Bluegrass & Country Music im Pfarrzentrum Kleinkötz
Benefizkonzert der Country Friends Koetz e.V. mit Chris Jones
Wieder
ein Konzert der Sonderklasse boten die Country Friends Koetz an, mit Chris Jones
und seiner Band, den „Night Drivers", konnten sie einen Star der US-Szene
verpflichten, der schon öfter bei den „Countries" zu Gast gewesen war.
Schauplatz war das Pfarrzentrum in Kleinkötz, nicht ohne Grund, denn von jeder
verkauften Eintrittskarte ging eine Spende an den „Förderverein zur Renovierung
der Pfarrkirche Sankt Nikolaus". Zum Gefühl des guten Werkes kam noch der Genuss
einer gelungenen musikalischen Darbietung der Gattung Bluegrass und Country
Music.
Drei Begleiter hatte Jones, der selbst Gitarre spielt, mitgebracht, Ned Luberecki am Banjo, Jesse Brock an der Mandoline und den Bassisten Jon Weisberger. Diese Instrumente bilden eine Bluegrassband, und jeder Musiker übernimmt auch die Gesangsparts. Jones hat viele schöne Lieder selbst geschrieben, er hat eine warme, sonore Stimme, zu der die anderen assistierten; dieser Harmoniegesang ist typisch für die Musik. Auch mit ihren Instrumenten kommen nach und nach alle an die Reihe und liefern in fetzigen Soli eine Probe ihres Könnens ab, und sie zeigten sich als Meister ihres Faches. Jones hat gut Deutsch gelernt und führte alle Anwesenden sicher und charmant durchs Programm. Es darf durchaus lustig zugehen, als besonderen Gag brachte er zum Entzücken des Publikums eine Parodie auf die Sänger Lester Flatt und Willie Nelson. Zudem ist er ein langjähriger Freund der Country Friends, war schon vor 20 Jahren in der Gegend, und so entstand zwischen Bühne und Zuhörerschaft schnell ein Gemeinschaftsgefühl, wie es für Bluegrass typisch ist. Kein Wunder, dass viele Zugaben fällig wurden, und nachher gab es noch lange Gespräche zwischen Gästen und Musikern.
Zum Schluss blieb ein netter Beitrag für den Förderverein in der Kasse übrig, und alle freuen sich auf das alljährliche große Festival, das heuer am 16. und 17. Juni zum 23. Mal in der Günzhalle Kötz mit sieben Bands aus fünf Nationen über die Bühne geht.
Eberhard Finke


