COUNTRY – ROCK – POP = SCHROTT?
B. Bogenschneider
Nun
ist der Musikindustrie wohl nicht bloß das Talent ausgegangen, sondern
anscheinend auch die Musik. Denn was die der Jugend neuerdings an POP vorsetzen,
scheint tatsächlich nichts mehr mit Musik zu tun zu haben, sondern nur noch mit
„hohler Birne…" Ich versuch mir gerade vorzustellen, wenn die
Country-Musik-Industrie beginnen würde, auf der altehrwürdigen Opry-Bühne ein
Rodeo oder Powhow Spektakel verunstalten. Sicher der Vergleich hinkt, aber wenn
das so weitergeht, dürfte der Begriff „Country" egal in welcher musikalischen
Form, auch bald überholt sein. Die traditionelle Countrymusik driftet immer
weiter vom Original weg. So auch anscheinend die Popularmusic. Was mal seinen
Ursprung, doch von uns Oldies nie wirklich für vollgenommene Typen ala’ Screamin’
Jay Hawkins (50er) oder die Kopie eines Lord Sutch zu Beatzeiten (der rannte
auch schon als gehörnter axteschwingender Knallkopp auf die Bühne) um nur mal
daran zu erinnern, dass diese Nachahmer auch nicht wirklich was neues kreieren,
sondern bloß noch „täpperter" agieren, da waren die verhunzt bemalten
KISS-Gesichter ja gar noch Kunst am Körper (aber musikalisch waren die doch
insgesamt nur abkupfernde Nieten) – so was hat man doch nicht in seiner
Platten-Sammlung! Meine Wenigkeit jedenfalls nicht!
So auch die letzten „Knaller" - wie diese finnische Gruppe beim „Eurovision de’ la’ blah, blah…" wo die Medien endlich mal wieder vom Leder ziehen konnten, oder nehmen wir das alte zickige Model Madonna, die mit Dornenkrone oder „schwuchtelnde Lesbe" neuerdings ihr Bühnenunwesen treibt – schon John Lennon hat man deswegen erschossen, weil er angeblich Jesus beleidigte, haben die daraus nichts gelernt? Aber was noch viel schlimmer zählt, was sind das für „Musikfreunde" die solchen Mist noch unterstützen. Ich hab auch etwas gegen Zensur, doch irgendwie darf man nicht am Leben vorbeitappen, egal ob reich oder nicht. Dann kann man auch gleich die Jugendschutzgesetze und ähnliche Erziehungsfaktoren von staatlicher Seite in die Tonne treten. Da liegt der nötige Respekt gegenüber dem wirklichen Leben doch echt weit daneben. Vermutlich haben auch diese sogenannten Musikkonsumenten nur noch hirnlosen Klamauk im Kopf: „Hauptsache da platzt irgend was – und sei es nur der Müllsack, oder?" Verkaufen lässt sich heutzutage ja auch anscheinend jeder musikalische auf Effekthascherei bezogener Mist. Aber mit wirklicher Popularmusik hat das wahrlich nichts mehr zu tun.





