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USA 2011 – Höhepunkte der Neuen Welt: Bericht über eine Gruppenreise durch die USA
So war es eine Reise mit wunderbaren Eindrücken: Von der Hauptstadt Washington mit dem Weißen Haus, dem Kapitol und der Diskussion über einen möglichen Nachfolger Obamas im Weißen Haus. Die pulsierende Metropole New York, der Besuch in einem der angesagtesten Bluesclubs der Stadt und ein Musicalbesuch am Broadway. Die Tatsache, dass das Herz der Stadt nach dem 11. September 2001 bis heute verletzt ist. Los Angeles und Hollywood. Ein großartiges Kunstmuseum, das irgendwie anders ist als die Museen in Europa. Der Besuch einer Geisterstadt und die Stadt des Entertainments, Las Vegas mit seinen Spielcasinos und den Shows. Die gigantischen Nationalparks, wobei eine Übernachtung im Death Valley wohl zu den Highlights zu zählen ist. Und es wird von dem Nebel in San Francisco zu berichten sein. Teil 1: Washington D. C. Flug Frankfurt - Washington, Sicherheitsbefragung am Frankfurter Flughafen – mittlerweile Routine bei den Transatlantikflügen in die USA, über acht Stunden Flug mit United von Frankfurt nach Washington. 9/11 zeigt bis heute Spuren im Reiseverkehr. Die Kontrollen bei der Einreise in die USA gehen in Washington aber dann doch schneller voran als befürchtet. Mit Teilnehmern der Reisegruppe und mit dem Reiseleiter kommt man langsam ins Gespräch. Nach über einer Stunde ist es geschafft. Ein Kleinbus bringt die Gruppe bestehend aus zwölf Leuten, einschließlich Reiseleiter, ins Hotel. An diesem Tag findet nur noch ein Begrüßungstrunk als Programmpunkt statt, Abendessen gibt es im Hotel. Am nächsten Tag, erholt vom langen Flug des Vortags und von der Zeitumstellung, findet die Stadtführung durch Washington statt. Von den ca. 570 000 Einwohnern der Stadt sind, und das hat uns überrascht, mehr als 70% schwarz. Auf der Suche nach einem Regierungssitz wurde Washington systematisch geplant. Die zwei symbolischen Zentren ist der Sitz des Parlaments, das Kapitol und der Sitz des Präsidenten – das Weiße Haus. Washington war auch Ziel der Terroristen am 11. September. Doch die Spuren des Anschlags am Westflügel des Pentagons waren bereits ein Jahr nach dem Anschlag wieder beseitigt worden. Ein vermeintlicher Anschlag auf das Kapitol konnte durch die Passagiere des Fluges 93, die versucht hatten, die Terroristen zu überwältigen, verhindert werden. Vom Verteidigungsministerium nicht weit entfernt liegt der Arlington National Cemetery, wo sich die Gruppe mit der örtlichen Stadtführerin trifft. Martha ist gebürtige Augsburgerin und ist der Liebe wegen vor mehreren Jahrzehnten in die USA gezogen. Sie erzählt, dass es ihr die ersten zehn Jahre in den Staaten gar nicht gefallen habe. Arlington ist der „Heldenfriedhof“. Auf dem über 240 Hektar großen Gelände liegen gediente und ehrenhaft entlassene Soldaten, aber auch Nationalhelden wie Joe Louis. Natürlich wird auch das Grab John F. Kennedys besucht. Die Rolle der USA in den Kriegen und in der Weltpolitik, die Opfer, die amerikanische Staatsbürger tragen mussten, zeigt sich aber nicht nur hier, sondern auch an den Memorials in der sogenannten Mall. Beeindruckend ist das Korean War Veterans Memorial. Im Andenken an den Koreakrieg (1950-53) stehen hier 19 lebensgroße Infanteristen, deren Gesichter die Angst vor dem Feind zeigen, in einem Feld. Im Anschluss steht der Besuch des Lincoln Memorials auf dem Programm. In dem Gebäude, das nach dem Vorbild des Parthenon-Tempels in Athen gestaltet ist (das antike Griechenland und das antike Rom brachten die ersten Demokratien hervor), ist die 6 Meter hohe Figur des Abraham Lincoln zu finden. An den Wänden wurden Ausschnitte aus Lincolns berühmtesten Reden angebracht. Vom Lincoln Memorial aus hat man auch einen guten Blick auf das Washington Monument, einen 169 Meter hohen Obelisken. Nachdenklich zum Thema Krieg stimmt die schwarze, 150 Meter lange Granitmauer des Vietnam Veterans Memorial. Mehr als 58 000 Namen aller Toten und Vermissten zeugen von den Opfern, die amerikanische Familien für den Vietnamkrieg bringen mussten. Unvorstellbares Leid wird hier sichtbar gemacht. Mit dem Kleinbus geht es nun weiter zur Nordseite des Weißen Hauses, seit John Adams der Amts- und Wohnsitz aller amerikanischen Präsidenten. Dem Besucher kommt es, wenn er davor steht, sehr klein vor. Aber wir erfahren, dass sich viele der Räume unterirdisch befinden. Bekannt aus den Medien ist dagegen eher die Südseite des Präsidentenwohnsitzes. Obama selbst ist an diesem Tag nicht in Washington. Am Rande entsteht auch eine Diskussion über die anstehenden Präsidentschaftswahlen 2012. Obama, so die allgemeine Meinung, wird es gegen einen möglichen Kandidaten der Republikaner, sei es Rick Perry oder Mitt Romney, schwer haben, sein Amt zu verteidigen. Vom Weißen Haus geht es zum Kapitol. Am Eingang: die Sicherheitsvorkehrungen erinnern an jene in den Flughäfen. Das Gebäude des Kapitols selbst erinnert wieder an die Bauwerke der Antike. Es ist nicht nur der politische Mittelpunkt, sondern auch der geografische Mittelpunkt der Hauptstadt. Auf einem Hügel gelegen, überragt die Kuppel die Stadt. Wir besichtigen den fast 60 m hohen Kuppelsaal, in dem auf Reliefs an der Kuppel und auf Gemälden in der Halle wichtige Ereignisse der amerikanischen Geschichte dargestellt sind. Auch die National Statuary Hall, das frühere Repräsentantenhaus kann besichtigt werden. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung in dem beschaulichen Georgetown. Am Abend treffen sich die meisten Teilnehmer zum Abendessen an der Flaniermeile am Potomac. Hier kann ein wunderbarer Sonnenuntergang bestaunt werden. Andreas Hilgart
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