch keine Covers aktueller Hits, positive Ausnahme: „But For The Grace Of God" von Keith Urban. Seine Vorfahren gaben ihm ¼ irische Abstammung mit auf den Weg, ¼ ist er Cherokee. Schon bei „Ring Of Fire" setzte Scott Shipley die Zuschauer als Band ein, das sollte im Laufe des Abends noch häufiger vorkommen, ganz zur Freude des Publikums. Mit der Band hörten sich in Berlin „Highway 40 Blues" (Ricky Skaggs) und „Copperhead Road" von Steve Earle gigantisch gut an, solo brachte er beide Lieder ebenfalls auf den Punkt. Seine brandneue Single „Hillbilly" durfte nicht fehlen. Scott Shipley ist der älteren Country Music und dem Bluegrass sehr
verbunden, „The Goldrush" zupfte er in entsprechendem Stil und „Rocky
Top" spielte er auch mit großer Freude, schließlich lebt er jetzt in
Nashville, Tennessee. Diese Freude übertrug sich auf’s Publikum, was
dazu führte, dass sich Scott ebenfalls beflügelt zeigte. Einem Johnny
Cash Medley folgte dessen „I Still Miss Someone", bei Merle Haggard’s „Silver
Wings" sang das Publikum mit, es fehlten nur noch die schwingenden
Kerzen. Auch Buck Owens gehört zu den großen Vorbildern von Scott
Shipley, „Buckaroo" zupfte er mit großem Vergnügen und „Love’s Gonna
Live Here Again" sang er für das Publikum, das längst zu seinen Fans
geworden war. Daher erzählte er auch die Geschichte vom letzten Auftritt
von Buck Owens in seinem eigenen Crystal Palace Club in Bakersfield, wo
er ein großartiges Abendessen genossen und einen tollen Auftritt
hingelegt hatte, am Abend bevor er im Schlaf verstarb. Und er erzählte
die Geschichte von Leadbelly, der viele Klassiker geschrieben und 1918
seine ersten Schallplattenaufnahmen gemacht hat, im G Die familiäre Atmosphäre im Alten Sportheim ermutigte zu happy songs wie „The Fireman" (George Strait) oder „Arlene" (Marty Stuart), aber auch zu traurigen Liedern wie „Dark As A Dungeon" aus der Feder von Merle Travis, das aufgrund der sehr schönen und tief empfundenen Darbietung zum Höhepunkt des Abends avancierte. „Streets Of London" von Ralph McTell und „Coney Island Girl" aus der Feder von Tom Waits standen dem kaum nach, und weil er den gewünschten frühen Jimmie Davis Klassiker „Red Nightgown Blues" nicht parat hatte, gab’s als Entschädigung dessen späteren Hit „You Are My Sunshine". Wunderbar auch „Amarillo by Morning" und das intensiv vorgetragene „Wayfaring Stranger", viel Power beim „Pipeliner Blues". Um 10 vor 1 endete mit „Love Will Keep Us Alive" ein ausgesprochen gelungener musikalischer Abend. (Friedrich Hog) |
| News: Daily News Berichte Informatives: Musicfocus Interviews Record News Biografien American Cooking Australien Country Songstory Übersetzungen Billboards Linedance Kooperationen Sareiter Reisen ZYX Records Übersichten: Country Radio Saloon Bands Clubverzeichnis Magazine Links Events Termine Interaktiv: Gästebuch Gewinnspiele Forum Kleinanzeigen Suchen im CH Online Eingaben Internes: Impressum Wir über uns |