| „20. Country Rendez-Vous Festival" in
Craponne sur Arzone: riesiges Country/Americana-Festival Ende Juli
in Frankreich Von Freitag, 27. bis Sonntag, 29. Juli 2007 erlebt Frankreich ein weiteres Country & Americana-Festival der Superlative, mit europaweiter Bedeutung. Fünf Formationen pro Tag bringen die Gemeinde in den französischen Alpen, südwestlich von Lyon gelegen, in Schwung. Am Freitag beginnt das Open-Air-Festival um 19 Uhr mit dem 40-jährigen Country & Rockabilly Sänger Eddy Ray Cooper aus Frankreich, der seine dritte CD vorstellen wird. Bis 1.15 Uhr folgen vier US-Bands. Am Samstag läuft das Programm von 18 bis 1 Uhr, am Sonntag von 15 bis 22 Uhr mit einer italienischen und neun weiteren US-Formationen. Mit dabei sind: Freitag: Lucky Tomblin Band (USA)
Trent Willmon (USA) Ein texanischer Cowboy, der inzwischen die Billboard Top 40 erreicht hat. Von den Dance Halls in Texas nahm er seinen Weg nach Nashville und in die dortige Grand Ole Opry. Bei Sony Nashville hat er inzwischen seine zweite CD veröffentlicht, „A Little More Living". Album Nummer 1 war 2004 bei Columbia erschienen, „Trent Willmon". Als guter Songschreiber gelingt es ihm, die Werte aus der texanischen Musik in die kommerzielle Welt von Nashville einzubringen, ohne dass er dabei gänzlich untergehen würde. Das zeigt sich in Liedern wie „The Ropin‘ Pen" oder „Good Horse To Ride", das seine Jugend im Westen von Texas reflektiert. Willie Nelson und Joe Ely sind seiner größten Einflüsse, er besucht heute noch regelmäßig deren Konzerte, um sich inspirieren zu lassen. Stoney Larue (USA) In Europa noch relativ unbekannt ist Stoney Larue aus Taft, Texas. Aufgewachsen ist er nördlich des Red River, in Oklahoma. Seine musikalischen Einflüsse reichen von Willie Nelson über Kris Kristofferson zu Ray Charles und den Greatful Dead. Da kommen Country, Blues und seelenvolle Rockelemente zusammen. Längst ist er fester Bestandteil der Musikszene von New Braunfels, Texas. Inzwischen ist er 28 Jahre alt und hat mit der CD „The Red Dirt Album" vom August 2005 auch etwas handfestes vorzuweisen, neben seinen rund 300 Auftritten, die er pro Jahr absolviert. Seine Band ist klassisch besetzt mit Gitarre, Bass, Schlagzeug und Keyboard und man darf gespannt sein, wie der emsige Musiker auf der Bühne rüberkommt. Cherryholmes (USA)
Samstag: Bluegrass Stuff (I)
Bill Kirchen & The Twangbangers (USA) Als Gitarrist bei Commander Cody & His Lost Planet Airmen ebnete Bill Kirchen 1972 mit seinen unverkennbaren Licks für „Hot Rod Lincoln" den Weg in die Charts. Seit 1993 hat er sieben CD’s unter eigenem Namen veröffentlicht und gilt aufgrund beider Tatsachen als einer der frühen und führenden Vertreter des Americana. In Ann Arbor, Michigan besuchte er gemeinsam mit Bob Seger die High School. In Ann Arbor sah er auch Bill Monroe & The Bluegrass Boys, die Stanley Brothers und die Kentucky Colonels mit Clarence White an der Gitarre. Viele weitere Legenden hat er noch auf der Bühne erlebt, wofür er dankbar ist. Er war Gründungsmitglied von Commander Cody & His Lost Planet Airmen, die seinerzeit Honky Tonk, Boogie Woogie und Western Swing revitalisierten, ebenso wie Asleep At The Wheel. Von 1969 bis 1975 hat er mit ihnen sieben Alben aufgenommen, ehe die ursprüngliche Besetzung auseinanderbrach. Das Fachblatt „Rolling Stone" stellte ihre LP „Live From Deep In The Heart Of Texas" in die Liste der 100 besten LP’s aller Zeiten. „Hammer Of The Honky Tonk Gods" heißt seine jüngste CD und im Titelsong nennt er die entsprechenden Namen, zu denen sogar Johnny Cash gehört. Überhaupt ist er auch als Songschreiber immer mehr im Kommen, denn er möchte aus seinem reichhaltigen musikalischen Leben schöpfend einige seiner Erfahrungen weitergeben. Honky Tonk, Western Swing, Rockabilly, Country, Blues, Boogie Woogie, alles fliest in die Musik von Bill Kirchen ein, denn er hat diese Elemente des Americana jahrzehntelang gelebt. Nick Lowe, alter Weggefährte, spielt übrigens Bass auf der „Hammer"-CD, die großteils in London eingespielt wurde. In Sachen „Twangbangers" tat er sich mit Gitarrenkollege Redd Volkaert, Songschreiber Dallas Wayne (auch bekannt von den Chow Dogs) und Joe Goldmark an der Steel Guitar zusammen. Freuen wir uns auf diesen legendären Künstler, seine Fender Telecaster und seine klassischen und neuen Songs. Roger Creager (USA)
Joe Ely (USA) Joe Ely wurde durch seine Aufnahmen mit den Flatlanders bekannt, die bereits Anfang der 70er Jahre entstanden sind. Jimmie Dale Gilmore und Butch Hancock waren seine Partner zu jener Zeit und wenn man die Geschichtsbücher bis heute richtig deutet, muss man Joe Ely bescheinigen, aus seiner Solokarriere von den dreien am meisten gemacht zu haben. Ob es an seinen rockigeren Ansätzen liegt, ist schwer zu sagen, jedenfalls hat er den höchsten Bekanntheitsgrad erreicht. Energiegeladen, so könnte man seine Musik am ehesten beschreiben. Geboren wurde Ely in Amarillo, Texas, zwischen den legendären amerikanischen Lebensadern Route 66 und Rock Island Line. Ein Auftritt von Jerry Lee Lewis hatte beim sechsjährigen Joe Ely bleibende Eindrücke hinterlassen. Mit 11 Jahren zog er mit seiner Familie nach Lubbock, Texas, wo er nach zwei Jahren von der Violine auf die elektrische Gitarre umstieg. Von dort ging’s weiter nach Austin, Texas, mit Abstechern nach New York und Deutschland. Mit Lloyd Maines an der Steel Guitar, dem Vater von Natalie Maines, der Leadsängerin der Dixie Chicks, gründete Joe Ely 1975 seine erste professionelle Band. Ponty Bone kam am Akkordeon dazu, John X. Reed, der mit der Lucky Tomblin Band nach Craponne kommt, und der inzwischen verstorbene Jesse Guitar Taylor waren an den Gitarren. Die privaten Aufnahmen führten zu einem Plattenvertrag für Joe Ely mit MCA. Joe musste sich hart gegen die Vorgaben der großen Plattenfirma durchsetzen, die ihm gerne ihre Studiomusiker für die Schallplattenaufnahmen aufgedrückt hätten, Joe gelang es aber, seine eigene Band für die Aufnahmen verwenden zu können und 1977 erschien mit „Joe Ely" das erste Album. Als Opening Act für Carl Perkins und später Merle Haggard machten Joe und seine Band bereits damals ausgedehnte Europatourneen. Seine zweite LP „Honky Tonk Masquerade" erhielt 1978 eine herausragende Besprechung im „Time Magazine". Bonnie Raitt wollte Jesse Guitar Taylor damals von Joe’s Band abwerben, was ihr aber nicht gelang. Erst mit Ablauf des Jahres 1982 verließ Taylor die Band, Ely machte daraufhin ein Jahr Babypause. Nach sieben Alben verließ er 1985 MCA, das Finanzamt machte ihm zu schaffen. Mit neuer Band und neuem Plattenvertrag bei Hightone Records startete er 1986 wieder richtig durch, zwei LP’s sind entstanden, bevor er 1990 zu MCA zurückkehrte. Farm Aid und andere große Events folgten für ihn und zwei Auftritte bei David Letterman. Für seine CD „Los Super Seven" mit Flaco Jimenez, Rick Trevino, Freddy Fender, Augie Meyers, Doug Sahm und anderen erhielt er einen Grammy, 2000 ging er erstmals mit den Flatlanders auf Tour, auch neue Flatlanders-Aufnahmen entstanden damals. 10 Shows der Dixie Chicks konnte er eröffnen. So könnte man noch vieles über ihn berichten, er spielte in Filmen mit und auf jeden Fall wird er in Craponne richtig gut einheizen. The Derailers (USA)
Sonntag: Hickory Project (USA)
Red Meat (USA) Honky Tonk Music ist ihr Ding, „Too Country For New Country" lautet ihr Motto. Dabei kommen sie nicht aus dem tiefsten Süden, sondern von der West Coast, aus San Francisco genauer gesagt. 1993 hat alles in einer Garage angefangen, inspiriert vom Bakersfield Sound eines Buck Owens, aber auch von den Maddox Brothers & Rose, Patsy Cline, Gram Parsons, Hank Williams sen. oder der Carter Family. Das Sextett besteht aus Scott Young an Fiddle und Gitarre, er ist auch der Sänger und Songschreiber der Band. Jill Olson spielt den Bass und singt, die Leadgitarre bedient Michael Montalto. Les James sitzt am Schlagzeug, Smelley Kelley gibt den Frontman der Band ab. Schon 1995 gewannen sie einen Wammie als beste Country Band in San Francisco. 1997 kam ihre erste CD heraus, „Meet Red Meat", im Juli 1998 kam mit „13" bereits Album Nummer 2, produziert von Grammy-Gewinner Dave Alvin. Auch die dritte CD „Alameda County Line" wurde von Dave Alvin produziert. Neo Honky Tonk, tolle Texte und angenehm hörbare Musik, Red Meat gilt es zu entdecken, wobei sie in Frankreich bereits im offiziellen CD-Handel erhältlich sind. Tommy Alverson (USA) Auch Tommy Alverson ist vom Pfingstfestival in Neusüdende her ein Begriff, 2001 war er mit Clay Blaker & The Texas Honky Tonk Band dort aufgetreten. Sein rauher Honky Tonk Stil kennzeichnet seine Musik. Nach Craponne kommt er natürlich mit seiner eigenen Band, der u.a. der Steel Guitar Virtuose Ray Austin angehört. Tommy Alverson hat die Bühne aber nicht nur mit Clay Blaker geteilt, sondern mit praktisch allen, die Rang und Namen haben in der texanischen Musikszene, Willie Nelson, Johnny Bush, Johnny Gimble, Leon Rausch, Jerry Jeff Walker, Gary P. Nunn, Ray Wylie Hubbard, Radney Foster, Steven Fromholz, Robert Earl Keen jr., Pat Green, Charlie Robison, Dale Watson oder Jim Lauderdale. Rhett Akins (USA)
Jon Emry (USA) Jon Emry lebt seit der 70er Jahre in Austin, Texas, wo damals Willie Nelson, Waylon Jennings, Ray Wylie Hubbard, Billy Joe Shaver, Gary P. Nunn, Kinky Friedman, Michael Murphey, Steven Fromholz und andere dem Establishment in Nashville den Rücken gekehrt und die Outlaw Music kreiert hatten. Emry ist Songschreiber und Sänger, seine Wurzeln reichen zurück in die Zeit des Rockabilly und die vom Blues beeinflusste Country Music. Immer von neuen Ideen angetan, wagt es Jon Emry, seiner Musik neue Impulse zu verleihen und er erweist sich als sehr guter Country Sänger. Kontakt: Karten: Tel. 00 33 471 03 25 52, e-mail: info@festivaldecraponne.com, Touristikbüro: Tel. 00 33 471 03 23 14 (Friedrich Hog) |
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