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Mountarillo: Mountarillo (4. Februar 2011, Coates Cat Records, zu
beziehen über Download-Portale oder www.mountarillo.com)
1. She Still Dances Alone, 2. One Night At The Last Call, 3. That´s Why
I Came Around, 4. I Can´t Remember Your Name, 5. Your Cowboyhat, 6. Wish
She Were Here, 7. The Highway Never Ends, 8. We Can´t Get Drunk Anymore,
9. I Don´t Know, 10. My Kind Of DJ, 11. Broken Heart – Still In Love,
12.
A Ticket To Texas, 13. A Chance To Carry On
Mountarillo, das sind Dirk
„Sebbo“ Sebrowski und Andy „Bört“ Förster, die schon seit einiger Zeit
mit akustischen und gutgelaunten großen und kleinen Gigs in ganz
Deutschland von sich reden machen. Seit Februar gibt es nun das erste
Album der beiden. Sebbo, Mitglied der Nürnberger Countryband Amarillo
und der aus Berlin stammende Bört, ehemals Bassist der Mountaineers,
jetzt ebenfalls mit Amarillo unterwegs, haben ihre eigenen Songs im
Tonstudio von Daniel T. Coates aufgenommen und konnten dafür aus
Nashville Gregg Stocki, der unter anderem schon für Lorrie Morgan oder
Tracy Lawrence trommelte, an den Drums gewinnen. Die Fiddle-Parts wurden
ebenfalls in der Music City USA aufgenommen. Diese übernahm Mark
Chesnutt´s Geiger Aaron Till, ein guter Freund der beiden. Auch aus
Deutschland waren Musiker der ersten Garde aus dem Countrybereich bei
den Aufnahmen beteiligt, z. B. Jochen Sauter an der E-Gitarre oder der
sensationelle Mandolinenspieler Chris Krueger, der bereits beim ersten
Song „She Still Dances Alone“, einer traurig schönen Ballade, seinen
Einsatz hat.
Mit seinem Instrument unterstützt er das Gefühl der einsamen Frau, die,
so scheint es, sich mit ihrem Mann auseinander gelebt hat: „She can´t
stand the Silence between their Hearts“. Während die Band spielt, tanzt
sie immer noch alleine. In den beiden folgenden Songs schildern
Mountarillo zwei Erlebnisse in unterschiedlichen Bars „on the Road“ in
den USA. „I Can´t Remember Your Name ist ein typischer Song des
Neo-Traditionalismus a´la George Strait. Strait und der andere George,
George Jones, sind auch die Vorbilder von Sebbo und Bört. Es folgt der
Nr. 1-Hit aus den Country Musik – Net – Charts: „Your Cowboyhat“. Wieder
eine schöne Geschichte über einen Mann, der in der „Dancehall“ eine Frau
entdeckt und sie gerne ansprechen möchte. Was ihm sofort auffällt an
ihr, ist ihr schwarzer Cowboyhut. Mountarillo können sehr gut
Geschichten erzählen und verarbeiten auch eigene Erlebnisse und Gefühle,
wie in „The Highway Never Ends“. Ein großartiger Song, in dem sie das
Leben auf Tour mit der Band beschreiben.
Es sind die alltäglichen Themen, die Sebbo und Bört beschäftigen,
nämlich Lovin´ („Wish She Were Here“), drinkin´ („We Can´t Get Drunk
Anymore“), playing music („My Kind Of DJ“), having good („A Ticket To
Texas“) and bad times („Broken Heart – Still In Love“).
Mountarillo könnten mit dem von Daniel T. Coates mitproduziertem
Album so manchem Nashville-Popstar/-sternchen zeigen, wie Country
Musik funktioniert. Mit ihren Songs und Arrangements machen Mountarillo
den Duft der Freiheit auf ihrem Album allgegenwärtig. Die Songs sind
bodenständig, echt, authentisch. Ein perfekt produziertes Album mit
vollem Sound, das nach mehrmaligem Hören immer noch süchtig macht,
dessen Songs im Ohr hängen bleiben.
Andreas Hilgart (country.andy@gmx.net) |