| Loud Rock’n’Roll: Bobby Bare jr. im
Kapilio Langenau
Country Music Legende Bobby Bare ist ja bekannt durch seinen Hit „The
All American Boy", mit dem er 1959 Platz 2 der amerikanischen Pop
Singles Charts erreichte, ferner durch Hits in den Country Charts wie
„Marie Laveau" (No. 1/1974), „Four Strong Winds" (No. 3/1964/65), „That’s
How I Got To Memphis" (No. 3/1970), „Miller’s Cave" (No. 4/1964), „Margie’s
At The Lincoln Park Inn" (No. 4/1969), „500 Miles Away From Home" (No.
5/1963/64), „The Streets Of Baltimore" (No. 5/1966), „The Game Of
Triangles" mit Norma Jean und Liz Anderson (No. 5/1966) oder die Grammy
Single „Detroit City" (No. 6/1963). Rund 70 Hitparadenerfolge in
Billboard’s Country Charts konnte er ab 1962 landen, seit gut 20 Jahren
ist er jedoch schon aus dem „großen Geschäft" heraus, hat auch schon mal
eine Abschiedstournee gemacht, ist aber hin und wieder so ein klein
wenig rückfällig und tritt noch auf. 1974 hatte er zusätzlich zu den
genannten Hits Position 2 erreicht mit „Daddy What If", einem Duett mit
seinem damals kleinen Sohn Bobby Bare jr.. Dieser geht inzwischen auf
die 40 zu, wohnt in Nashville
Zunächst hatte Bobby Bare jr. im Kapilio eine akustische Gitarre umgeschnallt, Cory Younts aus Nashville die Mandoline. Der Start hatte etwas von rauher Old Time Music und das verdichtete sich beim zweiten Lied „Valentine" sogar noch, als Cory Younts das Clawhammer Banjo bediente. Die Stimme von Junior Bare ist kaum mit jener seines Vaters zu vergleichen, kein gemütlicher Bariton, eher ein rauher, wilder Tenor. Sodann nahm Aaron Ford aus dem nördlichen Teil von Georgia ergänzend am Schlagzeug Platz. Bald schon wechselte Bobby Bare jr. zur elektrischen Gitarre und meinte „Now We Make Loud Rock’n’Roll". Gesagt, getan, das dauerte dann gut eine halbe Stunde, Psychedelic, Funk, Punk, ich weiß nicht, was man da alles raushören konnte, aber es war eindeutig zu laut für das Kapilio. Schön war jenes Lied, in dem es u.a. hieß „Stop Crying, I Kiss The Tears Out Of Your Eyes - I Mean It This Time". Als er sich verabschieden wollte, war kaum eine Stunde gespielt, das ließ das Publikum nicht zu, und so gab’s den schönsten Teil des Auftritts, als Bobby Bare jr. solo mit akustischer Gitarre noch fünf Songs als Zugaben klampfte. Da er in Nashville aufgewachsen ist, kennt er dort zwar längst nicht alle, aber einige, er meinte in einem lustigen und gelungenen Vortrag daher „Come And Visit Me In Nashville, Tennessee". Klasse war auch seine Version von „Sister Golden Hair". Bobby Bare jr. scheint eine Menge Spaß gehabt zu haben in Langenau, den Leuten hat’s auch Spaß gemacht, sogar der elektrifizierte Teil. (Friedrich Hog) |
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