| Americana-Sänger Bucky Halker
überzeugt in Illerberg
Sein Vorbild ist Woody Guthrie, von ihm sang er gleich zum Einstieg die Geschichte von den Menschen, denen in der Zeit der Wirtschaftskrise um’s Jahr 1930 herum ihr zuhause abhanden gekommen ist und die nun ziellos umherwandern, "I Ain’t Got No Home In This World Anymore". Ben Lancing bediente Dobro, E-Gitarre und sehr filigran die Slide Guitar, Tom Pikarski war der Bassist, Bucky Halker selbst bediente gekonnt die akustische Gitarre. Schön waren die kleinen Anekdoten, die Bucky Halker zu den einzelnen Liedern erzählte, da fällt der Zugang zu den Aussagen ungleich leichter. Bei "Birdland Symphony" erläuterte er, dass die Singvögel in Deutschland anders klingen als in Amerika, auch wenn sie der gleichen Art angehören. Das ist insoweit schon nachvollziehbar, als dass sie in Deutschland eben deutsch singen J "Constantina" war Bucky’s Nachruf auf eine unglückliche Beziehung,
die er aber nicht vergessen kann. Eine wahre Geschichte ist auch "Squirrel
In A Cage", die Geschichte von einem Eichhörnchen, das im Käfig
eingesperrt war. So etwas entdeckt man, wenn man in Amerika lange genug
auf Reisen ist, wobei man mal anhält und sich umschaut. Der Blues war
immer wieder mal vertreten, z.B. in Form des "Eisenhower Blues" und "304
Blues". "St. Francis" ist das dezente Protestlied gegen den derzeitigen
Präsidenten der USA, George W. Bush: Wenn der heilige St. Franziskus
heute lebte, er hätte nichts übrig für die aktuelle Außenpolitik der
USA. Woody Guthrie passt bestens hierzu,
Da John Arthur Martinez und Band einen freien Tag hatten und als Gäste anwesend waren, spielten sie zwischendurch zwei Songs, John meinte, "St. Francis Is Crying" sei ein wunderschönes Lied von Bucky gewesen. Es ist immer wieder toll, wenn sich amerikanische Künstler bei den Konzerten in Deutschland begegnen oder gar erst kennenlernen. Bucky Halker setzte noch fort mit Woody Guthrie’s "Do Re Mi", das Lied über das Land, das alle aussperrte, die kein Geld hatten, Kalifornien, das gelobte Land in der Zeit des Dust Bowl und der Weltwirtschaftskrise um 1930, wo die trockenen Stürme die ebenso ausgetrocknete Erde davongeweht hatten und damit die Menschen, die zuvor das Land bearbeiteten. Mit "Hobo’s Lullaby" neigte sich der Abend, zufrieden konnte das Publikum entlassen werden. Bucky Halker erwies sich als ausgesprochen kompetenter und hochklassiger Künstler, der jederzeit empfohlen werden kann, auch seine CD’s sind hervorragend. (Friedrich Hog) |
| News: Daily News Berichte Informatives: Musicfocus Interviews Record News Biografien American Cooking Australien Country Songstory Übersetzungen Billboards Linedance Kooperationen Sareiter Reisen ZYX Records Übersichten: Country Radio Saloon Bands Clubverzeichnis Magazine Links Events Termine Interaktiv: Gästebuch Gewinnspiele Forum Kleinanzeigen Suchen im CH Online Eingaben Internes: Impressum Wir über uns |