Gunter Gabriel, der Mann mit Ecken und Kanten !!!  Live am 7. Oktober in der Eventhalle American Store Niebel, Hauptstr. 65 – 67 in 33758 SH – Stukenbrock !

 Trotz seines Termindrucks wegen des großen Erfolges mit dem Musical „Hello, I`m Johnny Cash“ vor täglich ausverkauften Häusern in Berlin und Hamburg, lässt er es sich nicht nehmen, vor seiner Fangemeinde in Ostwestfalen aufzutreten.
Gunter wird zusammen mit seiner altbekannten Band seine besten Hits, neue Songs, sowie einige Klassiker von Johnny Cash präsentieren.  

Gunter Gabriel - Mann mit Profil

Vom Tellerwäscher zum Millionär und wieder zurück. Es gibt sogar bereits Fotos, die Gunter Gabriel in einen Sarg gebettet zeigen, den Hals seiner Gitarre auf der Brust.Etwas voreilig, denn er ist noch da. Wieder da, möchte man sagen. Scheinbar runderneuert, wohlfrisiert, in ein gut sitzendes Sakko gekleidet. Ein neuer Gunter Gabriel? „An mir ist nichts neu”, knurrt er, höchst lebendig. „Ich habe meine Seele nie verkauft, meinen Rücken immer kerzengerade gehalten – und meinen Mittelfinger übrigens auch!” Nach einem angedeuteten bösen Blick muss er lachen. Eine tiefes, bebendes Lachen, das klingt, als würde man zwei schwere Steinplatten langsam übereinander schieben. Die unzähligen tiefen Kerben und Furchen seines Gesichts spielen dazu ein äußerst amüsiertes, von großer Lebensfreude zeugendes Spiel.

Was wurde nicht alles geschrieben und erzählt. Von einem, der gescheitert ist, fertig und kaputt; von einem, der Talent, Geld und Gesundheit verzockte; ein schlechtes Beispiel, ein Gestrauchelter wie er im Buche steht. Dabei ist er immer wieder aufgestanden. „Steh auf, Mann!”, so lautet dann auch seine Maxime – den Begriff „Stehaufmännchen” dagegen mag er nicht sonderlich. Er passt auch nicht auf einen 120-Kilo-Kerl von fast zwei Metern.

Gunter Gabriel ist keiner, der pathetisch von sich sagen würde „Ich bereue nichts”. Im Gegenteil: „Ich habe ’ne Menge Mist gebaut“, sagt er.

Trotzdem ist er aufgeräumt, nachdenklich, aber guter Dinge, wenn er zurückblickt: „Ich würde dieses Leben nicht noch einmal leben wollen, um Gottes Willen – aber es war trotzdem verdammt interessant.”

„Die Öffentlichkeit wusste immer besser über mein Privatleben Bescheid als ich selbst”, sagt er mit hörbarem Sarkasmus. „Woran ich aber nicht ganz unschuldig war, ich habe immer neuen Stoff geliefert.” Und der Boulevard saugte ihn dankbar auf. Diese Oberfläche prägte lange das öffentliche Bild von ihm, der andere Gunter Gabriel war fast bis zur Unkenntlichkeit hinter der skandalträchtigen Medienfigur verborgen.

Zum Beispiel der große Songschreiber, der neben eigenen Klassikern wie „Hey Boss, ich brauch mehr Geld” auch zahlreiche Hits schrieb, die kaum einer mit Gunter Gabriel in Verbindung bringen würde, etwa Juliane Werdings „Wenn du denkst, du denkst, du denkst da”.

Oder der literarisch interessierte Mensch, in dessen penibel geordneter Bibliothek sich Erich Kästners „Lyrische Hausapotheke” findet, Bücher von Albert Schweitzer, Hermann Hesses Gesamtausgabe oder die Autobiographie von Eminem. Und Ernest Hemingway natürlich, die wichtigsten Zeilen per Hand unterstrichen, wie in jedem seiner Bücher. Und letztlich auch der sorgende Familienvater, der täglich mehrfach mit seinen vier Kindern telefoniert, die verstreut in Deutschland, Portugal und England leben. Er hat sie immer unterstützt, auch finanziell, selbst wenn das Geld für das Nötigste oft fehlte.

 „Ich bin Rock ’n’ Roll und Straße”, sagt er selbst. „Ein bisschen freaky, ein bisschen Revoluzzer, ein bisschen Macho, ein bisschen Punk, ein bisschen Proll. Aber mit ungeheurer und ungehemmter Energie.” Auch wenn es widersprüchlich klingt: In seiner demonstrativen Einfachheit ist Gunter Gabriel ein vielschichtiges Gesamtkunstwerk, das Künstler aus ganz anderen Bereichen fasziniert und anzieht. Der Schauspieler Ben Becker zählt Gunter Gabriel zu seinen großen Idolen, Punklegenden wie Carsten Vollmer, Farin Urlaub oder Die Kassierer zollen ihm Tribut. David Gritl, Betreiber des legendären Punkschuppens „King Calavera” in Hamburg, nennt Gunter Gabriel ehrfürchtig den „Godfather of Punk”. Was Gunter Gabriel überrascht: „Ich fühle mich absolut nicht als etwas Besonderes.” Und ein wenig nachdenklich ergänzt er: „Aber ich scheine doch irgendwie anders zu sein.”

Mit all diesen Brüchen und Widersprüchen hat Gunter Gabriel mittlerweile zu leben gelernt, er ist bei sich selbst angekommen. Und es geht ihm besser denn je. „Ich musste vieles akzeptieren: Ich kann offensichtlich nicht mit Geld umgehen, ich bin nicht bindungsfähig – so sehr ich es mir auch immer gewünscht habe. Und diese allgemeinen Definitionen, was ein glückliches Leben sein soll, die treffen auf mich einfach nicht zu. Streng genommen bin ich ein Verlierer, zumindest nach den gängigen Vorstellungen. Aber ich fühle mich nicht so. Ich empfinde mich als Gewinner.” Diese Erkenntnisse bedeuten für ihn Freiheit, sein höchstes Gut, seine eigenes Wort für Glück. „Ich habe irgendwann verstanden, dass es das war, danach hatte ich immer Sehnsucht gehabt. Die Freiheit, alles selbst in der Hand zu haben. Erst durch meinen Niedergang habe ich diese Freiheit gefunden.”

In diesem Zustand hatte er sich, mit Mitte 60, eigentlich behaglich eingerichtet, bereit, sein Leben ausklingen zu lassen. Er spielt weiter Konzerte, die ihm sein Auskommen sichern, er arbeitet weiter an neuen Projekten. Allerdings ohne noch jemals Gedanken an das ganz dicke Business zu verschwenden. „Mich wollte ja keiner mehr, zumindest, was die große Musikwelt anging. Ich habe ja auch ’ne Menge verbrannte Erde hinterlassen.” Umso verwunderter ist er, auf welch großes Interesse seine Ideen plötzlich wieder stoßen. Und froh über die unverhoffte, späte Aufbruchstimmung: „Ich bin dankbar für diesen Tritt in den Arsch. Es ist für mich ein Geschenk. Ich könnte weinen vor Freude, dass es noch einmal richtig losgeht: Alter Junge, halt dich ran, es geht nicht ewig weiter. Verplempere nicht den Rest deines Lebens, gib noch ein bisschen Gas!” Das Wort „Comeback” will Gunter Gabriel in diesem Zusammenhang allerdings nicht hören, „ganz einfach, weil ich immer mit dem Arsch am Wackeln war. Vielleicht könnte man eher sagen: Dies alles ist einfach ein schönes Finale für mein Leben.”

 Im weiteren Verlauf des Abends wird dann noch Cody auftreten und zwischendurch Musik von der Platte servieren.

Einlass in die Eventhalle wird ab 19 Uhr sein.

Der Eintritt beträgt nur € 9,-

Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Probieren Sie doch mal unsere leckeren Westernsteaks.

Übrigens hat der Western Store bereits ab 9 Uhr seine Pforten geöffnet. Zahlreiche Sonderangebote und viele Neuheiten werden angeboten !

Weitere Infos und Vorverkauf:

Westernversand & American Store Niebel

Hauptstr. 65 – 67

33758 SH – Stukenbrock

Tel.: 05207-99122-0

HP: www.wvniebel.de

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch !!!