Trailerpark Idlers: The Rumble & The Roar (VÖ: 17. September 2011; Something Wicked; zu beziehen über Downloadportale und trailerpark.idlers@gmail.com)

11. September 2011

Trackliste:

1. Don´t Come Home, 2. I Hang My Head Down Low, 3. Gimme Water From The Well, 4. Everybody Seems To Know My Baby, 5. Don´t Forget The Milk, 6. It Feels So Good, 7. Pray Everyday, 8. If Whiskey Don´t Kill Me, 9. Out On The Porch, 10. Harlan Howard Was A Hot Tempered Man, 11. It´s Hard, So Damn Hard, 12. I Just Can´t Be Good, 13. Morgan Goes To Trashville, 14. Time Changes Everything

Es ist das zehnte Album innerhalb von fünf Jahren! So handelt es sich bei den Trailerpark Idlers (Müßgiggänger) doch wohl eher um Workaholics. Mit „The Rumble & The Roar erscheint nun also das neue Album der schwedischen Countryband, deren Vorbilder bei Hank Williams, der Carter Family oder bei Johnny Cash zu suchen sind. Neben den vielen Eigenkompositionen des Sängers und Gitarristen Morgan Hellman befinden sich auf dem Album auch zwei Coverversionen von Buck Owens, „Pray Everyday“, und Tommy Duncan, „Time Changes Everything“. Somit wird klar, dass bei dem Album die Freunde der traditionellen Countrymusik voll auf ihre Kosten kommen. Weniger Punk und Folk, dafür mehr Country als beim Vorgängeralbum.

Dennoch bleiben die Trailerpark Idlers weiterhin verspielt-kreativ, was vor allem bei „Gimme Water From The Well“ deutlich wird. In dem Song werden passend zum Titel Naturgeräusche eingeblendet. Neben den Drinkin´ Songs, „It Feels So Good“ und „If Whiskey Don´t Kill Me“ schrieb Morgan Hellman auch Songs, die zwischenmenschliche Beziehungen („Everybody Seems To Know My Baby“) oder Alltägliches („It´s Hard, So Damn Hard“) zum Thema haben. Im letztgenannten Song wird beschrieben, wie hart das Leben doch sein kann. Daneben gibt es aber auch wieder die typischen Westernsongs, wie „Harlan Howard Was A Hot Tempered Man“. Hier glänzen die Trailerpark Idlers erneut als Geschichtenerzähler, wenn sie die Lebensgeschichte des sehr reizbaren Harlan Howard beschreiben, der weglaufen muss, nachdem er seinen Nebenbuhler niedergestreckt hat. Dieser hatte ein Auge auf Harlans schöne Frau geworfen.

Natürlich ist auch wieder das ein oder andere Skurrile auf „The Rumble & The Roar“ zu finden. Dies beginnt bereits im Booklet, wo ein Professor der Neurologie eine kurze Abhandlung über die Ursache, die Beschaffenheit und den Umgang mit Schmerzen beschreibt, bevor er den Hörern bzw. Käufern der CD die Musik der Trailerpark Idlers empfiehlt. Inhaltlich recht skurril kommt auch der Song „Don´t Forget The Milk“ daher.

Insgesamt enthält das Album aber Songs, die leicht ins Ohr gehen. Man möchte bereits bei den ersten Titeln fast schon mitsingen und man wippt automatisch mit. Liebhaber der akustischen Countrymusik, des Bluegrass und der traditionellen Countrymusik werden an „The Rumble & The Roar“ sicherlich ihre Freude haben und Fans von Johnny Cash werden sich beim Gesang von Morgan Hellman an den „Man in Black“ erinnert fühlen. Vor allem bei den letzten beiden Titeln des Albums liegt dieser Vergleich nahe. Mein persönlicher Anspieltipp ist aber das ruhige „I Just Can´t Be Good“ mit seinen sehr schönen akustischen Gitarrenarrangements.

 

Andreas Hilgart (country.andy@gmx.net)