CD - Beggars – Beggars – Eigenvertrieb
It’s Not
You / Such A Lovely Day / The Garden Of Love / Just A Dream / Hey Momma / Letter
From You / Postman / Flying / Give A Lot Away / Preacher I Have Sinned / You
Don’t Have To Cry / The Water Is Wide / Rest In Pieces / I Didn’t Mean To Make
You Cry / Kangaroo
Für alle Freunde australischer Country Music haben die Beggars mit ihrem Debüt „Beggars“ eine echte Perle zu bieten. Alte Folk Music Klänge werden mit moderner Country Music zusammengeführt, das ergibt einen zeitlosen Stil. Renee Donaghey (Gitarre), Stuart Day (Mandoline und andere Instrumente) und Quinton Dunne (Kontrabass) bringen den natürlichen Klang ihrer Harmoniegesänge und ihre akustischen Instrumente so zusammen, dass der Wohlklang der Musik bleibende Eindrücke hinterlässt. Craig Lauritsen ist als Gastmusiker für das Schlagzeug verantwortlich, das jedoch nur sehr dezent zum Einsatz kommt. Gleich „It’s Not You“ geht mit Mandoline und akustischer Gitarre so schön ab, dass man zum Zuhören eingeladen ist, ein Gefühl, das die wunderschöne Stimme von Renee Donaghey noch verstärkt. Etwas moderner kommt „Such A Lovely Day“ aus der Feder von Stuart Day daher, das Glücksgefühl, mit ihr zu singen, vertreibt die Angst vor dem nahenden Winter. „The Garden Of Love“, das Stuart Day ebenfalls verfasst hat, singt wieder Renee Donaghee. Das Lied besticht durch eine wunderbare Melodie und vermittelt überzeugend die Schönheit wahrer Liebe, sie ist wie ein Garten, in dem man sich geborgen fühlen kann. Das harte Herz wird durch einen wahren Liebhaber beruhigt. Diese Stimmung trägt Stuart Day in „Just A Dream“ gleich weiter, schade allerdings, wenn die wahre Liebe nur ein Traum ist, oder eine kleine Erinnerung, sehr schön dargestellt anhand der Harmoniegesänge des Trios. Aus der Feder von Quinton Dunne stammt „Hey Momma“. Ein junger Mann verbindet Kindheitsträume mit echten Gefühlen für eine Frau, als Kind träumte er, er könne fliegen, jetzt, dass er verliebt ist, geht’s ihm nicht anders, „ich schwebe“. Phantastisch, wie kraftvoll die doch sanften Gedanken mittels akustischer Musik vermittelt werden. „Letter From You“ geht auf eine gläserne Wand ein, die auch durch den Verlauf von Zeit nicht wegschmilzt. Dabei will Renee Donaghey doch die Liebe wachsen sehen, aber noch sind sie 1.000 Meilen voneinander entfernt, und sie fragt sich, wie lange sie noch warten muss, bis er es wagt, etwas zu sagen. Verhältnismäßig handfester Country ist „Postman“, nicht ohne Einflüsse aus dem Beat der 60-er Jahre, mit viel Mandoline und Mundharmonika, geniale Mischung. Quinton Dunne übt einmal mehr das Fliegen, „Flying“, wobei das Lied weniger hintergründig ist, vielmehr die reine Schönheit besingt, auch die Schönheit von ihr, die er entdeckt hat. Auch wenn wir Schmerz verursachen, wir können ihn und noch mehr davon wieder wegnehmen, so die Botschaft von „Give A Lot Away“. Eine Perle, die zum dauerhaften Mitsingen animiert, ist „Preacher I Have Sinned“. Sie war immer ein Mädchen, das getan hat, was Mama gesagt hat, aber jetzt hat sie ihre Seele an den Teufel verkauft, blöd nur, dass der jetzt weg ist. Das hinterlässt Erinnerungen an Dinge, die sie ansonsten nie getan hätte. Soundmäßig kommen mystische Klänge rein, die Jahrhunderte alt sein könnten und doch brandneu sind. Ruhiger wird’s bei „Baby You Don’t Have To Cry“ und „The Water Is Wide“ ist der einzige Klassiker auf diesem 100-prozentig gelungenen Album. Das Wasser ist zu tief, um zu dir rüberzukommen, wir brauchen ein Boot, das uns beide auf dem See segeln lässt. Das will ich, egal, ob ich sinke oder schwimme. Renee Donaghey singt mit ihrer fast schwebenden Stimme ihre Komposition „Rest In Pieces“, tief traurig ist sie, hat sie etwas falsches gesagt, ist sie zu lange geblieben, warum hat er sie verlassen? Ihr Herz ist in Stücke gerissen. „I Didn’t Mean To Make You Cry“ ist herrlich retro, Country der 40-er Jahre meets Psychedelic. Zum Abschluss hüpft ganz munter das australische „Kangaroo“ durch die Szenerie, richtig authentisch from down under.
„Beggars“ ist aus dem CD-Spieler nicht mehr wegzudenken, Lieblings-CD nennt man so etwas. Erhalten kann man die CD über die e-mail-Adresse thebeggarsmail@optusnet.com.au, weitere Infos bietet ihre website www.beggars.com.au (hog)