„20. Country Rendez-Vous Festival" in Craponne sur Arzone:  riesiges Country/Americana-Festival Ende Juli in Frankreich

Von Freitag, 27. bis Sonntag, 29. Juli 2007 erlebt Frankreich ein weiteres Country & Americana-Festival der Superlative, mit europaweiter Bedeutung. Fünf Formationen pro Tag bringen die Gemeinde in den französischen Alpen, südwestlich von Lyon gelegen, in Schwung. Am Freitag beginnt das Open-Air-Festival um 19 Uhr mit dem 40-jährigen Country & Rockabilly Sänger Eddy Ray Cooper aus Frankreich, der seine dritte CD vorstellen wird. Bis 1.15 Uhr folgen vier US-Bands. Am Samstag läuft das Programm von 18 bis 1 Uhr, am Sonntag von 15 bis 22 Uhr mit einer italienischen und neun weiteren US-Formationen. Mit dabei sind:

Freitag:

Lucky Tomblin Band (USA)

Die Lucky Tomblin Band ist eine All-Star-Band aus Texas, die richtig einheizen wird. Der Songschreiber Lucky Tomblin ist der Leadsänger. Er hatte erste große Bühnenerfahrungen gemacht bei Grand Ole Opry Shows in San Antonio, Texas, die er für Leute wie Roger Miller, Little Jimmy Dickens und Ray Price eröffnen durfte. In den 80-er Jahren gründete er ein Aufnahmestudio in San Marcos, Texas, der Heimatstadt von George Strait, „The Fire Station Recording Studio". Er arbeitete mit Leuten wie Joe Ely, Jerry Jeff Walker und den Texas Tornados. Deren Doug Sahm drängte Lucky zur Gründung einer Band. Dieser Band gehört als Pianist „Mister Honky Tonk Piano" himself, Earl Poole Ball an. Earl Poole Ball ist nicht nur von zahllosen Fernsehproduktionen als der Mann hinter dem Tasteninstrument bekannt, sondern auch als langjähriges Mitglied der Band von Johnny Cash. Im Aufnahmestudio wirkte er bei Albumproduktionen mit wie dem Meilenstein des frühen Country-Rock „Sweetheart Of The Rodeo" der Byrds oder „Safe At Home" von Gram Parsons. Auch bei Aufnahmen der Flying Burrito Brothers, Glen Campbell, Merle Haggard, Linda Ronstadt, Buck Owens, Wynn Stewart, Freddie Hart, Ricky Nelson, Marty Robbins, Marty Stuart, Mickey Gilley, Jerry Lee Lewis und Carl Perkins war er dabei, und natürlich bei zahllosen Aufnahmen von Johnny Cash. Redd Volkaert ist längst ein Markenzeichen und Star an der elektrischen Gitarre, der bereits eigene CD’s veröffentlicht hat. Er ist ein Meister auf der Gitarre, wie kaum jemand anderes, genießt daher absoluten Kultstatus unter Gitarristen. Mit 16 hatte er schon in den Bars von Vancouver, British Columbia in Kanada gespielt, nach acht Jahren in Alberta zog er nach Los Angeles. 1990 kam er nach Nashville, wo er mit Ray Price, Lacy J. Dalton, Clinton Gregory und Dale Watson arbeitete. 1997 wurde er Mitglied in Merle Haggard’s Band, „The Strangers". Seit ein paar Jahren lebt er in Austin, Texas. Bassistin Sarah Brown wurde von den Lesern des Austin Chronicle bereits vier Mal zur besten Bassisten des Jahres gewählt, sie hat mit zahlreichen Größen der Blues und Americana-Szene gespielt wie Bonnie Raitt oder Buddy Guy. Die Lieder aus ihrer Feder wurden inzwischen aufgenommen von Marcia Ball, Lou Ann Barton und anderen. Schlagzeuger Jon Hahn aus Iowa spielt das Instrument seit seiner Schulzeit, 1990 machte er einen Universitätsabschluss in Musik. Seit er in Austin, Texas lebt, arbeitete er bereits mit Leuten wie Radney Foster, Joe Ely, Rosie Flores oder Jim Stringer. An der Rhythmus Gitarre erleben wir Bobby Arnold, der als Tontechniker in Willie Nelson’s Pedernales Studio angefangen hat. Später wechselte er ins Fire Station Studio in San Marcos, derzeit ist er der Cheftechniker im Aufnahmestudio der Southwest Texas State University. Er hat im Laufe der Zeit Aufnahmesessions begleitet von Leuten wie Willie Nelson, Ray Charles, Neil Young, Merle Haggard und Les Paul. Wenige Monate nach der Veröffentlichung der ersten CD der Lucky Tomblin Band kam John X. Reed aus New Mexico als weiterer Gitarrist hinzu. Sein Weg führte über Lubbock, Texas und Jimmie Dale Gilmore, Joe Ely, Butch Hancock, Jesse Guitar Taylor und Ponty Bone nach Austin. Dort war er u.a. in den Bands von Doug Sahm, Marcia Ball, Lucinda Williams, Kimmie Rhodes, Alvin Crow und der Outlaw-Legende aus Austin schlechthin, Kenneth Threadgill. An Steel Guitar und Dobro erleben wir die fünffache Grammy-Gewinnerin Cindy Cashdollar. Bereits mit 11 Jahren fing sie mit Folk- und Delta-Blues-Gitarre an, stieg aber einige Jahre später auf Dobro und Steel Guitar um. Ihre Arbeit kann man zum Beispiel auf der Grammy-CD von Bob Dylan von 1997, „Time Out Of Mind" hören. Sie spielte zunächst in einem akustischen Quartett mit Levon Helm und Rick Danko von „The Band", dann war sie fünf Jahre bei Leon Redbone. Acht Jahre verbrachte sie bei Asleep At The Wheel, mit denen sie u.a. die CD „A Tribute To The Music Of Bob Wills And The Texas Playboys" und „Ride With Bob" aufgenommen hat. Obwohl sie die Band 2001 offiziell verlassen hat, springt sie noch heute im Bedarfsfall ein. Außerdem hört man sie bei der Cajun Band Beausoleil, bei Kelly Willis, Peter Rowan oder Jorma Kaukonen, wenn erstklassige Dobro-und Steel-Guitar-Klänge gefragt sind.

Trent Willmon (USA)

Ein texanischer Cowboy, der inzwischen die Billboard Top 40 erreicht hat. Von den Dance Halls in Texas nahm er seinen Weg nach Nashville und in die dortige Grand Ole Opry. Bei Sony Nashville hat er inzwischen seine zweite CD veröffentlicht, „A Little More Living". Album Nummer 1 war 2004 bei Columbia erschienen, „Trent Willmon". Als guter Songschreiber gelingt es ihm, die Werte aus der texanischen Musik in die kommerzielle Welt von Nashville einzubringen, ohne dass er dabei gänzlich untergehen würde. Das zeigt sich in Liedern wie „The Ropin‘ Pen" oder „Good Horse To Ride", das seine Jugend im Westen von Texas reflektiert. Willie Nelson und Joe Ely sind seiner größten Einflüsse, er besucht heute noch regelmäßig deren Konzerte, um sich inspirieren zu lassen.

Stoney Larue (USA)

In Europa noch relativ unbekannt ist Stoney Larue aus Taft, Texas. Aufgewachsen ist er nördlich des Red River, in Oklahoma. Seine musikalischen Einflüsse reichen von Willie Nelson über Kris Kristofferson zu Ray Charles und den Greatful Dead. Da kommen Country, Blues und seelenvolle Rockelemente zusammen. Längst ist er fester Bestandteil der Musikszene von New Braunfels, Texas. Inzwischen ist er 28 Jahre alt und hat mit der CD „The Red Dirt Album" vom August 2005 auch etwas handfestes vorzuweisen, neben seinen rund 300 Auftritten, die er pro Jahr absolviert. Seine Band ist klassisch besetzt mit Gitarre, Bass, Schlagzeug und Keyboard und man darf gespannt sein, wie der emsige Musiker auf der Bühne rüberkommt.

Cherryholmes (USA)

Wenn The Maddox Brothers & Rose „The Most Colorful Hillbilly Band" waren, sind die Cherryholmes die bunteste Bluegrass Band. Quasi aus dem Nichts hatten sie im Oktober 2005 bei der IBMA im Ryman Auditorium in Nashville den Award als Entertainer des Jahres erhalten, Cia Cherryholmes ist seit Jahren die beste Banjo-Spielerin bei den jährlichen SPGMA-Awards, mit 15 war sie 1999 als Gitarristin in die Band eingestiegen, im Oktober 2000 wechselte sie auf das Banjo. Auf diesem 5-saitigen-Instrument ist sie beeinflusst von J.D. Crowe, Jim Mills und Don Reno. Vater, Mutter, zwei Töchter, zwei Söhne, ein echter Family Act sind sie obendrein, da schauen die Fachleute und auch die Fans. Spitzen wir lieber die Ohren, denn es geht ja um Musik, gerade beim Bluegrass.

Samstag:

Bluegrass Stuff (I)

Von der EWOB vergangenes Jahr in Frankreich zur besten Bluegrass Band Europas gewählt, wie auch 2004 bereits in Deutschland, kommt das Quintett „Bluegrass Stuff" aus Italien mit gehörigen Vorschlusslorbeeren nach Craponne. Mandolinist Massimo Gatti spielt ganz in der Tradition von Bill Monroe und singt auch die Tenorstimme. Über „Eurograss" und „Hot Stuff" lernte er Europa und die Festivals in Italien, Frankreich, Österreich, Deutschland und der Schweiz kennen. Leadsänger und Gitarrist Perry Meroni war ursprünglich Schlagzeuger, dieses Instrument setzt er im Bluegrass jedoch nur äußerst selten ein, wobei im Falle eines Bühneneinsatzes die Lacher auf seiner Seite sind. Lustig geht’s ohnehin zu bei Perry Meroni, zum Beispiel auch, wenn er „It’s Now Or Never" singt. Lei Di Giacomo ist der Leadgitarrist der Band, er singt Bariton. Von 1994 bis 2001 war er in Nachfolge von Beppe Gambetta Gitarrist bei der anderen bekannten italienischen Bluegrass Band „Red Wine", mit denen er 1995 und 2001 auch beim Fan Fest der IBMA, damals noch in Owensboro, Kentucky aufgetreten ist.

Bill Kirchen & The Twangbangers (USA)

Als Gitarrist bei Commander Cody & His Lost Planet Airmen ebnete Bill Kirchen 1972 mit seinen unverkennbaren Licks für „Hot Rod Lincoln" den Weg in die Charts. Seit 1993 hat er sieben CD’s unter eigenem Namen veröffentlicht und gilt aufgrund beider Tatsachen als einer der frühen und führenden Vertreter des Americana. In Ann Arbor, Michigan besuchte er gemeinsam mit Bob Seger die High School. In Ann Arbor sah er auch Bill Monroe & The Bluegrass Boys, die Stanley Brothers und die Kentucky Colonels mit Clarence White an der Gitarre. Viele weitere Legenden hat er noch auf der Bühne erlebt, wofür er dankbar ist. Er war Gründungsmitglied von Commander Cody & His Lost Planet Airmen, die seinerzeit Honky Tonk, Boogie Woogie und Western Swing revitalisierten, ebenso wie Asleep At The Wheel. Von 1969 bis 1975 hat er mit ihnen sieben Alben aufgenommen, ehe die ursprüngliche Besetzung auseinanderbrach. Das Fachblatt „Rolling Stone" stellte ihre LP „Live From Deep In The Heart Of Texas" in die Liste der 100 besten LP’s aller Zeiten. „Hammer Of The Honky Tonk Gods" heißt seine jüngste CD und im Titelsong nennt er die entsprechenden Namen, zu denen sogar Johnny Cash gehört. Überhaupt ist er auch als Songschreiber immer mehr im Kommen, denn er möchte aus seinem reichhaltigen musikalischen Leben schöpfend einige seiner Erfahrungen weitergeben. Honky Tonk, Western Swing, Rockabilly, Country, Blues, Boogie Woogie, alles fliest in die Musik von Bill Kirchen ein, denn er hat diese Elemente des Americana jahrzehntelang gelebt. Nick Lowe, alter Weggefährte, spielt übrigens Bass auf der „Hammer"-CD, die großteils in London eingespielt wurde. In Sachen „Twangbangers" tat er sich mit Gitarrenkollege Redd Volkaert, Songschreiber Dallas Wayne (auch bekannt von den Chow Dogs) und Joe Goldmark an der Steel Guitar zusammen. Freuen wir uns auf diesen legendären Künstler, seine Fender Telecaster und seine klassischen und neuen Songs.

Roger Creager (USA)

Ein typischer Vertreter der aktuellen Americana-Musik ist Roger Creager, der in Corpus Christi in Texas aufgewachsen ist, jetzt aber in der Gegend von Houston, Texas lebt. Seine Einflüsse sind die Größen der texanischen Singer-Songwriter bzw. Outlaw-Szene Robert Earl Keen jr. und Jerry Jeff Walker, ferner Jimmy Buffett. Seine Show in der bekannten Gruene Hall, die mitgeschnitten wurde, ist sein persönliches Karriere-Highlight. Wenn Roger Creager von den „Good Old Days" singt, geht richtig schön die Post ab und „Things Look Good Around Here" hat für ihn durchaus den Charakter einer Standortbestimmung, wobei man die verwurzelte und hintergründige Aufarbeitung dieser Aussage nicht außer Acht lassen darf.

Joe Ely (USA)

Joe Ely wurde durch seine Aufnahmen mit den Flatlanders bekannt, die bereits Anfang der 70er Jahre entstanden sind. Jimmie Dale Gilmore und Butch Hancock waren seine Partner zu jener Zeit und wenn man die Geschichtsbücher bis heute richtig deutet, muss man Joe Ely bescheinigen, aus seiner Solokarriere von den dreien am meisten gemacht zu haben. Ob es an seinen rockigeren Ansätzen liegt, ist schwer zu sagen, jedenfalls hat er den höchsten Bekanntheitsgrad erreicht. Energiegeladen, so könnte man seine Musik am ehesten beschreiben. Geboren wurde Ely in Amarillo, Texas, zwischen den legendären amerikanischen Lebensadern Route 66 und Rock Island Line. Ein Auftritt von Jerry Lee Lewis hatte beim sechsjährigen Joe Ely bleibende Eindrücke hinterlassen. Mit 11 Jahren zog er mit seiner Familie nach Lubbock, Texas, wo er nach zwei Jahren von der Violine auf die elektrische Gitarre umstieg. Von dort ging’s weiter nach Austin, Texas, mit Abstechern nach New York und Deutschland. Mit Lloyd Maines an der Steel Guitar, dem Vater von Natalie Maines, der Leadsängerin der Dixie Chicks, gründete Joe Ely 1975 seine erste professionelle Band. Ponty Bone kam am Akkordeon dazu, John X. Reed, der mit der Lucky Tomblin Band nach Craponne kommt, und der inzwischen verstorbene Jesse Guitar Taylor waren an den Gitarren. Die privaten Aufnahmen führten zu einem Plattenvertrag für Joe Ely mit MCA. Joe musste sich hart gegen die Vorgaben der großen Plattenfirma durchsetzen, die ihm gerne ihre Studiomusiker für die Schallplattenaufnahmen aufgedrückt hätten, Joe gelang es aber, seine eigene Band für die Aufnahmen verwenden zu können und 1977 erschien mit „Joe Ely" das erste Album. Als Opening Act für Carl Perkins und später Merle Haggard machten Joe und seine Band bereits damals ausgedehnte Europatourneen. Seine zweite LP „Honky Tonk Masquerade" erhielt 1978 eine herausragende Besprechung im „Time Magazine". Bonnie Raitt wollte Jesse Guitar Taylor damals von Joe’s Band abwerben, was ihr aber nicht gelang. Erst mit Ablauf des Jahres 1982 verließ Taylor die Band, Ely machte daraufhin ein Jahr Babypause. Nach sieben Alben verließ er 1985 MCA, das Finanzamt machte ihm zu schaffen. Mit neuer Band und neuem Plattenvertrag bei Hightone Records startete er 1986 wieder richtig durch, zwei LP’s sind entstanden, bevor er 1990 zu MCA zurückkehrte. Farm Aid und andere große Events folgten für ihn und zwei Auftritte bei David Letterman. Für seine CD „Los Super Seven" mit Flaco Jimenez, Rick Trevino, Freddy Fender, Augie Meyers, Doug Sahm und anderen erhielt er einen Grammy, 2000 ging er erstmals mit den Flatlanders auf Tour, auch neue Flatlanders-Aufnahmen entstanden damals. 10 Shows der Dixie Chicks konnte er eröffnen. So könnte man noch vieles über ihn berichten, er spielte in Filmen mit und auf jeden Fall wird er in Craponne richtig gut einheizen.

The Derailers (USA)

Die Derailers aus Austin, Texas feierten beim Country Festival in Kötz 1996 ein umjubeltes Europadebüt. Sie wurden damals schon mit den Mavericks um Raul Malo verglichen, inzwischen haben sie deren Stelle längst eingenommen. Ihr Sound zwischen Texas Honky Tonk und Buck Owens ist unwiderstehlich und wird ein weiteres Mal die Fans begeistern, auch wenn die Bandmitglieder seit damals fast alle gewechselt haben, außer Brian Hofeldt. Er ist jetzt, nachdem Gründungsmitglied Tony Villanueva die Band verlassen hat, alleiniger Kopf der Derailers. Der zermürbende Kampf gegen die Wünsche der Musikindustrie in Nashville hat seinen Tribut gefordert, die Band hat sich jedoch erfolgreich widersetzen können, ist nicht entgleist und wird daher in Craponne in neuem Glanz erscheinen.

Sonntag:

Hickory Project (USA)

The Hickory Project aus Wellsboro, Pennsylvania ist den Fans noch vom Auftritt beim Pfingstfestival 2002 in Neusüdende in bester Erinnerung. Der amerikanische Mandolinen Champion von 1999, Anthony Hannigan und die vierfache Florida Fiddle Meisterin Sue Cunningham sind die Basis des Erfolgs dieser Bluegrass-Formation. Durch ihre sechs CD’s und ihre Auftritte in den USA und Europa haben sie sich zu einer hervorragenden Verbindung zwischen der Tradition und der Moderne innerhalb der akustischen Musik entwickelt. Sue Cunningham ist auch die Sängerin der Band, Garantin für den Funken, der bei ihrer Musik jederzeit aufs Publikum überspringt. Anthony Hannigan singt ebenfalls, Danny Shipe spielt Gitarre und singt im Stil von Peter Rowan. David Cavage bedient das Banjo im Stil seiner Vorbilder Tony Trischka, Alison Brown und Bela Fleck, auch er singt. Am Kontrabass erleben wir Steve Belcher, er wurde im englischen Liverpool geboren, lebt aber jetzt ebenfalls in PA. Als Bassist der Shankman Twins (die jetzt als „Malibou Storm" unterwegs sind) wurde er einem breiteren Publikum bekannt. Gitarrist und Sänger Billy Gilmore stammt aus Florida, er ist das neueste Mitglied der Formation, hat aber bereits in etlichen Bands Erfahrungen gesammelt.

Red Meat (USA)

Honky Tonk Music ist ihr Ding, „Too Country For New Country" lautet ihr Motto. Dabei kommen sie nicht aus dem tiefsten Süden, sondern von der West Coast, aus San Francisco genauer gesagt. 1993 hat alles in einer Garage angefangen, inspiriert vom Bakersfield Sound eines Buck Owens, aber auch von den Maddox Brothers & Rose, Patsy Cline, Gram Parsons, Hank Williams sen. oder der Carter Family. Das Sextett besteht aus Scott Young an Fiddle und Gitarre, er ist auch der Sänger und Songschreiber der Band. Jill Olson spielt den Bass und singt, die Leadgitarre bedient Michael Montalto. Les James sitzt am Schlagzeug, Smelley Kelley gibt den Frontman der Band ab. Schon 1995 gewannen sie einen Wammie als beste Country Band in San Francisco. 1997 kam ihre erste CD heraus, „Meet Red Meat", im Juli 1998 kam mit „13" bereits Album Nummer 2, produziert von Grammy-Gewinner Dave Alvin. Auch die dritte CD „Alameda County Line" wurde von Dave Alvin produziert. Neo Honky Tonk, tolle Texte und angenehm hörbare Musik, Red Meat gilt es zu entdecken, wobei sie in Frankreich bereits im offiziellen CD-Handel erhältlich sind.

Tommy Alverson (USA)

Auch Tommy Alverson ist vom Pfingstfestival in Neusüdende her ein Begriff, 2001 war er mit Clay Blaker & The Texas Honky Tonk Band dort aufgetreten. Sein rauher Honky Tonk Stil kennzeichnet seine Musik. Nach Craponne kommt er natürlich mit seiner eigenen Band, der u.a. der Steel Guitar Virtuose Ray Austin angehört. Tommy Alverson hat die Bühne aber nicht nur mit Clay Blaker geteilt, sondern mit praktisch allen, die Rang und Namen haben in der texanischen Musikszene, Willie Nelson, Johnny Bush, Johnny Gimble, Leon Rausch, Jerry Jeff Walker, Gary P. Nunn, Ray Wylie Hubbard, Radney Foster, Steven Fromholz, Robert Earl Keen jr., Pat Green, Charlie Robison, Dale Watson oder Jim Lauderdale.

Rhett Akins (USA)

Den Besuchern der Country Night Gstaad 2006 ist er bereits geläufig, außerdem hatte er in den 90er Jahren einige beachtliche Hits in den Billboard Country Charts verzeichnen können, Rhett Akins aus dem sonnenverwöhnten Georgia. 1992 war er nach Nashville gezogen, wo er zunächst einen Vertrag als Songschreiber, dann 1994 als Sänger erhalten hat. „Don’t Get Me Started" wurde ein Toperfolg in Amerika. Nach einer Phase, in der er bei einer unabhängigen Plattenfirma war, ist er nun wieder bei einem großen Label und hat mit „If Heaven Wasn’t So Far Away" wieder ein gutes Lied ins Rennen geschickt.

Jon Emry (USA)

Jon Emry lebt seit der 70er Jahre in Austin, Texas, wo damals Willie Nelson, Waylon Jennings, Ray Wylie Hubbard, Billy Joe Shaver, Gary P. Nunn, Kinky Friedman, Michael Murphey, Steven Fromholz und andere dem Establishment in Nashville den Rücken gekehrt und die Outlaw Music kreiert hatten. Emry ist Songschreiber und Sänger, seine Wurzeln reichen zurück in die Zeit des Rockabilly und die vom Blues beeinflusste Country Music. Immer von neuen Ideen angetan, wagt es Jon Emry, seiner Musik neue Impulse zu verleihen und er erweist sich als sehr guter Country Sänger.

Kontakt: Karten: Tel. 00 33 471 03 25 52, e-mail: info@festivaldecraponne.com, Touristikbüro: Tel. 00 33 471 03 23 14 (Friedrich Hog)

 
 
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